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Angst vor Vorstellungsgespräch (30% Beh.)

wish-and-hope

Neues Mitglied
Hallo!

Wer kann mir helfen? Wer hat Tipps, gute Erfahrungen?

Habe Angst vor Vorstellungsgesprächen!

Grund: Ich habe beim letzten Gespräch verschwiegen,
dass ich 30% behindert bin, als es rauskam, wurde mein Vertrag (war schon unterschrieben) zerrissen.

Habe mich dann schlau gemacht, ich bin verpflichtet diese 30% Behinderung anzugeben, sonst ist der Vertrag anfechtbar.

Mir bleibt jetzt nur noch eins: ich muss meine Schwächen gut verkaufen.

30% Behinderung:
wegen Arthrose in Wirbelsäule kann ich nicht schwer heben,
Tinnitus+leichte Hörschwäche mit Hörgerät,
Asthma + viele Allergien

Auf die Frage"sind Sie belastbar" kann ich nicht mit "ja" antworten,
weil ich zuviele Selbstzweifel habe.

Positiv: ich kann problemlos im Büro arbeiten, bin nur ca. 2 Tage pro Jahr krank (Winterbronchities), habe viel Berufserfahrung + Fachkenntnisse, was ich auch verkaufen kann.

Nur meine Schwächen kann ich nicht verkaufen :-(

Was tun?

Vielen Dank im voraus !

Wish-and-hope
 
Stell deine "Schwächen" ehrlich dar und verschweige sie eben kein zweites Mal. Für eine Bürotätigkeit brauchst du sowieso nicht schwer heben und dass du 2 Tage im Winter ausfallen könntest...also ich würde es einfach offen ansprechen und dazu stehen - wenn man schüchtern um so ein Thema herumdruckst, macht das keinen besonders selbstbewussten Eindruck und den Job bekommt um so ehr jemand anders.

Viel Erfolg!!!!
 
Ich selbst habe eine 60% Schwerbehinderung wg. meiner kranken Leber. Beim Arbeitsamt raten Sie dir ab die Wahrheit zu sagen, allen Ernstes!!. Gesetztlich weiß ich nur, das auch wenn du es nicht sagst, es ist eine "Unerlaubte" Frage so wie Sind Sie schwanger...müssen Sie diese nicht beantworten, bzw. können Lügen, WENN es dem Arbeitsplatz nicht schadet und Ihnen. Sie dürfen als nocht wg. IHrer Schwerbehinderung gekündigt werden- was ja hier auf der Hand liegt. Das liegt leider auch an der Regierung, der Arbeitgeber zahlt lieber die 158€ für einen Nicht vorhandenen Behinderten als eben einen Einzustellen. Liegt ja auf der Hand, der SBHinderte bekommt mehr Urlaub, hat mehr Rechte, ist schwer oder überhaupt nicht kündbar, wer möchte in der heutigen Zeit so ein Risiko eingehen? Eben keiner.
Mich würde INteressieren wie ist der Arbeitgeber auf IHre 30% Schwerbehinderung aufmerksam geworden?.

Aber nach 6 Monaten hat man automatisch den Künigunsschutz des Behinderten, auch wenn man es "absichtlich" verschwiegen hat. Der Arbeitgeber muss sonst Dir nachweisen das du nicht wg. deiner Behinderung sondern einer "normalen" nicht Qualifizierung deinen Job nicht weiter ausüben kannst.

Ich selbst hatte es in meinem vorherigen Job verschwiegen- und ich hatte keine Probleme- war sogar NIE krank, wie so manch anderer "gesunde" Mitarbeiter. Sollte es aber Erkrankungen geben die mich auch im Beruf beeinträchtigen würde ich "vorsichtig" mit meinem Arbeitgeber darüber reden.
 
Mir bleibt jetzt nur noch eins: ich muss meine Schwächen gut verkaufen.
Nein das mußt Du nicht. Dein Handicap ist nicht schön zu reden, es ist einfach da. Was übrigens für eine Firma, im Sinne der Quotenreglung für Behinderte, von Vorteil ist! Je nach dem welchen Buchstaben Du zur Behinderung hast. Bspw. H oder G


Auf die Frage"sind Sie belastbar" kann ich nicht mit "ja" antworten,
weil ich zuviele Selbstzweifel habe.
Du bist bedingt belastbar. Verweise einfach auf Deine 30% Behinderung! Das heißt ja nicht zwangsläufig, dass Du zu nur 70% belastbar bist. 😉 Du mußt dem zukünftigen AG klarmachen, dass Deine Bewerbung darauf beruht, dass Du Dich für den Job zu 100% gewachen fühlst, trotz Deiner Behinderung.

Positiv: ich kann problemlos im Büro arbeiten, bin nur ca. 2 Tage pro Jahr krank (Winterbronchities), habe viel Berufserfahrung + Fachkenntnisse, was ich auch verkaufen kann.
Ich würde diese spekulativen 2 Tage nicht angeben wollen. Denn das wäre ein Eigentor für Dich selbst, wenn es anders kommt. Denn realistisch betrachtet, ist eine Bronchitis nicht in 2 Tagen auskuriert. Entsprechend unrealistisch wird Dich der zuzkünftige AG beim Vorstrellungsgespräch wahrnehmen. Auch wenn es bei Dir so sein sollte. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es länger wie 2 Tage dauert, ist einfach höher.

Viele Glück...
abendtau
 
Zuletzt bearbeitet:
Was übrigens für eine Firma, im Sinne der Quotenreglung für Behinderte, von Vorteil ist! Je nach dem welchen Buchstaben Du zur Behinderung hast. Bspw. H oder G

Ich habe nur 30% und kriege auch nicht mehr (auch keine Buchstaben). Das mit der Quotenregelung ist erst ab 50%.

Ich würde diese spekulativen 2 Tage nicht angeben wollen. Denn das wäre ein Eigentor für Dich selbst, wenn es anders kommt. Denn realistisch betrachtet, ist eine Bronchitis nicht in 2 Tagen auskuriert.
Entsprechend unrealistisch wird Dich der zuzkünftige AG beim Vorstrellungsgespräch wahrnehmen. Auch wenn es bei Dir so sein sollte. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es länger wie 2 Tage dauert, ist einfach höher.

Ich war durchschnittlich (!) nur 2 Tage pro Jahr krank (geschrieben) in den letzten Jahren.
 
Hey!

Wie Dr. Rock schon schrieb: Im Büro brauchst du nicht schwer zu heben - die Arthrose also "freiwillig" zu erwähnen, wäre meiner Ansicht vollkommener Schwachsinn. Genauso wenig dürfte deinen potenziellen Arbeitgeber dein Asthma und deine Allergien interessieren.
Das einzige, was du ihm wahrscheinlich ganz offen mitteilen musst, ist deine Hörschwäche.
Alles andere ist für deinen Beruf irrelevant und würde deinen Arbeitgeber nur "verschrecken". Wenn du dich beim Vorstellungsgespräch vor ihn hinsetzt und du sagst: "Nur, damit Sie es wissen, ich hab Arthrose, Asthma und hören tue ich auch schlecht." - Es ist einfach zuviel. Und die Arthrose und das Asthma haben meiner Meinung nach wie gesagt ihn überhaupt nicht zu interessieren.

Liebe Grüße und alles Gute
 
Fakt ist sobald du eine Schwerbehinderung hast- bist du bereits "besonders" und das leider nicht im positiven Sinne. Der Arbeitgeber geht ja auch von aus- das aus den 30% mehr werden, und was dann??. Es klingt besch. aber es ist die Realtität! Egal welcher Buchstabe davor steht. klar bei Sehbehinderung müssen zusätzliche Sehgeräte angeschafft werden, oder Rollstuhlfahrer ect. aber auch "normale" Behinderte haben fast keine Chance. Man erwartet Ehrlichkeit doch leider wird diese bestraft- wo die Politik absolut gefragt ist. Der Satzt müsste an die 1000€ gehen um hier ein Umdenken der Arbeitgeber zu erzielen.
 

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