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Alles bricht zusammen

Anais

Mitglied
Ich hatte hier vor kurzem schonmal geschrieben, dass mein Vater Selbstmord begonnen hat. Seitdem ist alles anders. Ich habe nur Panik, vor der Zukunft, ich habe mein Vertrauen in meine Beziehung verloren. Es ist einfach schrecklich. Jede Nacht wache ich auf und grüble wer alles zu mir ehrlich ist. Ich habe das Gefühl Freunde wenden sich von mit ab. Ich unterstelle meinem Partner, dass er eine Affaire hat, ich denke ein Kompliment ist nicht ernst gemeint. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich habe auch das Gefühl ich kann mit niemandem sprechen. Alle haben ein scheinbar tolles Leben (ich weiß, dass es nicht stimmt, aber kennt ihr Freunde, die immer sagen alles ist ok?) Ich traue mich nicht mehr offen über mein Leben zu sprechen!!!!! Ich bin offen und alle anderen nicht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
 
Hi Anais;


Du musst echt aufpassen,das du damit alles von Dir stößt..Ist es das was du willst..? Es ist dann noch schlimmer wie jetzt.
Du hast noch eine Partnerin,willst aber nicht Vertrauen.
Du hast noch Freunde,auch wenn es Ihnen besser geht und DU niemand man mehr trauen magst.
Du lebst noch,auch wenn es Dir schlecht geht,im Moment.

Erstmal denkt man, wieso geht es allen besser,die tun doch nur so.-Oder Vertrauen kann ich eh niemanden.
Selbst deiner Freundin nicht !..

Wenn du nicht wieder Vertrauen findest zu DIR, wirst du es auch nicht bei anderen finden,und du wirst ungerecht anderen gegenüber. Willst du das wirklich.?


Es liegt an dir und deine Denk Schemen. Wenn Du weinen musst,weine.Wenn du Reden musst,Rede.
Werde Dir selber wieder Treu.
Soviel meinst du, hättest du nicht mehr zu verlieren? ...doch Agais; erst verlierst du noch was du jetzt noch hast,,Freundin und Freunde..
..und dann Dich selbst und zwar ganz. Du musst dir selber Helfen.
Es wird immer ein Rest Risiko bleiben ,das Leben,..100% sicher ist nix. Das Leben ist eine Entwickelung.Man passt sich den Bedingungen und Fluss des Lebens an,oder man bleibt hängen..und meint keiner Versteht ein.

Dabei verstehst du Dich selber nicht mehr. Springe ins kalte Wasser,öffne dich wieder.Werde Weich und suche Menschliche Nähe und Herzlichkeit.
Sei selber Herzlich und DU wirst dich Wundern,das es doch eigentlich ganz anders ist,wie du denkst.

Ich hoffe,du wünscht das noch,denn wenn nicht,..machst du Dich zu,und es ist ganz schwer da wieder Raus zu finden und wird Jahre Dauern.
Also pass gut auf dich auf.Das hätte dein Papa bestimmt auch gewünscht für Dich.Mit Liebe und Glauben geht das dein Herz wieder auf.
Geb Liebe und Du bekommst Liebe.-Sofern Du das wünscht.

De Weihnachtszeit ist eine Zeit zur Besinnung.Lasse Gefühle zu,und sehe das jedes Herz ein Herz sucht.
Ich wünsche Dir ein Herzliches und berührende Weihnachtsfest.Damit machst du jeden ein Geschenk,und bekommst etwas zurück.
Liebe Anais, .. Liebe..und zünde als Zeichen deinem Vater eine Kerze an,mit deinen Liebsten.

Lieben Gruß
Schokoschnutte*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anais,

Selbstmorde hinterlassen bei den Angehörigen oftmals nicht nur unfassbare Betroffenheit sondern auch Schuldgefühle. Schuldgefühle können auch zu mehr oder weniger offensichtlichen Selbstbestrafungen führen, die eigenartige Formen annehmen.
Ein Teil der jetzigen Schwierigkeiten kann damit zusammenhängen, dass du es dir nicht mehr wert bist, dass es dir gut gehen darf. Vielleicht brauchst du eine neutrale Person, mit der du das herausfinden kannst. Trauerbegleitung für Hinterbliebene z.B. Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Hospizgruppe, dort könntest du erfahren, wie du Hilfe erhalten kannst.

Die andere Sache ist, dass gerade der Tod einer nahestehenden Person Prozesse auslösen kann, die das eigene Leben plötzlich schärfer unter die Lupe nehmen. Das muss erst mal gar nicht besonders bewusst sein, dass es darauf hinausläuft.
Man beginnt, Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, man ist wie aufgerüttelt und dort wo man andauernd nur Kompromisse gelebt hat, ist man nicht mehr bereit dazu. Das führt dazu, dass man Kontakte hinterfragt, die eigentlich nur mitgeschleift sind sozusagen. Also z.B. Menschen, die man Freunde nennt, die aber nie etwas von sich preis geben, sprich, Menschen, mit denen gar kein Vertrauensverhältnis existiert. Wozu sollte man also solche oberflächlichen "alles ist ok" - Kandidaten weiterhin zu seinen Freunden zählen, wenn es immer nur im oberflächlichen und nichtssagenden Bereich bleibt?
Die erste Frage ist dann aber nicht, wer es alles ehrlich mit dir meint, sondern eher, wieviele Kompromisse bist du eingegangen, wieviel Nichtssagendes hast du zugelassen, in dein Leben gelassen? Wer bedeutet dir wirklich etwas? Wem bringst du echtes Vertrauen entgegen? Etc.
Wenn du das Gefühl hast, dass du mit niemandem mehr über dich sprechen kannst, dann heißt das doch auch, dass dir niemand vertrauenswürdig erscheint. Das würde ich zunächst mal ganz ernst nehmen, es ist ja dein Gefühl, das kommt nicht aus dem Nichts.
Andererseits neigt man in Stresssituationen auch zur Überreaktion, zur Übertreibung. Mit viel Achtsamkeit und vielleicht mit ein paar Gesprächen mit einer neutralen Person könntest du das herausfinden. Du musst dir selbst die Zeit geben, die so etwas braucht. Du beobachtest deine neue Wahrnehmung doch auch sehr gut, das ist ein guter Anfang.
Es hat etwas von einem großen Reinemachen an sich und die Möglichkeit, dass nach einer solchen Aktion nicht mehr viel übrig bleibt, ist sehr groß. Das kann sich zunächst sehr schockierend anfühlen, aber eigentlich geht es darum, mehr Echtheit und mehr Klarheit in sein Leben zu holen.
Große Zusammenbrüche sind harte Zeiten, aber eigentlich geht es vorallem darum, sich von unnötigem Ballast zu befreien. Das wird einem aber erst bewusst, wenn der Prozess vorbei ist.
Es geht darum mehr Wahrhaftigkeit in sein Leben zu bringen, das bedeutet oft, dass man erst einmal mit einem Vergrößerungsglas den Ist-Zustand wahrnimmt. Das fühlt sich oft nicht so beglückend an, weil man vieles in Frage stellt.
Auf mich machst du den Eindruck, als wärst du dabei tiefe Veränderungen vorzunehmen. Das Wichtigste ist, dass du dich damit selbst ernst nimmst.

LG
 
Hallo....

Meine Vorredner haben das schon gut auf den Punkt gebracht...
Solche "einschneidende" Dinge können einen sehr leicht aus der Bahn werfen. Oft werden durch den tiefen Schmerz auch unverarbeitete Sachen aus der Vergangenheit nach "oben" gespült. Alles zusammen, damit kommt die Spezie "Mensch" nur sehr schwer zurecht... Eigentlich ist deine innere Reaktion fast normal (meine Meinung). Man hinterfragt mit einmal alles, auch den Sinn des eigenen Lebens.

Ich würde dir raten mal bei einen Psychologen zu gehen... oder wenigstens ein Erstgespräch mit ihm zu machen. Sozusagen als Anfang aus deiner Kriese..

LG
 
Ich möchte allen sehr für die Nachrichten danken. Sie haben mir sehr geholfen. Es ist wirklich so, dass der Tod meines Vaters viele Fragezeichen hinterlassen hat. Ihr habt es gut erklärt. Es ist für mich wie ein Aufräumen, nur war es mir nie so bewusst. Mit dem Tod meines Vater ist etwas von mir wegefallen. Ich hatte eine schwierige Beziehung mit ihm. Er hat mir mein ganzes Leben lang klargemacht, ich sei eine Versagerin. Dies hat er immer durch kleine Bemerkungen klar gemacht. Wie z.B in deinem Beruf muss man ja nicht wirklich arbeiten oder wenn ich als Kind irgendwas nicht verstanden habe, dann wurde ich gleich als doof dargestellt. Als Fazit habe ich mein ganzes Leben lang geglaubt, ich sei nichts wert etc und ich kann nichts. Es hat mich Jahre an Therapien gekostet, um da heraus zu kommen. Ich hege keinen Groll mehr gegen meinem Vater. Es macht mich mittlerweile nur sehr sehr traurig, dass er sein Leben so mit Hass und Frust verschenkt hat. Seit mein Vater tot ist, fange ich auf einmal an, Herausforderungen zu suchen. Neues auszuprobieren. Das habe ich vorher schon angefangen. Ich bin vor ein paar Jahren ins Ausland ausgewandert, weil bei mir alles schief lief. Eigentlich sollte das nun mal eine kurze Auszeit sein, aber ich weiß bis heute nicht warum ich das gemacht habe, aber ich habe mir dort eine neue Existenz aufgebaut. Es war sehr, sehr hart aber ich habe es geschafft, mir aus dem Nichts etwas aufzubauen und das hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Aber ich traue mir immer mehr zu und ich suche regelrecht nach Herausforderungen, um mir etwas zu beweisen.
Auf einmal habe ich auch den Mut, Menschen aus meinem Leben zu lassem aber ich habe auch Angst über zu reagieren. Das ich unfair bin und zu viel verlange. Ich glaube ich habe solche Angst vor diesen Veränderungen, dass Freunde diese Veränderungen nicht mitmachen. Ich habe Angst davor meine Partnerschaft zu hinterfragen und ob wir dann eine gemeinsame Zukunft haben. Ich glaube davor habe ich am meisten Angst. Angst, alleine zu sein! Es mag sich komisch anhören, aber durch den Tod meines Vaters, ist etwas wegefallen und das hat mir Sichherheit genommen. Es ist so als ob eine riesen Tür geschlossen aber eine Neue aufgemacht wurde. Wie gehe ich damit um?
 


..an nehmen!

Angst hat man,weil man nicht genau weiß,was auf einem zu kommt,ist also eine ganz normale Unsicherheit,weil man gewohnte Ufer verlässt.
So wie du sogar ins Ausland gegangen bist und das mit Erfolg,weil du Mut hattest.
Das brauchst du nun auch wieder..
Im Leben kommt immer neues,.. Menschen,..wie viel können wir Vertrauen..all die Ängste dir grade in dir hoch kommen,sind eigentlich ein natürlicher Selbst Schutz.
Eine alte Sicherheit die nun weg fällt,durch dein Vater der verstarb und deine Welt eingrenzte,,machen nun Unsicher.
Das ist wohl erstmal irretierend und ein haltlose Gefühl..aber doch auch etwas Gutes.
Nun kannst du schauen,was die Welt kostet,auch an Gefühlen.
Du lernst dich mehr kennen auch deine Grenzen.
Wenn dir etwas nicht so gut tut,verlässt du es wieder.
Wenn neues verlockend ist,schaust du dir das an.Du hast ein Zuhause,wo du dich immer wieder zurück ziehen kannst und es verdauen kannst,Dich ausruhen kannst und lernst dich immer Selbstsicherer zu Bewegen.

..und,eigentlich hast du doch ganz viel schon alleine geschafft,..aber das nun keiner mehr da ist,der deine Welt kleiner macht,und be-schränkt macht natürlich Angst.

Die Türen sind schon auf gegangen,schaue etwas mehr hinein,was dahinter steht.
Keiner Zwingt Dich.Du musst gar nix.
Doch ist die große weite Welt nun offen für Dich.
DU bist deine Quelle.Du schaffst das.
Pö a Pö wirst du daran wachsen,und dich wieder Besser fühlen damit.
Nur etwas Mut gehört weiterhin dazu^^

Ich wünsche Dir alles Gute dafür.. und ein ganz tolles neues Jahr 2018.

Bis bald
Schokoschnute*
 

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