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Angst vor Therapie

S

schneeflocke016

Gast
Ich bin 16 jahre alt und mir wurde schon von mehreren Leuten eine Therapie empfohlen, nachdem ich ihnen von meinen Problemen erzählt habe. Ich habe mich aber immer geweigert.
Meine Mutter hat eine akute Psychose für die ihre Psychologin und sie selbst mir die Schuld zu geben schienen, mit meinem Vater kam ich nicht klar und ich habe eine zeit lang geritzt - doch das hat mir nie als Grund gereicht. Ich habe immer gemeint, ich würde schon damit klar kommen, obwohl es gelogen war.
Jetzt habe ich aber gelesen, dass psychische Erkrankungen vererbar sind und in mir steigt die Angst, dass ich wie meine Mutter an einer akuten psychose leiden könnte. Ich habe mir Symptome von Schizophrenie durch gelesen und erkenne wirklich einen Teil von mir wieder.
Nun möchte ich schon zu einer Therapeutin gehen, doch ich habe immer noch schreckliche Angst und traue mich nicht.

Habt ihr Tips für mich, wie ich die Angst ein wenig reduzieren könnte? Macht ihr vielleicht eine Therapie und wisst selbst wie es ist den ersten schritt machen zu müssen?
Wäre lieb, wenn mir jemand antwortet ...

schneeflocke016
 
Hallo Flocke,
ich kann Dich beruhigen es ist nichts an einer Therapie wovor Du angst haben musst!!!
Du kannst es Dir erstmal anschauen und in einem Vorgespräch auch erstmal entscheiden ob Dir der Therapeut überhaupt Sympatisch ist!!!
Ich habe auch schon so ne Therapie hinter mir und es hat mir sehr geholfen!!!!
Ich kann Dir nur empfehlen es Dir mal anzuschauen!!!
Wenn Du noch fragen hast kannst Du mir auch gerne eine Private Nachricht schicken!!
Ich wünsche Dir ganz viel erfolg!!!
Tunnya
 
ich stimme dem Vorbeitrag zu, du musst da vor nix Angst haben..es ist an sich wichtig für dich dir da Klarheit zu verschaffen.
Dein autoaggressives Verhalten in der Vergangenheit ist es Anlaß genug da mal therapeutisch Hilfe zu holen..auch in Hinsicht auf deine Schuldgefühle ggü deiner Mutter mit ihrer Psychose, die hoffentlich fachärztlich betreut wird?
Bei psychischen Erkrankungen von Schuld zu sprechen ist eh Quatsch...du solltest dich mal ausführlich von einem Psychologen aufklären und entlasten lassen.

Ich habe mich viel mit der Angst beschäftigt...meine Schwester hatte vor einigen Jahren ne Angstpsychose..und was ich weiss ist, dass man sich seiner Angst offen stellen und sie überwinden muss wenn man weiterkommen will im Leben,ansonsten bleibt man in der Angst gelähmt hocken und wird krank. Also mein Rat: überwinde deine Scheu und Ängste und geh rechtzeitig zum Facharzt!
Pathologische Angst, also krankhafte Angst rührt von einem biochemischen Hirnungleichgewicht her, dass an sich recht gut mit Medis behandelt werden kann und sollte..im Vorfeld um dann im zweiten Schritt den richtigen Umgang mit der Angst zu erlernen.

Psychische Erkrankungen sind zwar ererbbar, aber nur die Disposition..es ist also nicht sicher ob sie bei dir ausbricht...allerdings hast aufgrund der vergangenen Verhaltensstörung, der Autoaggression deutlich "nen Hau weg" und musst halt den WEg finden damit klar zu kommen und nen Weg zu finden ne Erkrankung zu vermeiden. Wenn dir bereist mehrere Leute empfohlen haben ne Therapie zu machen solltest du deren Rat beherzigen und umsetzen. Der erste Schritt wird durch weiteres Aufschieben nicht leichter, sondern nur schwerer.
Trau dir da mal mehr zu und wage dich raus aus deinem Schneckenhaus, du kannst ja unverbindlich einen Termin bei einem Therapeuten oder einer Therapeutin klarmachen und da mal hingehen und dann mal weitersehen.
Für Menschen mit Disposition zu psychischer Erkrankung oder auch wie bei dir mit bereits bestehenden Verhaltensstörungen (Ritzen) geht an sich kein Weg um fachkundige Hilfe herum. Du solltest dies als Chance für dich sehen und nicht als beängstigende Bedrohung. Es sollte dir eher Angst machen keine psychologische Hilfe anzunehmen und ständig in Ungewissheit zu leben.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo,
ich muss sagen ich hatte das angst Gefühl auch.Man hört ja irgendwie doch so viel schlechtes und schlimmes das ich wirklich riesige Angst hatte.Aber ehrlich gesagt war sie total unbegründet.Ich habe eine super liebe Therapeutin mit der ich sehr gerne über alles rede und wo ich mich auch drauf freue hin zu gehen.Ich rate dir nutze einfach die vorgespräche.Wenn der thera dir nicht gefällt dann lass es bleiben ,weil meiner Meinung nach bringt es eh nichts.Ich drück dir ganz fest die Daumen das du es schaffst und ebenso eine/n netten thera findest wie ich.*fest drück*
Ganz liebe grüße Isis
 
Hi Schneeflocke 🙂,

wenn du nicht mehr mit deinen Problemen zurecht kommst ist es auf jeden Fall sinnvoll eine Therapie zu machen 🙂
Du kannst auch erstmal zu einer Beratungsstelle gehn und die können dir jemanden empfehlen - so hab ichs zumindest gemacht 😉
Angst - klar die ist am Anfang immer da, egal was man macht, hier halt besonders schlimm 🙄 - ist total unbegründet. Sicher es ist verdammt schwer irgendwas zu sagen, zumindest war das bei mir so, dass ich erstmal 10 minuten geschwiegen hab 😀 also kannst dir vielleicht vorher schon mal den genauen Wortlaut überlegen was du als erstes sagen möchtest, dann ist es nicht mehr so schwer 🙂
grüßle von whisperer, die genauso alt is wie du ^^
 
Hallo Schneeflocke,

wie die anderen schon sagten, es ist wirklich nicht schlimm. Ich hatte damals auch wahnsinnige Angst- ich hab mich sogar richtig geschämt, sollte das jemals "rauskommen"🙄

Aaaber: Ich würde es jederzeit wieder machen!! Ich hatte so eine nette Psychologin (war in einer Tagesklinik), die mir super geholfen hat. Für die Zeit nach der Therapie sollte ich mir dann einen Psychotherapeuten suchen. Allerdings sind bei uns die Wartezeiten sehr lange (wahrscheinlich überall, oder?!🙄 )- und als ich dann doch bei einem Glück hatte, stellte sich heraus, dass ich mit dem überhaupt nicht klarkam. Aber das is auch kein Problem- wenn du merkst, es passt nicht zwischen dir und dem Therapeuten (der Therapeutin), such dir ruhig einen anderen 😉 Das können die, glaub ich, als Beratungsgespräch mit der Kasse abrechnen. Naja, ich hab's dann ganz gut "ohne" hinbekommen 😉

Tipps, wie du mit der Angst umgehen kannst hab ich leider nicht. Ich hab mir damals einfach gesagt: "Augen zu und durch"- wenn's nix is, lass ich's. Aber um das zu beurteilen muss man's ja erstmal ausprobieren😉 Trotzdem habe ich echt einen kräftigen Ar***tritt gebraucht, um dann wirklich selbst zu sagen, dass ich es jetzt endlich mache. Ich denke, die Angst oder ein ungutes Gefühl wird immer dabei sein- aber mit der Zeit fällt es dir dann auch leichter, über gewisse Dinge zu sprechen (so war's bei mir)..

Ich hoffe, dass du diesen Schritt wagen kannst und dass es dir mit der Therapie dann bald besser geht 🙂

Liebe Grüße,

Hilde
 
Hallo!

Ich habe vor einem knappen Jahr eine Therapie wegen Depressionen, Autoaggressivem Verhalten und PTSD (posttraumatische Belastungsstörung) nach mehreren Vergewaltigungen begonnen. Ich habe es jahrelang vor mir hergeschoben und wollte es unbedingt alleine schaffen.
Dann hab ich mir irgendwann mal eine Liste mit Therapeuten von meiner Krankenkasse zufaxen lassen und hab alle angekreutzt die die richtige Therapieform hatten und weiblich waren.
danach gingen wieder einige Wochen ins Land bis ich auf einmal Sonntags Abends total ausgerastet bin und mich geschnitten habe...ich konnte einfach nicht aufhören und hatte Angst ohne Ende. Ich war sogar schon so weit, dass ich beinahe zu meinem Bruder gefahren wäre (wir haben kein allzu enges verhältnis). Am nächsten Nachmittag hab ich mir dann endlich ein Herz gefasst und die erste Therapeutin auf meiner Liste angerufen. Da war erst nur der AB, aber die Stimme war so angenehm, dass ich die halbe Stunde noch gewartet habe und nochmal angerufen habe. Ich hab dann auch relativ schnell einen Termin für ein Erstgespräch bekommen und bin seitdem bei ihr.
Beim ersten Mal war ich total fertig...ich saß im Wartezimmer,mir war schlecht, ich hatte Angst, ich hab geweint, hab keine Luft mehr bekommen. Aber es ist nicht so schlimm!
Ich kann dir nur den Tip geben: Geh hin! Ich hatte gleich mit der ersten Glück...wenn du dich nicht bei ihr oder ihm wohlfühlst, geh woanders hin! Du darfst so lange suchen, bis du jemanden gefunden hast, dem du vertrauen kannst.
Aber mach es!

ich wünsch dir alles Gute!

LG Alex
 
hallo schneeflocke,
kann deine angst gut verstehen. und is ja auch nich mal eben so, als wenn man mal ne brot kaufen geht. und es gibt echt blöde theras und ich finds wichtig, das du schaust, ob sie dir gefällt, ob sie so ist, das du sie gern leiden kannst und sie nichts macht, wo dir nicht gefällt. hab hier einen link mal für dich, da kannst mal gucken, wie du sie dann beurteilen kannst, oder so. http://www.gestalt-institut-muenster.de/gestalttherapie/fragebogen.htm
und echt, ich würd das mal auch nur für mich allein entscheiden, ob jetzt therapie oder nich. also andere können ja einem viel raten und so, aber am besten weißt ja du selber.
alles gute von
e veline
 
Liebe Schneeflocke!

Die bisherigen Antworten sind mir auch sehr wertvoll. Diese Ängste kenne ich auch, von einer schleichend sich entwickelden psychischen Erkrankung - Schizophrenie betroffen zu sein. In der Psychiatrie der Uni Heidelberg fand ich
Hilfe von Menschen, die ich niemals erwartet hatte. Mit meinen 55 Lenzen durfte nich noch in die Lebensschule gehen. Es war einfach wunderbar.
Du hättest jetzt schon eine Chance.
Ich wünsche Dir Mut und Zeit für wichtige Entscheidungen!
Für Deine Zukunft wünsche ich Dir Gottes Beistand.
Wkiih.
 
Hallo Schneeflocke,

ich habe erst vor kurzem eine Therapie begonnen...ich kann dir raten, es zu machen...ich gehe auch immer mit Angst hin, aber die legt sich dann, wenn ich dort bin. Es ist so wichtig, bei wem du das machst! Als Mädchen würde ich es unbedingt bei einer Frau machen. (Ich war vorher bei einem Mann und das war furchtbar). Aber jetzt ist es viel besser. Es ist nicht leicht sich manchen Sachen zu stellen - aber ich habe auch oft Ängste, und damit eben auch die Angst in die Therapie zu gehen - aber wenn ich dort bin und dort sitze, dann sitzt da jemand vor mir, der mich anlächelt und sie gibt sich viel mühe, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Ich wünsch dir alles Gute,

lieber Gruß 🙂
 

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