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Anders als die Anderen (langer Text)

Ich habe einen langen Text geschrieben und wollte mich einfach mal aussprechen. Ich weiß nicht was ich damit erreichen will, außer einfach mal alles zu sagen. Es geh um mich, wie ich bin und denke und wie es dazu gekommen ist.

Es ist schwer zu erklären, wenn man weiß das viele es nicht verstehen werden. Dieses Problem habe ich mein ganzes Leben lang gehabt und immer wieder versuchte ich Leuten zu erklären wie ich “ticke” aber alles was man dann erntet sind komische Blicke oder ein heuchlerisches “Ich verstehe”. Es ist nicht so das ich mich nicht richtig Ausrücken kann oder nicht die richtigen Worte finde. Es ist nur einfach so, das wenn die eigene Gedankenwelt so völlig das Gegenteil ist von dem was die Welt und die Menschen auf ihr als “normal” ansehen, dann wird auch die beste Erklärung der Welt nicht helfen. Ich kann nicht sagen woran das liegt. Ist es einfach die Natur der Dinge, das man Sachen nicht versteht, wenn man es selber nie erfahren hat? Oder sind die Menschen heutzutage einfach zu skeptisch und haben alle ihr glauben und vertrauen und ihre Aufgeschlossenheit für das Neue, Unbekannte verloren?
Ich werde aber nun meine Welt versuchen zu erklären, trotz aller Zweifel, das es jemand verstehen wird.

Oft habe ich mich gefragt ob nur ich so anders bin. Viele Menschen, gerade die Außenseiter, sagen ja immer wieder das sie anders sind und lange Zeit dachte ich selber das ich zu diesen gehöre. Aber in meinem bisher 21 jährigen Leben musste ich die Erfahrung machen das ich selbst für die “andersartigen” noch anders bin. Ich denke, das jeder jetzt denkt das ich mich für “speziell” halte und besonders und mich damit einfach nur aus der Masse hervorheben will, aber ich versuche nicht irgendwas zu beweißen sondern nur zu erklären wie ich das Leben wahr genommen habe und die Welt auf mich gewirkt hat. Ich kann auch nicht sagen ob ich im Laufe meines Lebens so anders als die anderen wurde, oder ob das von Geburt an mein Schicksal war so zu sein.

Erstmal mehr über mich. Mein Leben von Anfang an zu erklären ist eine mir unmögliche Sache. Ich erinnere mich kaum. Leider habe ich so eine art Amnesie und vieles ist weg. Dank der Psychotherapie, die ich seit ich 18 bin mache habe ich hier und da einige Erinnerungen zurück, aber alles was in der Grundschule und davor war ist fast vollständig weg. Nur Erinnerungen an einschneidende Erlebnisse sind noch da und diese sind leider fast alle schlecht. Und auch jetzt noch ist das merken von Dingen und Erinnern schwer. Erlebnisse und Sachen zum erinnern behalte ich wenige Tage bis Wochen, je nachdem worum es sich handelt, und dann verschwimmen die Erinnerungen und fühlen sich an wie ein Traum, als wäre das niemals passiert. Manchmal fällt es mir schwer zu sagen ob Dinge wirklich passiert sind oder ob ich mir das nur einbilde wenn sie eine gewisse Zeit zurück liegen.
Ich versuche nur die wichtigen Dinge über mich und mein Leben herauszufiltern um nicht zu lange “herumzujammern”.

Ich komme aus einer Familie wo Probleme praktisch vorprogrammiert waren. Eine abgedrehte Hippiemutter und ein strenger und dominanter Vater, der es nicht so mit den Gesetzen hatte. Schon allen bei dieser Kombi frage ich mich wie man überhaupt jemals aneinander gefallen finden konnte. Ich wurde in Deutschland geboren und dann sind wir nach Spanien umgezogen als ich glaube ich 1-2 Jahre alt war. In Spanien wurde dann auch mein Bruder geboren als ich 2 ½ Jahre alt war. So wie ich das Erfahren habe von meinen Eltern lief es am Anfang noch ganz gut, aber das Chaos war schon festgelegt von dem Tag aus als meine Mutter meinen Vater zum Mann genommen hat. Mein Vater war leider ein Verbrecher mit einem Vorstrafregister dicker als ein Duden. Er hatte mit Drogen zu tun, Diebstahl, Betrug und hatte auch mal irgendwie was mit der spanischen Mafia. Er hat mich und meinen Bruder zwar zum Teil benutzt als “We are family” Fassade um Drogen sicher über die Grenze zu bekommen, aber trotzdem hat er uns geliebt, davon bin ich überzeugt. Leider hat er aber sich nicht genug Gedanken darüber macht wie sehr er und auch meine Mutter mein Leben zerstört hat.

Die Trennung meiner Eltern fand statt als ich 3 Jahre alt war. Mein Vater hat mich und meinen Bruder behalten und meine Mutter ist verschwunden. Der Grund warum unsere Mutter uns nicht behalten hat ist, weil mein Vater sie bedroht hat und meine Mutter zu sehr Angst hatte um sich dagegen zu wehren. Sie hat zwar nachdem sie in Deutschland war versucht das Jugendamt einzuschalten, aber irgendwie kam da nichts zustande. Soweit ich weiß hat das aber deswegen nicht geklappt, weil mein Vater mit uns sozusagen “untergetaucht” ist.

Das war für mich der Anfang vom Ende.
Mit 3 Jahren verschwand meine Mutter und der erste Stein wurde umgelegt, der in mir eine Kettenreaktion von Verlust und Einsamkeit auslöste. Ich kam damit nicht zurecht das sie plötzlich weg war, soviel weiß ich. Viel kann ich über diese ganze Zeit nicht sagen, ich erinnere mich nicht. Ich erinnere mich nur das ich mich sehr viel einsam gefühlt habe und verloren gefühlt habe. Außerdem erinnere ich mich an einige schlimme Dinge aus der Richtung Vergewaltigung, Vernachlässigung, verbale Gewalt und Unfälle. Unfälle deswegen, weil ich irgendwie ziemlich anfällig für Unfälle war und 3 oder sogar 4 mal fast gestorben wäre als Kleinkind, was auch mit der Unachtsamkeit meines Vaters zu tun hatte der mich oft “einfach mal machen” lies. Wichtig zu erwähnen ist noch das ich in Spanien in Kindergärten oder Tagesstätte oder so was ging. Ich konnte KEIN spanisch. Einer meiner Erinnerungen ist das ich irgendwo hin kam, ich weiß nicht mehr was und wo, und dort haben die anderen Kinder alle Spanisch geredet außer ich und ich weiß noch wie am ersten Tag in der ersten Stunde wir eine Aufgabe bekamen vom Lehrer und ich sie falsch gemacht habe, weil ich es nicht verstanden habe und deswegen getadelt wurde. Viel mehr Erinnerungen hab ich da leider kaum. Ich weiß nur das mein Vater mit uns viel unterwegs war und ich mich niemals mehr, nach dem Verlust meiner Mutter an jemanden richtig gebunden habe, weil ich erstens kein spanisch konnte und weil ich meine Umgebung und Schulkameraden immer verloren habe, wegen dem ganzen hin und her.
Irgendwann als ich 6 oder 7 Jahre alt war hat mein Vater einen Partner gefunden der bereits Kinder hatte und diese Frau wollte mich und meinen Bruder nicht, weswegen mein Vater uns nach Deutschland zu unserer Mutter geschickt hat. Es ging alles sehr schnell und plötzlich. Wir waren wieder bei unserer Mutter, welche überglücklich war. Leider hat man bei mir schon gemerkt das etwas nicht stimmt. Ich habe sehr stark gestottert, konnte kein bisschen lesen und schreiben und als ich in die erste Klasse kam waren alle anderen schon wesentlich weiter als ich. Ich wurde wegen meines Stotterns schnell zum Außenseiter und habe mich auch kaum am Unterricht beteiligt. Ich erinnere mich noch wie meine Mutter mir erzählte das die Lehrer sich beschwerten bei ihr, weil ich die ganze Unterrichtszeit nur aus dem Fenster starre und abwesend bin.
Wundersamerweise habe ich es geschafft mehr oder weniger aufzuholen und das stottern verging auch nach einer gewissen Zeit.

Und was dann passierte war unglaublich. Mein Vater kam nach Deutschland. Ich glaube das war als ich in der 2. Klasse war. Er wollte uns zurück haben und meine naive Mutter gab ihm ne zweite Chance und lies ihn in IHRER Wohnung zusammen mit uns wohnen und ist solange woanders hin gezogen. Der Grund dafür war halt das mein Vater erstmal Fuß in Deutschland fassen kann. Ich begreife immer noch nicht was da genau passiert ist, aber irgendwie hat er uns dann einfach wieder gehabt und meine Mutter hat es nicht auf die Reihe bekommen uns wieder von ihm zu nehmen. Ich habe zwar gefragt warum das alles so gekommen ist aber die Erklärung dafür verwirrt mich mehr als das sie mir eine Antwort gibt, weil das einfach so sinnlos war. Er war streng und dominant wie immer, hat uns aber auch wie früher bei vielen Dingen “einfach mal machen” lassen.
Irgendwann in dieser Zeit hat sich in mir was verändert. Ich wurde aggressiv. In der Schule wurde ich ein gutes Beispiel für jemanden der mal irgendwann Probleme mit der Polizei bekommt. Ich habe Mitschüler geärgert und habe geschlagen. Die Spitze war wohl das ich ein Mädchen mal ins Krankenhaus befördert habe, weil ich sie vom Baum geschmissen habe. Meine Noten waren so schlecht wie man es von meinem Verhalten erwartete und meine Zukunft sah nicht rosig aus.
Heute weiß ich, das ich nicht Bösartig war sondern Aufmerksamkeit wollte. Ich wollte das man mich sieht und hört und merkt das in mir ein großer Riss ist, der geheilt und gepflegt werden möchte. Aber niemand hat mich gehört. Das ging so weiter bis ich in die Gesamtschule 5. Klasse versetzt wurde.

Über die Sommerferien fand wieder in mir eine Veränderung statt. Vom gemeinen Raufer habe ich mich zu einem lieben, netten fleißigen Schüler verwandelt. Wie das mein Unterbewusstsein hingekriegt hat ist mir ein Rätsel, aber es ist passiert. Vielleicht habe ich mir damit erhofft mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, erhört zu werden, angesehen und geliebt zu werden. Aber es ist nicht passiert. Ich hatte wirklich Pech, denn nun wurde ich gemobbt und ausgenutzt, weil ich so Zahm wurde das man mir regelmäßig das Geld aus der Tasche gezogen hat und mich von vorne und hinten ausgenutzt hat und als Boxsack verwendet hat. Der streberische Außenseiter. Ich denke das war der Knackpunkt wo in mir alles zerbrochen ist. Von der 5. bis hin zur 8. Klasse wurde ich mehr und mehr depressiv. Es wurde immer schlimmer und in der 8. Klasse, als ich ca. 14-15 war, war ich dort angekommen wo ich mich umbringen wollte, es geplant hatte und einen Abschiedsbrief geschrieben habe. Mein Vater bemerkte durch Zufall das ich im Internet bei Google “Selbstmord” eingegeben hatte und stellte mich zur rede.
Das, genau das hätte meine Rettung sein können. Mein Vater hat durch Zufall meine Verzweiflung erfahren und hätte sofort Professionelle Hilfe einschalten können, aber Fehlanzeige. Selbst meine Mutter, die von meinem Vater über die Selbstmordsache bescheid wusste, hat nicht wirklich was gemacht. Mein Vater hat mich angeschnauzt, mich belehrt und dumm angemacht nach dem Motto “Sind wir dir denn alle egal?”.

Deswegen ein kleiner Einschnitt. Mein Leben war Dreck und ich habe immer und immer wieder versucht auf mich aufmerksam zu machen, einmal als der stotternde zurückgeblieben Träumer der immer nur aus dem Fenster schaut, einmal als der aggressive Schläger, der sich um nix kümmert und einmal als der Klassenbeste Streber mit 1,4 Notendurchschnitt. KEINER hat einen Finger für mich krumm gemacht und mir geholfen und mich meinem Schicksal mehr oder weniger selbst überlassen. Vielleicht war ich das selber schuld, weil ich am ende so gut in der Schule wurde das alle dachten das mit mir alles ok ist, aber das mal beiseite. Letzten Endes war ich so verzweifelt und am ende, mit 14-15 Jahren(!), das ich mich umbringen wollte, was sogar meine Familie erfahren hat. Und NICHTS ist passiert.

Das gab mir die endgültige Bestätigung das sterben will und die Welt sich einen Scheißdreck um mich kehrt. Ich hatte den Plan wie und wo und hätte es eigentlich tun können. Der Grund warum ich es nicht getan habe ist, weil mich etwas gerettet hat. Und zwar eine Subkultur, von der ich nichts wusste, zu der ich mich zugehörig gefühlt habe. Und zwar die sogenannten Furries.

Furries ist schwer zu erklären und ich will das jetzt nicht vertiefen, aber es handelt sich hierbei um eine tolerante Gruppe von Menschen die in irgendeiner Form sehr von Tieren fasziniert sind und sich selbstausgedachten Tiercharakteren (Fursona) erstellen, welches ihre tierische Seite widerspiegelt und mehr oder weniger ihr Avatar oder Alter Ego da stellt. Ich fühlte mich deswegen so dahin gezogen, weil ich in meinem Leben ein sehr schlechtes Bild von den Menschen erfahren habe und mich sehr zu Tieren hingezogen gefühlt habe und mich damit sehr stark identifiziert habe. Diese Randgruppe hat mir praktisch das Leben gerettet, weil ich endlich eine Zugehörigkeit gefunden habe.
Mit neuem Lebenswillen habe ich meinen vermeidlichen Freunden davon erzählt und das war der größter Fehler meines Lebens. Es hat sich in der Schule wie ein Lauffeuer ausgebreitet und innerhalb kürzester Zeit schlugen die wildesten Gerüchte um sich und ich wurde zum Gespött der ganzen stufe und sogar noch darüber hinaus. Von dem Tag an wurde ich gemobbt auf einer wahrhaftig unmenschlichen Ebene. Selbst meine Außenseiterfreunde haben sich von mir mehr oder weniger entfernt und alles was mir bliebt war eine angewiderte Partnerin, die später auch mit mir wegen der ganzen Sache schluss gemacht hat, aber zum Glück trotzdem mir nicht den Rücken gekehrt hat. Selbst die Lehrkraft hat weggeschaut weil ihr das ganze zu brisant war und sie davon nichts wissen wollten. Ich möchte das jetzt nicht genau erklären, aber es war die Hölle auf erden und ich wurde behandelt wie eine Krankheit.

Das ging von der 8. Klasse bis in die 11. Klasse und wurde nicht weniger. Ich fing an einerseits große Angst vor den Menschen zu bekommen aber noch viel mehr brennte in mir einen tiefen Hass gegen die Menschen. Eine große Dunkelheit breitete sich in meinen Gedanken und Gefühlen aus. Ich wollte alles vernichten und töten. Ich wollte das die Menschen und die Welt leiden. Ich wurde ein potentieller Amokläufer. In meinem Kopf gab es die Todesliste und vor meinem inneren Augen sah ich schon die Zielscheibe an den Köpfen der Menschen denen ich begegnete, selbst wenn ich sie noch nie zuvor gesehen habe tötete ich sie gedanklich. Ich wollte einfach nur sterben und als Rache so viele Menschen wie möglich mit in den Tod ziehen.

In der 11. Klasse, nach 3 langen Jahren, hat man Vater das mit dem Mobbing irgendwie herausgefunden, ich weiß nicht mehr wie. Mit ihm reden konnte ich nicht, er war sehr aggressiv und war oft laut und hat mich für viele Sachen beschimpft und ich hatte große Angst vor ihm. Er hat mich und meinen Bruder zwar nicht geschlagen, aber sich an den Hunden ausgelassen, wenn sie etwas angestellt haben und sie an die Wand getreten, was mir den Horror gegeben hat. Er beförderte mich schließlich auf eine andere Schule, doch in mir hat sich nichts verändert. Der Hass war immer noch da und die große Angst wurde sogar noch schlimmer genauso wie der Todeswunsch. Schon damals, als das Mobbing los ging fing es an das ich oft geschwänzt habe und auf jedem Zeugnis einen dicken Haufen Fehlstunden hatte, aber jetzt schoss das noch weiter in die Höhe und 1/3 der Stunden insgesamt fehlte ich, weil ich einfach große Angst hatte in der Schule und generell in der Gegenwart von Menschen und weil ich sie gehasst habe und töten wollte.
Als mein Vater die Schnauze voll von mir hatte, weil ich ständig die Schule blau gemacht habe, hat er mich aus dem Haus geschmissen. Und ich meine das wörtlich. Er wäre fast auf mich losgegangen und hat mich angeschriene. Ich sollte mir einen Rucksack mit meinen Klamotten packen, das habe ich getan und dann hat er mich aus dem Haus raus geschrien und hinter mir die Tür zu gemacht. Da stand ich nun und ich dachte ich wird gleich ohnmächtig. Meine Mutter konnte ich nicht erreichen, deswegen habe ich eine Nacht bei meiner besten Freundin (die, die mit mir Schluss gemacht hat, wegen der Furry- und Mobbinggeschichte in der Schule). Am nächsten Tag nahm mich meine Mutter kurzfristig in ihre Wohnung auf und ich habe dann die Schule abgebrochen von einen auf den anderen Tag und mehr oder weniger einfach verschwunden und kam nicht mehr in die Schule.

Zu der Zeit hatte ich auch einen Partner, der wie ich ein Furry war und mit dem ich über Internet Kontakt hatte. Das war meine erste große Liebe. Leider wohnte sie aber am anderen Ende von Deutschland. Als ich mich dann beschlossen habe zu ihr zu ziehen und das durchsetzen wollte, hat erstmal meine beste Freundin mit mir den Kontakt abgebrochen aus Eifersucht, weil wir uns sehr nahe standen und damit nicht klar kam das sie mich verlieren wird, aber ich war so voller Liebe und folgte meinem Herzen. Leider wurde das letztendlich nichts mit dem Umzug und als ich dann mehr oder weniger ohne Wohnung zurück in “meine” Stadt kam, wohnte ich wieder bei meinem Vater. Das war kurz vor den Sommerferien 2009. Das war auch der Zeitpunkt wo wir zum ersten mal richtig redeten und wir zu dem Schluss kamen das ich Therapie brauche. Es dauerte nicht lange und ich fing eine Psychotherapie an und versuchte noch mal die 12. Klasse mit der Unterstützung der Therapie und ich war relativ gut. Meine Diagnose lautete Soziale Phobie und Posttraumatische Belastungsstörung. Leider wurde ich einige wenige Monate nach beginn der Schule wieder stark depressiv und wollte sterben, da die Therapie erstmal nichts zu bringen schien. Das ging immer so weiter und ich war wirklich am Boden zerstört. Kurz vor Weihnachten machte dann meine Freundin schluss mit mir, weil sie nicht mit mir klar kam. Ich gab mir die Schule dafür, weil ich so schlecht bin und scheiße und nutzlos.

Ich verfiel in einen nebelartigen Dämmerzustand und es war als würde ich in einem unendlichen Nichts schweben. Zum ersten mal dachte ich über mein Leben nach und über meine Vergangenheit und all das was passiert ist und ich bemerkte zum ersten mal das ich mir gar nicht erinnere. Das war ein sehr erschreckender Moment für mich. Mir war das nie klar, aber ab dem Zeitpunkt viel es mir auf das ich mich an nichts erinnere. Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht ob das schon immer so war, das ich mich nicht erinnere oder ob ich erst zu diesem Zeitpunkt alles vergessen habe.
Das war auch die Zeitpunkt wo die Therapie anfing eine Veränderung in mir hervorzurufen. Es fing langsam an, aber im Laufe der nächsten paar Wochen wurde ich ein anderer Mensch. Ein halbes Jahr passierte nichts, aber dann plötzlich verwandelte ich mich regelrecht.

Ich entdeckte meinen Kern. Mein wahres ich, all das was hinter der ganzen Wut und dem ganzen Hass und der Verzweiflung steckt. Und zwar ein sehr sensibeler und empfindlicher junger Mann, der ängstlich und verstört durch die Welt ist. Meine ganze Wut auf die Welt und die Menschen verschwand und ich fing sogar an die Menschen wieder etwas zu mögen. Meine Angst konnte ich noch nicht los werden, aber ich war glücklich nicht mehr zu hassen und töten zu wollen. Im Nachhinein betrachtet macht es mir selber Angst was ich für Gedanken zu dieser Zeit hatte, wo ich alles töten wollte.

Seit Anfang des Jahres hatte ich auch einen neuen Partner. Auch ein Furry der leider weit weg wohnte. Durch mein neues “Ich” und meinen Partner dachte ich der Alptraum ist endlich vorbei, aber leider war das nicht so.
Im März 2010, 3 Monate nach meinem neuen “Ich”, hat sich mein Vater entschieden ins Ausland auszuwandern und ließ mich und meinen Bruder alleine. Wir empfingen ab diesem Zeitpunkt Schülerbafög und waren uns selbst überlassen. Mein Bruder war aber zum glück total verantwortungsbewusst und schon sehr erwachsen und hat sich mehr oder weniger um alles gekümmert. Auch unsere Mutter war ab und zu da und hat man für uns gekocht oder so. Als mein Vater dann weg war, passierte wieder etwas mit mir. Auf einmal kamen Erinnerungen zurück. Das war für mich ein unglaubliches Gefühl für jemanden der sich an nichts erinnern kann. Das waren verschiedene Erinnerungen aus der näheren Vergangenheit wie Leute von denen ich gemobbt wurde, alltägliche Routinen (z.B., wie ich immer zur Schule gefahren bin), aber auch einige schlimme Erlebnisse aus der ferneren Vergangenheit.
Das ging das restliche Jahr immer so weiter. Hier und da kam mal eine Erinnerung wieder und durch die Therapie habe ich immer mehr über mich selbst herausgefunden. Leider wurde meine Angst und Unsicherheit und meine “anders als anders” nicht besser, wozu ich aber später noch komme. Es kam der Gedanke auf das ich eine Persönlichkeitsstörung habe und auch meine Psychologin bestätigte mich in dieser Vermutung.
Vor den Herbstferien 2010 machte dann meine Freundin, die ich am Anfang des Jahres gefunden hatte ende mit mir. Es war ähnlich wie davor, weil sie nicht mit mir klar kam, ich war einfach zu anders. Ich beendete die 13. Klasse wieder und verschwand einfach plötzlich aus dem Unterricht ohne das jemand was wusste. Ich bin wieder in eine tiefe Depression gefallen. Alles um mich herum wurde Nebelartig und es war als würde ich in einer unendlichen Leere schweben. Ich wollte einfach nur sterben.

Hier ein kurzer Einschnitt.
Seit ich 15-16 bin wollte ich ernsthaft sterben. Anfangs hat mich das Furry da sein davon abgehalten, aber nachdem die Mobbing Sache in der Schule anfing, hat mir das auch nichts mehr gebracht. Nur eine Bezugsperson hat es geschafft mich am Leben zu erhalten und wenn man sich meinen Text gut durchgelesen hat merkt man, das ich immer eine Bezugsperson hatte, an der ich mich klammere und ich ohne so jemanden mich umbringen wollen würde.
Mein größter Wunsch war es schon immer einfach nur einen Partner fürs Leben zu haben, der mich liebt und akzeptiert wie ich bin. Mein Trennungstrauma fing mit dem Verlust meiner Mutter an und jedes mal habe ich mich an die darauffolgende Bezugsperson geklammert und habe damit meinen Mutter-Kind-Komplex zufrieden gestellt. Weil ich aber immer wieder dieses traumatische Erlebnisse erleben musste, weil ich immer wieder verlassen wurde ging ich bei jedem mal mehr und mehr kaputt. Meine Persönlichkeitsstörung wurde immer ausgeprägter und mittlerweile würde ich in die Kategorie Kombinierte Persönlichkeitsstörung fallen, weil man mich nicht mehr in nur eine Sparte stecken kann.
Ich habe mein Leben verflucht. Ich wollte nicht mehr leben. Und zwar nicht aus einer tiefen Verzweiflung und Depression heraus, sondern einfach weil ich keine Zukunft sehen konnte, weil man nicht mit mir klar kommt, weil ich ZU anders bin und zu kaputt bin. Weil ich falsch auf dieser Welt bin und ich keinen Sinn darin sehe weiter zu leben, weil ich nichts habe, nichts kann und einfach nur keine Existenzgrundlage besitze. Selbst mit einem neuen Partner würde das ewige Dilemma weiter gehen. Viele fragen sich vielleicht was den nun eigentlich an mir nicht stimmt und warum niemand mit mir klar kommt, aber dazu werde ich noch kommen. Es geht gerade erstmal nur um meine Vergangenheit.

Dann geschah mein persönliches Wunder. Neujahr 2011 traf ich tatsächlich wieder jemanden über das Internet der weit weg wohnt und habe mich verliebt. Ich dachte eigentlich auch zuerst “was bringt mir das? Es ist eh sinnlos”. Diesmal war es aber anders. Ich kann das nicht beschreiben, aber ich fühlte eine vorher noch nie dagewesene Verbindung zu ihr. Es war zwar auch “Liebe auf den ersten Blick” aber davon spreche ich nicht. Es war ein Gefühl wie als wäre man nach einer langen Reise endlich zuhause angekommen.
Diese Verbindung war da und ich wollte sie als Partner. Ich war zwar am Anfang skeptisch, weil ich verstört bin das man mich niemals haben will, weil ich so schlecht bin, aber ich MUSSTE diese Person einfach als Partner haben. Ich dachte und fühlte auf jeder Ebene meines Seins, wenn ich sie nicht als Partner haben kann, dann war es das mit meinem Leben. Wir kamen zusammen nach einem Monat und es lief wie auch bei den anderen Beziehungen gut am Anfang. Doch es wurde nicht schlechter, so wie jedes mal sonst. Wir haben uns nicht gestritten, verstanden uns so gut, ergänzten uns so perfekt. Es war ein wunder. Nach einem halben Jahr Beziehung hörte endlich meine Angst auf sie zu verlieren und ich bekam ein Gefühl das ich NIEMALS zuvor gefühlt habe: Ich habe ihr Vertraut! Richtig tiefes Vertrauen aus dem Herzen heraus, das war so unglaublich ich dachte ich träume. Ich wusste es, sie ist das Ziel, das wonach ich mein ganzes Leben gesucht habe. Der Partner für immer. Sie ist perfekt. Aber nur für mich! Nur für mich ist sie perfekt. Sie ist so krank und so gestört und ihr geht es so schlecht, wegen ihrer psychischen Störung und niemand auf der Welt würde mit ihr klar kommen, genau so wie bei mir. Nur ich komme mit ihr klar und das ganz automatisch. Das ist wie ein wunder, als hätte man uns füreinander erschaffen.

Wir sind jetzt seit über einen Jahr zusammen und ich lebe wieder mit meinem Bruder und meiner Mutter zusammen und auch wenn meine Freundin mit ihrer psychischen Störung sehr zu kämpfen hat und darunter leidet, bin ich glücklich wie noch niemals in meinem Leben zuvor. Wir streiten uns nie, aber Diskutieren gut und achten dabei auf die Gefühle des anderen. Wir verstehen uns, wir akzeptieren unsere Unterschiede und wir sind füreinander da. Ich habe mein Ziel erreicht und jetzt sind wir in der Gegenwart. Die Zukunft besteht nun daraus, das ich meine Partnerin fürs Leben unterstütze damit sie auch glücklich sein kann und dann ist ein Leben komplett und ich könnte glücklich sterben.




Das ist meine Vergangenheit.
Doch das ist nur damit andere besser nachvollziehen können warum ich so bin wie ich bin. Jetzt würde ich gerne mehr über mich, wie es jetzt ist erzählen.

Ich lebe bei meiner Mutter, wo auch mein Bruder lebt. Ich sitze den ganzen Tag vor dem Pc und mache verschiedene Dinge. Ich habe eine soziale Phobie am Sommer 2009 Diagnostiziert bekommen, aber mittlerweile ist es nicht mehr übersehbar das ich eine Persönlichkeitsstörung habe. Ich wasche mich kaum und putze auch kaum die Zähne, also lebe ziemlich ungepflegt, aber irgendwie ist mir das ziemlich egal, ich sitz eh nur rum. Freunde habe ich keine, Chatkontakte auch nicht wirklich. Im Prinzip habe ich nur meine Freundin, aber das reicht und ich will niemand sonst, ich möchte nur bei ihr sein. Der Grund warum ich keine Freunde habe und keine Chatkontakte ist denke ich nachvollziehbar wenn man sich meine Vergangenheit anschaut. Meine soziale Phobie ist immer noch nicht weg, außerdem bin ich so sehr auf meine Freundin fixiert, das mir alle anderen egal sind. Ich habe keine Interesse an andere Kontakte. Es ist gut so. Aber das ist nicht der einzige Grund. Es ist nämlich so das ich Probleme damit habe Kontakte zu halten. Ich weiß nicht genau warum aber ich kann Leute nicht von mir aus ansprechen (Meine Freundin ist die einzige Ausnahme) bzw. anschreiben. Sie müssen immer auf mich zu gehen, aber mit der Zeit denken die sich wohl “Der schreibt mich ja nie an, dann schreib ich ihn auch nicht an” und dann verflüchtigt sich das. Der Grund warum ich nicht jemanden anschreiben kann ist erstmal die soziale Phobie aber auch, das ich nie weiß was ich sagen soll und auch oft denke das es die Leute eh nicht interessiert was ich sage, weil ich ganz andere Gedanken habe als jeder andere und so völlig anders bin. Es ist schwer genau die Dinge zu beschreiben die mich anders machen. Ich bin einfach nur ich, aber auf alle anderen wirkt es merkwürdig. Vor einer ganzen Weile wurde ich mal auf ein Geburtstag eingeladen und während des Geburtstages ging derjenige der mich eingeladen hat (der einzige der mich dort kannte) auf mich zu und sagte mir das die anderen gesagt haben das ich “merkwürdig” bin und ich habe das überhaupt nicht verstanden, weil ich gar nichts merkwürdiges bemerkt habe. Er konnte mir aber auch nicht erklären was er mit merkwürdig meint, es sagte nur das ich irgendwie ungewöhnlich rede und mich verhalte, dabei ist mir nichts aufgefallen. Außerdem ist meine Interesse völlig anders. Ich kann mich mit dem was junge Männer in meinem Alter mögen gar nichts anfangen. Ich mag süße Tierchen und bunte Sachen und Freude und Spaß und spielen und albern sein. Ich hasse solche Themen wie Frauen, Politik, Gesellschaftsblabla, Männerthemen, Trinken gehen oder halt alles mögliche was man so macht und tut. Ich würde viel lieber z.B.. mit meiner Freundin im Zimmer eine Burg aus Kissen, Decken und Kuscheltieren machen sodass man da hinein gehen kann. Die einzige wohl “erwachsene” Interesse ist das ich gerne am Pc was mache und das ich Sexualität besitze (wobei diese vollkommen gestört ist, darüber rede ich aber nicht außer mit meiner Freundin). Außerdem nehme ich mich auch gar nicht so war wie ich wirklich bin. Ich weiß zwar wie ich Aussehe und das ich ein Mensch bin, aber wenn ich in den Spiegel schaue dann ist das komisch weil ich ganz anders aussehe wie ich mich selber wahr nehme und schaue mich deswegen sehr ungern im Spiegel an. Ich nehme mich wahr als Ari. Ari oder Arina ist ein kleiner Wolfswelpe. Sie ist sozusagen mein Fantasie-Ich und ich identifiziere mich mit Ari und nicht mit der Person die ich im Spiegel sehe. Ich weiß das ich kein Wolf bin sondern ein Mensch, aber ich nehme mich als Wolf bzw. als Ari wahr. Wenn ich z.B. in meinen Gedanken mich vorstelle sehe ich Ari oder auch z.B.. fühlt es sich so ans als wäre ich ganz klein und süß, und hätte eine lange Schnauze etc., wie ein Welpe eben und es widert mich ziemlich an wenn ich im Spiegel dann so einen erwachsenen bärtigen Typen sehe, weil das überhaupt nicht mit dem übereinstimmt wie ich mich wahr nehme.
Irgendwie ist die Welt in der ich bin einfach falsch und nicht der richtige Ort für mich.
Zu meinen Gefühlen. Ich habe kaum Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen oder so. Ich finde das ich nichts wert bin, aber das ist okay, denn ich muss auch nichts wert sein. Ich bin wertvoll für meine Freundin das ist genug. Ich bin sehr ängstlich und schreckhaft und absolut nicht belastbar, was daran liegt das man an mich typische Anforderungen für einen 21 jährigen jungen Mann stellt, die aber völlig absurd sind für mich, weil das überhaupt gar nicht passt zu mir und meiner Welt. Ich nehme mich gar nicht wahr als 21 jähriger junger Mann.

Ich weiß das viele sagen das ich an die Zukunft denken soll und das ich doch mal was werden soll und doch nicht ewig vom Staat abhängig sein darf . Aber das alles sind Dinge die gar nicht wirklich in meinem Wahrnehmungsbreich sind. Ich erinnere mich kaum an meine Vergangenheit und genau so ist es für mich extrem schwer mir die Zukunft vorzustellen. Wenn ich an die Zukunft denke, dann kommt mir das alles so weit weg und unrealistisch vor, das ich das gar nicht so wirklich wahr nehme. Ich lebe nur jetzt und im Augenblick und möchte nur bei meiner Freundin sein. Ich weiß, das ich biologisch diese Anforderungen wohl erfüllen könnte, aber ich lebe in einer Traumwelt und die Realität ist total weit weg von mir und alles was von der Realität kommt und meine Traumwelt stört ist für mich total unwirklich. Wenn aber etwas passiert was in meine Traumwelt eindringt und stark genug ist um mich zu erreichen, dann geht dieser Schleier kaputt und ich bekomme eine Panikattacke. Das hatte ich schon oft. Nach einer Weile legt sich der Schleier wieder und es ist alles wieder gut und schön. Ein alltägliches Beispiel dafür das Realität so weit weg ist, ist z.B.. wenn meine Mutter mir sagt ich soll irgendwas im laufe des Tages aufräumen. Ich werde das nicht tun, kurz nachdem sie mir das gesagt hat ist das für mich nämlich total unwirklich als wäre das niemals passiert, als wäre das nur ein Traum. Selbst wenn ich daran denke, dann ist es wie als würde ich diese Realität nicht zulassen und unterdrücke diese Aufgabe. Wenn Mama mir aber sagt ich soll etwas SOFORT machen, dann kann ich darauf reagieren und das machen. Ich weiß nicht genau wieso das so ist, aber ich tue das nicht mit Absicht. Ein Beispiel dafür das mein Schleier kaputt geht und die Realität in meine Wahrnehmung richtig stark rein strömt und ich eine Panikattacke bekomme ist, wenn z.B. etwas passiert was mich unter Druck und Stress setzt oder in eine Situation bringt mit der ich nicht umgehen kann oder neu und fremd ist. Es kann sogar schon anfangen, wenn etwas passiert was meinen Alltag stört. Diese Panikattacken sind aber unterschiedlich stark je nachdem was passiert. Ich nenne so was “emotionaler Anfall”.








Soviel zu mir, aber natürlich gibt es mit Sicherheit noch wesentlich mehr, aber das ist schwer alles so in einem Text herauszufiltern. Wichtig ist nicht nur wie ich bin, sondern auch wie ich die Welt sehe und dazu werde ich jetzt kommen.

Viele Jugendliche und jüngeren Erwachsenen heutzutage haben eine sehr unschöne Vorstellung von Liebe und Beziehung, meiner Meinung nach. Man kommt zusammen ohne das man eigentlich weiß wie der Partner ist. Es geht viel um Äußerlichkeiten und Beziehungen halten nicht lange. Aber was mich am meisten stört ist diese Autonomie auf die jeder schwört. Jeder ist sich selber genüge und Beziehung heißt es wenn zwei Erwachsene autonome Menschen aufeinander treffen und dann auch wieder auseinander gehen können. Und es ist nicht mal unbedingt diese Tatsache die mich stört, sondern das Bild was daraus entsteht. Denn jeder Psychologe oder Schlaumeier lehnt Abhängigkeit oder Klammern ab. Einfach weil es nun mal “normal” ist das man Autonom sein muss und alles andere ist etwas, was schadet. Doch ich frage mich, gerade wegen meiner Lebenssituation und Partnerin, was daran so schlimm sein soll?

Es stimmt schon und das ist auch in der Regel so das diese Balance zwischen Nähe und Distanz stimmen muss, aber mit meiner Persönlichkeitsstörung funktioniere ich anders. Und man kann Persönlichkeitsstörungen nicht weg machen, sondern nur lernen damit umzugehen und dafür sorgen das es nicht schlimmer wird. Der Grund dafür (meine persönliche Ansicht) ist das spezielle Charaktereigenschaften, die aus der Reihe fallen und mit der heutigen Gesellschaftsstruktur nicht kompatibel ist, als Persönlichkeitsstörungen angesehen werden, dabei ist das nichts weiter als ein natürliche Charaktereigenschaft, die aber seltener ist und sehr stark ausgeprägt ist. Diese Inkompatibilität mit der Umwelt und Stigmatisierung das man "Krank" ist sorgt letztendlich dafür das man leidet und nicht die Persönlichkeitsstörung an sich.

Was ich damit sagen will ist, das ich einfach nur "Ich" bin und viel mehr Nähe brauche als es normal ist und mit zu viel Abstand nicht klar komme und dann leide, was übrigens schon IMMER so war. Ich kann nicht die Gedanken meiner Freundin lesen und ihre Gefühle empfinden, aber sie sagt das sie auch so ist und ich glaube ihr, weil ich ihr vertraue.

Wenn ich nicht bei meiner Freundin bin, dann sind meine gesamten Gedanken und Energien auf sie gerichtet und ziehen mich zu ihr hin. Das sorgt dafür das ich mich auf nichts anderes konzentrieren kann und nichts anderes an mich heran lasse. Erst wenn ich bei ihr sein kann ziehen meine Energien nicht mehr in ihre Richtung, weil ich bereits bei ihr bin und ich kann andere Einflüsse von außen an mich heran lassen.

Ich weiß viele sagen dann immer, es gibt niemals die Garantie das der Partner für immer einen lieben und für immer mit einem zusammen sein wird. Und ich habe ja bereits oft in meinem Leben Verlust erfahren. Bei diesen malen habe ich mich aber auch nicht mal annähernd so sehr gebunden, weil ich eben nicht diese absolute Überzeugung hatte das man mich nicht verlässt und hatte früher nicht dieses tiefe Vertrauen. Bei meiner jetzigen Partnerin fühlte ich aber von Anfang an ein neues spezielles Gefühl und nach einem halben Jahr kannten wir uns beide genau und ich wusste das sie mich niemals verlässt und das war der Augenblick auf den ich mein ganzes Leben gewartet habe und ihn ersehnt habe. Und zwar meine fehlende Hälfte. Das war der Zeitpunkt an dem ich mich so sehr wie es jetzt ist binden konnte und endlich Glück und Sicherheit empfinde und eine Zukunft haben kann die mit dem Übereinstimmt was ich mir seit ich denken kann wünsche, und zwar einen Partner fürs Leben.

Es ist für mich unvorstellbar das sie mich jemals verlassen wird und völlig absurd. Sie braucht mich genau so sehr wie ich sie brauche. Sie ist der einzige Mensch der mit mir klar kommt und mich versteht und mich akzeptiert. Niemand sonst auf der Welt würde mit mir so wie ich bin und lebe und denke klar kommen außer sie. Ich habe leider diese Erfahrung gemacht und die Menschen kennen gelernt und gemerkt, das ich nicht in diese Welt gehöre und passe. Ich wollte schon vor langer Zeit sterben, aber dann habe ich meine Freundin getroffen und den Grund verstanden warum ich in dieser Welt bin und zwar um sie zu retten und von ihr gerettet zu werden. Sie hat ihren Part erfüllt und meine Seele vervollständigt und mir Sinn, Zweck und eine Existenzgrundlage gegeben und auch eine wirklich sinnvolle Aufgabe. Jetzt muss ich meinen Part erfüllen bzw. WILL meinen Part erfüllen, denn das ist meine Aufgabe. Und zwar bis zu ihrem Tod bei ihr zu sein und sie zu beschützen und für sie da zu sein und mit ihr glücklich zu leben. Sollte sie irgendwann sterben dann ist meine Aufgabe erfüllt und ich kann auch glücklich sterben und aus dieser Welt in die ich nicht gehöre verschwinden. Sollte aber wirklich der Fall eintreten das sie so sehr normal wird das sie mich nicht mehr will und dann ihr Leben autonom lebt, dann verschwindet auf einen Schlag meine Existenz und ich werde sterben, weil ich nicht mehr gebraucht werde, denn der einzige Grund warum ich lebe ist, das ich von ihr gebraucht werde und ich sie auch selber brauche.

Obwohl mein Leben schlimm war und viele bereits ihr gutes Herz verloren hätten oder sogar ihr Leben habe ich immer weiter gemacht und gewartet auf den einen Menschen und ich habe sie gefunden. Sollte sie aber verschwinden, dann gäbe es keinen Grund mehr weiter zu machen und wenn ich keinen Grund habe zu leben dann wird es bei mir halt früher, denn es macht keinen Sinn zu leben wenn man nichts hat wofür es sich zu leben lohnt. Und für mich ist der einzige Grund zu leben meine Freundin. Es gibt sonst nichts für mich auf dieser Welt, denn diese Welt ist der falsche Ort für mich und ich gehöre hier nicht hin. Und außerdem sterben tun wir alle früher oder später. Das ist so und es ist nicht so schlimm zu sterben wie viele Menschen es sich einreden. Der Tod ist ganz natürlich.

Also warum sind so viele Menschen versessen darauf es besser zu wissen und kommen mir mit dummen klischeehaftigen Sprüchen wie schlecht das doch ist. Ich bin doch glücklich und das ist doch alles was zählt. Solange sie für immer da ist, kann ich glücklich leben und irgendwann im Alter glücklich sterben. Es spielt doch keine Rolle ob man dabei unnormal und psychisch Krank ist. Es muss nur noch meine Freundin glücklich werden, dann ist alles gut.








Ich bin definitiv psychisch krank und jeder würde mir eigentlich sagen mach Therapie, mach Therapie. Und ich mach ja auch Therapie, aber es wird meine psychische Störung nicht besser machen, weil ich nicht unter ihr leide. Solange meine Freundin existiert bin ich glücklich und wie gerade schon gesagt, das ist doch alles was zählt. Ich habe mein Schicksal angenommen gestört und krank und kaputt und ein nutzloser Versager zu sein der nichts wert ist und niemals in der Lage sein wird am Gesellschaftsleben und Arbeitsleben teilzunehmen. Aber ich habe es akzeptiert. So bin ich. Das bin ich geworden. Das hat ein Leben aus mir gemacht. Wenn ich weiter dagegen ankämpfen würde, würde ich für immer leiden, weil man mich nicht heilen kann, weil diese Persönlichkeitsstörung ein Teil von mir ist. Aber ich bin glücklich, weil ich meine Freundin habe und für sie da sein kann, würde ich mein Schicksal nicht akzeptieren und dagegen ankämpfen würde ich für immer leiden und mein “glücklich sein” verlieren und könnte nicht mehr da sein für meine Freundin, dann könnte ich meine Aufgabe nicht erfüllen und würde meine Existenzgrundlage verlieren und würde sterben wollen. Ich bin nicht so dumm und schneide mir ins eigene Fleisch. Ich lebe mein Leben für meine Freundin damit wir zusammen glücklich sein können. Alles andere auf der Welt ist unwichtig.

Ich werde Therapie machen und es wird mir evtl. helfen besser mit dieser falschen Welt klar zu kommen und eigenständiger werde, aber ich werde es nicht zulassen das irgendjemand versucht meinen Partner von mir zu trennen. Das wird nicht klappen!
Abhängigkeit ist nicht automatisch schlecht. Für viele trifft das zu, aber es rettet mein Leben! Für mich ist diese Abhängigkeit alles und ohne sie würde ich sterben. Und das kann man nicht irgendwie therapieren, das ist ein Teil von mir, das bin ich und ich möchte das man das respektiert.

Ich möchte jetzt noch kurz erklären wer meine Freundin ist, denn das spielt vielleicht auch eine Rolle um mich besser zu verstehen.

Meine Schatz ist 19 Jahre alt ich bin übrigens 21. Sie leidet unter selektiven Mutismus seit ihrer Sprachentwicklung. Seit dem wird sie auch Therapiert bei verschiedenen Therapeuten. Es gab 3 Reha versuche und Hilfe wo es nur ging. Aber sie scheint Therapieresistent zu sein. Nichts hat ihr wirklich nachhaltig geholfen. Ich bin seit einem Jahr mit ihr zusammen und merke immer und immer mehr wie sie in den Abgrund fällt. Anti-Depressiva bringen nichts (schon 3 verschiedene versucht und sie nimmt, mit Absprache ihres Psychaters, die 3 fache Dosis. Mehr darf sie wegen ihres Gewichts auch nicht nehmen, aber auch das bringt nichts).


Mit mir kann sie leider auch nach diesem Jahr Beziehung nicht richtig reden. Sie kann nur auf fragen. Chatten klappt aber gut. Wir beide verstehen es nicht. Sie kann mit sich selber reden und auch mehr oder weniger mit ihren Eltern, aber mit niemanden sonst (Mutismus eben). Sie sagt aber selber es liegt nicht unbedingt daran das sie gehemmt ist zu reden, sondern das sie gegenüber anderen nur Leere im Kopf hat und nicht weiß was sie sagen soll und sagen kann und wenn sie dann doch mal was hat, dann glaubt sie es ist zu scheiße und schweigt lieber damit sie nichts falsches sagt. Leider haben sich neben dem Mutismus eine menge Begleitkrankheiten entwickelt, bisher aber nur als Diagnose Mutismus. Vor kurzem bekam sie aber den Behindertenschein mit 50 Grad.
Sie wäscht sich nicht, sie isst wenig und hat einen BMI (Body mass index) von 13 (Tendenz fallend), hat keine Freunde, keine Chatkontakte, überforderte Eltern, keine Schule, keine Arbeit (nicht arbeitsfähig). Mich hat sie zwar, aber ich wohne leider 500km weit weg und wir können uns nicht immer sehen und selbst wenn das würde ihr auch nicht all zu viel bringen. Seit über einem Jahr sitzt sie zuhause alleine vor dem PC und weiß nichts mit sich anzufangen, hat keine Interessen, keine Hobbies, ihr ist immer langweilig. Sie hasst sich selber und ist auf ALLES Eifersüchtig, weil sie glaubt nichts zu können und alle besser sind als sie. Sie glaubt sie ist der schlechteste, nutzloseste, dümmste Mensch auf der Welt und kann gar nicht verstehen wie ich sie lieben kann. Sie ist in ihrer Entwicklung an vielen stellen zurückgeblieben und wie ein Kleinkind. So ist es schon seit ich sie kenne. Und trotzdem ist sie nicht geistig behindert, denn trotz allem kann sie mit mir diskutieren über Chat, schlaue Dinge sagen und hat es immerhin bis in die 12 Klasse eines normalen Gymnasiums geschafft. Meistens unterliege ich in Diskussionen und sie behält oft recht wenn wir Meinungsverschiedenheiten haben und ich muss am Ende nachgeben.


Ich war vor einiger Zeit für einen Monat bei ihr, es war für mich eine schöne Zeit und auch sie hatte freudige Augenblicke z.B. als wir zusammen schwimmen waren oder auch andere Dinge, trotzdem weinte sie öfters weil sie so darunter gelitten hat nicht mit mir reden zu können und nicht frei und offen sein zu können. Sie ist so verschlossen und leidet so sehr darunter, weil sie mir nicht ihre Liebe richtig zeigen kann. Zurzeit ist sie in der Psychiatrie und wartet darauf einen Platz bei dem Mutismusspezialsten Dr. Boris Hartmann in Köln zu kriegen, bzw. einen Platz in dem Robert-Perthel-Haus da sie ja nicht in Köln wohnt.













Das war es erstmal. Ich hoffe das man mich dank dem Text etwas besser verstehen gelernt hat, was ich aber nicht glaube. Das Problem ist einfach das Menschen sich das nicht vorstellen können, wenn sie das nicht selber erlebt haben. Meine Gedanken und meine Ansicht und meine Wahrnehmung von der Welt ist verdreht und anders. Aber ich sehe das nicht als Störung an. Es ist ein Teil von mir und solange ich mit meiner Freundin zusammen bin, die mich so akzeptiert und liebt und für immer bei mir sein wird, geht es mir gut und ich werde ein schönes Leben führen.
 

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L

linasatellite

Gast
"Esperanza..." dieses Wort ging mir die ganze Zeit durch den Kopf als ich deinen Text gelesen habe.
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht was ich schreiben soll, weil ich spachlos bin. Ich hab deinen ganzen Text durchgelesen und hab mich wirklich gefragt "wer bist du". Am Schluss dachte ich mir nur, egal wer du bist - du sollst glücklich sein.

Ich wünsche dir, dass du noch ganz lange glücklich mit deiner Partnerin leben kannst - und selbst wenn dich nur wenige Menschen verstehen, es gibt immer Menschen, die für einen da
sind - so etwas ähnlich hast du ja selbst geschrieben.

Liebe Grüße
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo,

ich habe deinen Beitrag mit Interesse gelesen, habe aber heute Abend nicht mehr die Kraft, auf alles einzugehen.

In so manchem, was du schreibst, habe ich mich erkannt. Die Art, wie du die Welt wahrnimmst, deine Beziehung zu deiner Freundin. Das fand ich schön zu lesen. Darin habe ich mich Zuhause gefühlt.

Du bist der erste Mensch, den ich "treffe", der wie ich keine Erinnerungen an die Vergangenheit hat und aber auch nicht wirklich etwas mit der Zukunft anfangen kann, sondern vor allem im Hier und Jetzt lebt. Ich soll das immer erklären, wie ich das meine, dass ich keine Erinnerungen habe. Wie soll ich das erklären? Es ist eben so. Ich hänge nicht lange in der Vergangenheit fest. Emotional vielleicht in traumatischen Erlebnissen, aber ich habe kaum Bilder. Ich kann mich nicht erinnern, was jemand gesagt hat, wie er aussieht, was wir gemacht haben. Schön, da mal jemanden zu treffen, der eben falls ein Hier und Jetzt Mensch ist.


Zu der kleinen Ari wollte ich etwas schreiben.

Ich beschäftige mich viel mit Schamanismus und Spiritualität. Wenn man sich mal auf diese Welt einlässt und nicht mit westlicher Arroganz davon ausgeht, dass das alles irgendwie Wilde waren/sind und wir die Einzigen, die die Welt verstehen, dann entdeckt man spannende Dinge.

Eines dieser Dinge ist der Blick auf die Seele. Man könnte von einer Persönlichkeitsstörung reden und sagen, dass du krank bist, der Wirklichkeit entrückt und was weiß ich.

Aber man kann auch sagen, dass du im Spiegel dich selbst siehst, deine Seele, die Anderswelt. Tiere spielen eine wichtige Rolle in der Anderswelt. Wolf-Menschen gelten als intuitiv, sensibel und leidenschaftlich. So bist du gegenüber deiner Freundin, nicht wahr?Es fällt dir schwer, dich vom Leid Anderer zu distanzieren. Du bist ein sehr mitfühlender Mensch, weshalb deine Kindheit bei dir so viele Wunden geschlagen hat.

Ich seh auch nicht die äußere Hülle, wenn ich in den Spiegel schaue. Ich fühl nicht mal den Körper. Das kostet mich Mühe. Es ist anstrengend, wenn ich dieses Außen wahrnehmen soll.

Für mich bist du ein Weltenwanderer.

Es gibt die Legende, dass Tierseelen in Menschenkörper schlüpfen. Nur sehr selten und dann mit einem Auftrag. Tiere sind nicht nur unsere Begleiter, sie sind unsere Mentoren. Und vielleicht bist du Wolf in einen Menschenkörper geschlüpft, weil es deine Aufgabe ist, deiner Freundin auf dem Weg zur Liebe zu helfen.

Wir alle kommen aus der Liebe und das ist das, wo wir letztendlich alle hinstreben. In diesem Leben haben wir Lernaufgaben. Unsere Seele sammelt Erfahrungen. In diesem Leben erfährt deine Freundin, was es bedeutet Opfer zu sein. Aber sie ist nicht allein. Eure Seelen sind miteinander verbunden und du hast sie in vielen Leben als Wolf begleitet. Das wäre nur diesmal nicht genug gewesen und so hast du diesen schweren Weg auf dich genommen und bist als Mensch inkarniert.

Klar weiß ich nicht, ob es so ist. Aber die Schamanen sagen, dass es solche Verbindungen gibt und ich finde diese Art, die Welt zu sehen, sehr tröstlich.

Und aus dieser Geschichte heraus habe ich auch gesagt, ich verstehe ein wenig die Beziehung mit deiner Freundin. Ich habe auch sehr viel schmerzliches erlebt in meiner Kindheit und musste viele Opfer bringen, unter Anderem eben auch die Inkarnation in einem Körper, der nicht zu mir gehört. Aber ich habe das alles auf mich genommen, denn nur so kann ich heute meiner Partnerin beistehen auf ihrem schweren Weg und die arme Maus ist wirklich durch die Hölle gegangen, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber seit ich bei ihr bin, ist in ihrer Seele so viel Heilung geschehen. Und das wirst du auch schaffen. Du wirst beobachten, wie deine Liebe deine Partnerin verändert, wie sie stärker wird, das Leben hier und da genießen kann, wie sie sich zu einem großartigen Menschen entwickelt.

Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass kein Leid umsonst ist. Manchmal glaubt man, der Preis ist zu hoch und man kann ihn nicht zahlen, aber wenn du tief in dich hineinfühlst, wirst du spüren, dass du geliebt und beschützt wirst.

Menschlicher Engel nennt man das in der Esoterik. Du bist ein Begleiter, ein Helfer. Nach deren Auffassung. Und wenn du keine Angst davor hast, genau hinzuschauen, wirst du viel über die Welt und ihre Zusammenhänge verstehen. Es ist alles in dir. Finde zu deiner wahren Bestimmung und alles wird sich fügen.

Das mag wie Unsinn für dich klingen. Dann vergiss es einfach. Es ist nur eine Sicht auf die Welt, die aus dem Schamanismus kommt. Aber vielleicht gefällt dir ja der Gedanke, dass du nicht krank bist sondern einfach nur im Kern deiner Seele ein Wolf :).

Aber eigentlich ist es auch egal, wie es ist. Schön ist einfach, dass du deine Partnerin gefunden hast und ich denke, dass ihr Beide ein Leben lang für einander da sein werdet und dass ihr Beide euch gegenseitig stützen werdet.


Tuesday
 

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