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Alles läuft irgendwie nichtmehr

Azur

Neues Mitglied
Ich bin 20 Jahre und mache eine Ausbildung zum Industiemechaniker. In letzter zeit bekomme ich nichts mehr wirklich auf die reihe, meine Zwischenprüfung die ich vor kurzem hatte ist ziemlich schlecht ausgefallen obwohl ich mich ziemlich gut darauf vorbereitet habe, ich werde in der Arbeit mehr oder weniger "gemobbt" vorallem von einem gewissen Kollegen.
Meine Schulischen Noten sind spitze aktuell nur 1sen und letztes Jahr auch einen Notendurschnitt von 1,7 gehabt.
Irgendwie weis ich nicht mehr weiter, ich schaffe es überhaupt nichtmehr mich zu konzentrieren und sauber und ordentlich zu arbeiten. Sobald ich einen Fehler machen gibt´s immer direkt Ärger und auch wenn ich etwas neues mache muss ich es immer direkt können. Ich bin nur noch genervt von meiner Arbeit, von meinen Kollegen und von meinem Ausbilder. Ich habe auch das Gefühl dass ich nicht das lerne was ich lernen sollte also eher teilweise kann ich Dinge die ich können muss auf der anderen Seite hab ich das Gefühl, dass ich total hinterher hänge und seit einem halben Jahr nichts neues mehr lerne und immer das gleiche mache. Heute sollte ich beispielsweise ein Gestell zusammenschweißen und es hat überhaupt nichts geklappt und ich mache das nicht zum ersten mal trozdem war alles krumm und schief auch nach mehrmaligen versuchen das ganze zu richten hat es nicht geklappt bis ich es am ende wieder ganz zerlegt habe und es dann wohl morgen nochmal probieren muss obwohl ich mir sicher bin, dass ich es trozdem nicht schaffen werde. Ich habe schon oft überlegt ob es überhaupt das richtige für mich ist und ob ich die Ausbildung vielleicht abbrechen sollte, aber auf der anderen Seite weiß ich nicht was ich sonst machen soll weil ich das Gefühl habe nichts wirklich zu können. Ich habe mit meinem Ausbilder gelegentlich darüber gesprochen aber der meint nur das wird schon wieder, wenn ich aber am nächsten Tag dann was falsch mache rastet er wieder aus weil ich "müsste das ja schon können". Ich weis einfach nicht mehr weiter und hoffe, dass mir hier vielleicht jemand ein paar gute Ratschläge geben kann.
 

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Shira

Mitglied
Vielleicht hast du gerade mehr ein Problem mit dem Selbstbewusstsein, gar nicht so sehr mit deinem Talent?
Es kann natürlich sein, dass die Arbeit fachlich nicht das Richtige ist. Vielleicht würde dir etwas im Bürobereich oder Verwaltung auch besser liegen, aber das weiß ich nicht.
Oder hast du außerhalb der Arbeit gerade Sorgen?
 

Fabienne

Aktives Mitglied
Es klingt für mich im ersten Moment auch nach zu viel Druck, den du dir selbst machst. Macht dir der Beruf an sich denn Spaß? Hast du dort Perspektiven?

Eine Ausbildung ist leider nie ein Zuckerschlecken und man macht sich selbst oft mehr Stress, als nötig. Deine Noten sind gut, das sagt zumindest, dass du mit der Theorie kannst und da wenig Probleme hast.

Wenn du Fehler machst und gleich Ärger bekommst - sprich das doch sofort an? Du bist in der Ausbildung, du DARFST Fehler machen und lernen. Das ist normal. Und wenn dir etwas nicht gleich gelingt, dann ist das auch normal. Man kann von einem Azubi keine Perfektion erwarten ;)

Wie lange geht die Ausbildung denn noch? Vlt kannst du sie durchziehen und dann mal sehen, welche Möglichkeiten sich bieten.
 

Zweifeler

Mitglied
Grüsse dich,

Ich weiss wie du dich fühlst. Meine Ausbilder waren auch sehr streng aber mit der Intuition das beste aus mir rauszuholen nach dem Motto "dem Zeig ich's". Die erste Zeit beim Pfeilen war für alle kein Zuckerschlecken, gerade was Radien mit Haarwinkel angeht. Es flogen auch Pfeilen von den Lehrlingen 😁 Ich selbst war auch schon an dem Punkt wo ich meine Kündigung unterschrieben dabei hatte um meinen Frust luft zu verschaffen, habe diese aber natürlich nicht abgegeben. Später an der NC wurde es besser. Ein Lehrling vatte starke probleme beim Löten und hat es so lange gemacht bis der Meister sagte so sei es ok. Druck hab ich mir auch mehr als nötig gemacht. Nicht jedem liegt alles und andere haben natürliches Talent damit muss man klarkommen. Und denke immer daran das du in der Ausbildung bist und sobald du deinen Facharbeiter hast bist du stolz wie Bolle. Als motivation denke daran das du später deutscher Facharbeiter bist
 
Zuletzt bearbeitet:

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich weis einfach nicht mehr weiter und hoffe, dass mir hier vielleicht jemand ein paar gute Ratschläge geben kann.
Ja, kann ich.
Als erstes ist es so, dass in der "weiteren Ausbildung" Fähigkeiten auch gefestigt werden, damit Du die bei der Prüfung im Schlaf kannst. Also ist "neues lernen" nicht immer angesagt, aber altes beherrschen durchaus.
Was das Gestell betrifft.
Dir müsste klar sein, dass Schweißen Verzug begründet.
Wenn Du also zwei Teile mit 90 Grad zusammen bringen willst, dann musst Du die beiden Teile davon überzeugen, dass sie sich nach dem Schweißen nicht auf 85 Grad verziehen.
Die eine Möglichkeit ist, eine Diagionale zwischen beiden anzuheften und wechselweise zu schweissen, damit die Spannungen sich gegeneinander aufheben, die andere wäre, die beiden Teile in einem Winkel von 95 Grad zusammen zu schweissen - aber nur "in der Kniekehle eines gewinkelten Beins". Wenn die Naht sitzt, dann links und rechts am Bein nacharbeiten. Zum Schluss die "Kniescheibe", dann prüfen, ob 90 Grad noch stehen, und die beiden Seiten ggf noch mal schön nachziehen.
Dein Ausbilder müsste das aber wissen...

Es kann aber auch sein, dass Du die Prüfungen der Genauigkeit nicht "richtig interpretierst".
Wenn ich mit der Wasserwaage eine Waagerechte prüfe, dann muss die Luftblase sich exakt in der Mitte befinden - und nicht links oder rechts angelehnt an den Markierungen. Das gibt Müll.
Bei einer winkligen Prüfung muss der Lichtspalt oben und unten am Winkel exakt gleich sein, und nicht ein bisschen daneben!
Falls dein Ausbilder Dir einen krummen Winkel gibt, dann prüfe den!
Lege ihn auf ein ebenes Blech mit Anschlag an dessen gerade fluchtenden Bezugskante und zieh mit einer Reissnadel einen Strich entlang des aufliegenden Schenkels. Dann wende den Winkel auf die andere Seite. Der Schenkel auf dem Blech muss nun exakt parallel zu Deiner Linie stehen - oder der Winkel ist Schrott.

Falls du von Deinem Ausbilder einen von den billigen Baumarkt -Meter- Winkeln bekommen hast kannst Du den zu einem Präzisionsinstrument wandeln.
Die Prüfung. ob er wirklich winklig ist, läuft wie oben.
Ist er nicht winklig, so schlägst Du mit einem Hammer entweder auf die "Kniekehle" oder auf die "Kniescheibe" und streckst dadurch das Metall.
Schlagen auf die Kniescheibe vermindert also den Winkel - und umgekehrt.
Jetzt alles klar?? :)
Hau rein.
 
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