Mit einer psychischen Angeschlagenheit, insbesondere mit einer schwereren Krankheit ist man natürlich schon auf Hilfe angewiesen, und damit in einer gewissen Abhängigkeit.
Wenn das Leben bei der Familie als belastend erlebt wird, dann solltest du dort raus. Abgesehen davon finde ich es eher unnatürlich, dass ein Kind immer bei der Familie bleibt, auch wenn es psychsich oder sonstwie krank wäre.
Auch als psychisch angeschlagener und kranker Mensch ist man ein eigenständiges Individuum. Vielleicht ist der Handlungsspielraum vermindert oder anders, als beim Durchschnitt.
Es kommt viel auf dich selber an, also wie eigenständig kannst du agieren, was für Auffanglinien brauchst du bei irgendwelchen Entgleisungen, hilft eine medikamentöse Unterstürtzung, usw.
Dass du arbeitest zeigt ja, dass du recht eigenständig sein kannst.
"Normal", finde ich, wäre es, wenn du an irgendeinem Punkt in eine betreute Wohngruppe gehst oder ins betreute Einzelwohnen, oder eben auch ganz normal eigenständig in eine eigene Wohnung. Dann holst du dir notwendige Hilfe eben ambulant in Einrichtungen oder bei deinem Arzt.
Die Frage ist halt, ob du ohne weiteres in ein betreutes Einzelwohnen kommst. Im betreuten Wohnen hast du (möglicherweise) ähnliche oder dieselben Reibungspunkt wie in der Familie. Muß aber nicht sein. Vielleicht schätzt du es ja auch.
Aber das alles ist mit einem Arzt und mit allen in Frage kommenden Diensten zu besprechen.