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Alle wissen, was sie wollen – nur ich nicht

Welche Ausbildung hattest du denn angefangen?
Es ist schwer dir einen Orientierung zu geben wenn man nicht weiß was dich Interessiert, für was du dich Begeistern könntest.
Arbeit ist nicht immer gleich gestellt mit Erfüllung, es gibt schöne Sachen und weniger schöne, egal für welchen Job du dich entscheidest.
Ein Studium anfangen, wenn man nicht weiss was man will ist denke ich der falsche weg. Ein Studium ist langwierig dann studierst du irgendwas was dir auch nicht gefällt und fängst wieder von vorne an.
Vllt. kannst du ja mal Firmen in der deiner näheren Umgebung kontaktieren und denen sagen das du Orientierung suchst und ob sie dich vllt. mal einen Tag reinschnuppern lassen.
 
Hast du Hobbys, Neigungen, Interessen, was interessiert dich überhaupt? Was hat dir in der Schule besonders gelegen, was nicht? Was kannst du, wenn du Lust hast, am besten, du musst in dich selber gehen, deine Schätze und Talente aufdecken, erforschen, hole dir dazu gerne Hilfe von Beratern und auch Maßnahmen staatlicher Kostenträger und Einrichtungen.
Ich bin sicher, dass man bei Kleinkindern schon erkennen kann, was ihnen liegt, was eher nicht. Man muss seiner Natur nachgehen, das bedeutet, was man gern macht, das kann man auch, was man kann, das kann man als Beruf ausbauen, zb wirds oft so sein, dass man selbst gar nicht weiß, wie schwer sich andere tun in dem, was man selbst mit Links schafft. Daher wäre mal sicher die Frage zu stellen: worin tu ich mir überhaupt nicht schwer.... das schätzt man selber leider nicht, eben, weil es keine Mühe macht.
Ich glaub, was sich NICHT als Arbeit anfühlt, sondern als Freude, als Hobby, das ist das Beste für einen.
 
Erkenne dich selbst....

Erkenne, dass du ein guter Zuhörer bist, dass du gerne Auto fährst, dass du gerne mit Zahlen umgehst, dass du gerne tüftelst und forschst, dass du gerne baust, dass du gerne gestaltest und formst, dass du es ruhig brauchst, dass du viele Aufgaben lustiger findest, als Monotonie, ( ich habe bei mir entdeckt, dass ich Monotonie wahnsinnig entspannend finde, als Ausgleich zu Betriebigkeit zb)-
Das Ziel ist, dass man sich wunderbar stimmig fühlt, egal ob Wohnung, Partnerschaft, Beruf- wo es irgendwie immer Missbehagen gibt, weiter gehen, dann ist es falsch.

Steh auf, lieber Kanditat und geh los, egal was du tust, du erkennst am Weg, wo es weiter geht, aber aufstehen wäre halt nötig und die Courage, immer wieder nein danke zu sagen, wenn es nicht stimmig ist, obwohl man es eine Weile versuchte mit aller Liebe. Vorher nein sagen ist oft falsch, weil man sich eben selbst nicht kennt und von Vorurteilen voll ist.
 
Ich bin mittlerweile fast 20 Jahre alt. Letztes Jahr habe ich mein Abitur gemacht und danach eine Ausbildung begonnen, die mich aber überhaupt nicht angesprochen hat. Nach vier Monaten habe ich sie abgebrochen. Seit fünf Monaten sitze ich nun zu Hause und versuche, mich irgendwie abzulenken, weil es nichts zu tun gibt. Ich habe viele Praktika nach dem Abbruch gemacht, mich interessiert einfach nichts.

Ich würde wirklich gerne arbeiten, aber ich habe keine Kraft mehr, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was ich überhaupt machen will. Ich denke mittlerweile darüber nach zu studieren, aber ich weiß nicht, was ich studieren soll. Ich fühle mich seit so langer Zeit verloren und habe immer noch nichts gefunden, das mich wirklich erfüllt.

Mal will ich studieren, mal denke ich mir ich probiere eine neue Ausbildung.

Genau wegen dieses ständigen Stresses suche ich auch nicht einmal nach einem Minijob – weil ich gefühlt 24/7 an meine Zukunft denke und trotzdem nie zu einem klaren Gedanken komme. Es liegt nicht daran, dass ich faul bin: Ich gehe regelmäßig ins Gym, mache gerne Spaziergänge, lese Bücher – und trotzdem weiß ich nicht, warum scheinbar jeder Mensch genau weiß, was er oder sie machen will, nur ich nicht.

Wie findet man heraus, was man im Leben machen will?
Wichtig ist, dass du erstmal einen Abschluss hast. Eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium. Sonst bist und bleibst du eine unterbezahlte Hilfskraft.

Ich wusste ehrlich gesagt auch nicht was ich lernen möchte. Meine Tendenz ging wo ganz anders hin und heute arbeite ich im Büro was ich damals nie für möglich gehalten habe. Aber: Ich kann nicht den ganzen Tag stehen.

Ich finde die Idee mit dem freiwilligen sozialen/ ökologischen Jahr gut. So machst du was sinnvolles und kannst nochmal ein Jahr überlegen was du machen willst.

Wie wäre die Überlegung: Lerne oder studiere etwas wo der Personalbedarf am größten ist, z.B. Erzieher, Krankenpfleger, Lehramt studieren, etwas handwerkliches z.B. Elektriker.
 
Sieh die aktuelle Situation einfach als eine Art Auszeit an und versuche nicht krampfhaft darüber nachzudenken was du beruflich tun könntest, meist führen solche Gedanken in eine Sackgasse. Lass es auf dich zu kommen und schaue wohin es dich "zieht".
 

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