Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Alleinerziehend - keine Kraft mehr

ImmerMeer

Mitglied
Hallo,

ich hab hier ja schon umfangreich beschrieben, warum ich alleinerziehend bin ...

Nun merke ich, dass ich einfach manchmal keine Kraft mehr habe ... Hin udn wieder habe ich nen Psychologentermin ... aber da bin ich noch dran, meine gescheiterte Ehe aufzuarbeiten ...

Ich lebe in einer Stadt, in der ich nur lockere Freundschaften habe ... niemanden, dem ich das Kind mal aufs Auge drücken könnte.

Meine Eltern kommen hin und wieder vorbei - oder ich fahre zu ihnen ... aber die Fahrt zu ihnen strengt mich auch an - und wenn sie da sind, gibt es immer viel zu erledigen, was ich allein nicht geschafft habe.

Für mich bleibt irgendwie nie Zeit.

Ich fühle mich ausgelaugt ...

Würde so gern mal schqwimmen gehen ... allein. Aber ich bekomm keinen Unterhalt, nur nen Vorschuss ... und kann mir keinen Babysitter leisten. Zudem bedeutet das ja auch wieder nen Organisationsaufwand.

Ich liebe mein Kind und will es auch nicht irgendwem abgeben ...

Irgendwie schaffe ich im Alltag schon alles ... aber für mich springt so wenig dabei raus ...

Besonders zu schaffen macht es mir, dass mich nie jemand aufbaut oder in den Arm nimmt ... Ich hätte so unendlich gern nen Partner, der wenigstens hin und wieder mal da ist.

Naja, und wie soll ich jemanden kennenlernen? Ich geh mit dem baby in den Tierpark oder in den Garten oder einkaufen ... viel passiert da ja nicht. Übers Internet ist das auch schwer ...

Also - ich weiß, dass ich das schon alles irgendwie schaffe. Aber ich merke einfach, dass mir etwas ganz Wichtiges fehlt - dass ich mal irgendwo auftanken kann. Bei jemandem.
 
Hallo ImmerMeer,
das klingt ja im Moment alles garnicht so prall... fühl dich mal virtuell gedrückt...

Google doch mal in Deiner Stadt die Familienfeuerwehr. Das sind Vereine, in denen Ehrenamtliche völlig unbürokratisch und schnell mal vorbeihuschen um eben Menschen und vor allen Dingen Alleinerziehenden mal den Raum zu geben auch etwas für sich zu tun. Also sie helfen quasi immer genau da, wo es brennt. Das kostet auch nix. Die finanzieren sich ausschließlich über Spenden.
Vielleicht gibt es ja auch noch einen andere Hilfsorganisation, die dir unter die Arme greifen kann wie z. B. die Caritas.

Ich weiß von einer Freundin aber auch, dass sie eine Hilfe über das Jugendamt bekommen hat, die ihr die Kinder (zumindest mal stundenweise) betreut hat - die Kosten hat das JA übernommen.

Oder könnten Deine Eltern dein Würmchen nicht mal einen halben Tag bei Dir zu Hause betreuen und Du gehst währenddessen ins Schwimmbad oder so? Deine Mutter müsste doch Verständnis für Deine Situation haben, oder?

Wünsche Dir viel Kraft und Ruhe zum Auftanken... Mücke
 
Hallo ImmerMeer, ich kann das gut verstehen und nachvollziehen, ich war jahrelang mit 3 Kindern alleinerziehend. Es ist verständlich, dass Du auftanken musst und auch dass Dir vieles fehlt ... Hast Du denn die Möglichkeit, zu einer Mutter-Kind-Kur zu fahren, ich habe selbst eine gehabt und muss sagen, das war für mich und die Kinder wie ein Neubeginn. Ich würde es immer wieder machen.

Ich kann Dich auch verstehen, dass Du Dich nach einem Partner sehnst, wobei ich eher dazu rate, erstmal die nähere Vergangenheit aufzuarbeiten, damit Du ein Kapitel beenden kannst.

Liebe Grüße
 
Also - ich weiß, dass ich das schon alles irgendwie schaffe. Aber ich merke einfach, dass mir etwas ganz Wichtiges fehlt - dass ich mal irgendwo auftanken kann. Bei jemandem.

Es ist völlig daneben dass ein Mensch mit seinem Kind ganz allein durch die Weltgeschichte dümpelt!

Hast Du schon mal in Erwägung gezogen Dir eine Gemeinschaft zu suchen und Deine Isolation aufzugeben?
 
Wo wohnst du denn?
Ich kenne das, ich war zwar nicht alleinerziehend, aber verheiratet und mein Mann war oft bis spät Abends außer Haus. Hatte auch niemanden der mir mal unter die Arme gegriffen hat. Das zerrt einen aus.
Selbst als meine Mutter im Sterben lag, musste ich mit dem Baby dorthin, weil es auch keine Möglichkeit für mich gab, den Kleinen iwo mal kurz zu lassen. Ich kann dich gut verstehen.

Doch gebe ich dir den Tipp. Die Zeit vergeht und in drei Jahren ist dein Zwerg im Kindergarten. Die Babyzeit geht schnell vorbei. Ich habe dir eine Pn geschrieben, wie du vielleicht wenigstens geistig mal eine Auszeit machen kannst.

Was auch gut ist, meine Schwester macht alle aktivitäten mit ihrem Kind. Im Gegensatz zu mir ist sie total aufgeschlossen und gern unter Menschen. So macht sie Kinderfeiern oder ging zum Babyschwimmen oder auch mal zu Krabbelgruppen und so hat sie ein Haufen junger Mütter kennengelernt. Ich meine so hast du abwechlung und Unterhaltung. Das Kind ist nunmal jetzt bei dir und da wäre es einfach so, dass du in deinen Gedanken nicht daran denkst wie toll es jetzt wäre alleine zu schwimmen, sondern wie toll es wäre mit dem Baby was zu machen. Er merkt es ja auch.

Ich war mal auf einer Party, damals mit einem Kleinkind. Zuerst hasste ich diese Feier. Weil ich niemanden kannte. Naja zuerst war ich wütend und wollte nur heim. Mein Kind hat mich genervt und es war einfach nicht auszuhalten. Dann bekam ich einen geistesblitz. Wir sind nunmal hier und so habe ich dort mit meinem Kleinen getobt und gespielt. Denn ob ich jetzt zuhause mit ihm rumhocke oder dort spiele. Dass habe ich mir dann immer zu Herzen genommen, dass ich eben auch mit dem Kind spaß und freude habe. So ist es auch noch heute-
Familienfeier sind öde. Aber wenn du mit den Kinder dann auf den Spielplatz dich verziehst oder so, ist es wieder lustig und die Kinder sind dir dankbar, dass du sie einbeziehst.
 
Guck mal nach Alleinerziehendenorganisationen in deiner Stadt. Oftmals trifft man sich da zum gemeinsamen Gespräch oder zu gemeinsamen Unternehmungen und oftmals bieten solche Organisationen auch noch andere Hilfe an.

Wenn man alleinerziehend ist, ist es immer gut, sich ein Netzwerk aufzubauen zu anderen Müttern in ähnlicher Situation. So kann man sich gegenseitig unterstützen und die Kinder haben auch Beschäftigung zusammen. 🙂
 
Krabbelgruppe und sowas mache ich schon - und ich nehme ihn ja überall hin mit ... das macht auch Spaß - aber ich möchte eben auch mal etwas alleine machen, etwas, das mir persönlich guttut ... ich bin immer gern schwimmen gegangen - mit dem Kind kann ich das nicht allein - bzw. es ist super stressig - weil ich ja ständig aus dem Wasser muss und nach dem Kind schauen, es bespaßen - mal einfach in Ruhe Bahnen ziehen und abschalten geht da nicht.

Ich hab auch Freundschaften geknüpft ... aber ich kann ja mein Kind nicht ner Mutter aufs Auge drücken, die ein eigenes hat, das noch genauso klein ist - zumal es eben dauert, bis ne Freundschaft so eng wird, dass man den anderen auch mal fragt, ob er mal ein paar Stunden auf das eigene Kind aufpassen kann.

Eine meiner Kolleginnen ist auch alleinerziehend und ungefähr in meinem Alter ... wir wollen uns mal verabreden. Aber ihr Kind ist älter - und sie arbeitet schon wieder. D.h., sie hat sowieso schon wenig Zeit - und ganz sicher keinen Nerv, mal auf mein Baby aufzupassen.

Ich denke nicht, dass Mütter, denen es ähnlich mies geht wie mir, mich aufbauen können - oder mir was abnehmen. Mit denen kann ich gemeinsam jammern - aber das tut mir nicht gut.
 
Naja, und es ist auch gerade einfach die Überforderung mit der Gesamtsituation ... emotional die "gestorbene" Ehe verarbeiten (es fühlt sich wirklich an, wie wenn jemand gestorben ist, den ich sehr geliebt habe), herausfinden, warum ich in diese Ehe geraten bin - und warum ich so schwer loskomme - also an mir arbeiten, mein Selbstwertgefühl stärken ... und dann eben alle Verantwortung allein tragen, niemanden, der mir mal bei ner Entscheidung hilft, niemanden, der mir im Alltag mal was abnimmt, wenns zu viel wird, niemanden, der mich emotional auffängt und mir Geborgenheit gibt ... Unterhaltsstreit - also Geldknappheit, mein Mann will sich nicht scheiden lassen, schläft aber mit anderen Frauen - das tut mir weh (dass ich ihm nicht mal genug wert bin, dass er erstmal ordentlich die Ehe mit mir beendet) ...
 
Ja, es ist schwer, gar keine Frage.

Du wirst das schaffen, glaub an dich. 🙂

Und wenn dein Mann die Scheidung nicht will, du aber schon, dann reich die Scheidung ein. Komm ins Handeln und ich denke, es wird dir besser gehen.
 
Ja, es ist schwer, gar keine Frage.

Du wirst das schaffen, glaub an dich. 🙂

Und wenn dein Mann die Scheidung nicht will, du aber schon, dann reich die Scheidung ein. Komm ins Handeln und ich denke, es wird dir besser gehen.

Das ist das Problem ... das Trennungsjahr ist offiziell erst im Februar 15 rum. Bis dahin muss ich also noch damit leben, dass er unsere Ehe in den Dreck zieht, indem er andere Frauen f***. Wenn er einverstanden wäre, hätte wir uns eher scheiden lassen können - also - einvernehmlich einen eheren Trennungszeitpunkt angeben. Und mir fällt es schwer, damit abzuschließen, jetzt ... gerade dadurch, dass er mich so schlecht behandelt (er nutzt mich aus, will sich nur deshalb nicht scheiden lassen, weil er finanzielle Vorteile aus der Ehe hat), das Kind ihn nicht interessiert (war ein Wunschkind - auch für ihn - ursprünglich), er keinen Unterhalt zahlt, usw.

Ich fühle mich in dieser Ehe gefangen - bin zu konservativ geprägt, um jetzt was Neues anfangen zu können ... solange ich nicht geschieden bin. Aber bis Februar (und noch länger) völlig auf mich gestellt sein, will ich nicht. Es ist so schwer ... ich versuche, Mutter und Vater für mein Kind zu sein ... aber natürlich kann ich das nicht.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
C Keine verbindung mehr zur Tochter Familie 18
L Keine Gefühle mehr & Trennung mit 2 Kindern Familie 17
I Bruder ohne Arbeit - keine Perspektive Familie 39

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben