Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Alles zerbricht

  • Starter*in Starter*in einsames Engelchen
  • Datum Start Datum Start
E

einsames Engelchen

Gast
Es fühlt sich an, als würde mein ganzes Leben den Bach runter gehen.Vor kurzem habe ich hier über meine Krankenhausphobie geschrieben.Kurz danach bin ich als Notfall mit unerträglichen Schmerzen ( Gallenkoliken ) ins Krankenhaus gekommen.Ich kann euch sagen, das war die schlimmste Nacht meines Lebens.Morgens um 4.00 Uhr bin ich aufgenommen worden.Mit den Schmerzmitteln wurde es besser.Habe dann ca. eine halbe Stunde geschlafen.Als ich gegen 7.00 Uhr die Augen aufgemacht habe, dachte ich ich wäre in meinem schlimmsten Alptraum.Ich habe totale Panik bekommen, bin aus dem Bett gesprungen und weinent durchs ganze Krankenhaus geirrt.Ich kann diesen Zustand garnicht beschreiben.Es war für mich die absolute, vollkommene Hölle.Am selben Tag habe ich das Krankenhaus gegen ärztlichen Rat verlassen.Seit Freitag bin ich Zuhause.Aber morgen muss ich wieder hin.Dann wird eine Magenspiegelung gemacht und am Dienstag habe ich dann eine Gallenop, bei der die Gallensteine samt Gallenblase entfernt werden.Damit geht die Hölle für mich weiter.Die Ärzte und Krankenschwestern haben natürlich kein Verständniss für meine Phobie.Könnt Ihr mich verstehen?Gibt es jemanden dem es genauso geht wie mir?Bin ich psychisch krank und sollte dringend eine Therapie machen.Normal kann es ja nicht sein, wenn ich solche Panik bekomme, oder?Das nächste Problem ist, dass ich ca. 2 Wochen lang nicht in die Schule kann.Ich mache gerade Fachabi und bin nicht gut in der Schule.Ich werde auf jeden Fall drei Klausuren verpassen.Ich habe Angst meinen Abschluss nicht zu schaffen.Ich habe das Gefühl, dass mich kein Menschwirklich versteht.🙁 Im Moment denke ich, dass meine Welt für immer untergeht.Ich bin so traurig, könnte nurnoch weinen.Ich habe Angst morgen ins Krankenhaus zu fahren, Angst dass ich durchdrehe.Nach dem Tot meiner Mutter habe ich eine Therapie gemacht die mir aber leider nicht geholfen hat.Damals hieß die Diagnose "Emotionale Störungen".
Vieleicht könnt Ihr mir sagen was ich tun könnte.
 

Hallo einsames Engelchen,

schau mal hier: Alles zerbricht. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Du könntest in der Zeit wo du wieder Krankenhaus kommst Psychophamaka nehmen das kannst du dir beim Arzt verschreiben lassen.
Wegen de Klausuren kann man da jetzt nicht viel machen deine Gesundheit ist wichtiger!
LG
Svenja
 
Hallo einsames Engelchen,

Das ist natürlich ein Dilemma in dem du da steckst. Es ist immer hart, wenn man sich seinen Ängsten oder Phobien stellen muss - und bei dir führt ja gerade gesundheitlich kein Weg daran vorbei.
Das man nicht gerne im Krankenhaus ist, kann ich nachvollziehen - allerdings nicht deine panische Angst davor.
Viele haben ja ein Bisschen Angst vor Krankenhäusern, hassen z.B. den Gruch da. Oder die vielen Leute, die sich nicht zum Zahnarzt trauen.
Bis zu einem gewissen Grad ist das glaube ich alles noch auszuhalten, aber deine Phobie vor Krankenhäusern kannst du so nicht lassen.

Du wirst wegen deiner Gesundheit hin müssen - alles andere wäre äußerst leichtsinnig. So, und nun stell dir bitte mal vor du bringst die ganze "Hölle" jetzt hinter dich. Gezwungenermaßen. Und danach wird deine Phobie, deine Abneigung wahrscheinlich noch stärker sein als vorher. Und es wird dir immer schwerer fallen ins Krankenhaus zu gehen. Das kann im Ernstfall doch lebensbedrohlich werden, denkst du nicht?
Ich würde auf jeden Fall professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, damit geklärt wird woher diese panische Angst kommt. Denn so von alleine kann die ja auch nicht aus dem Boden geschossen sein. Hast du schlechte Erfahrungen gemacht mit Ärzten, Krankenhäusern oder Krankheiten??
Und ich würde abklären lassen, was du gegen deine Panik machen kannst.
Deine Gesundheit ist einfach wichtiger!

Da der Krankenhausaufenthalt aber morgen schon ansteht wird das vorher nicht mehr gehen. Hast du jemanden (oder auch mehrere) die dich begleiten können? Würdest du dich ein wenig sicherer fühlen, wenn immer jemand bei dir ist dem du vertraust? Gibt es jemanden den du da fragen kannst?
Hast du mit deiner Familie (Vater?) über deine Angst gesprochen?
Und die Ärzte sollten eigentlich (so gut es eben geht) auf deine Angst Rücksicht nehmen, wenn du ihnen davon erzählst und sie darum bittest. Sie wollen dir doch nichts böses, oder dass es für diech die Hölle ist!

Ich hatte früher ziemliche Panik vorm Zahnarzt. Ich würde sagen mein Arzt war einfach nur "brutal". Habe dann zu einer anderen Ärztin gewchselt und ihr meine Situation erklärt. Sie macht jetzt alles immer sehr langsam und vorsichtig und erklärt mir jeden Handgriff den sie gerade macht.
Ich hätte auch jederzeit "stop!" sagen können und eine Runde "verschnaufen". Das geht natürlich bei einer OP nicht, aber vielleicht davor?
Eigentlich sollten gute Ärzte so gut es geht auf dich eingehen.

Und wegen dem Schulstoff:
Es ist natürlich ägerlich, dass dir das ausgerechnet jetzt passieren müss wo die Klausuren anstehen. Die wirst du nachschreiben müssen, richtig? Dann sieh es doch so: Du hast noch etwas mehr Zeit zum Lernen.
Welche Fächer/Bereiche machen dir denn Sorgen?
Kannst du die eingrenzen? Vielleicht fällt dir jemand ein, der dir den Unterrichtsstoff vorbei bringen und/oder dir etwas helfen könnte beim Lernen/Nacharbeiten.
Wenn die Lücken von vorneherein riesig sein würden, dann würde es auch nichts ändern, wenn du die 2 Wochen in der Schule sein würdest, oder?
Mhm.
Wenn es nicht alles schon morgen wäre, dann hätte ich mich vielleicht vorher mit meinen Lehrern hingesetzt und das Problem besprochen - aber das geht hinterher eigentlich genauso gut.

Ich kann dir leider deine Phobie/Panik nicht nehmen ...
aber ich halte dir die Daumen für morgen und bin mir sicher, dass du das ganze schon gut überstehen wirst!!

ganz liebe Grüße
Bellatrix
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen lieben Dank für eure Antworten!
Mein Vater bringt mich morgen ins Krankenhaus.Meine Familie versteht meine Angst, aber ich kann nicht von Ihnen verlangen, dass sie Tag und Nacht bei mir bleiben.Mein Papa hasst Krankenhäuser und hat sich sogar seinen Blindarm kurz vorm Durchbruch ambulant rausoperieren lassen.
Ja, ich habe schlachte Erfahrungen mit Krankenhäusern gemacht.Als Kind war ich immer dort um meine Krebskranke Mutter zu besuchen und ich habe mitbekommen, wie es ihr immer schlechter ging, bis sie vor acht Jahren gestorben ist.Schon viele Leute die ich im Krankenhaus besucht habe, sind auch dort gestorben.Ich habe selbst mal einen Monat im Krankenhaus gearbeitet und auch bei einigen Operationen zugeschaut.Also kenne ich auch die OP Sähle und ich fand es irgendwie immer Würdelos, wie die Nakotisierten Patienten behandelt wurden.Habe mich immer gefühlt wie im Schlachthaus.Niemand hat die Patienten gefragt ob Sie überhaupt Zuschauer bei ihrer OP haben wollen.Der Einzige der sein Einverständniss geben musste, war der Chirug!Das erste was mir zu Krankenhaus einfällt ist " Tot".
Ich habe früher mal kurze Zeit Psychopharmaka eingenommen und davon Wahnvorstellungen bekommen.Das ging soweit, dass ich meinen eigenen Vater nicht mehr erkannt habe.Ich werde es wohl lieber mit Beruhigungstabletten versuchen.
Habe auch schon einige Therapeuten aufgesucht, aber leider nur schlechte Erfahrungen gemacht.Aber in Extremsituationen wie jetzt, merke ich dass ich Hilfe brauche.Normalerweise bin ich ein fröhlicher Mensch, der Spass am Leben hat.Aber dass kann sich bei mir durch bestimmte Situationen schlagartig ändern.
 
Also nach deiner "Vorgeschichte" ist es doch ganz "normal", dass du so reagierst. Ich hatte mir etwas ähnliches gedacht. Dann bist du nicht etwa verrückt, wenn du diese Phobie hast. Ich würde eher sagen, dass war der versuch deiner Psyche das zu verarbeiten was du erlebt hast. Nur leider ist jetzt die "Problemlösung" selbst problematisch.
Ich würde mir Hilfe suchen um das Geschehene anders zu verarbeiten, dann "brauchst" du deine Phobie wahrscheinlich nicht mehr.
Du sagst ja selbst, dass du sonst ein fröhlicher Mensch bist.

Du assoziierst Krankenhäuser mit "Tod". Ist doch klar, dass du da nicht hin willst und Angst hast. Hätte ich dann auch. Niemand ist gerne mit Tod oder Krankheit konfrontiert.
Du hast mehrfach mitbekommen wie Menschen in Krankenhäusern verstorben sind, hast erlebt wie schlecht es ihnen ging. Aber vergiss nicht: Die Krankenhäuser haben sie nicht umgebracht, sondern wollten ihnen helfen. Ohne ärztliche Hilfe wären sie vermutlich noch früher gegangen.
Und das Ärzte auch mal Fehler machen ist ja nur menschlich, sind ja keine Übermenschen. Und arbeiten ja teilweise unter unmöglichen Bedingungen heutzutage.

Das du schon im Krankenhaus gearbeitet hast finde ich gut, wenn du da nicht schon wieder für dich negative Erfahrungen gemacht hättest, hätte es dir vielleicht etwas mit deiner Panik geholfen.

Und was die Zuschauer im OP angeht: Alle die man braucht um die OP gut durchzuführen müssen ja nunmal anwesend sein. Und wenn man es nicht will, dass noch andere dabei sind: Einfach mal sagen.
Vielleicht bringt es etwas.

Ich würde deinen Ärzten morgen vielleicht kurz und kanpp sagen dass du Panik hast und warum und dass es dir lieb wäre, wenn bei der OP "unnötige" Leute wegblieben.

Dass dein vater dich begleitet finde ich prinzipiell gut, aber er scheint mir durch das was euch passiert ist auch extrem "vor"belastet, was Krankenhäuser angeht. Ich meine, wenn er mit seinem Blinddarm so bis kurz vor Schluss wartet und so. Vermutlich hat er die gleichen Probleme wie du und lebt dir dieses Anti- und Flucht-/Panikverhalten vor. Das ist nicht gut.
Dann ist ja auch verständlich, dass er nicht die ganze Zeit im Krankenhaus sein möchte. Gibt es jemanden, der weniger "belastet" ist und den du bitten könntest euch zusätzlich zu begleiten? Also sowohl dir als auch deinem Vater zur Seite zu stehen?

Ich war damals als mein Opa an Krebs gestoreben ist auch viel bei ihm im Krankenhaus. Als er gestorben ist, ist für mich die Welt auch ziemlich zerbrochen. Ich hege auch Misstrauen gegenüber Ärzten und mir wird bald übel von dem Geruch in Krankenhäusern.
Bei dir ist es wohl einfach noch schlimmer. Vermutlich nicht zuletzt, weil dir deine Mutter sicherlich näher stand als mir mein Opa.

Ich wünsche dir (und auch deinem Vater) viel Kraft für das was vor euch liegt!
Ihr schafft das 🙂

lG
Bella
 
Hallo Engelchen,

ich denke auch, dass es kein Wunder ist, wenn du nach deinen Erlebnissen Angst vor Krankenhäusern hast. Die Mutter meiner ehemaligen Verlobten ist auch an Krebs gestorben. Ich weiss noch gut, wie es sie damals mitgenommen hat.
Um die Schule würde ich mir an deiner Stelle keine Sorgen machen. Das kannst du immernoch nach holen. Werd erstmal wieder gesund. Das ist wichtiger.
Deine Posts hier im Forum gefallen mir übrigens. Meld dich mal, wenn du gesund wieder zu Hause bist.

Ich wünsche dir alles Gute für morgen, Ben
 
Hallo Leute,
ich bin noch im Krankenhaus.Die OP ist gut verlaufen und morgen kann ich nach hause.Bin immer noch sehr müde und schlap.Es war eine schwere Zeit für mich, die ich noch nicht wirklich überwundenhabe.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben