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Alles langweilt mich...

M

mee

Gast
Hallo,
ich studiere nun bereits seit über einem Jahr meinen Traumstudiengang. Mit mittelmäßigen Noten, abhängig davon, ob ich mich motivieren konnte oder nicht. Das liegt weniger am prinzipiellen Desinteresse, als mehr daran, dass es mir schwer fällt, mich auf "Kommando" zu motivieren... Lesen mag ich schon seit Jahren nicht wirklich (langweilig), schreiben genauso wenig (vielleicht, weil ich mich davon immer verkrampfe und das eine Qual ist?), in den meisten Vorlesungen kann ich mich nicht konzentrieren und selbst wenn, irgendwie schaffe ich es dort trotzdem nicht den Stoff zu verarbeiten... Lernen? Es langweilt mich einfach nur, und es gibt doch sowieso immer tausend andere Dinge, die ich jetzt gerade wissen will und nicht auf Kommando... nur leider interessiert das ja nicht...
Selbst meine Eltern meinten einmal, dass ich vielleicht nicht für ein Studium geeignet bin. Aber was dann? Eine Ausbildung würde mich doch nur noch mehr langweilen... In meinem Schülerpraktikum damals habe ich die Aufgaben mit Leichtigkeit gemacht, mit denen mancher Lehrling Probleme hatte, in anderen "geistig wenig anspruchsvollen" Tätigkeiten langweile ich mich auch nur (hatte das deswegen auch nicht mehr länger ausgehalten)... und ausserdem sei ich intellektuell ziemlich "anspruchsvoll" (= nervig) ... woraus ja nur folgen kann, dass ich eigentlich ein Studium brauche, wo ich dann wieder nicht verstehen kann, warum es mir so unheimlich schwer fällt... :S

Hat vielleicht jemand einen Tipp, was man dagegen tun kann?

Vielen Dank im Vorraus 🙂
 
hm also ich würde sagen du brauchst abwechslung.. einfach mal was neues machen..
kann man während des Studiums sowas wie eine Pause machen?
es gibt ja z.B soetwas wie auslandparktika oder

Du bis vllt in einem Trott drinnen in welchem alles langweilig und sinnfrei scheint
überlege für dich was du wirklich willst und in wie weit dich das in deinem Leben weiter bringt
setze Prioritäten.. etc.
 
Vielen Dank für eure Antworten.

@Rainer-JGS: Irgendwie werde ich aus dem Beitrag nicht schlau. Ich habe offenbar vergessen zu erwähnen, dass das in der Schule schon genauso war. Und damals habe ich schon noch bei meinen Eltern gewohnt... aber auch vor meinem Studium längere Zeit nicht.
Ich will lernen, zumindest bin ich total wissensdurstig, sagen wir mal... oft lege ich sogar mein ganzes Sozialleben dafür aufs Eis und mache dann trotzdem nichts.
Ich bin eigentlich auch motiviert, ich weiss, dass es mich interessiert und was ich hinterher damit kann - würde ich für nichts in der Welt eintauschen wollen. Ich bin extra für mein Studium weit weg gezogen, an einen Ort, wo ich niemals nie freiwillig ziehen würde. Und selbst das würde ich nicht ändern wollen.
Den Teil mit der sozialen Hängematte verstehe ich auch nicht... ja, meine Eltern bezahlen mir mein Studium, aber dadurch fühle ich mich eigentlich nur noch mehr unter Druck gesetzt. Auch wenn sie das nicht sehen, für mich bedeutet das: schlechte Noten = Geldverschwendung. Und von der "sozialen Hängematte" habe ich nicht vor mich irgendwann einmal durchfüttern zu lassen bzw wahrscheinlich nicht einmal die Möglichkeit dazu... soviel dazu.
Momentan bezahle ich eher viel mehr, weil ich extra für mein Studium hierher gezogen bin, alles aufgegeben habe, und es dann nicht auf die Reihe bekomme...

@Haruko: Naja, ich kann ja schliesslich nicht jedes Vierteljahr ein paar Monate ins Ausland gehen, auch wenn ich das gern machen würde.

Was ich nicht explizit geschrieben hatte...
Ich vermute immer mehr, dass die Sache mit meinem Arm da eine Rolle spielt... Ich kann sehr schlecht schreiben und verkrampfe mich dabei immer (aber nur dabei). Folglich hasse ich es auch, Unimitschriften werden auf das absolute Minimum beschränkt usw... aber ein Arzt würde mich ja auch bloss zum Therapeuten schicken und in der Uni würde mir das ja nichts bringen :/
 
Vielen Dank für eure Antworten.

Hey,

ein bisschen kommt die Situation mir bekannt vor.

1. Solltest du dich mal fragen, ob das wirklich dein Traumstudiengang ist.
Wenn du so desinteressiert in den Vorlesungen bist, hört sich das ja nicht so an.

Leider ist es in der Tat so, dass viele Vorlesungen relativ langweilig vorgetragen werden. Solltest trotzdem versuchen mit einer positiven Einstellung in die Vorlesung zu gehen und dir Leute/Kontakte suchen, die in die selbe Vorlesung gehen.

2. Was ist denn mit deinem Arm? Solltest du mal abklären. Und wenn der Arzt dich zum Therapeuten schicken würde, was wäre so schlimm daran? Ich bezweifle allerdings, das er das tut.

3. Rainer spricht einen wichtigen Punkt an, kann der auf dich zutreffen oder nicht. Aber es mangelt manchen Studenten an Motivation. Man hat nicht mehr den Druck der Schule und auch nicht den der Arbeit. Den muss man sich selbst schaffen.
 
Hallo Gast,
natürlich sollte ich mich fragen, ob der Studiengang wirklich mein Traum ist. Aber mich interessiert ja alles, was damit zusammenhängt... nur kann ich weder zuhören noch mich auf einen Text konzentrieren... Langeweile pur :/
Allerdings habe ich durch mein Studium einen Einblick in verschiedene Disziplinen und kann das schon relativ gut einschätzen... Es gibt zwar noch andere Dinge, die mich interessieren, aber auf keinen Fall mehr (und manche Dinge kann ich mir auch einfach nicht vorstellen zu studieren, auch wenn sie mich interessieren).
Ich bin auch nicht desinteressiert in den Vorlesungen.... wenn ich mir die Beschreibungen vorher durchlese bin ich Feuer und Flamme, teilweise belege ich mehr als nötig, weil es mich interessiert... aber dann bin ich doch wieder geistig weg. Leute, die die gleichen Vorlesungen besuchen kenne ich schon, aber irgendwie immer die falschen... entweder die langweilen mich oder deren Einstellung kommt mir total demotivierend vor...
Wie gesagt, das war in der Schule schon genauso... deswegen kann es eigentlich kein plötzliches Motivationsloch sein... Obwohl es ja schon so ist, dass es eben kein Abi ist, wo man nicht durchfliegen darf, sondern eine Prüfung, die auch nach Lust und Laune wiederholt werden kann... stimmt, positiv wirkt sich das bei meiner Disziplinlosigkeit jedenfalls nicht aus.

Das mit meiner/m Hand/Arm schaut sich sowieso bald mal jemand an, der davon Ahnung hat... also ist es hier im Prinzip irrelevant. Ich wollte nur ausdrücken, dass es ja als Student nicht allzu günstig ist, wenn man nicht richtig schreiben kann.
 
vielleicht hast du ja ads..

kannst weiter dein leben mit langeweile verschwenden oder nen weg finden, dich nicht zu langweilen...kommt drauf an, was du willst. auf jeden fall kannst du nicht behaupten, dass sie dir einfach zufliegt. und selbst wenn, musst du dich ja nicht darin suhlen, bis es kein morgen mehr gibt...und wenn du es doch tust, dann beschwer dich nicht.

ja, man kann seine gedanken und gefühle wählen. nein, keiner sagt, dass es leicht ist.
 
Hallo mee,

irgendwie kenne ich das. Mein Studium macht mich auch manchmal verrückt. Die Mitschreiberei nervt mich und das Lernen auf Kommando fiel mir schon immer extrem schwer.

Das mit deinem Arm wäre lösbar, wenn du einen Laptop hättest.
Viele meiner Kollegen schreiben mittlerweile auf dem Laptop mit. Das wird, soweit ich weiß auch gebilligt. Und heutzutage ist es auch oft so, dass man Mitschriften von den Kollegen erbitten kann. Die 10000 e-mails nerven zwar, aber irgendeiner inst immer bereit etwas zu schicken.

Vielleicht solltest du mal nach Kursen und Veranstaltungen Ausschau halten, die dich interessieren und dich dort anmelden. Es gibt ja diverse Sport oder Kunst-Angeboten. Auch im sprachlichen und wissenschaftlichen Bereich ist immer etwas zu finden, das nichts oder nur wenig Geld kostet.

Man muss sich immer so ein bisschen selbst motivieren.
Das ist nicht so easy, aber wenn man es will, dann klappt es auch. 😉

Liebe Grüße!
Karasu
 
GENAU in der situation bin ich auch... ich hab hier vor kurzem auch mal n thread zu dem thema gemacht, ist aber sehr viel länger mein gerede^^ http://www.hilferuf.de/forum/studium/114351-studium-leben-und-alles-was-will-ich.html

aber im prinzip bin ich in genau der gleichen situation.. ich hasse es aufsätze zu schreiben zu einem vorgefertigten thema oder sachen zu lernen, nur weil "die" es wollen.. ich würde liebend gerne das komplette lehrbuch (ich studiere psychologie) durchlesen, aber habe keine zeit dazu, weil ich irgendwelche anderen sachen lesen muss darüber wie man reporte schreibt etc...

wenn ich nicht ständig diesen druck der deadlines im hintergrund hätte und dieses "ihr müsst dies lesen, bis dahin diese aufgaben machen und dann das abgeben" würde ich mich viel besser motivieren können... selbst wenn es genau der gleiche text wäre, den ich dann freiwillig lesen würde.. vielleicht geben die deadlines und die "kommandos" (wie du sie nennst) einem das gefühl nur für die note zu studieren und nicht für das wissen.. dann macht es auch keinen spaß mehr.. wenn ich etwas freiwillig mache, dann weiß ich schließclih, dass ich das für mich mache und nicht für die deadline..

und ich glaube nicht, dass das problem die faulheit (oder was auch immer) der jugend ist.. das hast du bei mir auch schon geschrieben @ rainer-jgs
und ja, man kann vorlesungen auch langweilig finden, selbst wenn man das fach liebt.. weil es professoren gibt, die vorlesungen so langweilig gestalten und alles auf powerpoint slides schreiben, was sie sagen und die es danach eh zum download gibt..

und das "dann musst du mal raus" argument ist auch immer wieder zu finden bei diesen problemen.. unlängst sollte ich auch ins kloster (siehe mein post).. so einfach ist die welt nun mal nicht, dass man mal eben weg kann, als ob man für ne woche im urlaub ist.. und besserung der situation ist auch nicht garantiert; das studiensystem bleibt schließlich das gleiche.

ich schrieb schon garnicht mehr mit, nur noch sehr grobe notizen was das thema war.. finde mitschreiben viel zu überbewertet, setz mich eh nie vor ner klausur hin und les mir das ganze zeug durch.. die grundidee sollte man auch vom reinen zuhören und eventuell zusätzlichem lesen von zusatzmaterial verstehen können und wenn was anderes (=zu viele details) in ner klausur abgefragt werden, dann liegt das problem bei der stellung der klausur, denn der sinn ist nicht, dass man sich jeden kleinkram merken muss
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin auch nicht desinteressiert in den Vorlesungen.... wenn ich mir die Beschreibungen vorher durchlese bin ich Feuer und Flamme, teilweise belege ich mehr als nötig, weil es mich interessiert... aber dann bin ich doch wieder geistig weg. Leute, die die gleichen Vorlesungen besuchen kenne ich schon, aber irgendwie immer die falschen... entweder die langweilen mich oder deren Einstellung kommt mir total demotivierend vor...
Wie gesagt, das war in der Schule schon genauso... deswegen kann es eigentlich kein plötzliches Motivationsloch sein... Obwohl es ja schon so ist, dass es eben kein Abi ist, wo man nicht durchfliegen darf, sondern eine Prüfung, die auch nach Lust und Laune wiederholt werden kann... stimmt, positiv wirkt sich das bei meiner Disziplinlosigkeit jedenfalls nicht aus.
Ich habe mich verdammt auf einige Kurse gefreut, die ich mir für ein anderes Semester aufgehoben habe. Jetzt habe ich diese Kurse, aber es war zum Teil etwas schwerer als erwartet. Jedenfalls ist Vorfreude doch die schönste Freude. Wenn du gleich so viel auf einmal wählst, vor allem Vorlesungen, also Veranstaltungen zum Zuhören und ohne Enthusiasmus, dann raubst du dir ja selbst die Energie. Es ist sehr einseitig und du musst dich mit der Pflichtlektüre und Pflichtfolien beschäftigen. Ich genieße es, wenn ich Zeit habe und mich frei über Dinge informieren kann, die über die Texte aus Seminar und Vorleseung hinaus gehen. Leider kann ich nicht konzentirert lesen...
Wähle einfach nur das, was wirklich nötig ist und versuche so viel über diese Sachen so erfahren anstatt viele Kurse oberflächlich durchzunehmen.


Wenn dich die Inhalte interessieren, warum guckst du dann auf andere Leute? Ich entwickle immer so einen Tunnelblick, wenn ich begeistert bin. Dann kriege ich nur noch die Folien und die Stimme des Dozenten mit. Was meine Kommiltonen machen... keine Ahnung, nicht wichtig. Wenn du außerdem findest, dass deren Einstellung demotivierend ist... weg von denen, ab in die erste reihe. In der ersten Reihe fühlt man sich durch den Blickkontakt zum Dozenten auch viel motivierter mitzumachen.

Du solltest die Kurse schon bestehen, oder? Was nützt es dir, ständig nachzuschreiben? Liebst du es so sehr oder warum dieses Risiko? Du könntest die Zeit dann für andere sachen nutzen.
 

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