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Angst vor Psychosen

Coffee1990

Neues Mitglied
Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und versuche mal meine Problematik zu erklären.. achtung es wird sehr lang. fing letztes Jahr im November an also noch während des lockdowns ..ich war viel alleine mit meinen beiden Kindern. Eins davon fast nur im homescooling gehabt... ich war immer sehr perfektionistisch ..Haushalt habe ich sehr sehr gründlich gemacht(mehrmals täglich gesaugt usw) dann kam im November von jetzt auf gleich wohl eine Panickattacke oder angstzustand.. es wurde aufeinmal alles so komisch wie eine art Schwindel aber es drehte sich nichts aber irgendwas war anders, dass versetzte mich in Angst.. bin raus auf dem Balkon um Luft zu holen ging auch schnell wieder weg aber dann fing das grübeln an und natürlich auch die Suche bei Google was es sein könnte..bin da von Thema zu Thema gesprungen.. seitdem hatte ich eigentlich täglich immer Gedanken wie : was ist wenn.. und immer wieder gegoogelt mit sämtlichen Symptomen..hatte starke innere unruhe und war nervös immer Angst irgendwie vor einer nächsten Panickattacke oder das ich umkippen.. eigentlich weiss ich gar nicht genau wo vor ich angst hatte .. aber ich war ständig nur am nachdenken .hatte mich telefonisch an eine Psychologin gewandt die mir sagte ich habe zuviel Stress, habe mich als mutter aus den augen verloren weil ich keine Hobbys und so gut wie nie zeit für mich hatte, keine Arbeit sondern nur Haushalt Kinder und alles was dazu gehört als mutter. Mein mann war und ist tlw viel arbeiten. Es verging dann tag für Tag mal besser mal weniger gut. Hab mich aber irgendwie njr noch mit den Themen der Gedanken und Emotionen beschäftigt und auch wieder viel gegoogelt zb wie funktioniert das richtige Denken, wie lasse ich gedanken los, wie kann man an nichts denken, woran denkt man wenn man nichts denkt.. also ich war immer nur am denken, habe kaum noch gegessen und fast 20 Kilo abgenommen, seid letzter Woche esse ich aber wieder fast normal und es schmeckt mir auch wieder. Achso vllt sollte ich noch erwähnen als ich 10 Jahre alt war ist mein Vater von jetzt auf gleich verstorben ich habe nie wirklich darüber geredet denke ich habe es definitiv nicht verarbeitet wollte mit niemanden reden habe mich zurück gezogen und nur noch gegessen.. war öfters alleine .. hatte angst abends einzuschlafen weil ich dachte ich wache nicht mehr auf weil ich auch einfach sterben könnte. Am Tag hab ich immer über sämtliche Krankheiten nach gedacht mir war oft schlecht und schwindelig und dachte ich sterbe. Organisch konnte damals nie was gefunden werden also hieß es psyche aber ich wollte auch dann nicht mit einem Psychologen reden ich war einfach zu jung um zu verstehen das Hilfe so wichtig ist . Hab dann oft gesagt wenn ich bis dann und dann noch lebe höre ich auf darüber nachzudenken ich konnte mich aber mit Freunden gut ablenken damals.

Seid November ist es anders ich wurde durch das ganze denken depressiv wusste nicht wie ich mich fühle aber aufjedenfall nicht gut sehr runtergezogen habe sämtliche homöopathische und pflanzliche Mittel gegen depressive verstimmung ausprobiert und war immer voller Hoffnung das es nun endlich wirkt und ich mein Alltag wie davor meistern kann . Damals vor der ersten Attacke war es so, dass ich mir nie bewusst viele Gedanken gemacht habe, also man hat irgendwie automatisch gehandelt,zb eine Situation kam kind hat gebockt aber man hat einfach gehandelt ohne seine gedanken bewusst wahrzunehmen, klar hat man gedacht wie anstrengend das ist aber ich habe den Gedanken nicht wahrgenommen .. oder man sass einfach mal auf dem Balkon bei einem Kaffee und wusste gar nicht das man denkt, man hat dann wie automatisch einfach den Haushalt gemacht und wusste ja gar nicht das man denkt ich hoffe ihr versteht wie ich das meine ? Jetzt mittlerweile bin ich nur noch im Kopf und überlege wie ich mein Problem über mein denken loswerden und google viel.. mein Gehirn spuckt dann irgendein thema aus was ich google könnte das geht fast die ganzen zeit so.. ich führe innerliche Selbstgespräche aber immer um diese Themen. Dann kommt ein Gedanke wie ich mir vorstelle, ich schreibe einer freundin irgendwas wie sie darauf dann reagiert also führe ein Dialog in meinem kopf bis dann paar Sekunden ein nächster Gedanke kommt der gar nicht wirklich was mit der Sache zu tun hat. Es ist alles so verwirrend, dass ich gar nicht mehr weiss was ist richtig was ist falsch mit dem Denken. Habe nach zwangsgedanken gegoogelt danach das mein kopf nie aufhört zu reden .. Abends ist es so schlimm ich möchte einschlafen versuche an nichts zu denken weiss aber das ich denke und dann kommt eine richtige gedankenflut sodass die gedanken sich überschneiden. Dann denk ich auf einmal an ein jungen wie der mit seinem Hund spazieren geht, in der selben Sekunde ist dann aber auch der Gedanke an einem Eimer, dann wie ein mann erzählt schnell die Hände waschen, sofort danach stell ich mir irgendeine andere wirre Situation vor, habe Angst Stimmen zu hören, manchmal sehe ich diese Situation für ein Bruchteil einer Sekunde.. das geht dann über gedanken immer so weiter also völlig sinnloses verwirrendes zeug wozu ich eigentlich garkein wirklichen Bezug habe. Über den tag versuche immer meine gedanken immer zu beobachten mich zu fragen was denke ich denn gerade, denke irgendwie in dem Moment nicht wirklich an etwas aber ich weiss das ich ja denken muss ich hoffe so sehr ihr versteht wie ich das meine. Habe ab und an das Gefühl depersonalisation zu haben dann ist der Kopf so leer versuche irgendwie ein gedanken zu greifen aber irgendwie ist da nix weiss garnicht wie ich das beschreiben soll überprüfe dann ob ich dad gerade wirklich gesagt habe. Kann mich ganz schwer auf Gespräche einlassen bzw mich darauf konzentrieren weil ich ja weiss irgendwas geht in meinem Kopf vor sich irgendwas ist immer an gedanken da. Habe angst die Kontrolle zu verlieren, gefühlt habe ich schon die Kontrolle über mein Verstand/ gedanken verloren .. habe angst das dass der Beginn einer psychose ist und sich nun nach und nach die Krankheit ausbreitet, oder irgendeine andere Krankheit die mich den Verstand kostet.
Ich nehme öfters meine Umgebung auch anders wahr als ob die Bäume sehr intensiv und etwas unrealistisch erscheinen also derealisation und depersonalisation aber wie gesagt nicht durchgehend. Im moment bin ich relativ "klar" im kopf und kann mich ganz gut konzentrieren deswegen hoffe ich, dass ich alles so beschrieben habe wie es ist wenn mein kopf mal wieder anfängt durchzudrehen..
Ich hoffe ihr könnt mir helfen
LG Nina
 

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Meghan

Aktives Mitglied
Zuerst einmal solltest du dich am besten in Therapie begeben. Du schreibst viel und zwar nicht wirr, aber überwältigend. Man kann allein durch das Lesen deines Texts das Tempo in deinem Kopf ganz gut nachempfinden.

Bist du immer noch Zuhause? Wenn man viel allein herumsitzt, hat man zu viel Zeit zum Grübeln (auch trotz Hausarbeit usw.). Das solltest du vermeiden. Such den Austausch mit anderen Erwachsenen, geh raus, habe ein Hobby, such dir eine Routine. Strukturen helfen sowieso.

Reduziere die Stressfaktoren. Stress ist maßgeblich für solche geistigen Reaktionen verantwortlich. Das ist mir auch mal passiert. Eine Weile hatte ich selbst Pseudohalluzinationen, weil ich zu viel Stress, Druck und Angst hatte. Wenn du deine Probleme in den Griff bekommst und lernst, dich aktiv zu entspannen, dann wird es deinem Kopf schnell besser gehen. Das geht sogar nahezu sofort, wenn man sich darauf einlassen kann. Meditation und Yoga sind gute Hilfsmittel. Du musst bei allen Entspannungsübungen aber bedenken, dass das nur unterstützende Maßnahmen sind. Vor allem musst du das loswerden, was dich stresst.

Es wäre gut, wenn du ein bisschen deine sonstige Lebenssituation beschreibst. Hast du eine Beziehung? Wie alt sind deine Kinder? Wie geht es deiner Familie so? Habt ihr alles, was ihr braucht? usw.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Zuerst einmal: Gedanken sind Gedanken. Die können im Kreis flitzen, die schrägsten Dinge tun, grundsätzlich stirbt da nun niemand daran. Lass sie also machen, was sie wollen. Beobachte dich nicht selbst beim Denken, da wird man kirre.
Wenn es aktu hilft, könnest du Gedanken brainstormen und sie einfach, so wies sie gerade kommen auf ein Papier schreiben ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, wenn sie wechseln, dann halte nicht fest und schreib da weiter, wo du nun bist. Rauslassen und weiter gehts.

Du solltest aber dringend einen Psychiater/Neurologen aufsuchen. Das Internet kann dir nicht sagen, was los ist. Und du bist gerade ohnehin schon nicht so gut in der Lage die Dinge zu ordnen, also lass das jemand anderen machen, einen Profi.
Vielleicht kann dein Mann dir wo einen Termin machen. Sag ihm auch, wie es um dich steht. Sollte ein Ernstfall eintreten, du einen Panikattacke bekommen oder "die Kontrolle verlieren", ist es wichtig, dass jemand für die Kinder da ist und du nicht mit ihnen alleine bist. Vielleicht gibt es auch eine Nachbarin, die für einen Notfall parat steht.
 

Lebens-Erfahrene

Aktives Mitglied
Hallo liebe Coffee,
Achso vllt sollte ich noch erwähnen als ich 10 Jahre alt war ist mein Vater von jetzt auf gleich verstorben ich habe nie wirklich darüber geredet denke ich habe es definitiv nicht verarbeitet wollte mit niemanden reden habe mich zurück gezogen und nur noch gegessen.. war öfters alleine .. hatte angst abends einzuschlafen weil ich dachte ich wache nicht mehr auf weil ich auch einfach sterben könnte
Das ist etwas, was Du aufarbeiten solltest! Magst Du mal erzählen, was damals passiert ist? Du darfst mich auch gerne PN anschreiben oder per Chat, wenn Du hier im Thread nicht öffentlich darüber schreiben willst.

LG LE
 

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