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Angst vorm Tod

kleinerHai

Mitglied
Hallo Leute, ich habe da mal eine ganz wichtige frage und zwar was kann man dagegen tun wenn man totale angst vorm tot hat? Bei vielen ist das so, das sie einfach nur angst vorm schmerzhaften tot haben aber bei mir ist das so, dass ich angst davor habe dann nicht mehr denken zu können einfach vor dem nichts, diese angst trage ich schon seit meinem 9 ten lebensjahr mit mir rum und habe es nie geschafft dazu ein gesundes verhältnis aufzubauen. Das Problem ist einfach, dass sich diese angst durch mein ganzes leben zieht und das durch diese angst mehrere zusammenhängende ängste enstehen wie z.B die Angst vor "Gefährlichen Krankheiten", die angst vor zecken, die angst vor einsamkeit, die angst vor vergiftungen, angst vor Medikamenten und so weiter. Es schränkt einem einfach enorm in der lebenqualität ein, wenn man ständig vor allem möglichen angst haben muss.

Kennt sich in diesem bereich eventuell einer aus und kann mir vielleicht sagen was es für geeignete therapien und so gibt und was man auch selber dazu beisteuern kann um wieder erhohlsamer zu leben, einfach mit wenigen ängsten!
 
Das kommt mir grausig bekannt vor... 😱Unter dieser Angst habe ich 40 (!) Jahre lang gelitten und das jeden einzelnen Tag. Brutale Todesangst.🙁

Als ich z.B. 14 war, entwickelte ich die Überzeugung, ich würde nie 21 werden - aber selbst als ich es dann doch wurde, kurierte mich dies nicht von dieser irrationalen Angst und jedes (scheinbare oder echte) Krankheitssymptom jagte mich sofort zum Arzt - zu ÄrztEN, bei denen ich natürlich binnen kurzem (zu recht) als Hypochonder verschrieen war.

Heute ist es anders - von dieser Angst, die das ganze Leben wirklich genauso wie von dir beschrieben extrem beeinträchtigen kann bis ins kleinste Detail - Reisen, Trennungen, Unternehmungen alltäglicher Natur usw. - , bin ich heute frei. Wirklich ganz frei geworden und ich entsinne mich noch heute dieses Zeitpunkts, an welchem es geschah:

Es war der Freitag vor Pfingsten 97. Ich war schlichtweg am Ende und stand vor der Wahl, mich umzubringen, weil ich diese irre Angst nicht mehr ertrug, die sich ja zudem mit BL und schweren Depris mischte - oder aber mein Leben völlig Jesus zu überlassen.

Und ich schrie - ich schrie wirklich, aus tiefster Verzweiflung und unter Tränen: >Hilf mir, Jesus, ich kann nicht mehr, ich brauche dich<.

Etwas SO Einschneidendes und Anhaltendes wie das, was dann geschah, habe ich seither nie wieder erlebt:
Diese entsetzliche Todesangst war fort. Weg.
Von einem Moment auf den anderen fort.

Natürlich kenne ich auch heute noch Ängste, klar, ich bin ein Mensch, aber dieses Grauen, das mich 40 Jahre gequält hatte, es war fort und ist es immer noch - nun schon 13 Jahre lang.

Ob du nun damit etwas anfangen kannst und magst, weiß ich nicht - es ist meine Geschichte mit dieser dem Leben jede Freude und jede Lebensqualität nehmende Todesangst.
Abe ich bin meinem Herrn von Herzen dankbar für diese Befreiung davon.🙂

LG

Christa
 
Das kommt mir grausig bekannt vor... 😱Unter dieser Angst habe ich 40 (!) Jahre lang gelitten und das jeden einzelnen Tag. Brutale Todesangst.🙁

Als ich z.B. 14 war, entwickelte ich die Überzeugung, ich würde nie 21 werden - aber selbst als ich es dann doch wurde, kurierte mich dies nicht von dieser irrationalen Angst und jedes (scheinbare oder echte) Krankheitssymptom jagte mich sofort zum Arzt - zu ÄrztEN, bei denen ich natürlich binnen kurzem (zu recht) als Hypochonder verschrieen war.

Heute ist es anders - von dieser Angst, die das ganze Leben wirklich genauso wie von dir beschrieben extrem beeinträchtigen kann bis ins kleinste Detail - Reisen, Trennungen, Unternehmungen alltäglicher Natur usw. - , bin ich heute frei. Wirklich ganz frei geworden und ich entsinne mich noch heute dieses Zeitpunkts, an welchem es geschah:

Es war der Freitag vor Pfingsten 97. Ich war schlichtweg am Ende und stand vor der Wahl, mich umzubringen, weil ich diese irre Angst nicht mehr ertrug, die sich ja zudem mit BL und schweren Depris mischte - oder aber mein Leben völlig Jesus zu überlassen.

Und ich schrie - ich schrie wirklich, aus tiefster Verzweiflung und unter Tränen: >Hilf mir, Jesus, ich kann nicht mehr, ich brauche dich<.

Etwas SO Einschneidendes und Anhaltendes wie das, was dann geschah, habe ich seither nie wieder erlebt:
Diese entsetzliche Todesangst war fort. Weg.
Von einem Moment auf den anderen fort.

Natürlich kenne ich auch heute noch Ängste, klar, ich bin ein Mensch, aber dieses Grauen, das mich 40 Jahre gequält hatte, es war fort und ist es immer noch - nun schon 13 Jahre lang.

Ob du nun damit etwas anfangen kannst und magst, weiß ich nicht - es ist meine Geschichte mit dieser dem Leben jede Freude und jede Lebensqualität nehmende Todesangst.
Abe ich bin meinem Herrn von Herzen dankbar für diese Befreiung davon.🙂

LG

Christa


Ja, ich versuche es gerade auf ähnlicher art und weise, in dem ich zu meinem glauben zurück finde und versuche auf gott zu vertrauen. Gott sagt man soll sich nicht vor dem tot fürchten aber leider ist das nicht so einfach wenn man diese angst schon seit seinen 9 ten lebensjahr hat
 
Es ist überhaupt nicht einfach - wie du an meiner Geschichte erkennen kannst, begann das alles ja auch bei mir im Kindesalter.
Und man kann es nicht machen - aber dieser Schrei, der letzte wohl vor dem Schritt ins Aus, der aus meinem Herzen in Gottes Herz, der ar wohl der, auf den Jesus gewartet hat. Gewartet, dass ich endlich bereit war, Ihm meine furchtbare Angst zu überlassen und damit mein Leben.

Vielleicht hast du in deiner Nähe eine Gemeinde, einen Pastoren, einen Seelsorger, Jugendgruppen (du bist noch nicht so alt, gell?), zu denen du gehen könntest? Wo du ein bisschen aufgefangen wirst und man dich begleitet und für dich und mit dir betet? Mir war auch das auf dem Weg zur Befreiung hin eine wertvolle Hilfe.

LG

Christa
 
Es ist überhaupt nicht einfach - wie du an meiner Geschichte erkennen kannst, begann das alles ja auch bei mir im Kindesalter.
Und man kann es nicht machen - aber dieser Schrei, der letzte wohl vor dem Schritt ins Aus, der aus meinem Herzen in Gottes Herz, der ar wohl der, auf den Jesus gewartet hat. Gewartet, dass ich endlich bereit war, Ihm meine furchtbare Angst zu überlassen und damit mein Leben.

Vielleicht hast du in deiner Nähe eine Gemeinde, einen Pastoren, einen Seelsorger, Jugendgruppen (du bist noch nicht so alt, gell?), zu denen du gehen könntest? Wo du ein bisschen aufgefangen wirst und man dich begleitet und für dich und mit dir betet? Mir war auch das auf dem Weg zur Befreiung hin eine wertvolle Hilfe.

LG

Christa
ch bin vor paar monaten der kirche beigetreten, ich werde komunion nacholen und firmung vielleicht werde ich ja auf diesem weg den ich momentan gehe an einem punkt ankommen, wo ich ganz auf gott vertraue und somit meine angst überwinden kann
 
hi kleiner Hai, 🙂

ich unterscheide zwei verschiedene Arten von Angst,
eine rein körperliche,
diese nenne ich auch "die nackte Angst"
und eine mentale
das nenne ich Sorgen oder depressives Denken.

Wir werden sterben, das ist sicher
und das wissen wir auch !
Und beim Sterben ist auch noch niemand gescheitert,
das wissen wir auch ! 😉
Der Körper hat einen natürlichen Angstreflex
wenn Gefahr für unser Leben droht.

Sorgenvolle Gedanken an den Tod
lösen diesen Reflex aus,
der Körper reagiert als wäre unser Leben in Gefahr.
Wenn das oft passiert,
wenn ich mir oft Sorgen übers Sterben mache
ist das unglaublich anstrengend und erschöpfend
für Körper und Psyche.

Als mildernde Strategien entwickeln wir dann
sogenannte Phobien und Zwänge,
die unsere Lebensräume immer mehr einschränken,
bis man irgendwann gar nicht mehr
von einem Leben sprechen kann,
es ist nur noch ein Überleben, ein Vegetieren.

Die Wurzel all dieser Ängste und Zwänge
ist die Angst vor dem Tod.

Ich kenne keine andere Lösung,
als mich dieser Angst, der nackten Angst zu stellen !
Ich kenne keine andere Lösung
als diese Angst zu erlauben und zu fühlen !
Die sorgenvollen Gedanken suggerieren,
daß wir dieses Gefühl nicht aushalten können,
daß die nackte Angst so groß ist,
daß sie uns umbringen wird,
und wir daran zugrunde gehen.

Aber wenn ich mich,
mit dem Wissen sowieso zu sterben,
todesmutig dem Fühlen meiner nackten Angst stellen kann,
wenn ich dableiben kann
auch wenn das bedeuten könnte,
daß ich jetzt gleich sterbe,
mache ich die Erfahrung,
daß ich weiterlebe
und daß diese alles dominierende Angst verschwindet.

Für mich ist die "Arbeit mit dem Inneren Kind"
eine wunderschöne und effektive therapeutische Methode
um mich aus der Umklammerung meiner Ängste zu lösen.

alles Liebe
und viel Glück auf deinem Weg !

Vandan

🙂

 
Zuletzt bearbeitet:
[...]
z.B die Angst vor "Gefährlichen Krankheiten", die angst vor zecken, die angst vor einsamkeit, die angst vor vergiftungen, angst vor Medikamenten und so weiter.
[...]
Es gibt tatsächlich sehr viele Arten, ums Leben zu kommen.
Manche Leute werden ja auch vom Blitz erschlagen, und ähnliche Sachen....

ABER:
Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert ist nicht vorhanden!
Die meisten Menschen machen sich keine Gedanken darüber, was passiert wenn sie sterben würden.... Und warum hat sich das den so eingebürgert?
Weil die Wahrscheinlichkeit, plötzlich zu sterben derart gering ist, dass man nicht davon auszugehen hat, dass dieser Fall eintritt.

Schlimmer noch... Der Mensch ist viel robuster, wie man das immer meinen möchte....
Schon von Leuten gehört, die vom Blitz getroffen wurden, und trotzdem überlebt haben? Diese Leute haben über 60prozent ihrer Haut verloren, und sind trotzdem nicht daran gestorben.
Leute, die im Wachkoma liegen, und 20 Jahre bei vollem Bewusstsein miterleben, ohne dass sie sich bemerkbar machen könnten.... und die sterben nicht!
Leute, die ihren Krebs oder ihren Infakrt überleben.... oder mit tödlichen Krankheiten wie AIDS immernoch über Jahrzehnte nicht tot zu kriegen sind...
Glaub mir, dass der Mensch bei weitem robuster ist, wie man das oft meinen möchte.



Ein anderer Denkanstoß:
Falls Du plötzlich gehen müsstest... Wäre es doch auch nicht Sinn der Sache gewesen, dass die Angst vor dem Tod dein ganzes Leben diktiert hätte, oder doch?
 
ich kann zwar mit keiner Lebensgeschichte oder schlauen Worten aufwarten, aber ich kann mal meine Sicht der Dinge einbringen.

Die Angst vor dem Tot ist doch eine Ungewissheit, was ist danach? hab ich nur die Zeit bis zum Tot? Angst davor dass das Leben zu kurz ist. Aber ich finde das ist eine falsch Sichtweise. Man sollte sein Leben nicht damit verbringen sich über den Tot gedanken zu machen viel mehr sollte man das Leben auskosten. Das bitte nicht falsch verstehen, ich mein damit nicht dass man ein Leben xy führen muss in dem man auf einer todo-Liste Punkte abarbeitet, nein das wäre wiederum aufgezwenkt, vielmehr sollte man einfach, wenn man sein Leben revue passieren lässt zufrieden damit sein. Es gibt Höhen und Tiefen das gehört dazu, aber unterm Strich sollte man einfach zufrieden gewesen sein so ein Leben gehabt zu haben, ohne zu denken dieses oder jenes wäre noch schön gewesen und warum ist jenes wiederum passiert, es akzeptieren als Teil von sich zu sehen, dafür braucht es keine Pro und Contra Listen dafür braucht es keine Waagschale oder Vorschriften. Wenn man sein Leben einfach versucht so zu gestalten dass man selbst sagen kann "ich bin zufrieden so wie es war" dann hat der Tot keine Bedeutung mehr wann oder wie er kommt und das beste ist, es ist nie zu spät damit anzufangen.
Jetzt ist das natürlich leicht so daher zu reden, doch wie umsetzen? dazu gibt es viele Ansätze: Religion, Meditation oder gar den eigenen Weg zu gehen, es gibt so viel verschiedene Menschen und es gibt kein richtig und kein falsch was den Weg betrifft den man wählt, nur dass womit man selbst zurecht kommt.
 
Ich kenne dieses Gefühl, seit ich 14 war. Das Leben kam mir wie ein Gefängnis vor, aus dem es kein Entrinnen gab, das von Tag zu Tag kleiner wird und mich eines Tages zerdrückt. Und dann wird es dunkel. Für immer!

Für immer? Wer weiß. Wahrscheinlich wird es so sein, doch auch mir hat der Glaube hier etwas Kraft gegeben. Aber nicht nur der. Auch der Moment, als mir bewusst wurde, was wohl passierte, könnte ich ewig leben. Ginge das überhaupt? Kann man eine Ewigkeit lang aktiv sein? Hat man nicht irgendwann alles gesehen, alles gemacht, alles probiert? Und das Leben geht trotzdem noch weiter? Irgendwann würde die große Langeweile einkehren. Ich wäre immer noch der gleiche wie vor 500 Jahren. Klingt auch nicht minder schaurig, oder?

Denn das ist der Tod. Stillstand! Nichtstun! Leben heißt handeln, Spaß haben, nur das tun, was du tun musst und willst. Mit allem anderen beschäftige ich mich nicht mehr.

Spätfolgen sind allerinigs geblieben: Ich muss nachts ein kleines Licht leuchten lassen. Generell ist eine Angst vor der Dunkelheit geblieben. Und manchmal erschreckt mich auch heute noch der Gedanke an den Tod. Doch wesentlich seltener als früher.

Ihr seht, ich bin noch lange nicht am Ziel. 😎
 

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