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Alkohol, Gewalt täglich überleben aber kein Weg zurück zum Leben

  • Starter*in Starter*in nachtmahr
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N

nachtmahr

Gast
Hallo

ich lese oft still hier mit und nun traue ich mich selbst nach Hilfe zu rufen.

seit 5 Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen. Als wir einander kennenlernten war er trocken. Er ist 30 mit Ca. 12 jähriger Alkkarierre, ich binu 31.
In den fünf Jahren war er alles in allem vielleicht ein Halbes Jahr "nüchtern". Es gab 8 unfreiwillige Entgiftungen, unfreiwillig, weil er Krampfanfälle bekam und dann in die Psychiatrie verbracht wurde. Kaum war er raus hat er nach ein paar Tagen weiter gesoffen.

Ich selbst habe das letzte Jahr monatelang in der geschlossenen Psychiatrie verbracht, da ich schwerst depressiv und suizidal war. (mehrere Suizidversuche, ich stand xmale auf den Gleisen, bin einmal nach 5gramm Diazepam auf der Intensivstation aufgewacht)

Das nur zur Rahmengeschichte.

Seit ungefähr 2 Jahren wird er, wenn er seinen Pegel uberschreitet mir gegenüber gewalttätig. Anfangs nur verbal irgendwann auch körperlich.
Verbal reichte die Palette von du bist nichts und du kannst nichts (von meiner "proletenfamilie" im Vergleich zu seinem "akademikereltern" -Vater Professor - ganz zu schweigen) bis hin zu schau dich mal an du bist fett, ekelhaft, hässlich und dich will eh kein anderer Mann gespickt mit Kraftausdrücken jeglicher Art. Andererseits sein ausgeprägter Eifersuchtswahn, dass ich eh standig fremdgehe, sobald ich das haus verlasse oder es wage eine sms zu schreiben. Freunde darf ich azch keine haben, sind eh alle asozial...
Ich konnte irgendwann nicht mehr reflektieren, habe ihm geglaubt, sosehr, dass ich eines tages auf den Gleisen lag.

Körperliche Gewalt reicht von Haarereissen, den vollen Ascher nach mir werfen über. schlagen, treten, mich gegen meinen Willen festhalten würgen...

ich wehre mich schlage zurück, manchm denke ich genau das ist mein Fehler
Er benutzt genau das für sich brüllt rum ich sei ihm gegenüber gewaltätig.
schön laut, damit auch alle Nachbarn es hören. Ich bin ja eh die irre, kranke die nicht zurecchnungsfähig ist.
Einmal habe ich die Polizei gerufen Sie haben ihn weggewiesen, sobald ich raus gegangen bin stellte er mir nach auch als ich meine Aussage machen musste, bis ins Präsidium, es wurde dokumentiert, ich unter Polizeischutz nach Hause gebracht. Das Verfahren wurde eingestellt, Begründung: wenn ich mich umsichtiger Verhalten hätte, wäre die Situation nicht eskaliert und meine Verletzungen waren nicht so schwerwiegend. ("nur"ein paar Ohrfeigen, gequetschte Finger, ein paar Haarbüschel ausgerissen) er durfte also in die Wohnung zurück... Ein wahrer Freibrief für ihn, denn er war ja "für unschuldig befunden" seitdem denke ich mir es ist sinnlos diesen Weg noch einmal zu gehen ...

Er droht stattdessen nun mir, mich anzuzeigen, weil mir ja "eh niemand glaubt und jeder weiss, dass ich irre bin" und ich ihm gegenüber gewaltsam bin. Und schliesslich KANN er ja garnet gewalttätig sein, denn gegen mein Kampfgewicht (95kg er:75kg) hat er ja gaekeine Chance.

Ich weiss, dass ich raus muss aus der Situation, ich schaffe es aber einfach nicht. Ich bekomme ihn nicht aus der Wohnung eine neue zu finden ist mit Hartz4 sehr schwer. Ich bekomme Absagen über Absagen.

Auch emotional schaffe ich es nicht ihn loszulassen. Wenn sein Spiegel stimmt ist er lieb, nett charmant, und man merkt ihm die Promille nicht an (selbst eine Ärztin ist darauf reingefallen, konnte kaum glauben, dass er mit exakt 4,02 Atemalkohol vor ihr saß und nett daherplauderte, nicht lallend oder schwankend) und ich glaube seinen Versprechen dann noch immer allzu oft. Bis zum nächsten Mal.
Manchmal denke ich, ich habe es nicht besser verdient, und nach der Anzeige war ich fast soweit an mir und meiner Wahrnehmung ernsthaft zu zweifeln (obwohl es in mir immer noch eine Stimme gibt, die dagegen anschreit und nach jedem Mal wird sie lauter) Ich weiss, dass er mich nie wieder soweit bringen kann mich selbst sosehr aufzugeben, dass ich mich lieber umbringen will als weiter zu leben. Denn dass ich leben WILL weiss ich seit dem diazepam suizidversuch mehr als alles andere. Aber ich schaffe es nicht den Weg dahin zu meistern...

Sorry ist länger als geplant geworden. Danke fürs Lesen.
 
hallo
die geschichte ist echt hart und die polizei ist meist unfähig -.- das hör ich immer öfters
wer weis was dein freund für einen grund hat warum er säuft aber sowas darf kein mensch einem anderen antun
kannst du nicht kurzzeitig zu deiner mom bzw dad oder geschwistern ziehen bis du eine wohnung gefunden hast?
 
Oha, sowas einmal vor meinen Augen und ich würde ihm glaub ich alle Knochen brechen. Also Gewalt gegen Lebewesen, die schwächer sind und das grundlos, geht gar nicht. Ich würde alles tun um da wegzukommen und wenn es auf der Straße wohnen wäre, damit wärst du vermutlich besser dran.
 
Du weißt selbst, dass du von ihm weg kannst, wenn du willst.
Frauenhaus wäre die erste Option.Geh von ihm weg, bevor er dich noch mehr kaputtmacht.
 
In welchem Bundesland lebst du? Hast du Familie, zu der du kannst?

Bitte, bitte geh von ihm. Das musst du dir nicht antun. Du verdienst etwas viel viel besseres als das.
 
Aus meiner Sicht gibts da gar nix, außer sofort gehen. Kein Wort und keine Tat mehr mit ihm!
Wie punto60 schon erwähnte, Frauenhaus wäre was, als Notübergangslösung. Und dann von dort die richtigen Beratungsstellen gewiesen bekommen, sodaß Du Schritt für Schritt zu einer eigenen Wohnung bzw. zu Zimmer/Appartement kommst.

Mit der ersten körperlichen Gewaltanwendung wäre eine Trennung für mich klar. Von der Erpressung ganz zu schweigen ...
 
Sag... bist du bereits co-abhängig??? Oder was bindet dich so noch an deinen Partner, von dem du nicht mehr als Schimpf und Schande erwarten kannst?
 
Hallo, bin als Gast hier zufällig darübergestolpert. Was Du brauchst ist mit Sicherheit jemand, der Dir aus dieser Situation Schritt für Schritt raushilft. Such mal im Internet nach einer Beratungsstelle zum Thema: Häusliche Gewalt. Wird es auch in Deiner Nähe geben.

Dein Partner wird nur ohne Alkohol eine gewaltfreie Beziehung führen können, und Du wirst mit ihm nur zusammen sein können, wenn er aufhört zu trinken! Mit Alk. geht so gar nicht mehr. Dazu gehört aber nach einer Entgiftung eine Langzeittherapie (mind. 3 Monate) und anschliesend daran ambulante Begleitung im Trockenalltag. Das muss aber Dein Partner machen.
Du kannst ihn mit nichts, das Du tust, unterstüzen, das höhrt sich hart an, aber er muss den Weg aus der Sucht alleine gehen, Hilfe von Dir verfestigt eher das Trinken (Coabhängigkeit). Einzige Hilfe für ihn von Dir, die möglich ist:

Wenn Du ihn unterstüzen willst und damit auch dir selber helfen, dann geh DU zu einer Suchtberatungsstelle, die beraten auch Angehörige.
Viel Kraft!
 
Ihr seid auf sehr ungesunde Art abhängig voneinander:

Er von dir, weil du ihm als Boxsack dienst. Weil er seine Aggressionen an dir auslassen kann. Weil er sich in seiner jämmerlichen, schwachen Existenz dir gegenüber immer noch überlegen fühlt.

Und du scheinst ihn zu brauchen, weil du nicht alleine sein kannst und nicht davon ausgehst, einen guten Mann verdient zu haben. Leider zerstört dich diese kranke Bindung. Alleine kommst du da nicht raus. denn er hat ja eine Funktion in deinem Leben. Auch, wenn es eine kranke ist.

Wende dich an eine Beratungsstelle. Du kannst nur raus da, wenn du innerlich überzeugt bist und ein Handlungskonzept vor Augen hast. Dabei brauchst du Unterstützung.
 
Hallo

danke für eure Antworten. Es tut gut zu spüren, das es Menschen gibt die Anteil nehmen. Ich. fuhle mich schon besser, weniger allein, weniger Falsch...

ich weiss, dass ich auch Hilfe brauche um nicht unterzugehen, und all das ist auch nicht neu für mich. Aber ich schaffe es eben nicht diesen weg auch zu gehen. ich weiss nichtmal wirklich warum es so schwer fällt. vielleicht habe ich unterbewusst Ängste, dass man mich doch für verrückt halten könnte, mir nicht glaubt. oder - und das besonders seitens der Familie und freunden - warum ich noch imme4 bei ihm bin warum ich solange beschönigt / geschwiegen habe.

wisst ihr, das ist das fatale daran. mittlerweile schrei ich laut, wenn er zulangt. aber Zivilcourage scheint es nicht zu geben. eine nachbarin beschwerte sich über die Ruhestorung als ich ohr verzweifelt sagtw was
los war, sagte Sie nur ich sei hysterisch und sie könne sich nicht vorstellen dass Herr xxx so sei da er doch immer so hœflich und korrekt dann sei wohl ich das problem 🙁

ich fühle mich so einsam so verlassen ich habe wahrscheinluch wirklich angst, nicht ernst genommen zu werden. eben weil oder wegen des überhohen fur ihn richtigen pegels "normal " agieren kann...wie finde ich nur mut?

LG nachtmahr
 

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