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Angstzustände

  • Starter*in Starter*in metalmaster86
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M

metalmaster86

Gast
Hallo zusammen,

bereits vor 3 Jahren habe ich hier Hilfe gesucht und Mut gefunden. Momentan gehts mir wieder richtig schlecht. Die Geschichte ist lang, aber ich denke ich sollte sie erzählen, damit ihr mich versteht. Während meiner Schul- und Zivizeit war ich noch ein sehr lockerer selbstbewusster Mensch. Ich habe zwar immer Schiss bekommen vor den Abiklausuren, aber ich denke das war alles im normalen Rahmen. Meine Grundeinstellung war immer "was soll mir schon passieren". Ich begann Maschinenbau zu studieren, auch das erste Semester nahm ich noch recht locker, auch wenn die Klausuren nicht mehr so locker waren wie in der Schulzeit. Im zweiten Semester bin ich dann in 2 Kursen durchgefallen. Ein Abgrund tat sich vor mir auf. Alle selbstsicherheit war weg, obwohl das nicht meine ersten schlechten Noten waren. Diesmal wurde mir aber die Tragweite nicht bestandener Klausuren bewusst. Ich dramatisierte das ganze sogar. Arbeitslosigkeit, Looser der Familie, allein und arm für immer, zu dumm für die einfachste Ausbildung. Hier im Forum gab man mir den Rat es weiter zu versuchen. Ich bestand die Nachprüfungen, gewann jedoch niewieder mein Selbstvertrauen. Zu jeder Klausurphase kamen schlaflose Nächte, Selbstzweifel, Nervenzusammenbrüche usw.. Mit viel gutem Zusprechen meiner Familie und meiner Freundin schaffte ich es im vergangenen Semester meinen Bachelorabschluss in der Regelstudienzeit zu erlangen. Eigentlich ein Grund von sich und seinem Können überzeugt sein zu können. Aber dem ist nicht so. Meine Ma wurde im vergangenen Jahr schwer krank und alle zwei Wochen bangten wir um das Leben und die Zukunft. Nebenher schrieb ich meine Abschlussarbeit und schaffte es. Nun fühle ich mich so ausgelutscht, dass ich für die anstehenden Klausuren (Masterstudiengang) kaum Kraft finde. Wieder plagen mich Angstzustände und Zukunftsängste. Als Bachelor bin ich ein nichts, verschenkte Jahre, ich werde nicht angemessen für die harten (für mich war es wirklich hart) Studienjahre bezahlt werden, oder ich werde garkeinen Job finden. Ich versuche derzeitig zu lernen, habe noch 4 Wochen Zeit bis zu den nächsten Klausuren, aber sobald ich die Übungsaufgaben sehe und nichts davon verstehe wird mir übel, ich fange an zu zittern und bin total blockiert. Was ist los mit mir???
 

Hallo metalmaster86,

schau mal hier: Angstzustände. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Das klingt ziemlich fertig - so etwas kenn ich auch - hab 10 Jahre gekämpft.
Kannst du nicht 1 oder 2 Semester aussetzen???
Deine Ängste klingen wirklich nicht gut und ich denke, du brauchst professionelle Hilfe.
Was spricht dagegen, sich eine Auszeit zu nehmen, in Behandlung zu gehen, bis du wieder einigermaßen fit bist? Ich denke, dass es so sehr schwer werden wird. Und was hast du nachher von einem Abschluss, den du gerade mal so geschafft hast? Damit hast du dann vielleicht auch nicht viel bessere Chancen als jetzt. Überleg dir genau, was wichtiger ist, denn es geht immerhin um deine Gesundheit und DIE sollte dir am wichtigsten sein.
Also, gönn dir eine Auszeit, tanke Kraft und vor allen gewinne dein Selbstvertrauen wieder. Später kräht kein Hahn mehr danach, ob du 1 oder 2 Semester länger studiert hast, aber deine Abschlussnote, DIE zählt dein ganzes Leben!
Liebe Grüße und gaaaanz viel Glück.
Du schaffst das!!!
mutti123
 
Man kriegt glaub immer 2 Zettel, einer mit den Notendurchschnitts und einer mit der Abschlussbestätigung. Und für Jobbewerbungen reicht meist letzteres. Mich hat nie jemand nach den Noten gefragt.
 
Ja, es gibt 2 Zettel. Das "Noten"zeugnis und die Ingenieursurkunde. Die besitze ich ja bereits (B.Sc. Ing.). Es geht mir persönlich auch kaum um meine Note. Ich will es nur schaffen. Und da ich auf Bafoeg angewiesen bin, möchte ich das in der Regelstudienzeit schaffen. Daher kommen Pausen-Semester für mich nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. Das würde mir noch mehr Angst machen, 2 Semester nutzlos rum zu sitzen. Heute ist einer dieser Tage an denen ich denke "Scheiß drauf, versuch es, wenn es nicht klappt, dann eben nicht. Dann biste halt nur Bachelor.". Aber ich weiß genau, heute nacht werde ich nicht schlafen können weil ich mir ewig vorwerfen würde, mich nicht mehr angestrengt zu haben. Obwohl ich mehr Anstrengung vermutlich gerade nicht schaffen würde. Gerade das ist die Zwickmühle in der ich sitze. Einerseits halte ich mich für zu dumm, andererseits für zu faul, allerdings habe ich nicht mehr Power. Und mein letzter Abschluss widerspricht dem ganzen. B.Sc. innerhalb der Regelstudienzeit mit 2,6 als Abschlussnote. Das haben in unserem Jahrgang nicht sehr viele geschafft. Aber kaum sitze ich wieder vor dem neuen Stoff, so kommt mir dieser als unschaffbare Hürde vor. Und das war bisher jedes Semester so. Hinterher habe ich gedacht "Man, warst du blöd, war ja garnicht so schwer." Aber vorher zerfrisst es mich.
 

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