Das würde ich allgemeiner ausdrücken.
Ich halte zwischenmenschliche Beziehungen jeder Art grundsätzlich für einen Pfad der Heilung mit therapeutischen Charakter.
Das Problem ist nur, dass dieser Aspekt einer Beziehung an seine Grenzen stößt, sobald die Fähigkeit oder die Bereitschaft "mitzuziehen" bei dem Einen oder dem Anderen nicht mehr gegeben ist, obwohl die Notwendigkeit nach Ansicht des Einen oder Anderen oder auch Beider noch vorliegt.
Danke für deine ausführliche Antwort. Ich muss dir im Allgemeinen zustimmen, einige Kleinigkeiten sehe ich ein wenig lockerer als du. Hmm.. wenn beide Partner trotz Notwendigkeit bei beidseitiger Einsicht nicht bereit sind, miteinander "zu arbeiten" dann wird es natürlich schwierig - wer sagt jedoch, dass das bei der TE der Fall ist?
Daher halte ich es für sinnvoll bekannte Defizite, wie etwa eine hochgradige Unselbständigkeit tunlichst im Vorfeld einer Liebesbeziehung zu heilen, bei der man mutmaßlich ohnehin noch mit Strömungen konfrontiert sein wird die erst im Rahmen einer sehr engen Partnerschaft zu Tage treten, insbesondere wenn früher oder später auch noch Nachwuchs die Bühne des Lebens betritt und die Karten ganz neu gemischt werden.
Wo ziehst du die Grenze (für dich)? Woran unterscheidest du, ob eine potentielle Partnerin / potentieller Partner für eine Beziehung auf einiger Defizite in Frage kommt oder nicht? Oder besser: was ist für dich unbedingt zu therapieren, bevor man sich in eine Beziehung begibt?