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Angst vor Einsamkeit: Wie baue ich mit 32 Jahren noch neue soziale Kontakte auf?

Ich stecke das auch inzwischen knallhart ab. Wieso? Weil andere das umgekehrt genauso tun. Wenn die gegenseitigen Spielregeln passen, kommt man zusammen, aber wenn eben nicht, dann nicht.


Das erspart einem jedenfalls viel Zeit, Nerven, Geld und Enttäuschung.

Ich sage beim Schreiben oder Treffen auch direkt, dass ich es nicht leiden kann, wenn man direkt verschwindet, sobald man einen neuen Freund hat. Dass ich auf Gegenseitigkeit Wert lege und es gut finde, wenn auch mal was von der Gegenseite kommt.

Ich zeige mich und meine Haltung von Anfang an. Das mag einige abschrecken, aber das sind dann eh die falschen. Umso besser läuft es mit den anderen Frauen, da tickt man gleich und ist auf einer Wellenlänge.
 
Ich habe auch keine freunde... bin 35... also ich weiß nicht ob meine nachricht hier passend ist? also 1-2 soziale kontakte hab ich schon...meine mutter und meine schwester.., mit meiner mutter mache ich viel fahrrad fahren und so... mit meiner schwester hab ich nicht so viel kontakt....kontakte knüpfen fällt mir sehr schwer...mobbing in der schule und sowas....sozial phobie depressionen borderline störung ADHS....

ich weiß irgendwann wenn meine mutter nicht mehr da ist bin ich ganz allein....klar hab noch meine schwester aber wie gesagt nicht so viel kontakt. eher selten.... ich bin auch schon halt lange berentet aus den oben genannten gründen. ich glaub mit 19 wurde ich offizel berentet.... und ja irgendwie ist jeder tag gleich . mich kotzt es einfach nur an ... alles sind wiederholungen wäsche waschen , kochen , putzen , fahrrad fahren auf die ernährung achten bla bla bla und dann halt das man keine sozialen kontakte hat.

ich bräuchte nicht viel einer würde ja schon reichen. ich habe online ein paar kontakte....aber die wohnen alle weit weg. einen kollegen hab ich den kenne ich schon keine ahnung über 15 jahre....haben uns damals im wrestling channel kennengelernt der wohnt jetzt nicht soo weit weg 90 km oder so könnte ich eigentlich mit fahrrad hinfahren ....aber dann kommt wieder die angst ... wenn ich da bin...wie soll ich mich verhalten? ist das jetzt richtig was ich sage oder wie ich mich verhalte etc... wisst ihr was ich meine?

es wäre so schön mal sagen zu können "okay ich komm gleich mal auf ein bier vorbei" zu nen kumpel....

lebe im dorf...hier ist tote hose. eigentlich mag ich das sehr so hat man seine ruhe... aber naja bisschen fällt mir jetzt die decke auf den kopf . ich weiß nix mit mir anzufangen.... und wenn meine mutter irgendwann nicht mehr ist dann weiß ich es wird 1000 fach schlimmer werden.
 
Warum suchst du dir keine Online Kontakte, die in deiner Nähe wohnen?
Irgendeine kleine oder größere Stadt wird es doch im Umkreis von 20 oder 30 Kilometer bei dir geben, oder nicht?
Es gibt doch so Apps, wo man sich Kontakte in der Nähe suchen kann, hast du das mal ausprobiert?

Oder du gehst mal zu so einer Selbsthilfegruppe für Borderliner, ehemalige Mobbingopfer oder ADHSler, da brauchen dir deine Probleme nicht peinlich zu sein, und du lernst Leute kennen, die vielleicht anders mit ihren Baustellen leben.
Und da kannst du dir vielleicht was von den anderen Leuten abschauen...

Oder du suchst dir einen Minijob von paar Stunden pro Woche. Da stehst du nicht so unter Druck, denn du bist ja nicht unbedingt auf das Geld dort angewiesen. Also kannst du den Job auch jederzeit ohne Probleme wieder hinschmeißen, wenn's gar nicht geht.
Und du lernst durch so einen kleinen Job auch Leute kennen...
Etwas selbstbewusster kannst du dadurch vielleicht auch werden.
Also, versuche es ruhig, du hast ja nichts zu verlieren...
 
Ich habe viele soziale Kontakte, aber wenige, die ich regelmäßig persönliche sehe. Dafür habe ich eine stabile Familie. Das ist für mich viel wert.

Ich habe 1 guten Bekannten, den ich einmal die Woche sehe und wir einmal die Woche was trinken gehen, uns austauschen.

Daneben jede Menge loser Kontakte, die sich mehr oder weniger alle um sich selber drehen. Ich bewundere, vorrangig Frauen in meinem Umfeld, die an den Wochenenden alleine wohin gehen, auf Events. Ich habe mir das schon lange abgewöhnt, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man als Mann dort alleine hingeht und in der Regel auch alleine bleibt, wenn man nicht in einer Gruppe oder mindestens einer weiteren Person hingeht.

Feste Freunde hatte ich im Studium und ein paar Jahre danach, dann flogen die auseinander, fehlende Gemeinsamkeiten, viele gründeten Familie, zogen weg, es verlief sich.

Seither, obwohl ich ein echt offener Mensch bin, habe ich nur noch lockere Bekanntschaften gehabt, weder über Vereine, noch Ehrenamt oder Arbeit ist es mir gelungen, Kontakte in einen Freundeskreis zu bekommen.

Freundschaften hatte in der Schule, im Studium, davor auch in der Aubildung. Keine Ahnung, wie andere das machen, aber wenn man sich nicht lebzeiten in der selben Stadt aufhält, was ich nicht getan habe, verfliegen die Konakte. Und die Initiative, diese zu pflegen, kam immer von mir, egal ob anrufen, treffen.....das habe ich irgendwann unterlassen und habe festgestellt, dass die Kontakte sich nicht halten, dann kann ich verzichten.

Schade ist es, aber es lebt sich entspannter, wenn man sich damit abfindet. Ich versuche, mich jedenfalls abzusichern, wenn ich irgendwo bin, habe ich immer genug Geld dabei, um mir ein Taxi zu holen, wenn etwas ist, oder auch sonst vieles durch Geld abzudecken, wo andere ihre guten Freunde rufen, das ist traurig, aber macht auch sehr flexibel, da ich auch für niemanden da sein muss.
 
Hallo,

ich fühl dich da.

was ich bei dir lese: du bereust einige Dinge, und möchtest es jetzt gerne ändern und da aktiver werden. Ich glaube ein wichtiger Schritt ist, dass du selbst mit dir freundlich sprichst, dir "vergibst" für deine Handlungen in der Vergangenheit. Auf diese Weise halten dich die Entscheidungen der Vergangenheit nicht mehr auf- du kannst neue Prioritäten setzen und freier agieren.


Aber auch ich habe viele Zweifel und ein paar Sorgen, was das Thema Einsamkeit angeht. Ich verbringe gerne Zeit alleine, mehr Zeit als die meisten. Daher macht es mir nichts aus, auch über einen längeren Zeitraum nur wenige Kontakte zu haben. Aber gleichzeitig bin ich auch ein recht geselliger und kommunikationsfreudiger Mensch und habe Bedürfnisse nach Kontakten und Austausch, der fpr mich aber nicht immer verfügbar ist. Das erfüllt mich mit Leben und bringt mich zum Blühen. Also ich kann dein Bedürfnis da sehr gut nachvollziehen.

Ich glaube, wenn man vor allem von zu Hause aus arbeitet, ist das Risiko eines sich isoliert fühlens natürlicherweise größer. Coworking ist auch eine Option oder vor Ort arbeiten?

Auch finde ich es wichtig, dass du deine Aktivitäten nach deinen eigenen Interessen auswählst. So ziehst du dann nach und nach die richtigen Leute an und kannst deinen Kreis erweitern.

Wenn du das was dir gefällt noch nicht so genau weißt, oder noch Potenzial für unentdecktes ist - probier viel neues aus, auch für dich ungewohnte Dinge, oder Dinge, die dir in deiner Kindheit, z.B., gut gefallen haben, also quasi "wiederentdecken".

Auch wichtig: nicht alles in dich reinfressen. Teile deine Verletzlichkeiten und Sorgen mit anderen- das macht erstmal verletzlich, aber erzeugt auch Nähe. Höre auch die Sorgen und Nöte der anderen an. Du bist nicht allein, auch wenn es vielleicht manchmal so scheinen mag.

Ich selbst überlege auch, ob ich umziehen soll, oder in meiner Kleinstadt hier bleiben. Auch wenn ich hier recht wenige Freundschaften direkt im Umfeld habe, was mich auch hin und wieder traurig stimmt.

Was ich auch wichtig finde zu bedenken: es ist auch ok, wenn man nicht so viele Freunde hat. Die wenigsten Leute haben viele wirklich gute Freunde. Oft ist das auch nur Fassade, auch in altbewährten Gruppen. Aber es ist auch ein schönes Gefühl, Ansprechpartner fürs Leben zu haben und Leute, denen man vertrauen kann. Natürlich muss man das dann auch pflegen und sich auch mal aus seiner Komfortzone herauswagen. Aber es ist nicht unmöglich! Oft muss man dabei auch immer mal wieder einmal mehr auf den anderen zugehen, als er auf dich.

Gibt natürlich auch verschiedene Wege für Freundschaften, auch ich bin noch am ausprobieren: Facebook - ja, ich hab da auch schon coole Menschen kennengelernt. Einen Stammtisch hatten wir sogar, das war sehr spaßig. Wenn du magst, Vereine. Apps wie Bumble, entweder für Dating oder auch Bumble friends. Aushänge starten - suche einen Laufpartner, als Beispiel. Eine Person muss ja nicht alles erfüllen. Mal jemand für Kaffee trinken, mal jemand für Sport, usw.

Zu guter letzt, freunde dich auch mit dir selbst an, genieße Zeit alleine wirklich im positiven Sinne und hab Spaß. Ich hoffe sehr, dass du dich bald verbundener fühlen wirst. Es ist nicht immer leicht heutzutage und in der Gesellschaft. Schau gut auf dich und deine Bedürfnisse, wäge auf Dauer auch deinen Wohnort und deine Lebensform/Wohnform ab.

Finde deinen eigenen Zirkel, bau ihn dir auf - nur Mut.

Ich wünsche dir alles gute 🙂
 

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