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angst vor der arbeit

goldeneGiraffe

Neues Mitglied
hallöchen,

ich bin ganz neu hier im forum und sende erst einmal ein freundliches 'hallo' an alle - habe ein ziemlich dringliches problem und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

es geht darum, dass ich seit ende juli eine neue arbeit als nachtportier in einem hotel habe. am anfang wurde ich zwei tage eingearbeitet und hatte dann meine eigenen schichten.
da mir die arbeit im hotel sehr wichtig ist, habe ich mich immer bemüht alles supi zu erledigen. ich bin auch der meinung, dass ich alles umgesetzt habe, was von mir verlangt wurde. so haben sich auch meine kollegen geäußert.

allerdings wurde ich vom ersten tag an nur beschuldigt, dinge nicht zu erledigen. wenn nichts aktuelles gefunden wird, werden sachen angebracht, an die ich nicht einmal im traum gedacht hätte.
beispiel: ich muss in der nacht alles putzen und das frühstück machen - am morgen dann die gäste bedienen. ich hatte mich am morgen am finger verletzt. das zeigte ich meinem chef, der mich ablöste. anstatt mir aber beim eindecken zu helfen, zog er sich an die rezeption zurück.
irgendwann fragte ich ihn dann, ob er ein pflaster hätte, weil es stark blutet. ich wurde sogleich beschimpft, nicht zu wissen wo die pflaster sind. ich hätte alle dinge zu kennen, die in den schubladen sind und dies zu wissen.

so geht es die ganze zeit. heute morgen meinte er, dass die brötchen noch roh seien. auf meine aussage, ich hätte sie 30 min gebacken, ist er nicht eingegangen bzw hat sie als unwahr dargestellt. ständig wirft er mir geschäftsschädigendes verhalten vor.

auch den anderen geht es dort nicht gut. drei mitarbeiter haben seit juli gekündigt und eine weitere sucht schon einen neuen job.

da ich kein besonders taffer typ mensch bin kann ich mich schlecht in streitgesprächen äußern. jedoch habe ich nun richtige angst zur arbeit zu gehen. schweißausbrüche, herzrasen, bevor der schichtwechsel ist. ich möchte unbedingt da raus.
jedoch beträgt die kündigungsfrist zwei wochen. und ich weiß, wie er reagieren wird.
darüber hinaus habe ich angst, dass er mich schlechtmachen wird, wenn spätere arbeitgeber sich bei ihm informieren.

ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll. da er mich ja auch nicht kündigt.

es wäre supi, wenn mir jemand vll einen rat geben könnte.
vielen dank schon im voraus sagt
die goldeneGiraffe
 
Bei der harten Wettbewerbssituation heutzutage lässt es sich nicht vermeiden, dass in manchen Betrieben mit ganz harten Bandagen gekämpft wird. Meiner Meinung nach ist der Job verloren und du solltest kündigen.

Du bist sicher nicht die einzige Person in Deutschland, die unter schlechten Arbeitsbedingungen leidet und mit einem so niedrigqualifizierten Arbeitsplatz wie dem eines Nachtportiers solltest du dich auch nicht so sehr wundern.

Achte darauf was dein Chef in dein Arbeitszeugnis schreibt und lass das von einer kundigen Person gegenlesen bevor du es akzeptierst.
 
vielen dank für die schnelle antwort.

ich denke, du hast recht. natürlich gibt es viele menschen in schlechten arbeitssituationen. über mehrarbeit etc. beklage ich mich auch nicht. und es sollte sich auch nicht nach jammern anhören. wollte nur die situation schildern um sie verständlich zu machen.

ich dachte nur, es gäbe einen weg, die 2 wochen kündigungsfrist zu umgehen. aber wahrscheinlich ja nicht, oder?

das arbeitszeugnis wird auch nicht wirklich rosig ausfallen. ich weiß auch nicht, in wie weit ich daran dann etwas ändern lassen kann. aber sicher kann man sich in einem solchen fall rechtlich beraten lassen.
 
Hallo,

warum versuchst du nicht einfach mal mit deinem Chef zu reden? Und zwar nicht, wenn es gerade wieder Stress gab, sondern lass dir einen Termin geben und versuch dann die Dinge anzusprechen, die dich stören. Manche Leute merken gar nicht, wie ihre Art auf andere wirkt und nachdem er schon viele Mitarbeiter verloren hat, sollte er darauf aufmerksam gemacht werden, dass sein Umgang demotivierend wirkt. Kündigen kannst du immer noch, wenn sich dann nichts ändert. Viel Erfolg.
 
Grüß Dich,

Also meiner Meinung nach solltest Du auch zusehen, dass Du so schnell wie möglich den Job wechseln kannst. Die Betonung liegt auf "wechseln": Ich würde auf keinen Fall kündigen, bevor Du nicht einen anderen Job in Aussicht hast. Dagegen, neben einem bestehenden Arbeitsverhältniss nach etwas Neuem zu suchen, spricht ja nichts. Ich würde Dir also raten, es so wie Deine Kollegin anzugehen und nebenher intensiv nach Alternativen zu suchen.

Ich denke, es ist nicht unmöglich einen vergleichsweisen Job zu finden in einem angenehmeren Umfeld, in dem Du Dich wohler fühlst bzw. mit einem fairem Chef.

Man verbringt doch einen Großteil seines Lebens mit Arbeiten - und wenn man darunter leidet, vergeudet man so doch nur kostbare Lebenszeit!

Liebe Grüße,
Pumuckl
 

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