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Als Frau allein im Wald

Acromantula74

Sehr aktives Mitglied
Hallo!
Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch und am liebsten draußen unterwegs. Im Herbst vor allem mit dem Pilzkörbchen im Wald, aber auch sonst gern, joggend oder mit dem Rad. Und da mein Freund eher die faule Sofa-Kartoffel ist, bin ich fast immer allein unterwegs.
Im Frühjahr und Sommer fahr ich auch gern, wenn es von den Terminen her passt, die 15 km zur Arbeit mit dem Rad - weitab von den Straßen, über die Radwege durch die Felder.

Und ich hör immer wieder "hast Du da keine Angst? Das ist doch viel zu gefährlich, überleg doch mal, da könnte im Wald jemand lauern oder am Radweg und Dich ins Gebüsch ziehen!"

Aber ich muss sagen - nein, ich hab keine Angst. Ich persönlich glaube nicht an den Verbrecher, der im Wald lauert (das dürfte sich für die wenigsten Täter lohnen, stundenlang im Wald zu warten, ob vielleicht mal eine Frau vorbeikommt).
Ich hab viel eher Bedenken, wenn ich als Frau allein in ein Parkhaus muss - oder wenn ich an so einen kleinen, gammeligen Bahnhof muss, wie etwa der S-Bahnhof in meinem Arbeitsort, wo regelmäßig Frauen belästigt werden - oder wenn ich nachts allein durch die Stadt müsste. Ich denke nämlich, dass da viel eher was passiert.

Das Einzige, wovor ich im Wald Respekt habe und dem ich auch aus dem Weg gehe, sind die Wildschweine. Die können nämlich echt eklig werden... Aber das ist eben auch keine Angst, sondern Respekt.

Wie seht Ihr das?
 
der thread ist gelöscht worden..
aber in einem anderen thread hab ich Statistiken rausgesucht, die belegen, dass sexuelle übergriffe vor allem im Bekanntenkreis und NICHT von fremden in Parkhäusern ausgeübt werden.

Die Angst davor ist sowohl im Wald als auch im Parkhaus unberechtigt.
 
Seh ich wie du..der schwarze,unbekannte Mann der rumlauert und wartet ist sehr selten..da ist die Statistik eines Übergriffs in gammeligen Bahnhöfen oder Parkhäusern wesentlich höher.
 
Naja... die Übergriffe auf die Frauen an dem von mir genannten Bahnhof sind nicht von Bekannten ausgeübt worden... das waren wildfremde Männer.

Zitat, das sind die, die angezeigt werden.
es fällt wesentlich leichter wen anzuzeigen, den du nicht kennst, als zB einen Arbeitskollegen der mit allen in der Arbeit super klar kommt (nur so als Beispiel).
Und die werden in der Presse genannt.
Es kommt doof und ist auf rechtlich bedenklich, wenn zB in der Zeitung steht, dass sich ein Mitarbeiter in der Firma XY an einer Frau vergriffen hat.

PS:
zu dumm, dass der thread weg ist, aber ich such noch mal die Statistik von der Polizei
 
Es geht nicht darum, wo die meisten sexuellen Übergriffe stattfinden. Das hat mit dem Thema gar nichts zu tun. Es ging darum, dass die Gefahr, Opfer eines solchen zu werden, im Wald vermutlich weitaus geringer ist, als irgendwo an einer abgelegenen Stelle in einer Stadt zum Beispiel.

Damit stimme ich mit dir überein.
Aber die gefahr mit dem Bahnhof wird zu groß bewertet.
 
Ich persönlich denke, dass man nicht mehr machen kann, als vorsichtig zu sein und nicht zu unbedarft oder naiv allein an Orte geht, wo etwas passieren könnte. Zu 100% kann man sich sowieso nie schützen, außer man sperrt sich in seiner Wohnung ein oder geht nur mit mehreren Leuten weg.

Ich war immer vorsichtig, habe immer aufgepasst, mich nicht auf Anmachen von fremden Typen eingelassen, immer brav Bescheid gegeben, wo ich bin und ob man mich wo abholen kann - und bin trotzdem von einem vollkommen Fremden überfallen und missbraucht worden.

Trotz meiner Vorbelastung gehe ich auch mal alleine nach Hause. Und wenn ich Freunde besuchen fahre, kommt es schon mal vor, dass ich Nachts alleine an einem Bahnhof rumhänge. Bisher ist maximal passiert, dass ein paar Männer zudringlich geworden sind oder mich platt angemacht haben.

Aber gleichzeitig will ich nicht auf meine Freiheiten verzichten und mich einschränken, nur wegen einem "Könnte" oder "Wenn".

Bei uns ist aktuell ein ganz schlimmer Schläger unterwegs - der lauert Frauen tatsächlich auf. Hat eine Mutter am hellichten Tag im Park überfallen und krankenhausreif geprügelt. Einer anderen Frau ist er in einem Einkaufszentrum auf die Damentoilette gefolgt und hat sie dort zusammengeschlagen, so lange, bis sie bewusstlos war.

Es kann also immer etwas passieren. Klar, ich finde es nicht angenehm, dass in meiner direkten Wohngegend so ein Typ unterwegs ist, der mehrere Frauen zusammenschlägt und bisher nicht gefasst worden ist. Aber ich muss trotzdem mein Leben weiter fortführen.

Wie man aus dem Beispielen ersieht - es passiert Nachts etwas, es passiert Tags etwas ... oder besser gesagt, kann passieren.

Man kann nur auf sich aufpassen so gut es geht und vorsichtig sein. Und sein Glück nicht herausfordern. Heißt bei mir, ich gehe nur Nachts allein nach Hause, wenn ich weiß, es sind für mich nur ein paar Minuten Fußweg und es geht wirklich nicht anders (keine Mitfahrgelegenheit usw.).

Ich glaube, mehr als Gewalttäter lauern wirklich eher überwiegend Exhibitionisten in Wäldern und Parkgegenden auf. Die geilen sich ja daran auf, dass sie anderen nackt entgegenspringen. Also ist dieser Kick denen vermutlich schon wert, notfalls stundenlang im Gebüsch zu verharren.
 
Ich sage mal so...Theoretisch kann immer und überall was passieren, ob nun im Wald, auf'm Dorf, in der Stadt, in einem Vorzeigeviertel oder einem Brennpunkt...
Klar ist das Risiko in gewissen Gegenden vielleicht potentiell höher. Aber konkret mehr Angst, dass etwas passieren könnte, habe ich im Wald nicht mehr als irgendwo anders auch.
Ich weiß zwar von dem einem oder anderen Fall, wo tatsächlich etwas im Wald oder an einem Waldweg etwas passiert ist (nichts was bei mir in der Nähe gewesen wäre) aber wenn es danach ginge, was irgendwo irgendwann mal passiert ist, dürfte man sich gar nicht mehr unter die Menschen trauen.
Ich fühle mich nachts im Wald jedenfalls wohler als nachts in einer dunklen Gasse in der Stadt. Das einzige Problem, was ich konkret bei Wäldern oder anderen abgelegenen Orten sehe ist ebendas - die Abgelegenheit. Falls dann wirklich mal was passiert, kriegt man vielleicht nicht so schnell Hilfe und wenn man Pech hat, kann man nicht mal selber die Polizei rufen, wenn man keinen Empfang mitten in der Pampa hat...
 

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