Hallo Nicht-Problemfall.
Ich möchte kurz mal das Problem von der anderen seite her angehn.
Bitte Nichts falsch verstehen.
Aber nirgendwo wurde darauf hingewiesen, wo dieses Verhalten der Schüler herkommt. Wieso Schüler so sind.
Ob sie vielleicht mit Unaufmerksamkeit/Nichtbeachtung, Gleichgültigkeit, usw. bis hin zu Gewalt in ihren Familien bzw. ihrem direkten sozialen Umfeld konfrontiert oder davon sogar selber betroffen sind.
Wissen wir nicht, daß:
Überdruck sich seinen Weg sucht?
Oder Überspannungen?
Und wo geschieht diese Explosion? Dieser "Blitzeinschlag"?
An der schwächsten, der dünnsten Stelle.
An der dünnsten Isolationsschicht. Usw..
Es wurde ja auch schon - jedoch in einem anderen Zusammenhang - erwähnt.
kasiopaja meinte:
... Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus...
Gesetzt den Fall die Lehrer würden mit Strenge vorgehen. Also einer "Aufaddierung" zu den schon vorhandenen Problemen der Schüler.
Wäre das nicht vielleicht auch ein: In-den-Wald-Hineinschreien"?
Was, wenn das Verhalten der Schüler nicht die Ursache... sondern ein Symptom wäre?
Wie geschrieben: nur um mal kurz die Sache von einem etwas anderen Blickwinkel zu betrachten.
Eine Religionslehrerin erzählte mir einmal von einem Erlebnis, welches sie hatte.
Etwa die gleiche Vorgeschichte. Und einmal hätte sie einem der "Rabaucken" nur die Hand auf die Schulter gelegt - und ab da hätte sich alles schlagartig verändert. Was, wenn es genug strenge bis überstrenge Lehrer gäbe?
Wenn Diese versuchten den Durst mit Essig zu löschen zu wollen?
Wie man in den Wald hineinruft...
Sollte dann Respekt und Güte nicht ebenfalls mit Respekt und Güte beantwortet werden? Und wie wäre es bei Hilfsbereitschaft zeigen?
Es wäre nur der Versuch es mal zu in Frage zu stellen.
Ich weise drauf hin, daß ich kein "Auf-der-Naseherumtanzen-lassen" meine.
Ich meine kein zu "Nachgiebig-sein".
Es erfordert Übung, Fingerspitzengefühl und - nicht zuletzt - auch eine Menge Kraft. Vielleicht eine kleine Metapher:
Bezug ist hier die Tür.
Wenn ein Feind angreift. Dann verbarrikadiert man seine Tür.
Was passiert? Der Feind versucht sie aufzubrechen.
Je mehr man davorstellt. Um so stärkere Mittel benutzt der Feind.
Es ist ein Kräftemessen. Welches man alleine verliert.
Denn der Feind wird die Tür zertrümmern.
Was nun, wenn die Tür offen steht?
Man kennt es aus Filmen - meist cartoons:
Einer versucht die Tür einzulaufen, Der drinnen öffnet erst die Vordertür, dann die Hintertüt... und Zack: ist der Angreifer wieder aus dem Haus.
Zu meiner letzten Frage:
der Feind stolpert herein und ist so verdutzt, daß er u.U. sogar sein Ansinnen vergißt. Auf jeden Fall hat der Angegriffene das Überraschungsmoment auf seiner Seite.
Dies gilt es zu nutzen. Nicht Gewalt mit Gewalt oder Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Dies mag zwar auch seine Zwecke erfüllen. Aber nur dort wo es angebracht ist.
Ich möchte damit nicht behaupten, daß alles besser wird.
Aber ich bezweifle im selben Umfang, daß es schlimmer wird.
Als ich Anfing zu lesen dachte ich:
fast schon typisch (vor allem wegen dem Wort: Lehrer).
Als ich dann weiter unten laß:
Problemfall meinte:
Hallo,
Ich lebe und arbeite in Rheinland-Pfalz, bin ausgebildete Realschullehrerin und arbeite jetzt an einer kombinierten Haupt- und Realschule....
wurde Einiges natürlich noch klarer.
Denn die Oben erwähnten - eher Frauen zugeschriebenen - Eigenschaften Respekt und Güte plus Verständnis und Mitgefühl können sich manchmal gegen einen Selbst richten. Aber sie können - so vorhanden - auch als ("Kampf-")Mittel eingesetzt werden.
Wobei auch noch hinzukommt, daß einer Lehrer"In" auch noch "die natürlichen Waffen der Frau" zur Verfügung stehen.
In Form von Bitten - verbunden mit einem Lächeln. Usw.
Das liefe dann nämlich auf ein:
wen ich nicht besiegen kann - mit dem Verbunde ich mich...
hinaus.
Es gibt also viele Mittel und Wege...
Man muß halt nur den Richtigen finden. Und da bezweifle ich abschließend noch einmal, daß dies Gewalt ist.
Gruß