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Angst vor allem...ich lebe nicht mehr.

-Ria-

Mitglied
Hallo ihr Lieben, nach einer Pause mal wieder was von mir. Leider hat sich nichts gebessert, es hat sich eher verschlimmert...
Morgen ist wieder Schule und ich habe fürchterliche Angst. Nicht weil ich gemobbt werde, ich komme eigentlich ganz gut mit meiner Klasse klar. Es ist so das ich seid 2 Jahren an Depressionen leide und mich ritze. Ich hatte schon immer Probleme im Umgang mit Menschen. Ich bin nervös und weiß nicht was ich sagen soll und laber dann die ganze Zeit sch**** wofür ich mich später dann hasse. Naja in der Schule fühle ich mich immer beobachtet und mit dem Lehrstoff komme ich auch nicht klar (es ist so das ich in Englisch und Deutsch keine Probleme habe, weil ich dafür mich noch nie so richtig konzentrieren oder lernen musste , aber in Mathe und anderen Nebenfächern habe ich richtig Probleme) Ich kann mich schlecht konzentrieren und Hausaufgaben habe ich auch schon lange nicht mehr gemacht. Ich weiß nie wie ich die Woche überstehe. Es ist wie in Trance und ich wache erst am Wochenende wieder auf. Jeden Nachmittag nach der Schule hänge ich zuhause rum und gucke Fernsehn oder bin am Laptop und Dienstags muss ich mich immer zum reiten zwingen. Dann ist Wochenende, ich hänge wie in der Woche nur zu hause rum und Samstags zwinge ich mich zum zweiten Mal in der Woche zum reiten. Dann fängt alles wieder von vorne an. Ich weine oft, manchmal auch in der Schule, da kriegt es aber keiner zum Glück mit. Dann ritze ich mich wieder. Ich denke oft über Selbstmord nach. In letzter Zeit wieder sehr häufig und stark. Freunde habe ich nicht und auch wenn ich meine Eltern über alles liebe und sie immer für mich da sind und alles für mich tun würden, so glaube ich doch nicht das ich dieses Jahr überleben werde. Ich habe Angst. Angst vor der Zukunft. Ich weiß nicht was ich mal werden will. Dabei habe ich nur noch knapp 2 Monate um mich für eine weiterführende Schule zu entscheiden. Ich bin kurz vorm ausrasten und zusammen brechen. Jedes mal wenn ich darüber nachdenke kriege ich fast eine Panikattacke. Gibt es noch Hoffnung für mich? Manchmal glaube ich ja, aber dann wird dieser eine gute Gedanke von tausend schlechten Gedanken verdrängt und dann ist alles wieder dunkel. Ich habe schon lange aufgehört zu leben und jetzt existiere ich nur noch....fragt sich nur noch wie lange. Ich weiß ich sollte mit meinen Eltern reden, aber das kann ich nicht. Das kann ich echt nicht. Ich habe Angst. Angst vor der Zukunft. Angst davor wieder in einer Klinik zu landen. Angst vor der Traurigkeit und Verzweiflung meiner Eltern. ich bin nicht mehr ich. Ich habe mich verloren und ich weiß nicht ob ich mich je wieder finden werde.
 
Ja es gibt Hoffnung!
Auch wenn es dir schwer fällt dein Leben ist zu kostbar, als das du es so zu verwerfen vermagst!

Was dir fehlt ist eine stärkende Schulter, jemand, der mit dir leidet, der dich stützt, der mit dir weint.
Vor deinen Eltern darfst du dich nicht schämen, sofern es keine desinteressierten Pappenheimer sind, solltest du dich ihnen öffnen.

Beiße auf einen Bleistift und sieh dir an, wie deine Mundwinkel nach oben gehen, siehe dir an wie schön du doch aussiehst mit einem Lächeln.
Wenn du nicht weißt wie du dich unterhalten sollst, lächle einfach und gebe kurze antworten. Doch rede mit deinen Mitmenschen, auch wenn es vollkommene Nichtigkeiten sind, wie zum Beispiel das Wetter ( welch Humbug ich weiß xD ). Steigere dich doch im Folgenden in der Anzahl an Wörtern, irgendwann fällt es dir einfach auch überlegtes von dir zu geben.

Dein Weinen ist ein Versuch deiner Seele bemerkt zu werden, lasse dich bemerken du bist ein wunderschönes, einzigartiges Wesen, vergiss das nicht! Diese Trance ist dein Versuch die Seele zu negieren, setzte dir ein Tagesziel, damit der Tag an Wertschätzung gewinnt!



Ich entsende dir Kraft für deinen morgigen Schultag! Also: Sei Stark!
 
Hallo du!

Es ist schwer bei diesem Thema etwas Sinnvolles für dich zu sagen, da ich auch denke, dass gerade diejenigen, die sich nicht ritzen, ins falsche Horn blasen könnten und dich so verletzen. Viele Lösungsversuche werden dir da wohl als eher pauschal erscheinen, weil diese Ritzkomponente wohl noch zusätzlich Stress in dein Leben bringt.

Nun, ich kann das mit der Verlorenheit ganz gut nachvollziehen. Irgendwie weiß man nicht, wohin mit sich. Einige Sachen möchte man so gern womöglich, aber ist es erstrebenswert sie zu wollen und wie wird man diese innere Einsamkeit los, wie erlangt man Kontrolle über sein Leben und wird die Zukunft wirklich Veerbesserungen für einen bereithalten, wenn es jetzt schon so schwarz aussieht?

Hm, du setzt dich z.B. gerade wegen der weiterführenden Schule unter Druck...vermutlich wäre es schön, wenn du jetzt schon wüsstest, wohin der Weg gehen soll, aber mal ehrlich, meinst du, man darf jemanden, der frisch aus der Klinik kommt dazu zwingen so weitreichende Entscheidungen richtig zu treffen? Du fühlst dich nach der Klinik nicht auf dem Damm..auch das ist normal. Niemand sagt, dass so ein Krankenhausaufenthalt zu einer deutlich spürbaren Verbesserung des Wohlbefindens führen muss. Er kann zu einer Stabilisierung führen, kann aber auch nur mal ne Pause gewesen sein oder gar nichts bewirken. Das ist aber keine Schande, wenn du keine Siegeszüge feiern kannst trotz Behandlung und es ist keine Schande, sich schlecht zu fühlen.

Du musst nun verschiedene Mittel suchen, die dir Linderung auch ohne das Ritzen verschaffen...insgesamt benötigt der Mensch ein Wohlfühlgefühl in bestimmten Bereichen. Ich habe mal in einer Dokumentation gesehen, dass sich ritzende Leute eine Art Notköfferchen bei sich hatten. Statt sich zu ritzen, hatten sie Ersatzhandlungen (Eispack etc.). Vielleicht kannst du dich mal mit einem Arzt absprechen, was zu tun ist, wenn du den Drang hast. Man hat dir womöglich schon Maßnahmen genannt.

Es ist nicht hilfreich, sich so zu isolieren. das verschlimmert alles. Was hast du zu verlieren, wenn du mal versuchst, auf Leute zuzugehen? Nichts...vielleicht gibt es mal peinliche Momente, aber die vergehen auch. Du bemühst dich ja um nen Menschen, das ist ehrenhaft. Wenn derjenige das nicht sieht, ist das sein Ding.

Das mit der weiterführenden Schule kann man auch mit Beratungsstellen besprechen. Wer sagt denn, dass du das allein entscheiden musst ohne andere anzuhören. Beratungsstellen gibt es von der Kirche (Caritas etc.) kostenlos. Die Telefonseelsorge ist auch telefonisch zu erreichen. Das Arbeitsamt bietet auch manchmal Seminare an für Orientierung und Selbstfindung beruflich. es gibt für junge Leute auch spezielle Berater vom Arbeitsamt. Du musst einzelne kleine Handlungen für dich einleiten. Es gibt nicht den großen Erfolg und nicht die einzige Maßnahme dorthin.

Dein Konzentrationsproblem..da würde ich einfach mal googeln, ob es da auch Strategien gibt...am besten ist es wohl, beruhigende Mittelchen zu finden...Johanniskraut Baldrian...nimm viel Flüssigkeit zu dir, ernähr dich bewusst gesund mit viel Obst und Gemüse...Bewegung besteht auch nicht nur im Reiten...man kann auch bewusst auf sie im Alltag achten. kleine Bewegungen bei dir zuhause, saubermachen...alles kann eine Wirkung haben, denn für alles musst du dich bewegen.

Du hast Anspannung und es dauert lange, sie loszuwerden. Manchmal ist warten und sich in die Hände vieler netter Menschen begeben das einzige, was hilft.
 
Ich will nicht das irgendwer mit mir weint.
Das habe ich schonmal gemacht und es ist in einer Katastrophe ausgeartet.

Ich bin hässlich, also würde ich vermutlich eher losheulen, als zu lächeln.
Das klappt leider nicht. Ich nehme mir immer vor die Klappe zu halten und nur zu reden wenn ich gefragt werde, aber das klappt nicht.
 
Hallo

du hast als Motto bei deinem Beitrag (Nothing´s gonna change...) ja auch schon ein Mantra für dich gefunden. So eine negative Einstellung zu sich selbst scheint erst einmal tröstlich zu sein, aber sie blockiert dich und hält dich fest in ihrem Bann. Es mag sein, dass alles um dich rum beschissen ist, aber aufgeben ist der noch beschissenere Weg. Ich habe auch gedacht, es ändert sich nichts. Ich frage mich auch jeden Tag, ob mein Leben mal besser wird. Ich verneine zu gern dabei und irgendwie ist dann doch wieder ein neuer Tag und manchmal bemerke ich, dass jemand sehr nett zu mir war und ich klammer mich daran. Dir fehlt der Speicher für positive Erlebnisse. Das Negative ist wie eine Wolke, die dich einhüllt, aber es ist nicht das Leben.

Du musst auch nicht von einem Fall auf alle anderen schließen. Du hast mit jemandem geweint und es ging nach hinten los, aber andere Menschen haben andere Charaktere und Reaktionen und jede Situation ist anders. Wer sagt denn, dass du auch mit jemandem weinen musst, nein..es war ein Versuch und du weißt eben vielleicht, dass du das jetzt nicht kannst. Probieren kann man es immer wieder. Es ist ne Option aber du musst es nicht, wenn du es nicht kannst.

Warum verbietest du dir selbst den Mund? Ein Mensch kann nur aus seinem Naturell heraus handeln. Wenn du eher etwas sagen möchtest, dann tus...nur weil andere meinen, das sei vielleicht unpassend, muss es das doch nicht sein und selbstkasteiung mit redeverbot geht einfach nicht. der mensch ist an sich ein kommunikatives wesen und durch schweigen staut sich nur alles und dann ritzt du eh wieder
 

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