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ADHS Mutter sucht Rat

mamajedi

Neues Mitglied
Hallo,
mein Sohn ist 13 Jahre alt.Mit 6 Jahren wurde bei ihm ein ADHS mit Hochbegabung diagnostiziert.Damals war ich gleichzeitig geschockt und doch irgendwie beruhigt, endlich eine Diagnose zu haben. Dank Therapie und Medikamente konnten "wir" die Schule bis jetzt ganz gut bewältigen.O.K, es ist ein ständiges Auf und Ab!
Doch seit einiger Zeit zieht sich mein Sohn immer mehr zurück,am liebsten sitzt er alleine in seinem Zimmer! Angebote etwas zu unternehmen lehnt er entweder sofort ab,oder wenn man ihn doch überreden konnte,sitzt er total gelangweilt daneben oder nöllt so lange, bis man wieder nach Hause fährt!
Auch Angebote von Klassenkameraden schlägt er aus.Äussert jemand nur die kleinste Kritik,spricht er von Mobbing.Wird irgendwo gelacht,ist er davon überzeugt,er wird ausgelacht.
Ich habe Angst!!!
Gibt es vielleicht irgendwo Eltern,die das gleiche Problem haben?
 
Er hat schlicht und ergreifend im Moment keine Herausforderung mehr, die ihn reizt und solange du nicht dahinter kommst bzw. er selbst nicht dahinter kommt, was ihn reizen könnte, solange kannst du noch so viel auf ihn einreden, es prallt an ihm ab!
 
Ich habe einfach Angst,dass er total vereinsamt.Freunde rufen nicht mehr an,es kommt auch niemand mehr vorbei.Aber ich kann das auch verstehen,wenn man immer eine Abfuhr bekommt.
Das einzige was ihm Spass macht,sind YoGiJo Karten und das Daddeln an Spielkonsolen! Wobei ich gleich anmerke,dass bei uns das Daddeln an Schultagen untersagt ist.
 
ADHS ist eines der häufigsten fehldiagnostizierten Krankheiten. Wer sein Kind unnötig mit Medikamenten vollstopft, der brauch sich nicht wundern, wenn es dann irgendwann lustlos und kaputt ist. Nur, weil es von der Gesellschaft als abnorm angesehen wird, dann muss es das noch lange nicht sein. Sich nicht konzentrieren können und unterbewusst nicht konzentrieren wollen sind zwei unterschiedliche Dinge. Meist kommt man mit den Kindern nicht klar, wenn eine extreme Differenz zwischen Kind-Eltern-Intelligenz besteht. Als ich damals in der Schule gesessen habe und die Lehrerin zum wiederholten Mal etwas für mich so offensichtliches in Mathe wiederholte, hatte ich auch keine Lust ruhig sitzenzubleiben oder die Aufgabe, die man ohne Probleme konnte ständig zu wiederholen. Hätte mich in der Zeit auch lieber mit anderem beschäftigt. Das Problem, was ich aber nun habe ist, dass ich trotz meiner Intelligenz oft in Sackgassen hänge, weil ich nie gelernt habe richtig zu lernen. Also solltest du vllt eine Möglichkeit versuchen ihm das Lernen (die art die ihm zusagt) zu vermitteln. Interessensfindung wäre auch wichtig. Weil ich mir vorstellen kann, dass er sehr viele hat. In davon aber keins richtig erfüllt oder er nicht die Möglichkeit sieht sie zu verwirklichen. Und dann etwas um die Gedankenwelt mal abzuschalten, denn jeder der 24/7 nur am Denken ist, wird iwann mal verrückt. Meditation. Und immer motivieren! Egal, was er sich in den Kopf setzt, lieber scheitert er und lernt daraus, als von vorherein davon abgehalten zu werden.
 
Ok., wie immer man auch über ADHS denkt, und was auch immer auf Deinem Sohn zutrifft...hättest Du nicht geschrieben, dass er diese Symptome hat...hätte ich einfach gedacht, er ist in der Pubertät. Nörgeln, Gefühlschaos, Ruhebedürfnis, Langeweile, depressiveähnliche Symptomatiken hört sich so befremdlich nicht an.
Schau doch einfach mal, in dem Forum, dass Dir Serafina-13 gelinkt hat nach, wie andere mit Pubertät und ADHS umgehen. Auch ich bin der Meinung, dass ADHS sehr kritisch zu betrachten ist. Aber ihr werdet euch ja schon sehr mit dem Thema beschäftigt haben. Vielleicht hat er auch einfach Probleme, die, wenn er sie nicht mit euch bespricht, notfalls vom Fachmann/frau angeschaut werden sollten. Ich denke, ihr habt hier schon ein paar hilfreiche Tipps erhalten (ist halt nicht immer alles eindeutig und nicht immer einfach).
Liebe Grüße🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo mamajedi,

also ich habe bei deinen Worten auch zuerst an depressive Verstimmungen gedacht. Ich denke, es besteht wirklich die Gefahr etwas zu übersehen, wenn es diese ADHS - Diagnose gibt.

Er könnte auch einfach genervt sein. Wie man halt so in der Pubertät drauf ist. Er könnte auch einfach mal testen, wie er sich am Besten durchsetzen kann. Wie man das in der Pubertät gerne mal tut.

Auf jeden Fall ist dein Sohn nicht 'nur' das Kind, das ADHS hat (ich sehe die Diagnose auch eher kritisch), er ist auch dein Sohn, der gerade in der Pubertät ist und sich ziemlich daneben benimmt. Mit 13 Jahren kann er durchaus mal etwas aushalten und muss nicht so lange nölen, bis er seinen Willen durchgesetzt hat. Er sollte in dem Alter auch durchaus mal Rücksicht auf andere Familienmitglieder nehmen.

Äussert jemand nur die kleinste Kritik,spricht er von Mobbing.

Das sehe ich eher auch als einen Versuch, sich durchzusetzen. Das ist auch gar nicht so unschlau 😉 Er will nicht kritisiert werden und sieht jetzt mal, wie hoch er das aufhängen muss, damit du ihn unterstützt in dem Glauben, dass Kritik immer Mobbing ist. Manchmal ist Kritik auch berechtigt.

Wird irgendwo gelacht,ist er davon überzeugt,er wird ausgelacht.

Dieser Eindruck kommt meist von einem niedrigen Selbstbewusstsein. Das ist aber mit 13 Jahren normal. Der ganze Körper verändert sich, die Hormone schießen ein, das Leben verändert sich... . Da hat man nicht so viel Selbstbewusstsein. Das ist einfach so. Das geht jedem Menschen in dem Alter so.

Ich habe Angst!!!

Das glaube ich dir. Mir kommt es ein bisschen so vor, als hast du irgendwie gelernt, dass du dein Kind nicht mehr erziehen darfst/keine Forderungen haben darfst, weil dein Sohn ADHS hat.

Kein Jugendlicher sollte in dem Alter jeden Tag so lange am PC sitzen. Jeder Jugendliche sollte lernen, dass Rücksichtnahme wichtig ist. Und du brauchst dich auch nicht dauernd annölen zu lassen. Das darfst du dir verbitten 🙂

Lieben Gruß
Fragende
 

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