Kommt ganz auf die momentane Situation an, ob diese Art der Motivation gut oder weniger gut ist.
Manchmal, wenn man im Leben so gar keine Kraft mehr hat, dann ist es schon vorteilhaft, wenn man die Energie der Wut, des Hasses oder der Enttäuschung nutzen kann, um damit Ziele zu erreichen. Es ist dann aber auch nur deshalb gut, weil die Umstände alle andere Art von Motivation im Keim ersticken. Dementsprechend taugt das auch nur für eine Übergangszeit, zum Überleben sozusagen. In allen anderen Fällen, also keine psychische Ausnahmesituation, nicht zeitlich beschränkt etc. ist das gar nicht gut - denn dann macht man alles, wofür man sich anstrengt, für andere (eben für die Lehrer, die Leute am Spielfeldrand), aber nichts für sich. Jemand der vergessen hat, dass er Wege für sich selber geht, für Ziele, die ihm selbst wichtig sind, der sollte ernsthaft über sein Verhältnis zu sich selber nachdenken. Viel Wert kann derjenige sich ja nicht sein... daher auch das Wort Selbstwertgefühl - welches hier dann fehlt.
Gel06