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Antisozial

EinEtwas

Neues Mitglied
Moin.
Ich schreibe hier, weil ich etwas loswerden möchte. Aber erstmal zu mir und meine bisher recht kurze vorgeschichte, die vielleicht relevant ist... Ich bin fast 17 Jahre alt, Männlich und irgendwie gefühlskalt. Denke ich.

Ich hatte keine besonders schöne, aber auch keine besonders schlechte Kindheit. Tendenziell aber ehr schlecht als schön. Meine Eltern haben sich recht früh getrennt. Ich war noch sehr Jung und hab das damals irgendwie kaum verstanden, hab von der Zeit auch nur noch sehr, sehr schemenhafte Erinnerungen. (Dazu sei gesagt das die Trennung im guten vonstatten ging, den berühmten Streit ums Sorgerecht ect gabs nicht und wir haben auch später wieder Weihnachten und ähnliches zusammen gefeiert.)
Meine Mutter war damals viel Arbeiten und so kommt es auch, das ich aus dieser Zeit kaum erinnerungen von meinen Eltern habe, nur von der Tagesmutter, Kindergarten und Nachbarn.

Ich war schon als Kind ehr der Alleingänger, hatte immer schon einen sehr kleinen ausgewählten Freundeskreis, mit den ich aber super zurecht kam. Fast immer waren die Freunde ähnliche Aussenseiter. Ich habe ausserdem in der gesamten Grundschulzeit viel Mobbing erfahren müssen (von Mitschülern und Lehrern.)

Mit 13 fing ich an mich zurück zu ziehen und habe den Computer für mich entdeckt. Habe alles vernachlässigt und nurnoch gezockt, war regelrecht süchtig.
Mit 14 entwickelte sich dann eine Depression die mich bis vor fast genau einem Jahr begleitete. Ich war in 2 Psychiatrien, wurde allerdings nie richtig Diagnostiziert und habe mich auch gegen weiter Therapien gewehrt. Allgemein wurde es auf die Pupertät geschoben. Da das ja bekannt ist, das die Pupertät schwierig ist, und ich es auch nicht besser weiß nehm ich das so hin.

Wie gesagt, vor so ca 12 Monaten ging es für mich scheinbar wieder Bergauf. Ich war wieder besser gelaunt, hab perspektiven gesehen und meine Lebenslust zurück gefunden.
Hatte auch meine erste Freundin gefunden, was dann allerdings leider auch ein relativ schnelles ende nahm(später mehr).

Allerdings habe ich ein Problem: Ich kann mich einfach keinen Menschen mehr emotional nähern. Ich hatte ja schon immer einen sehr kleinen Freundeskreis und das war für mich auch in Ordnung. Aber jetzt ist es einfach so das ich schlichtweg Probleme habe überhaupt noch Freunde zu haben. Neue Freunde zu finden ist für mich fast unmöglich, weil für mich grundsätzlich erstmal jeder Mensch ( ab hier entschuldige bitte für die Wortwahl ) unterster Abschaum ist wenn ich ihn nicht kenne und wenn ich ihn nicht ansatzweise vom ersten eindruck interessant finde dann nehm ich mir auch keine Sekunde mehr, um denjenigen besser kennen zu lernen. Das geschieht völlig Automatisch und bis vor kurzen war mir das nichtmal bewusst. Wenn es doch dazu kommt, das ich diesen Menschen interessant finde, dann scheitert es meistens daran das ich mich kaum öffne und mehr als eine Facebook-Bekanntschaft wird dann nicht draus wenn überhaupt.

Bei Freunden, die ich schon habe ist es so, das ich zwar so oberflächlich ganz gut mit ihnen klar komme und wir durchaus Spaß haben können... aber sobald diese mir zu emotional zu nah kommen (im Freundschaftlichen sinne. Da reichen auch schon Fragen, ob es mir wirklich gut geht und ähnliches.) blocke ich das mit fiesen Zynismus ab und distanziere mich stark von den Personen.

Auch ein gutes beispiel ist meine erste und letzte Freundin. Man soll sich ja nichts vormachen: Es ist sicherlich nichts neues das Jugendliebe selten lange währt. Aber bei mir war das irgendwie seltsam. Theoretisch kann man sagen das wir recht gut zusammengepasst haben und ich hab sie eigentlich auch gemocht, aber auch hier das Problem: Auf jeden versuch von ihr, sich mir irgendwie zu näheren resultierte ein Rückwärtsschritt von mir gepaart mit fiesen Zynismus. Ich weiß nichtmal wieso, es war irgendwo instinktiv.

Die einzigen Sozialen Kontakte die ich inmomment noch habe sind eine überschauliche anzahl von 5 Internetfreundschaften, die ich schon seit Jahren kenne und mich auch schon im Reallife getroffen habe, 2 "Reallife-Freunde" und meiner Eltern, mit denen ich gut klarkomme. Allerdings halte ich mir alle auf Distanz. Kaum einer kommt mir wirklich nah und wenn ich doch mal emotional werde, dann nur mit einen beachtlichen Alkoholspiegel, was bei mir aber zum glück auch nicht oft vorkommt. Der Rest ist kaum mehr als eine Bekanntschaft, leute die man irgendwo mal getroffen/kennengelernt hat. Man schreibt sich hin und wieder mal ne Nachricht und fragt wie's geht und das wars auch.

Ich vermeide schlichtweg jede soziale nähe und lebe Isoliert die meiste Zeit in meinen Zimmer. Wenn ich zum einkaufen gehe ekeln mich die Menschen an, deshalb suche ich mir Zeiten aus wo möglichst wenige unterwegs sind. Ich spüre kein wirkliches verlangen nach sozialer nähe oder Liebe (oder gar eine Sexuelle Beziehung) nur hin und wieder sehne ich mich danach, das doch zu tun. Die einzigen Unterhaltungen die ich noch führe finden über Chat, maximal über (Skype-)Telefonat statt.
Ich Empfinde weder ehrliche Liebe noch Mitleid für andere Menschen, egal wie "nah" sie mir stehen.
Ich stelle mich selbst über alles, im Prinzip bin ich etwas besseres und fast alle Menschen da draußen sind Abschaum der es schlicht nicht wert ist meine Luft zu atmen.

Es stört mich nicht. Und trotzdem gehe ich daran ein. Ich weiß nicht wirklich wie ich damit umgehen soll. Jeder versuch, über meinen Schatten zu springen scheiterte bisher. Ich will so nicht leben aber die Ambition etwas zu ändern fehlt mir, denn Zitat "Es stört mich nicht". Es ist Paradox, aber so denke ich.

Danke fürs durchlesen oder überfliegen und grüße,
EinEtwas



Achso: Es soll sich bitte niemand von meiner teils markanten Wortwahl angegriffen fühlen! Ich habe hier versucht meine Gedanken realistisch nieder zuschreiben um verständlich zu bleiben.
 

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Hexe46

Aktives Mitglied
Hallo EinEtwas,

denke du hast dich ganz einfach hinter eine ganz dicke Mauer zurückgezogen.
Aus Angst vor Verletzungen lässt du jetzt gefühlsmäßig Niemanden an dich rann.
Da du unter Alkohleinfluss da anders bist, zeigt doch, das da ganz viele Gefühle verborgen sind.

Du machst nach außen ein auf cool damit Niemand sieht, wie verletzlich du bist.

Denke, du fühltest dich schon immmer Alleingelassen. Niemand hat dich wirklich gesehen.

Wenn man schon in der Grundschule gemobbt wird und keine richtige Hilfe bekommt, dann entwickelt man eben seine eigenen Überlebensstrategien. Du hast dich für die Mauer entschieden.
Kannst du nicht versuchen, dich ein wenig deinen Freunden zu öffnen?
Ich weis, es ist schwer aber ein Leben hinter Mauern ist noch viel schwerer.
Gib dir selbst die Chance ein glücklicher Mensch zu werden.

l.g. Hexe
 

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