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An die Lehrer/innen in diesem Forum

  • Starter*in Starter*in Glaxo
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G

Glaxo

Gast
Hallo zusammen,
mich würde interessieren, inwiefern in der Ausbildung zum/zur Lehrer/in das Thema "in die Lehrperson verliebte Schüler/innen" behandelt wird. Scheint mir ein rotes Tuch zu sein bei den meisten Lehrpersonen. Wäre interessiert, ob und inwiefern das in der Ausbildung oder auch später in Weiterbildungen thematisiert wird.
Grüsse,
Glaxo.
 
Da hier bisher Niemand schreibt.
Ich bin zwar weder Lehrer noch studiere ich auf Lehramt, aber ich kann behaupten, dass die pädagogische Weiterbildung zukünftiger Lehrkörper mehr als dürftig geschieht und ich glaube kaum, dass solche Dinge dort thematisiert werden, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Nur von dem was ich bisher von Kommilitonen gehört habe entspricht diesem Bild.
 
danke, faust, für deinen beitrag.
ich wollte schon mit ein paar (5) lehrer/innen (bekannte oder unbekannte) über dieses thema sprechen und es ist mir aufgefallen, dass auch selbstbewusste lehrer keine antwort gaben. nicht einmal, dass es sie nicht interessiere oder sie nicht mit mir darüber sprechen wollten- sondern einfach keine antwort. totale blockade.
vielleicht kann man die frage auch breiter formulieren:
welche psychologischen fächer/soziale fächer kann man im lehramtstudium belegen? gibts da etwas wie "meine rolle als lehrperson" oder "abgrenzung" oder "wie gehe ich mit störefrieden um?", keine ahnung, einfach sowas in der richtung. wie stark ist das gewichtet im verhältnis zur fachlichen ausbildung?
grüsse
 
Studiere auch kein Lehramt, kenne aber genug die das tun (in Bayern). Allgemein kann man sagen, dass Lehrer im Laufe des Studiums wirklich genug Pädagogik und Didaktik büffeln müssen. Realschule und Grundschule dabei mehr als Gymnasium. Das 1. Staatsexamen beinhaltet auch das EWS (Erziehungswissenschaftliches Staatsexamen) mit den Teilen Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie. Pädagogik ist also nichts, was man eben im Vorbeigehen in einem Lehramtsstudium mitnimmt. Wie es konkret mit der Fagestellung "Schüler verliebt in Lehrer" aussieht weiss ich leider nicht. Ich wollte nur einmal das Vorurteil entkräften, Lehrer hätten von Pädagogik keine Ahnung.
 
Ich wollte nur einmal das Vorurteil entkräften, Lehrer hätten von Pädagogik keine Ahnung.
sorry, wollte nicht, dass das so rüberkommt, weil es nicht so gemeint ist. vielleicht ist die ursprüngliche topik auch zu privat, als dass man es in der ausbildung thematisieren DARF. ich weiss nicht?
grüsse
 
Hallo,

ich bin Lehrerin...

Allerdings nicht nach klassischem Lehramt ausgebildet, sondern Magister mit Lehrberechtigung. Deswegen weiß ich nicht, wie es beim Lehramtsstudium ist.

In meinem Studiengang wurden keine Veranstaltungen angeboten, die sich mit schwierigen Lehrer-Schüler-Konstellationen beschäftigten, schon gar keine sexueller Natur. Noch nicht mal eine Veranstaltung zum Thema Recht (wie z.B. Schulgesetze, Verpflichtungen als Aufsichtsperson, Missbrauch Schutzbefohlener etc.) gab es.

Das einzigste in diese Richtung waren die Seminare, die sich mit Kommunikation beschäftigten, da ging es u.a. um verunglückte Kommunikation, adressatengerechtes Verhalten, Umgang mit "Störern" etc.

Gruß
Weidebirke
 
Hallo

Ich studiere Lehramt (Gymnasium) in der Schweiz. Das Thema Schülerliebe/Lehrerliebe wurde in der Ausbildung bisher nicht behandelt. Es gibt schon viele psychologische Module bei uns - Rollenwechsel (wie nehmen mich die Schüler wahr?), Auftreten, Umgang mit Problemen wie Mobbing, Gewalt, Vandalismus etc., Jugendpsychologie/Entwicklungspsychologie, Lernpsychologie (wie umgehen mit "schwachen Schülern" etc), Erziehungswissenschaften etc. Ich glaube, ehrlich gesagt, dass das Thema Schülerliebe/Lehrerliebe nicht so aktuell ist, dass es wichtig wäre, es in der Ausbildung zu behandeln. Ich kenne jedenfalls persönlich keine/n Lehrer/in die schon einmal mit diesem Problem umzugehen hatte... Bestimmt existiert dieses Problem, aber ich denke mal, dass es nicht viele Schüler/innen gibt die ihre Liebe zu ihrem Lehrer/ihrer Lehrerin diesem/dieser auch mitteilen - das ist einem im Jugendalter doch viel zu peinlich! Man dürfte es bestimmt thematisieren - viele Studierende fänden es wohl auch interessant, aber ich denke einfach, dass es aktuellere Probleme gibt die im Vordergrund stehen (z.B. Gewalt).

Es hat zwar wenig mit dem Thema zu tun, aber ich möchte auch mal sagen, dass ich mich ein wenig darüber aufrege, dass den Lehrern alles aufgebürdet wird. Die Lehrperson ist verantwortlich für die "Bildung" der Schüler - sie muss Lernstoff vermitteln, den Schüler auf die Berufslaufbahn vorbereiten (und wenn immer schlechtere Schüler die Schulen verlassen, sind natürlich die Lehrer schuld). Gleichzeitig sollte sie beinahe wahrsagerische Fähigkeiten haben und den Schüler (den sie im Gymnasium vielleicht zweimal pro Woche sieht) seelisch/psychologisch durchleuchten und dessen Probleme erkennen (an Amokläufen/Gewalt an Schulen sind natürlich auch die Lehrer schuld, die es eben nicht geschafft haben ihre wahrsagerischen Fähigkeiten anzuwenden). Gleichzeitig muss sie den Schüler auch noch erziehen, da die Eltern keine Lust bzw. Zeit mehr haben dies selbst zu tun... Nicht dass man mich falsch versteht: Ich finde psychologische Kenntnisse sehr wichtig für eine Lehrperson, aber im Vordergrund steht für mich an höheren Schulen das Fachliche. Und die Erziehung sollten meiner Meinung nach die Eltern übernehmen!
 
...Nicht dass man mich falsch versteht: Ich finde psychologische Kenntnisse sehr wichtig für eine Lehrperson, aber im Vordergrund steht für mich an höheren Schulen das Fachliche. Und die Erziehung sollten meiner Meinung nach die Eltern übernehmen!...

Ganz Deiner Meinung! Das hatten wir neulich hier schonmal recht kontrovers diskutiert.

Aber gerade an höheren Schulen fände ich Seminare/ Weiterbildungen zum Thema sexuelle Entwicklung/ Abgrenzung vs. Nähe recht hilfreich.

Zum Beispiel habe ich erst durch die berufliche Praxis gelernt, dass man sehr auf seine Kleidung achten muss. Jetzt denkt jeder, ist doch logisch. Für mich war das nicht so klar am Anfang und bin zum Unterricht gegangen wie ich immer angezogen bin.
Ich trag ja auch keinen Minirock, aber Ausschnitte und Blusen, durch die man auch nur ansatzweise den BH sieht (weiße z.B.) verkneif ich mir inzwischen. Oder Trägertops im Sommer.
 
Ich bin in Ausbildung zur Lehrerin, aber auch in der Schweiz. Ich bin im 1. Jahr, also im 2. von 6 Semestern und werde einmal Lehrperson im Kindergarten, 1. und 2. Klasse sein.
Wir haben unter anderem die Modul "Lehrer sein", "Einführung in die Pädagogik", "Schulsystem - Rolle der Lehrperson". Dabei gingen wir auch sehr genau auf die "pädagogische Beziehung" ein, was auch in Persönlichkeitsbildungen immer wieder thematisiert wird und in den nächsten Semestern noch ausgebaut wird.
Wir haben da viel darüber gehört, wie man richtig auf Störungen reagiert.
Obwohl die Erziehung hauptsächlich den Eltern überlassen werden sollte, spielt die Schule in den unteren Stufen eine sehr grosse Rolle, die sie, meiner Meinung nach, auch wahrnehmen und ernst nehmen soll.
 
Hallo,

ich studiere Lehramt in Ba-Wü.
(Grund- und Hauptschule, Schwerpunkt: Grundschule)

Meines Wissens nach wird die Thematik: "Schüler in Lehrerin verliebt" nicht behandelt. Weder in Schulpäda. noch in anderen Seminaren.

Lg, Ida
 

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