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Angst! Aber vor was?

  • Starter*in Starter*in warum das alles
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    angst
W

warum das alles

Gast
Hallo zusammen.

Als erstes möchte ich sagen, dass ich dieses forum echt klasse finde und auch schon einige sehr interessante dinge lesen konnte. ich bin zufällig hier gelandet und wollte euch einfach mal etw2as erzählen und von euch erfahren, ob ihr wisst, was es ist, wie es wegeht und ob es noch andren so geht wie mir.


Ich bin 18 Jahre und gehe noch zur schule. Es gibt so viele abende an denen ich einfach so zusammenbreche. Tagsüber bin ich sehr beschäftigt und abgelenkt, so dass ich mir nicht wirklich viele gedanken über gott und die welt machen kann, aber wenn ich abends in meinem zimmer sitze, bekomme ich oft ganz plätzlich angst. so viele fragen rauschen von jetzt auf gleich durch meinen kopf. ich habe angst dinge, die ich sehr liebe zu verlieren, ich habe angst vor das, was morgen kommt.

So geht es mir schon eine ganze zeit lang. nur weiß ich nicht wie ich darüber reden soll. wenn es mir so schlecht geht, ist einfach niemand da. ich bin alleine und völlig aufgelöst. tagsüber verhalte ich mich weitesgehend normal, so dass bisher keiner meiner freunde irgendwie denken, dass ich irgendwelche sorgen habe.

Ich weiß selber nicht genau, wovor ich eigentlich angst habe. meine gedanken drehen sich immer um irgendwas anderes. Ich habe noch nie im Leben jemanden durch den Tod verlohren, weder jemand aus der Familie, des Freundeskreises oder eins meiner tiere - und ich fürchte diesen tag.

Ich weiß mir selber auch nicht zu helfen. ich weiß ja noch nichtmal genau woher diese angst kommt und aus welchem grund sie auftritt. Seit kurzem habe ich auch unwarscheinlich brutale träume. sie fangen oft total schön an, doch sie nehmen in ihrem lauf dramitische wendungen an.

hm... ich weiß echt nicht was ich dagegen machen soll, je mehr ich drüber nachdenke (glaube ich) umso schlimmer wird es. 🙁


lg
 
Hallo "Warum das alles"!

Du sprichst mir aus der Seele. Mir geht es genauso wie Dir. Tut mir echt leid, dass es Dir so schlecht geht - ich kann es wirklich gut nachvollziehen.
Wie schlimm ist es denn mit Deiner Angst? Hast Du auch Herzrasen oder ähnliches? Wie lange geht das schon so bei Dir?
Hast Du schon mal versucht Dich abzulenken wenn solche Momente auftreten? Damit meine ich, jemanden anrufen, Musik hören, Buch lesen etc. Manchmal hilft es bei mir und ist danach wieder weg...
Ich mache zur Zeit eine Therapie und kann Dir nur raten zumindest mal zu überlegen auch eine zu machen. Ich habe in dieser Therapie zwar noch keine direkten Erfolge erziehlen können, allerdings weiß ich jetzt, woher diese Ängste kommen..
Liebe Grüße
Alina
 
Hallo Alina!


Es ist schwer einzuschätzen, wie stark solche momente sind. Ich weiß ja nicht, ob ein teil davon vielleicht ganz normal ist. vll hat das ja jeder mal!!??

Es ist immer unterschiedlich. an manchen tagen kommt kein einziger unwohler gedanke und an anderen werde ich von ihnen überand. Ich versuche es des öfteren mich abzulenken, doch es ist nicht leicht. wenn ich lese, verschwemmen die buchstaben durch tränen in meinen augen, beim musik hören darf dazwischen dann keinesfals ein lied kommen, dessen text mich berrührt... das einzige, was im moment ein bisschen hilft ist fernsehn leise im rücken laufen lassen beim einschlafen.

ich hatte vor einigen jahren schonmal so eine phase, wo es wirklich sehr extrem war... da bin ich mitten in der nacht tränen überströhmt aus meinem zimmer und hab geschrieen, dass ich nicht sterben will. meine eltern haben es nach ein paar tagen aufgegeben liebevoll mich zu beruhigen und haben mich dann immer mit strengem unterton wieder ins bett geschickt. es war dann einige zeit lang gut. aber vor einigen wochen find es wieder an. genau das gleiche gefühl, genau die gleichen gedanken und immer noch keine antworten auf die ganzen fragen.


was für eine therapie machst du? wo und wie läuft das ab?

liebe grüße
 
Ich glaube viele Menschen haben Angst vor dem Tod. Ob nun eigener Tod oder Verlust geliebter Menschen. Man wird heutzutage eigentlich kaum noch mit dem Tod oder Sterbenden konfrontiert. Gestorben wird anonym und was man nicht kennt macht Angst. Meine Strategie bei Ängsten jeglicher Art ist die Konfrontation, sprich sich vertraut machen, einfach sehen, was passiert da eigentlich.

Ein anderer Faktor ist glaube ich auch das Erwachsen werden. Diese Umbruchphase, das Loslösen von den Eltern, hinein in das alleinige Meistern des Lebens. Manch einer stürzt sich in eine Beziehung und hat dann wieder den Halt. Es gibt soviel Neues, was man erst lernen muss selbstständig zu bewerkstelligen, dass die Verlustangst umso größer wird.

animo
 
Hallo!
Vielleicht ist es ja bei Dir wirklich nur so eine Phase und es geht bald vorüber. Als ich so in Deinem Alter war hatte ich auch öfters solche Phasen. Habe mich manchmal auch so sehr da herein gesteigert das ich heulen mußte. Habe mir dann immer vorgestellt das meine Oma stirbt oder so, obwohl sie kerngesund war. Als ich dann einen Freund hatte und bei meinen Eltern ausgezogen bin, ging diese Phase eigentlich wieder vorbei.
Jetzt bin ich allerdings getrennt und wieder alleine und diese Gedanken habe ich jetzt wieder sehr extrem. Deshalb mache ich unter anderem auch die Therapie. Es ist eine Gesprächstherapie. Du analysierst mit Deinem Therapeuten Deine Ängste. Wo sie herkommen. Wodurch sie auftreten etc. Außerdem geht es bei der Therapei viel um meine Kindheit, was ich vorher auch nicht gedacht hätte....
Du mußt halt für Dich selber entscheiden wie schlimm diese Ängste für Dich sind. Wenn Du merkst, dass es immer schlimmer wird und alles andere nichts bringt dann würde ich schon überlegen ob Du nicht mal zu einem Therapeuten gehen willst. Du kannst dort auch erst mal fünf Probestunden machen, die die Krankenkasse bezahlt.
LG
Alina
 

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