Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Angehörige von Drogenabhängigen zum austauschen gesucht!

Trixi 24

Mitglied
Hallo, zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin jetzt 40, habe zwei tolle Kinder mit denen ich zurzeit mein Leid teile. Mein Mann hat längere Zeit Drogen genommen und sich leider nicht helfen gelassen. Nun lässt er sich zwar endlich helfen und befindet sich in Reha, ich jedoch befürchte dass es das aus für unsere Beziehung ist, weil meine Gefühle sehr gelitten haben. Leider habe ich noch niemanden gefunden der mich versteht. Mein Problem ist, dass ich immer noch auf der Suche nach psychologischer Betreuung bin. Leider dauert es immer so lange bis man Termine bekommt. Außerdem habe ich noch keine Angehörigengruppe in unserer Gegend mit der ich mich mal austauschen könnte. Deshalb hab ich meine Wut in Liedtexte verfasst und würde diese gerne in die Welt hinaus singen. Doch leider habe ich nie ein Instrument spielen gelernt und mein Gesang ist auch nur durchschnittlich. Deshalb suche ich einen Sänger der sich diesen Texten annehmen könnte. Ich möchte lediglich damit erreichen endlich verstanden zu werden, wie ich mich fühle und vielleicht fühlen sich noch andere wie ich und finden sich in diesen Liedern wieder. Es gibt nämlich eine CD auf der so viele Lieder zu meinem Mann passen allerdings haben meine Kinder und ich noch nichts gefunden das zu unseren Gefühlen und Ängsten passt. Zurzeit falle ich auch immer wieder mal in Löcher und darum habe ich mir vorgenommen meine Träume zu verwirklichen und mein Leben komplett umzukrempeln. Vielleicht gibt es ja jemand da draußen der mir helfen kann dass aus diesen Gefühlen Lieder werden. Egal wie, wenn das nicht klappt dann versuche ich halt ein Buch zu schreiben. Denn Papier ist geduldig und ich kann auf ihm meinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Nun frage ich mich gibt es noch andere die dass gleiche fühlen wie ich und endlich verstanden werden wollen?

Ich jedenfalls möchte nicht nur dumm rum sitzen und tatenlos zusehen wie sich Menschen kaputt machen. Ich suche nur noch das richtige um Taten zu vollbringen!
 
Hallo Trixi,

ich glaube, ich kann dich verstehen.
Ich habe noch keine Kinder, bin erst 20 Jahre alt.
Bei mir steckt also nicht so viel Verantwortung dahinter.
Mein Freund ist drogenabhängig.

Als ich ihn kennenlernte, war alles in Ordnung.
Er hat mich auf Händen getragen.
Nicht finanziell, er hatte nie viel Geld.
Aber darum geht es auch gar nicht.
Er hat mich emotional auf Händen getragen.
Er kommt aus Brasilien, war aber durch die Ehe seiner Mutter mit einem deutschen Mann häufig in Deutschland.
Er hat mir direkt zu Anfang erzählt, dass er eine harte Drogenvergangenheit in Brasilien hatte.
Cocain, Ecstasy, Cannabis und Crack.
Er war clean, als wir uns kennenlernten.
Dachte ich zumindest.
Seit Oktober 2010 kifft er wieder.
Jeden Tag.
Manchmal einen, manchmal 5 Joints.
Aber mindestens einen.
Es sind nicht nur die finanziellen Sorgen, die wir jetzt haben.
Er ist mir gegenüber emotional so kalt geworden.
Vor ein paar Tage hat er mich bei einem wirklich kleinen Streit so aggressiv angesehen, dass ich nur darauf wartete, dass er mich schlagen würde.
Er hat es nicht getan.
Er wird noch weiter abrutschen, und ich kann nichts tun.
Dass du das Aus deiner Beziehung vermutest, kann ich verstehen.
Das vermute ich bei uns auch, und wir sind auch schon drei Jahre lang zusammen.
Wahrscheinlich bist du seit 20 Jahren mit deinem Mann verheiratet, aber Liebe ist auch in drei Jahren Beziehung schon da.
Ich bin nur leider noch nicht stark genug.
Auf einer Seite für Angehörige für Suchtkranke habe ich gelesen: "Du musst den Suchtkranken loslassen, aber nicht fallen lassen.
Dein Mann macht jetzt eine Reha.
Natürlich musst du dir über deine Gefühle klar werden.
Und dann kannst du nur hoffen, dass er clean bleibt.
Eine Garantie dafür bekommst du nicht.
Niemals.
Das kann für immer gut gehen, er kann aber auch in drei Monaten wieder damit anfangen.
Mein Freund war auch über zwei Jahre clean.
Jetzt ist er wieder voll drin, und ich kann nichts tun.
Die Idee mit deinen Liedern ist super, hilft aber bei Suchtkranken nicht.
Die fühlen sich gar nicht angesprochen.
Frag mal einen Suchtkranken, ob er süchtig ist.
Selbstverständlich ist er das nicht.
Das hilft nur bei Leuten, die erkannt haben, dass sie krank sind.
Da können Lieder unterstützen, aber du wirst einem Junky damit nicht klarmachen, dass er süchtig ist und sich behandeln lassen muss.
Ich lasse meinen Freund jetzt machen.
Wenn er bekifft angehalten wird, kein Geld mehr hat, die Autoversicherung nicht zahlen kann, und die dem die Nummernschilder abmachen, dann ist das so.
Er muss am Boden liegen, damit er merkt, dass er ein Problem hat.
Ich kann nichts tun, mir sind die Hände gebunden.
Wenn ich ihm Stress mache, kifft er nur noch mehr.
Das tut weh.
Zusehen zu müssen, wie die gosse Liebe vor die Hunde geht.
Er kann kaum noch aufrecht gehen, wankt, zittert.
Aber ich kann nichts tun.
Der Kampf hat gerade erst angefangen.
Es ist nicht einfach, aber ich werde alles tun, was ich kann.
Nämlich durchhalten.
Loslassen, statt fallen lassen.
Was ich dir eigentlich damit sagen will, ist dass du einem Suchtkranken nicht helfen kannst, auch wenn dich das sehr schätzt.
Sie müssen sich selbst helfen, und wenn es Jahre dauert.
Ich hoffe, dass du für dich, und nur für DICH, die richtige Entscheidung triffst, was deinen Mann angeht.

Machs gut und liebe Grüsse,
Eisblume
 
Schätze mal wenn du hier schreibst,würdest du viele menschen finden die dich verstehen,kannst ja mal versuchen....

ich verstehe nicht warum das keiner tun sollte?...
 
Hallo Eisblume,
vielen Dank für deinen Beitrag. Ich hoffe das dein Freund irgendwann einsieht das er sich helfen lassen muss und freiwillig in eine Klinik geht. Mein Mann läßt sich jetzt helfen weil er es wollte. Allerdings hat er aber auch gemerkt das er uns ansonsten für immer verliert. Er sagt zwar immer er macht das für uns. Ich versuche ihm aber auch klar zu machen das er es für sich macht, da ich mir nicht sicher bin ob ich ein Zusammenleben noch schaffe weil ich nervlich zur Zeit nicht so stabil bin. Mit meinen Songtexten würde ich vielleicht nicht bei allen Suchtkranken etwas erreichen, allerdings versuche ich damit mehr die Angehörigen anzusprechen wie verloren man sich einerseits fühlen kann aber andererseits nicht aufgeben sollte und alle Kraft aufzubringen für sich das richtige zu tun. Ich kämpfe weiter damit es mir besser geht und lasse nichts unversucht. Manchmal falle ich leider in tiefe Löcher aus denen mich meine Kinder aber immer wieder heraus holen. Leider hatten wir bisher noch keine große Hilfe, habe aber seit heute endlich neue Hoffnung meine Stärke wieder aufzubauen, da ich endlich einen Termin bei einer Psychlogin bekommen habe. Ich finde in unserer Gegend wird einfach zu wenig für die Angehörigen getan und das würde ich gerne ändern. Ich wünsche dir und deinem Freund alles Gute und vielleicht schaffst du es ja ihn mal zu einer Suchtberatung zu bringen und frag ihn doch mal ob das Leben nüchtern nicht schöner ist. Ich hatte auch eine schlechte Kindheit und habe es geschafft clean zu bleiben.

Viele Grüße Trixi
 
Hallo,
ich bin Sabrina, 29 Jahre, mein Freund (31) ist seit 16 Jahren drogenabhängig, wir sind seit 9 Jahren zusammen ... Und ich schreibe hier, weil ich denke, es geht auch anders...
Unsere Beziehung hat so lange überlebt, denke ich, weil die Voraussetzungen besser zu sein scheinen - einige Zeit nachdem wir uns kennen gelernt haben, hat er mir davon erzählt, dass er jeden Tag Cannabis raucht, und dass er körperliche Entzugsschmerzen hat, wenn er es drei, vier Tage nicht macht. Da ich bis dahin nie etwas mit Drogen zu tun hatte, war das ein Schock zunächst, ich habe viel gelesen, viel mit anderen Menschen gesprochen. Mittlerweile habe ich ein relativ entspanntes Verhältnis zu der Substanz, ohne die er nicht leben will - ich denke mir, es gibt so viel schlimmeres, aber ich will sie auch nicht unterschätzen, habe eine Art Respekt vor der Substanz, die so harmlos scheint, aber ihn fest im Griff hat. Was meine Situation vielleicht so viel erträglicher macht ist, dass wir seit damals immer wieder über seine Sucht reden, dass er selbst immer bemüht war und ist, dass die Droge sein Leben nicht ganz zerstört. Er hat einen Job, in dem er versucht, alles zu geben, er kümmert sich um mich, wir haben beiden auch noch immer relativ eigene Freundeskreise und lassen einander Freiraum. Er sagte mir mal vor einiger Zeit, dass er ständig kämpft, das Leben so normal wie möglich zu führen. Dass ihm das aber wichtig sei, weil er um die Gefahr weiß, dass er in einen "mir ist alles scheiß egal"-Zustand reinrutschen könnte, dass ich ihm sagen soll, wenn mir auffällt, dass er in diese Richtung abdriftet. Natürlich gab es auch Zeiten, in denen das der Fall war, zwei Mal so sehr, dass er tatsächlich versucht hat, aufzuhören und durch einen zweiwöchigen Entzug durchgegangen ist (ohne Kliniken und Hilfsmittel), bis die Schlafstörungen, schwäche- und Schwindelanfälle und das Zittern aufgehört hatten ... was soll ich sagen, jedesmal hat er nach einiger Zeit wieder angefangen, weil ihm das Leben alleine dann doch zu langweilig war... Es bleibt immer ein Balanceakt, Sucht bleibt Sucht, letztlich, aber ich habe ihn so genommen wie er ist, und akzeptiert, dass das nun mal ein Teil von ihm ist. Ich denke, dass das zu einem großen Teil möglich war, weil er selbst sich nicht aufgibt und es ihm bewusst bleibt, dass er gefährdet ist und mit dem Feuer spielt. Das ist eine Basis dafür, dass wir uns auf "Augenhöhe" begegnen und ich nicht in die "klassische" Rolle des "Helfersyndroms" hineingedrängt worden bin, weder übermutternd noch bestrafend.
Eure Situationen klingen sehr schlimm, ich wünsche euch natürlich nur das allerbeste!
GLG,
Biene
 
Hallo Biene,
mein Mann hatte vom Jugenalter an auch schon mit verschiedenen Drogen (Cannabis, Speed, usw.) zu tun und ich habe davon gewusst. Wenn er mal was genommen hatte, hat das niemals unseren Alltag beeinflusst. Aber diese Flüssigdroge die er seit zwei Jahren konsumiert hat, ist sehr gefährlich. Im Zusammenhang mit Alkohol oder bei Überdosierung kann der Tod eintreten. Ich habe bei meinem Mann z.B. Atemaussetzer bemerkt. Wenn er zuviel davon genommen hatte, ist er immer wieder zusammengesackt, konnte z.B. nicht aufstehen und hatte immer solche Zuckungen. Er hat öfters sogar im stehen mit offenen Augen geschlafen, war nicht ansprechbar und zuckte mit Armen und Beinen. Das waren schreckliche Bilder und unsere Kinder haben auch alles gesehen. Er hat mir ja irgendwann davon erzählt, weil ich beim Erstenmal Angst hatte und den Notarzt rufen wollte. Dann versprach er immer wieder damit aufzuhören und hat es nicht geschafft. Immer wieder gab es Auffälligkeiten und ständig wurde ich belogen. Am Ende hat auch sein Körper schlapp gemacht und scheinbar hat das Gehirn auch abgebaut. Jetzt läßt er sich ja zum Glück helfen. Wenn er so weiter gemacht hätte wäre er vielleicht nicht mehr am Leben. Leider bin ich dadurch nervlich am Ende und muss mir helfen lassen.

MfG Trixi
 
Hallo Landkaffee,
Das Alter meiner Kinder möchte ich nicht preis geben. Sie sind jedefalls keine Kleinkinder mehr aber auch noch nicht erwachsen.

MfG Trixi
 
Liebe Trixi,

das klingt allerdings nicht gut. Scheint etwas zu sein, wo man ohne klinische Hilfe gar nicht mehr gegen ankommt.
Wo ich so lese, was Du schreibst, schießen mir sofort einige Fragen in den Kopf:
- Warum hat er mit solchem Zeug angefangen?
War es Unwissenheit? Oder war es Neugierde? Hat ihm Abenteuer gefehlt? Bei den letzteren zwei Dingen frage ich mich dann doch: War ihm nciht klar, dass er sein geordnetes Leben aufs Spiel setzen könnte? Wart ihr ihm bei der Entscheidung, diese Substanz zu nehmen, egal? War es eine bewusste Entscheidung oder hat er nur einen Moment nicht nachgedacht, was er tut?
- Warum hat er es immer wieder genommen?
War er sofort in einem Suchtmuster drin? Oder war er über längere Zeit leichtsinnig? Hatte er auch da in seine Entscheidung nicht miteinbezogen, dass er sein geregeltes Leben und eures gefährden könnte? Falls ja: Warum hat er daran nicht gedacht?
Je nachdem, wie deine Antworten auf diese Fragen ausfallen würden, gestaltet sich Dein Verhältnis zu ihm unterschiedlich. Für die Frage, wie Du in Zukunft zu ihm stehst, finde ich diese Gedanken - so aus der Ferne - wichtiger als all das, was die substanz in ihm hervorgeholt hat, als er schon "dranhing", wie dass er dich oft belogen hat, wie du schreibst. Klingt danach, als ob er die Kontrolle über sich zu dieser Zeit schon längst an die Substanz verloren hatte - vielleicht hätte er, selbst wenn er gewollt hätte, da schon nicht mehr anders handeln können Ich weiß auch nicht, wie die unbekannte Substnz einzuordnen ist: Hat er es selbst wahrnehmen können, wie er unter ihrem Einfluss war? Tat es ihm leid, dass er euch da so mit belastet, hat er geäußert, dass er das eigentlich nicht (mehr) nehmen will? Hat er versucht, gegen die Abhängigkeit von der Substanz zu kämpfen (es aber nicht geschafft)?

All diese Fragen sind nur als Anregung für dich gedacht. Ich bin eigentich überzeugt, dass es Dir helfen würde, mit Deiner jetzigen Situation klarzukommen und für Deine Zukunftsplanung, wenn Du Dich mit dem auseinandersetzt, was "eigentlich passiert ist", und Dir darüber klar wirst, in welchem Verhältnis du zu ihm (noch) stehen kannst.
Ich denke (ich hoffe), dass es eine der zentraleren Fragen ist, denen sich Dein Mann in der Klinik stellen muss: Warum hat er damit angefangen, was war der Grund für diese Entwicklung - und ich denke, wenn eure Beziehung eine Zukunft haben soll, ist es unabdingbar, dass auch ihr gemeinsam diese Fragen irgendwann angeht.
Aber es stimmt letztlich, was auch andere hier schon geschrieben haben: Man kann als Angehöriger nur unterstützen, nicht helfen. Man kann ihm helfen bei seinem Entschluss, nicht wieder anzufangen (was ja eigentlich die kritischere Phase ist gegenüber dem reinen Aufhören), die Situationen gemeinsam neu gestalten, die für ihn mit dem Konsum dieser Substanz verbunden waren. Aber das Leben für ihn lenken, kann man nicht. - Und sollte man auch nicht können - da ist jeder Mensch noch immer für sich selbst verantwortlich, letztlich.
Die Frage, die sich unabhängig von alledem stellt, ist natürlich auch: Wie stark sind Deine Gefühle für ihn (noch)? Wie wichtig ist dir dieser Mensch - ganz unabhängig von seiner Situation betrachtet. Ich glaube, wenn ich so drüber nachdenke, dass Stärke gar nicht so sehr das ist, was wir als Angehörige brauchen, aber Sicherheit über die eigenen Gefühle, die Gründe für unser eigenes Handeln, Selbst-Bewusstsein sozusagen.
Ich hoffe, ich kann Dir irgendwie mit meinen Gedanken zumindest ein bißchen helfen.

GLG,
Biene
 
Hallo Biene,
vielen Dank für deine Nachricht. Nun zuerst einmal kommt man von dem Zeug wirklich nicht ohne klinische Hilfe weg. Genommen hat er es, weil er nicht mehr schlafen konnte da er sich selbst zuviel Stress gemacht hat. Mein Mann wusste auch genau was er tat, nur seine Toleranzgrenze war schon immer sehr niedrig und deshalb griff er eben schnell mal zu so manchen Substanzen. Allerdings hat dieses Zeug alles übertroffen. Irgendwie spielt wohl auch der Nervenkitzel eine Rolle. Ihm war schon klar was er aufs Spiel setzt, hat es aber einfach verdrängt. Ganz egal waren wir ihm wohl nicht, aber die Versuchung war für ihn leider zu groß. Genommen hat er es immer wieder weil er wie bei anderen Drogen nicht so leicht davon los kam. Da er das Zeug ja schon länger konsumiert hatte, wurde sein Körper irgendwann süchtig und natürlich hatte er auch Entzugserscheinungen. Leider ließ er sich nicht von uns überreden oder beeinflussen sich ärztlich helfen zu lassen, weil er dachte er bekäme alles allein in den Griff. Natürlich hat er versucht dagegen anzukämpfen doch er hat immer wieder verloren weil er ohne Hilfe zu schwach war und sein Wille wohl ebenso. Für mich persönlich war er einfach zu egoistisch etwas dagegen zu tun. Ich verstehe immer noch nicht wieso man nicht einsieht sich Hilfe zu holen, obwohl zwei Kinder vor einem stehen und einen anflehen sich endlich helfen zu lassen. Irgendwann war er bereit mit unserem Arzt darüber zu reden. Doch auch dieser konnte ihm nur klar machen sich helfen zu lassen. Schließlich musste sich mein Mann freiwillig in eine Klinik begeben, da wir ihn nicht zwingen konnten. Er hätte auch jederzeit abbrechen können, allerdings wusste er von dem Tag an, an dem er in die Klinik ging er muss es schaffen, da er uns sonst ganz verloren hätte. Nun hat es endlich klick gemacht in seinem Kopf und er versucht sein Leben komplett zu verändern. Er arbeitet zurzeit hart an sich nicht mehr so impulsiv zu sein und zu jeglichen Substanzen für immer nein zu sagen. Ich hoffe das er es wirklich schafft sich nie mehr von anderen beeinflussen zu lassen. Er weis auch dass ich momentan versuche meine Gefühle für ihn wieder zu finden. Ich kann ihm nur nicht versprechen dass alles wieder wie früher wird. Schließlich hat mein Vertrauen ja auch gelitten. Wir müssen abwarten und sehen was die Zeit so bringt. Erst wenn ich mir über alles klar werde ist der nächste Schritt gemacht. Momentan habe ich vor einigem was uns noch in nächster Zeit bevorsteht Angst. Immerhin versuche ich ja auch meine Kinder vor Erlebtem zu schützen da sie auch ihre Ängste bewältigen mussten und noch müssen weil keiner weis was die Zukunft noch bringt. Mir tut zurzeit gut das ich diese Internetseite gefunden habe um endlich mit anderen über ihr und mein erlebtes zu schreiben.

Viele Grüße

Trixi
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben