Wenn ich's mir so recht überlege, meine ich damit in meinem Fall Leute, die mich entweder gar nicht oder nur oberflächlich kennen. Bestimmte (nicht
alle!) Männer, mit denen ich nur über's Internet kommuniziere und die mich noch nie persönlich gesehen bzw. erlebt haben, Verwandte, die zu mir aufgrund abweichender Biografien ein ambivalentes Verhältnis haben und umgekehrt, bestimmte (nicht
alle!) Vorgesetzte und Kollegen, die ein "forscheres" Temperament als ich haben und das Vorhandensein eines Partners als Erfolgsmaßstab betrachten (das sind übrigens dieselben, für die nur schlanke, sportliche Menschen attraktive Menschen sein können).
Mir fallen aber auch positive Gegenbeispiele ein. Nützt nur nichts, wenn die betreffenden Männer etwa vergeben sind. Gegen die Tatsache, dass überdurchschnittliche Hässlichkeit oder eine miese Ausstrahlung ursächlich für mein Alleinsein wären, spricht, dass ich nach dem Ende des Studiums mühelos eine adäquate Stelle gefunden habe, für die ich mich gemeinsam mit anderen Bewerbern in einem AC-Verfahren präsentieren musste. Wer da total komisch (z.B. "unfroh") wirkt und bestenfalls über eine durchschnittliche soziale Kompetenz verfügt, hat von vornherein keine Chance. Und das Auge isst ja nun auch dabei bekanntlich mit...
😉 Ich bin ziemlich selbstkritisch, habe permanent an mir gearbeitet, habe beruflich sehr häufig neue Kontakte zu Menschen und würde an deren Reaktion merken, wenn sie von meinem Aussehen oder Verhalten abgeschreckt wären. Ist aber nicht so.
Insgesamt ungünstige Rahmenbedingungen in meiner Herkunftsfamilie, zu späte erste Erfahrungen und die Tatsache, dass ich sehr wohl weiß, dass ich einem Partner einiges zu bieten hätte (wenngleich die Optik dabei nicht an erster Stelle steht
😉) und daher nicht den Nächstbesten nehmen muss, sehe ich als Hauptursachen für mein heutiges Alleinsein an.
Wenn ich an bestimmte prominente Frauen denke, die immer bzw. überwiegend allein waren (etwa Annette Schavan, Hanna-Renate Laurien, Marion Gräfin Dönhoff), oder auch an alleinstehende Frauen in meinem Bekanntenkreis, kann ich auch nicht finden, dass sie hässlicher oder vom Wesen her unsympathischer oder weniger im Leben stehend wirk(t)en als liierte Frauen.
Verheiratete Frauen wie die Bundeskanzlerin oder auch Herta Däubler-Gmelin oder gar die sehr stark übergewichtige bekannte Buchautorin Sabine Asgodom tun sich auch nicht in erster Linie durch äußere Schönheit hervor.
😀