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Angst vorm Autofahren

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    angst
G

Gast19w

Gast
Hallo, ich bin 19 und habe seit kurzem meinen Führerschein. Ein eigenes Auto habe ich auch. Aber ich habe Angst zu fahren. Ich vermute das liegt daran das mein Fahrlehrer mich ständig kritisiert hat, und das nicht immer in angemessenen Tonfall. Ich kann sonst sehr gut mit Kritik umgehen, aber seit ich endlich bestanden habe trau ich mich kaum in die Nähe meines Autos. Und wenn ich mich dazu durchringe zu fahren, mit oder ohne Begleitung, hab ich ständig im Hinterkopf das ich was falsch mache. Mein Herz schlägt dann schnell und manchmal fahre ich auch rechts ran oder in eine Parkbucht, rauch eine und versuch mich zu beruhigen. Ich weiß, das diese Angst fast unberechtigt ist und das jeder mal klein angefangen hat. Jeder, der mich kennt, beschreibt mich als sehr selbstbewusst und umsichtig, also hängt es wohl nicht damit zusammen das ich einen zu geringen Selbstwert habe, und den habe ich definitiv nicht. Meine Eltern kennen das Problem und empfehlen mir einfach zu fahren, erst kleine Strecken und dann immer größere. Aber auch bei kleineren Strecken treten die Symptome auf. Ich möchte wissen was ihr darüber denkt und was jetzt wohl aus eurer Sicht die besten schritte sind das ich dieses Verhalten ablegen kann.

LG
 
A

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Re: Angst vorm Autofahren
es ist die Angst die in dir festsitzt dass nicht du die Kontrolle über das Auto hättest. Das hast du und da du umsichtig bist ist es dir ein leichtes bei Gefahr einfach auf die Bremse zu treten. Und glaub mir das Auto tut was du willst, es bleibt stehen. Weiterhin gute Fahrt
 
hallo gast19w,

fahre irgendwo abseits, wo nicht viel Verkehr ist und übe. Am Beste Du nimmst Deinen Vater mit, evt. kann der Dich auch dahin fahren wo kaum Verkehr ist und dann fährst du selber.

Die Väter sind die besten Fahrlehrer, versuch´s doch mal.

LG Suse
 
richtig Suse erinnert mich da an was was ich als Neuling auch tat.
Ich bin entweder nachts oder in den ganz frühen Morgenstunden gefahren, wenn kaum was los ist. Sich die Verkehrsgegebenheiten also die Ausrichtung mit Schildern u.s.w. verinnerlicht. Einfach um da sicherer zu werden auf der Strecke die man immer wieder fahren muss. Und das kannst du zur Not auch alleine denn dann erlangst du auch das Vertrauen zu dir es (auch wieviele andere Millionen) zu schaffen.
 
Hallo, Gast19w!

Das kenne ich auch nur zu gut.

Ich habe meine Angst durch 3 Maßnahmen schließlich überwinden können und fahre heute sehr gut und gerne.

1. habe ich noch einmal einige Fahrstunden bei einem anderen Fahrlehrer genommen. Mit ihm hatte ich Glück. Er war sehr verständnisvoll und geduldig und erklärte mir alle Situationen noch einmal aus dem Eff-Eff. Das kostet zwar noch mal ein bisschen Geld, hat mich aber definitiv gerettet. Dabei hat dieser Fahrlehrer festgestellt, dass

2. ich gar nicht richtig gelernt hatte zu lenken! Klingt abartig nach vielen Fahrstunden und einer bestandenen Fahrprüfung, aber so war es. Er zeigte mir wie es geht - und mein Problem war gelöst (kleine Ursache - große Wirkung!) Vielleicht gibt es bei dir auch so einen Punkt. (Übrigens, was das Lenken betrifft: Die meisten Fahrlehrer bringen einem bei - so ist wohl auch die "reine Lehre" - schön rechts und links das Lenkrad anpacken, mit beiden Händen lenken. Ist für mich absoluter Quatsch, ich hab es erst gekonnt, als ich anfing, das Lenkrad ganz oben anzufassen. Dann klappte es auf einmal auch mit dem Übergreifen und Umgreifen ganz automatisch und prima. Vorher war ich da wi blockiert.)

3. habe ich, nachdem ich auf diese Weise Mut gefasst hatte, mir für 3 Tage bei einem Verleih ein Auto geliehen (das eigene wollte ich nicht gleich kaputtfahren...) mit Vollkasko und jedweder Absicherung. Und dann bin ich diese 3 Tage lang rauf und runter durch den Odenwald gefahren. Also Strecken, wo sehr wenig Verkehr ist, ich aber auch üben konnte, kurvenreiche Strecken und Berge zu fahren.

Und dann hatte ich so viel Mut, dass ich mich Schritt für Schritt auch in immer größere Städte getraut habe. Das Schlottern war bei jedem Schritt noch ein wenig da, aber es war so klein geworden, dass ich es überwinden konnte. Heute würde ich mich, ohne zu zögern, in den Stadtverkehr Berlins stürzen, wo ich mich wirklich nicht auskenne.

Vielleicht ist bei meinen Ideen auch was für dich dabei. Probier es einfach aus. Und wenn es nicht ganz kostenlos ist: Bei mir haben sich die Investitionen mehr als ausgezahlt.

Viele Grüße!
Baba
 
Hi,

es gibt noch eine Methode: Fahr jeden Tag in die Arbeit oder Schule oder wohin auch immer. Wenn Du jeden Tag die gleiche Strecke fährst, wird das Autofahren ganz schnell zur Routine.

Ich kenne mehrere Leute, die anfangs Probleme hatten und sich nicht getraut haben. Die sind dann auch immer nur Nachts gefahren oder auf Nebenstraßen. Aber richtig gelernt haben sie´s dann alle auf dem Weg zu Arbeit.

Gerhard
 
Hallo Gast19w,

als ich meinen Führerschein gemacht habe, bin ich nur durch die Fahrprüfung gekommen, weil's eine Überlandfahrt war. In der Stadt hätte ich wahrscheinlich keine Chance gehabt. Der Fahrlehrer sah nach der Prüfungsfahrt auch alles andere als glücklich aus...

Knapp zwei Monate später baute ich dann gleich erstmal einen Unfall. Danach glaube ich, habe ich das Auto die nächsten zwei Monate so gut wie nicht angerührt. Da ich jedoch zur Schule in die nächste 25 km entfernt liegende Stadt mußte, ging's irgendwann nicht anders...

In einer anderen Situation, viel, viel später hatte ich Probleme im Dunkeln zu fahren. Ich war so an die hell erleuchtete Stadt gewöhnt, daß es zu Beginn ein echtes Problem für mich war, nachts Landstraße zu fahren...

Heute habe ich den Führerschein mittlerweile mehr als 20 Jahre und seit dem einen Unfall von damals habe ich keinen zumindest selbstverschuldeten Unfall mehr gehabt. Nervosität wie am Anfang gibt es schon lange nicht mehr. An unbekannte Orte fahren stellt überhaupt kein Problem dar. Auch im Dunkeln fahren ist kein Problem...🙂)

Fazit: Fahren lernt man nicht in der Fahrschule sondern eigentlich erst später in dem man fährt. Je mehr, desto besser. Irgendwann wird Dir Dein Auto regelrecht ans Herz gewachsen sein und es wird Dir beim fahren so vorkommen, als wäre es quasi ein Teil von Dir... Ok, ein wenig übertrieben 🙂 aber zumindest etwas in der Richtung! Nur Mut!! Das wird schon!!

Liebe Grüße

Schwarze Wolke
 
hey gast 19w,

da hat dir dein blöder fahrlehrer ja ganz schön einen reingewürgt! beschissen, wenn manche lehrer meinen, daß man durch schimpfen und übertriebene nörgeleien die schüler zum guten fahren kriegt!

ich hatte damals auch die wahl zwischen einem, der zwar billige fahrstunden bot, aber aggressiv und launisch wirkte, oder einem netten, zu dem ich dann auch bin. hat mich mehr geld gekostet, dafür hat er alles mit fassung getragen - was man seinem auto auch immer antat. ob jetzt im 3.gang am berg anfahren oder anderes. er hat mir auch nie reingemehrt, hab das auto immer allein gefahren. ja, der wußte, wie er mein selbstvertrauen stärkt.

hab aber von freunden von anderen fahrlehreren gehört, die mal eben das gaspedal runtertreten oder rumschimpfen. hätt ich so einen gehabt, dann wär mein führerschein nix geworden.

ich kann verstehen, warum es dir angst macht: weil der selbstgefällige fahrlehrer, der ja ALLES kann, nicht mehr neben dir sitzt! aber siehs mal so: jetzt nervt und ängstigt er dich nicht mehr vom nebensitz. du bist ihn los, denn DU hast die fahrprüfung geschafft.

ich find die idee mit dem arbeitsweg gut, auch die sache mit ein paar stunden bei einem lieben fahrlehrer (frag mal freunde, oder ruf mal ein paar an - frag nach preisen und hör dir an, wie sympathisch sie klingen).

was auch hilft: fahr einfach mit jemand in urlaub und teilt euch die strecke. am besten mit einer guten freundin, die dem autofahren gelassen gegenübersteht, dir also nicht reinmehrt. hat zumindest bei mir viel verbessert. 🙂 kannste ja nächsten sommer als abschluß zum üben machen.


ich wünsch dir viel erfolg beim fahren. und lass deinem ex-fahrlehrer nicht soviel macht über dich!

gruß, salome
 
Ich hab euche Tipps befolgt (Morgens, Nachtsfahren, mit Freunden oder Elternteil durch die Dörfer) und werde immer sicherer 😱) Danke 😱)
 
Hab mit Interesse Euren Beitrag gelesen. In der Fahrschule hatte ich einen wahnsinnig geduldigen Fahrlehrer. Hatte dort keine Angst, aber mit dem einparken in enge Lücken hatte ich Schwierigkeiten.
Die Angst hat mir erst meine Familie gemacht. Wir waren damals knapp bei Kasse und das Auto brauchte mein Mann um zur Arbeit zu fahren und twure reparaturen währen eine Katastrophe gewesen. da konnte ich mir immer anhören, pass auf, nicht das was passiert. Mein Mann kommentierte jeden schritt wenn ich fuhr, meinte ich solle mir die Kritik zu Herzen nehmen - bis ich dann keine Lust mehr hatte zum Autofahren. Erst in einem Aussendienstjob, wo ich allerdings im ländlichen Bereich arbeitete, lernte ich wieder fahren - allein!!!!
Momentan habe ich wieder Schiss gekriegt, wir sind umgezogen in Deutschlands verkehrsunfallträchtigste Stadt (ist nicht Berlin ;-)) und die Strassenführungen sind eine Katastrophe, eng, verwinkelt und sehr unübersichtlich mit viel Verkehr). Ich habe einfach keine Traute mich ans Steuer zu setzen. Nachts fahren kann ich kaum, da Brillenträger und mich die Gegenlichter förmlich blenden trotz entspiegelter Brille). Ich will nicht die Schuld auf andere schieben, aber den Fahrspass vergraulen einem oft die lieben Mitmenschen.
 

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