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Am Scheideweg

frara

Urgestein
hallo, menschen

wie ihr wisst, hab ich ms und werd eines tages im rolli landen, und zwar erblindet.
ich mache mir eben gedanken über meine berufliche zukunft.
ich hab erst 29 jahre arbeit hinter mir, und das ist mir zu wenig.
manchmal falle ich vor depris in einen schacht, lichtlos und ohne treppe nach oben.

nun hab ich eben bei einer stiftung angerufen, die auch stellen für nutzlose, meine einschätzung von mir selbst, anbietet.
ich hab jetzt nen job, der okay ist, liebe meine kolleginnen und kollegen, und hab auch mit unserem chef ein gutes einverständniss.

was würdet ihr tun?? eure stellung im normalen leben aufgeben, und mit geistig/körperlich behinderten menschen zusammen arbeiten??
angst davor hab ich nicht.

ich erwarte keine antwort, vielleicht musste ich einfach grad mal meine sorgen und gedanken loswerden
danke fürs lesen, frara




 
Hallo frara, ich glaube ich würde versuchen mich den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Den derzeitigen Job also so lange ausüben, so lange dies möglich ist ohne überfordert zu sein oder anderen zu viel Arbeit übrig zu lassen. Erst dann würde ich eine alternative in Betracht ziehen. Ich wüsste jetzt keinen Grund, weshalb das vorher schon sein sollte.
 
Darf ich trotzdem meine Gedanken schreiben?

Du fühlst Dich im jetzigen Job wohl. Ich würde ihn daher nicht aufgeben.
Du kannst doch vermutlich später (ohne Nachteile zu haben?) auch noch auf Angebote der Stiftung zugreifen?
 
Ich würde, solange es möglich ist, in alten Job bleiben
und dabei schon nach Alternativen suchen. Kannst Du
dort mal einen Tag zusehen und/oder probearbeiten?
 
danke, ihr lieben für eure schnellen, aber nicht übereilten hilfestellungen!
ja, ich arbeite 4 stunden pro tag, das ist das maximum, und manchmal mache ich auch WE-dienste, die dann eben um die 10 stunden pro tag andauern, logo, mit pausenzeiten.
ich hab einfach angst vor dem, was auf mich einstürzen wird, und ich hab horrorvorstellungen, als pennerin, obdachlos auf der straße zu hocken.
ja, ich weiß, hirngef**ke...
aber manchmal hab ich nichts ausser angst
 
Zum einen mag ich es nicht wenn du dich als "nutzlos" bezeichnest, lass das, das hast du nicht nötig.

Zum anderen, ich würde ebenfalls den derzeitigen Job weitermachen bis es wirklich nicht mehr möglich ist. Sonst gibst du zu früh etwas auf, was dazu beiträgt dass du "senkrecht" bleibst.
 
Ich würde, solange es möglich ist, in alten Job bleiben
und dabei schon nach Alternativen suchen. Kannst Du
dort mal einen Tag zusehen und/oder probearbeiten?
jepp, ich kann dort jederzeit vorbeikommen, mich umsehen, fragen stellen, mithelfen.ich habe bereits bei 2 menschen sterbebegleitung gemacht und auch bei einer tollen sozialstation gearbeitet, bei welcher ich einen mann betreut habe, der unter dem "locked-in" syndrom leidet.das wäre toll. als behinderte FÜR behinderte...
 
jepp, ich kann dort jederzeit vorbeikommen, mich umsehen, fragen stellen, mithelfen.ich habe bereits bei 2 menschen sterbebegleitung gemacht und auch bei einer tollen sozialstation gearbeitet, bei welcher ich einen mann betreut habe, der unter dem "locked-in" syndrom leidet.das wäre toll. als behinderte FÜR behinderte...


Und Du nennst Dich nutzlos ? 🙄
 
hey frara!
es ist dein leben! daher würde ich dir auf jeden fall ans herz legen, dass du das machst, was DICH glücklich macht. mach den job, der dir am meiszen freude bereitet und bicht den, von dem du glaubst, dass er zu dir am besten passen würde in anbetracht deiner erkrankung.

mit behinderten würde ich nur dann zusammenarbeiten, wenn uch es physisch und psychisch ertragen könnte. es ist zwar nicht vergleichbar, aber ich gab ja eine verbrannte fresse und war mal in einer art selbsthilfe gruppe für verbrennungsopfer. fas hat mir letztlich mehr geschadet als geholfen, abet wenn du denkst, menschen noch gut helfen zu können,mach es!
 

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