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Adhs

netti1510

Neues Mitglied
Mein Sohn (13 Jahre) hat ADHS und wird in der Schule gemobbt. Er möchte gern die Schule wechseln. Wie finde ich die richtige Schule für ihn. Zur Zeit geht er auf eine Gesamtschule in NRW. Wer kann mir helfen?
 

Hallo netti1510,

schau mal hier: Adhs. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hast du schonmal an einen Wechsel auf eine Waldorfschule gedacht? Ist halt auch immer eine finanzielle Sache und auch hier gibt es enorme Unterschiede in der Qualitaet.

Kampfsport kann das Selbstbewusstsein von Kinder ungemein steigern.

Nimmt dein Sohn Medikamente?
 
Also eine Waldorfschule empfehle ich ADHS'lern auf keinen Fall. ADHS'ler brauchen sehr viel Struktur, die bekommen sie dort nicht.

Man kann sich umhören ob es Schulen gib die spezielle Angebote für Kinder mit ADHS anbieten.

Ich jedoch empfehle zusätzlich eine Ergotherapie. Dort kann die Therapeutin gezielt die Aufmerksamtkeit trainieren und das Verhalten deutlich verbessern.

Bekommt er Medikamente? Wenn ja, welche?
 
Also eine Waldorfschule empfehle ich ADHS'lern auf keinen Fall. ADHS'ler brauchen sehr viel Struktur, die bekommen sie dort nicht.

Man kann sich umhören ob es Schulen gib die spezielle Angebote für Kinder mit ADHS anbieten.

Ich jedoch empfehle zusätzlich eine Ergotherapie. Dort kann die Therapeutin gezielt die Aufmerksamtkeit trainieren und das Verhalten deutlich verbessern.

Bekommt er Medikamente? Wenn ja, welche?


Er macht eine Therapie in einer Gruppe wo auch Kinder sind die gemobbt werden unm zu lernen wie er solche Situationen besser einzuschätzen und er bekommt Medikinet und nachmittags noch eine kleine Dosis Ritalin.
 
Das mit der Therapie finde ich super!!!

Bist du sicher das es notwendig ist zwei verschiedene Medikamente einzunehmen?
Nimmt dein Sohn retard Kapseln oder "normale" Tabletten?
 
Hi netti1510!

Also ich hab selber ADHS. Sehr kompliziert das Ganze. Aber ich kenne es zur Genüge - meine Mutter hat ADHS (wird vererbt wenn ein Elternteil es hat), ich hab es und mein Kleiner Bruder auch. Bei mir wurde es mit 9 Jahren diagnostiziert (von Frau Dr. Spalleck - hat auch Fachliteratur geschrieben) und seitdem auch medikamentös behandelt. In der Pubertät hatte ich Phasen in denen ich es nicht genommen hab, was nicht gut war.

Heute kann ich nur sagen ohne macht es wenig Sinn, bzw. es kommt drauf an wie stark es ausgeprägt ist und wie der Charakter des Betroffenen ist. Also sinnvoll ist nur eine Behandlung mit Medikament + Therapie. Ist eh sehr kompliziert. Nur eins von beidem, da läuft man große Gefahr das es in der Schule nicht klappt. Egal welche Schulform. Wichtig ist dabei auch, das es nach Möglichkeit Lehrer gibt die eine medikamentöse Behandlung unterstützen und das Kind nicht in eine Schublade stecken. Sehr schwer.

Die Behandlung mit 'Ritalin' (Originalmedi von CibaGeigy / kaum zu bekommen / wirkt meiner Meinung nach am besten) ist ja auch sehr umstritten. Aber ich glaube so schlimm ist die Tablette nicht, und bei den vielen Pillen die sich die Menschheit rein stopft versteh ich den Aufstand ums Ritalin nicht.

Wichtig sind auch Therapien durch Sachkundige - da gibt es eine große Bandbreite. Sinnvoll ist die medikamentöse Behandlung durch einen Facharzt (Da gibt es die Trennung in Ärzte die AD(H)S bei Erwachsenen behandeln und in die die Kinder behandeln (beides ist übrigens von der WHO offiziell anerkannt). Eine rolle spielt auch ob es sich um Hypoaktivität (ADS = ruhig und verträumt) oder Hyperaktivität (ADHS = unruhig und zappelig) handelt.

Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat gibt es von vielen Firmen, und nicht alle wirken bei allen gleich. Ich habe die Erfahrung gemacht das manche bei vielen nicht richtig oder gar nicht wirkt. Auch Retard-tabletten/kapseln wirken nicht bei jedem wie es gedacht ist. Die richtige Dosierung (die Phasenweise variieren kann) ist der Schlüssel dabei.

Mit Facharzt meine ich nicht nur ein Psychiater der es verschreiben kann, sondern nach Möglichkeit ganz klar spezialisierte Ärzte/Ärztinnen.
Auch wird für Kinder (soweit ich weiß) von K-Kassen das Medikament zumindest anteilig gezahlt.

Dann ist es auch wichtig sich selbst zu informieren. Da gibt es Fachliteratur (kein Schrott aus Zeitungen/Zeitschriften/Internet/etc.) und Selbsthilfegruppen.

Am Ende muss man auch wachsam sein ob alles die richtigen Wege geht. Mir war es zum Beispiel in der Schule peinlich die Tablette zu nehmen weil alle gefragt haben was das ist. Da hab ich aufgehört es zu nehmen und heimlich weggeworfen. Den Beleg dafür das dass nicht gut war habe ich heute schwarz auf weiß.

Falls die Hütte brennt (hoffe ich nicht): Es gibt inzwischen sogar auf AD(H)S spezialisierte Kliniken die auch stationäre Familientherapien anbieten.

Das ganze ist ein sehr komplexes und kompliziertes Thema, ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Vielleicht hab ich dir auch viel erzählt was du schon weist. Aber wenn du Fragen hast kannst du mich auch gerne direkt anschreiben.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen bei dem Ganzen, weil es nicht immer einfach ist. Alles gute auch deinem Sohn.

Liebe Grüße, Shubunkin
 
Hallo,
stimmt einige Waldorfschulen sind wirklich nicht geeignet, aber wie gesagt auch dort gibt es unterschiede. Ich finde es gut, dass dort viel Wert auf Kreativitaet gelegt wird, und das ist fuer ein Kind mit ADS schonmal ein Vorteil.
Was die Struktur betrifft muesst man dann auch einfach mal mit den Lehrern dort sprechen, ob sie dem Kind nicht ein wenig damit helfen koennen. Ich denke schon, dass man auf einer privaten Schule eher auf die individuellen Beduerfnisse eingeht.
Aber dafuer muesste man mal direkt mit der Schule in Kontakt treten um genauer herauszufinden wie weit Anpassungen moeglich sind.
 
Hi netti1510!

Also ich hab selber ADHS. Sehr kompliziert das Ganze. Aber ich kenne es zur Genüge - meine Mutter hat ADHS (wird vererbt wenn ein Elternteil es hat), ich hab es und mein Kleiner Bruder auch. Bei mir wurde es mit 9 Jahren diagnostiziert (von Frau Dr. Spalleck - hat auch Fachliteratur geschrieben) und seitdem auch medikamentös behandelt. In der Pubertät hatte ich Phasen in denen ich es nicht genommen hab, was nicht gut war.

Heute kann ich nur sagen ohne macht es wenig Sinn, bzw. es kommt drauf an wie stark es ausgeprägt ist und wie der Charakter des Betroffenen ist. Also sinnvoll ist nur eine Behandlung mit Medikament + Therapie. Ist eh sehr kompliziert. Nur eins von beidem, da läuft man große Gefahr das es in der Schule nicht klappt. Egal welche Schulform. Wichtig ist dabei auch, das es nach Möglichkeit Lehrer gibt die eine medikamentöse Behandlung unterstützen und das Kind nicht in eine Schublade stecken. Sehr schwer.

Die Behandlung mit 'Ritalin' (Originalmedi von CibaGeigy / kaum zu bekommen / wirkt meiner Meinung nach am besten) ist ja auch sehr umstritten. Aber ich glaube so schlimm ist die Tablette nicht, und bei den vielen Pillen die sich die Menschheit rein stopft versteh ich den Aufstand ums Ritalin nicht.

Wichtig sind auch Therapien durch Sachkundige - da gibt es eine große Bandbreite. Sinnvoll ist die medikamentöse Behandlung durch einen Facharzt (Da gibt es die Trennung in Ärzte die AD(H)S bei Erwachsenen behandeln und in die die Kinder behandeln (beides ist übrigens von der WHO offiziell anerkannt). Eine rolle spielt auch ob es sich um Hypoaktivität (ADS = ruhig und verträumt) oder Hyperaktivität (ADHS = unruhig und zappelig) handelt.

Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat gibt es von vielen Firmen, und nicht alle wirken bei allen gleich. Ich habe die Erfahrung gemacht das manche bei vielen nicht richtig oder gar nicht wirkt. Auch Retard-tabletten/kapseln wirken nicht bei jedem wie es gedacht ist. Die richtige Dosierung (die Phasenweise variieren kann) ist der Schlüssel dabei.

Mit Facharzt meine ich nicht nur ein Psychiater der es verschreiben kann, sondern nach Möglichkeit ganz klar spezialisierte Ärzte/Ärztinnen.
Auch wird für Kinder (soweit ich weiß) von K-Kassen das Medikament zumindest anteilig gezahlt.

Dann ist es auch wichtig sich selbst zu informieren. Da gibt es Fachliteratur (kein Schrott aus Zeitungen/Zeitschriften/Internet/etc.) und Selbsthilfegruppen.

Am Ende muss man auch wachsam sein ob alles die richtigen Wege geht. Mir war es zum Beispiel in der Schule peinlich die Tablette zu nehmen weil alle gefragt haben was das ist. Da hab ich aufgehört es zu nehmen und heimlich weggeworfen. Den Beleg dafür das dass nicht gut war habe ich heute schwarz auf weiß.

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Das ganze ist ein sehr komplexes und kompliziertes Thema, ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Vielleicht hab ich dir auch viel erzählt was du schon weist. Aber wenn du Fragen hast kannst du mich auch gerne direkt anschreiben.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen bei dem Ganzen, weil es nicht immer einfach ist. Alles gute auch deinem Sohn.

Liebe Grüße, Shubunkin

Hallo Shubunkin

Vielen Dank für diese Informationen.wir sind bei einen Kinderarzt mit Schwerpunkt ADHS in Behandlung, er kümmert sich sehr darum das die Kinder richtig eingestellt werden.
 

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