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Arbeiten aber perfektionistisch

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U

Unregistriert

Gast
Hallo zusammen,

Ich habe folgendes Problem ich bin 100% perfektionistisch veranlagt das erschwert mir die Arbeit.
Was mich bei der Arbeit aufhält:

- Ich verschiebe meine Aufgaben nach hinten mit der Hoffnung wird schon klappen ( hab ja noch Zeit)

- Ich lese mir mehrmals den Text durch und verliere Zeit
- Ich kann Aufgaben nie zu Ende bringen
- Sobald eine Aufgabe schwer fällt hält diese mich davon ab diese Aufgabe zu lösen

Kurzes Statement: Warum ich so bin, hab ich keine Ahnung!

Ich wäre so dankbar wenn jemand dazu Stellung nehmen würde!

Danke
 
Hallo,
Du sprichst mir aus der Seele.
Ursachenanalyse bringt nix.

Das einzige, was bringt ist:

Text lesen lernen, damit effektiver (dazu viell. Googlen oder Lit. besorgen, wie man das lernen kann)
Aufgaben zu Ende bringen, trotz Drang, diese nicht zu Ende zu bringen
Schwere Aufgaben: Dir jeden Tag z.B. eine Stunde vornehmen, in der du diese Aufgabe konsequent nach gehst.

Ich hasse Ablage. Es schreit innerlich. Nützt nix. Habe mir jetzt einmal in der Woche vorgenommen, Ablage zu erledigen, und wenn die Welt untergeht an dem Tag, ich mache meine Ablage.

Ohne Disziplin und ein wenig Strategie und Zeiteinteilung geht es nicht.

Irgendwann geht es ins Blut über.

Viel Spaß

Gast, undefinierbar
 
Das klingt für mich eher nach fehlender Organisation als nach Perfektionismus. Perfektionismus bedeutet für mich, dass du dich so mit einer Aufgabe identifizierst und dich so reinhängst, dass du mit weniger als einem "perfekten" Ergebnis nicht zufrieden bist. Aufschieben und Nichtzuendeführen von Aufgaben passen in meinen Augen nicht unbedingt dazu. Es sei denn, der Perfektionismus führt dazu, dass du dich mit Kleinigkeiten aufhältst und mit dem Gesamtergebnis nicht vorankommst. Dann kann es, je nach Aufgabe, helfen, zunächst einen groben Plan mit einzelnen Arbeitsschritten aufzustellen, die du zum Erreichen des Gesamtziels erledigen musst. Von da kannst du dann immer weiter in die Detailplanung gehen, bis du zu konkret ausführbaren Tätigkeiten kommst. So verhinderst du, dass du Blick für das große Ganze verlierst, und kannst grob abschätzen, wie viel Zeit dir wofür zur Verfügung steht.

Ansonsten kann es bei perfektionistischer Veranlagung helfen, ab und an mal bewusst ein Ergebnis mit kleinen (unbedeutenden) Fehlern abzuliefern. Zusätzlich sinnvoll kann eine Beschäftigung mit Selbst-/Zeitmanagement und Prokrastination sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
perfektionistisch ist genau das gegenteil...

Wenn ich eine aufgabe fertig bekommen muss, dann setze ich mich vollmotiviert gleich dran.

Ich denke perfektionimus hat viel mit motivation zu tun.

deine montivation scheint im keller zu sein.
 
Ich denke ich weiß was er mit "nicht fertig machen" meint.
Entweder man hat zu wenig zu tun und schieb daher die Aufgaben nach hinten, damit man sich nicht so langweilt oder man ist mit seinem Ergebnis soweite nicht zu frieden, das man einfach Abbricht oder es liegen lässt. Es ist schon paradox.
 
Naja also ich würde nicht behaupten das es an der Motivation liegt, weil die ist nämlich vorhanden. Dieses Phänomen Perfektionismus hab ich schon von klein auf, auch da fiel es mir schwer Dinge zu Ende zu bringen. Selbst wenn ich youtube Videos schaue oder andere Dinge, da ist irgendwie ne Blockade die mich verhindert Dinge zu beenden. In meiner Ausbildung als Tourismuskaufmann hat z.B mein Chef gesagt jetzt fangen wir mal an die Balearen kennenzulernen. Was hab ich gemacht? Ich habe mit Peru angefangen! Ich wusste innerlich das er damit schon Recht hat, fand aber den Weg den ich gegangen bin für den Moment "besser". Ein zweites Beispiel sind die Klassenarbeiten. Zu Beginn der Arbeit fällt es mir schwer loszuwerden während andere schon am ausfüllen sind muss ich mir erstmal gründlich Alles durchlesen, wobei ich aber wieder Zeit verliere. Das ist wie ein Fluch und gleichzeitig eine Blockade die ich habe für die ich irgendwie nichts kann. Das zieht sich fort dass ich auch am privaten Leben Entscheidungsschwierigkeiten habe.
Du könntest womöglich Recht haben dass ich überhaupt gar nicht organisatorisch bin bzw. Mein Strukturelle durcheinander bringe.
 
Das hört sich für mich nach Überforderung an.
In Deinem Kopf willst Du alles perfekt machen, daher auch Deine Begrifflichkeit von Perfektionismus. Aber wenn man perfekt sein will, hat man natürlich einen unüberwindbaren Berg vor dem geistigen Auge. Wenn man dann keine Struktur hat, ist es natürlich gemütlicher, man fängt gar nicht erst an oder blockt ab (Chef->Balearen). Blocken ist ein Strategie unüberwindliches erstmal von sich zu weisen.

Ich würde Dir ans Herz legen, strukturelles Arbeiten zu lernen und Dich mit Zeit Management zu befassen.

Ziel sollte nicht sein: es muß perfekt sein oder ich fange gar nicht erst an
Ziel sollte sein: ich gebe mein Bestes, konzentriere mich darauf...Ergebnis wird gut genug. Perfektionismus gibt es nicht. Fehler dürfen sein, ich habe Mut zur Lücke.

Viell. findest Du Dich wieder.

Kolya
 
Hallo zusammen,

Ich habe folgendes Problem ich bin 100% perfektionistisch veranlagt das erschwert mir die Arbeit.
Was mich bei der Arbeit aufhält:

- Ich verschiebe meine Aufgaben nach hinten mit der Hoffnung wird schon klappen ( hab ja noch Zeit)

- Ich lese mir mehrmals den Text durch und verliere Zeit
- Ich kann Aufgaben nie zu Ende bringen
- Sobald eine Aufgabe schwer fällt hält diese mich davon ab diese Aufgabe zu lösen

Kurzes Statement: Warum ich so bin, hab ich keine Ahnung!

Ich wäre so dankbar wenn jemand dazu Stellung nehmen würde!

Danke

Naja, von einer höheren Warte betrachtet, handelst Du ja gar nicht mehr perfektionistisch, weil Aufgaben liegen bleiben etc. Du willst 100%, erreichst dadurch aber nur einen Wert, der vielleicht unter 50% liegt. So muss man das sehen 🙂.

Da niemand 100%ig ist, wäre es wohl besser, ein Maximum oder Optimum anzustreben. Was hat ein Autor davon, der den 100%igen Roman veröffentlichen will, es aber nie schafft?
 

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