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Alles so verwirrend...

Rosengarten

Mitglied
Hallo zusammen,

danke erstmal mal für die Aufnahme..
Ich fang einfach mal an zu erzählen...

Seitdem ich etwa 8 Jahre alt bin, wälzt meine Familie alle Aufgaben im Haushalt auf mir ab. Ich hab mich noch nie darüber beschwert, mache täglich das Essen, helfe,tue und mache...
Hinzukommt dass meine Mutter mich oft als persönlichen Assistenten sieht, mich vom lernen abhält, mich wegen jeder Kleinigkeit zu sich beruft (mach mir was zu essen, bring mir Kaffee, schau warum der Hund bellt, bring mir ein Handtuch damit ich duschen kann, such meine schuhe, Steck mein Handy an, etc) die Macht einfach nichts ohne mein Zutun...
Wenn ich was brauche, zum Beispiel für meinen Führerschein (den nicht sie bezahlt hat! Aber dazu später) etwas brauche, und darum bitte dies zu erledigen, heißt es ich bin ein Egoist, denke nur an mich, etc...

Jedenfalls habe ich vor ca 1 Jahr einen Mann kennen gelernt, in den ich mich schlussendlich auch verliebt habe... Und er sich in mich... Anfangs war es Freundschaft, er war öfter zu Besuch und wir unternahmen hin in da mal was und meine Mutter fand ihn nett und sympathisch.
Als es zwischen uns ernster wurde erzählte ich nichts und sagte ihm, er solle es auch nicht tun weil wir uns dann nicht mehr sehen könntest. "Leider" wollte er aber anständig sein und setzte meine Mutter kurzherhand vor vollendete Tatsachen. Das wir uns lieben, dass wir überlegen zusammen zu ziehen, usw.

Am Anfang fand sie es sogar gut, doch dann meinte meine Schwester wer denn Zuhause aufräumt und sich um alles kümmert wenn ich weg bin und Zack wurde mein Freund als Pschopath und andere nette Sachen Bezeichnet. Ende vom Lied war dass sie mich zwingen wollte ihm zu sagen ich hätte es mir jetzt anders überlegt da ich ihn sonst gar nicht mehr hätte sehen dürfen...

Ich werde trotzdem zu ihm ziehen, nur diesmal ohne das Wissen meiner Mutter... Leider können wir das erst ab August in die Wege leiten und solange muss ich warten, Zuhause auf gute Laune machen und mir nicht anmerken lassen, dass der Liebeskummer mich auffrisst...
Trotz allem habe ich Schuldgefühle einfach "abzuhauen", und alles hinter mir zu lassen.. Ich werde auf keinen Fall meinen Freund verlieren... Aber ich fühle mich so schlecht ohne ihn.. Ich kann das nicht ewig weiter machen und das ständig rumgehacke meiner Familie auch nicht ertragen... Wenn manregelmässig zu hören bekommt man soll sich verziehen und sei zu nix gut, dann tut das irgendwann sehr weh...

Den Führerschein hab ich zu Weihnachten als Geschenk von meinem Freund bekommen, da war er meiner Mutter noch sympathisch genug...
 

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M

Milenkovic

Gast
Ach was soll das Theater. Du bist ja wohl alt genug, selbst zu wissen was gut für dich ist. Also, von daher würde ich mir keinen Kopf drüber machen und warten bis du mit deinem Freund zusammenziehen kannst. Wenn du, wie du schreibst, andauernd zu hören bekommst, dass zu dich verziehen sollst und zu nichts zu gebrauchen wärest, dann mach das doch auch einfach und hau ab. Sollen sie ihren Kram doch alleine machen, die unterstützen dich ja auch nicht. Sind doch alles erwachsene Leute, und wenn du dir vorkommst, als wärest du nur das Hausmädchen dann lieber früher als später abhauen. Was hält dich da?

Gruß Mirko
 

PsychoSeele

Urgestein
Huhu,

zieh deinen Plan durch. Es wird Zeit das du lebst und ihr eure Zukunft aufbauen könnt.

Klar wird das deiner Mutter nicht so ganz passen, da muss sie dann durch. Sie kann nicht von dir erwarten, dass du für alle Zeit bei ihr wohnst und dein Leben verstreichen lässt.

Ich wünsche dir alles Gute dafür.

Liebe grüße
SchwarzeSeele
 

Invvo88

Aktives Mitglied
Hallo Rosengarten,

gute Sache, dass du diesen Plan durchziehen möchtest und auch den richtigen Mann dafür gefunden hast.

Ganz ehrlich: Zieh's durch. Und fall's du's davor nicht schaffst - schreibst du deiner Mutter einen Brief, in dem du ihr all das an den Kopf wirfst.

Ich nehme an du wirst im August 18 und darfst damit erst zu diesem Zeitpunkt wirklich ausziehen? Falls ja - und du noch zur Schule gehst: Lass dir das Kindergeld überweisen - notfalls mit Hilfe eines Anwalts.

Noch etwas: Deine Beherrschung daheim ehrt dich zwar - aber ganz ehrlich - die hilft dir auch nicht - oder?
Ich glaube ich würde ehrlich gesagt drauf ***** was meine Mutter sagt und machen was ich möchte. Triff dich mit deinem Freund, lass deine Mutter daheim ordentlich auf die Schnauze fallen und selber anpacken. Was soll sie denn tun außer dich anschreien, was Sie ohnehin schon tut?

LG
 
W

Windlicht

Gast
Warum erledigt deine Mutter eigentlich nicht anfallende Arbeiten (zumindest ihren Teil), warum holt sie sich ihren Kram nicht selbst? Arbeitet sie ganztags, ist sie bettlägerig, sitzt sie im Rollstuhl, ist sie schwer krank?
 

Rosengarten

Mitglied
Hallo zusammen,

danke erstmal für die Antworten.
Ich bin bereits 19, warum es erst ab August geht, liegt an den Umständen bei meinem Freund... Da müssen wir noch warten...

Was meine Mutter betrifft... Sie hat Asthma und nimmt das als Ausrede für so ziemlich alles... Wenn sie irgendwas nicht selber erledigen will, dann hat sie entweder Asthma oder Hüftschmerzen... Wenn Sie aber was tun will das ihr gefällt, dann hat sie gar keine Beschwerden.
Leider ist meine Mutter eine absolut hysterische Cholerikerin und geht auf mich los wenn ich nicht nach ihrer Pfeife tanze... Ich darf nicht länger als 2 Stunden außer Haus bleiben, ohne dass sie total ausflippt... Und wenn ich was sage dass ihr gegen den Strich geht, droht sie mir auf mich loszugehen (was sie auch schon tat mit der Konsequenz das ich den linken Arm zwei Tage nicht bewegen konnte... Sie fand das sogar lustig und hielt es nicht für notwendig sich zu entschuldigen)

ich kann trotzallem nicht verhindern dass ich mich schuldig fühle dafür einfach abzuhauen... Klar werde ich es tun, weil ich hier irgendwann kaputt gehe... Aber irgendwo kann ich nicht verhindern mich auch schlecht zu fühlen. Irgendwo ist da auch die Angst dass sie mich dann stalkt und versucht heraus zu finden wo ich wohne um dann Terror zu machen... Aber wenn das passiert alarmiere ich sowieso die Polizei...

Ea ist nur so schlimm da ich meinen Freund überhaupt nicht sehen kann, wir telefonieren fast täglich, aber heimlich und etwa einmal im Monat sehen wir uns... Das geht schon so seid Februar...

Wo wo auch immer ich bislang nach Zuspruch oder Trost gesucht habe, konnte ich mir anhören ich seibernde verzogene Göre die sich über ihre "böse" Mutter beschwert... Was natürlich auch irgendwo weh getan hat...
 

meant to be

Mitglied
Hallo Rosengarten,
als ich in deinem Alter war, war ich in einer ähnlichen Situation. Wenn ich schildere, wie es bei uns zu Hause zuging, ernte ich oft ungläubige Verwunderung.

Mit 19 wollte ich mit Hilfe eines Freundes abhauen, aber der Plan konnte nicht umgesetzt werden. Dann zog ich mit einem Mann zusammen, der meinen Eltern genehm war und ich kam vom Regen in die Traufe. Nach knapp zwar Jahren konnte ich mich von ihm trennen. Noch heute - 16 Jahre später - muss ich mich immer wieder auf neue von meinen Eltern abgrenzen. Es ist wohl ein lebenslanger Prozess. Dreimal habe ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen und dann doch wieder aufgenommen. Die Schuldgefühle und auch die Angst, dass sie mir etwas antun könnten, die sind immer noch da. Mit den Jahren und mit Therapie ist es besser geworden. Und: Sie haben mich gestalkt. Zum Glück war ich in einer Situation nicht alleine, sondern hatte Schutz. Ich habe wahnsinnige Ängste durchgestanden. Trotzdem war es das wert.

Es war nicht nur so, dass ich keine Kindheit hatte, weil ich mich um Haushalt, Bequemlichkeit meiner Eltern und schon unglaublich jung um meine kleine Schwester kümmern musste. Vielmehr ging es wohl darum, mich zu demütigen und niederzumachen. Ich war für meine Mutter nie gut genug. Sie hat gesagt, ich müsse mir meine Existenzberechtigung erst einmal verdienen. Skurrilerweise war ich ein absolutes Wunschkind. Ich habe immer getan, was von mir verlangt wurde, und habe dann den Schnitt gemacht. Meine Schwester dagegen ist immer auf Konfrontationskurs gegangen und wohnt immer noch teilweise bei den Eltern. Heute kommandiert sie die Eltern rum.

Es ist die Cinderella-Story. Pass bitte auf, dass du dich nicht zu sehr auf den Prinzen verlässt. Ein anderer Mensch kann einen niemals retten, man kann nur selbst gut für sich sorgen.
Ich sende dir Kraft, Mut und Klarheit für deinen Weg.

Alles Gute
meant to be
 

Invvo88

Aktives Mitglied
Hi,

sofern deine Mutter dich verletzt - ist das zwar absolut nicht schön - hat allerdings auch einen Vorteil für dich:

Du kannst Sie anzeigen.

Kann mir vorstellen, dass dir das schwer fällt - aber was deine Mutter da mit dir macht ist absolut komplett daneben, übergriffig und zudem gesetzwidrig. Du musst nicht davor scheuen Kontra zu geben, nur weil Sie dich angreifen könnte - denn:
a) Kannst du dich sicher wehren
b) Kannst du Sie anzeigen und die Polizei rufen - und spätestens dann wird dir geholfen

Ein schlechtes Gewissen brauchst du jedenfalls weder wegen deiner Flucht (und nein: das was du dort erlebst zählt für mich als Not - da redet man nicht von abhauen und im Stich lassen - sondern von simpler Flucht!) noch wegen einer eventuellen Anzeige.

LG
 

Rosengarten

Mitglied
@meant to be
Exakt das kenne ich... Ich bin nie genug, mache nie genug, Leiste nicht genug.
Meine Schwestern die weder für die Schule arbeiten noch sonst einen Handstrich leisten sind immer die "süßen kleinen" obwohl nur 1 bzw 2 Jahre jünger als ich. Die sind immer zu jung für alles, ich muss dagegen alles richtig und auf den ersten Anhieb hin können...
Das ich mich nicht darauf verlassen kann, dass mein "Prinz" mich rettet ist mir bewusst... Als erstes mache ich meine Lehre fertig, fange einen Beruf an um dann im Fall eine Falles auch selbständig sein zu können... Das ich soweit gehe abzuhauen ergab sich ja erst nach dem verbot meinen Freund zu sehen, weil er (sorry) so doof war und meiner Mutter erzählen wollte das er mich liebt und mit mir zusammen sein möchte... Ist von ihm ja wirklich super aber ich wusste bereits worauf das hinaus läuft...

@Invvo88

mein freund rät mir ebenfalls zur Anzeige aber soweit will ich doch ar nicht gehen... Ich will hier einfach nur weg, alles hinter mir lassen und endlich mal wieder lachen können ohne die Angst um Nacken was wohl kommt wenn ich verspätet nachhause komme...
Wehren kann ich mich nicht... Meine Mutter ist mir Kräfte- und Gewichtsmässig überlegen... Wenn sie tatsächlich auf mich losgeht bleibt mir nur übrig es zu ertragen und zu warten bis es vorbei geht...
Weg gehe ich aufjedenfall... Aber diese "Verpflichtung" meiner Mutter gegenüber, gefühlsmäßig, kann ich einfach (noch) nicht ablegen... Es fühlt sich eben doch an als ob ich sie verrate...
Aber ich kann und will a.) nicht noch länger ohne meinen Freund Leben und b.) diese Situation auf Dauer ertragen...
 

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