Hallo PC,
ich weiß nicht, ob es dich unbedingt weiter bringt, aber ich berichte trotzdem mal.
Ich habe nach den ersten sehr günstigen Startautos nach dem Führerschein immer versucht, ein gutes und einigermaßen junges Gebrauchtfahrzeug zu kaufen.
Dabei habe ich alte eher runtergerockte Autos stets privat verkauft, während ich später dann dazu übergegangen bin, die Autos als weitere Verhandlungsbasis in den Kauf des nächsten (teureren) Wagens mit einzubringen.
Leasing habe ich nicht mit in Erwägung gezogen, da ich jährlich ca. 30.000 KM mache und die Angebote dann nur noch für Firmenkunden lukrativ sind. Den Leasingvertrag abzuschließen geht immer schnell und das neue Auto macht bestimmt Spaß. Allerdings kommen hier eben solche Dinge wie jährliche Laufleistung und eine Rückgabe des Wagens auf einen zu. Bei 10.000 KM im Jahr muss man sich schon jede weitere Fahrt von über 100 KM genau überlegen. Bei der Abgabe wird dann jede Abweichung vom Neuwagenstatus dem Nutzer in Rechnung gestellt. Schramme im Lack, zerkratze Felge, Fleck auf dem Sitz, usw. kostet dann alles Extra.
Bei meinem letzten Besuch im Autohaus ist es dann sogar ein Neuwagen geworden, der erneut finanziert wurde. Ich habe bereits ein hochpreisiges 2-sitziges Cabrio mit in die Verhandlungen gebracht. Dieses wäre in der nächsten Wartung inkl. TÜV etwas teurer geworden, da einige Punkte auf der Agenda standen.
Für mich war es das Gesamtangebot, was gepasst hat.
- Für mein Cabrio habe ich beim Verkauf ans Autohaus nahezu das gleiche bekommen, was ich vor 3 Jahren bezahlt hatte.
- Auf den Neuwagen habe ich auch einen netten Rabatt bekommen.
- Ich konnte ein Navi und die Winterreifen auf Aluminiumfelgen zusätzlich raushandeln.
- Da das Autohaus mit einem Versicherer zusammen arbeitet, habe ich eine 200 € günstigere Versicherung / Jahr abgeschlossen. (Habe viele Versicherungen verglichen)
- Habe eine 8-jährige Garantie abgeschlossen.
- Die Konditionen für die Finanzierungen sind weiterhin ok.
Das waren für mich genügend positive Argumente, die sich sogar rechnerisch bemerkbar machen und somit den Neuwagenkauf für mich gerechtfertigt haben. Ich kann im Jahr so viele KM fahren, wie ich will ohne auf eine Begrenzung zu achten. Jede von mir oder von fremden Leuten verursachte Schramme gehört mir, ich muss keine Rechenschaft darüber ablegen.
In den 2 Jahren bezahle ich in der Finanzierung zwar ca. 1500 € mehr, als das Leasingangebot ist, aber die anderen Punkte sprechen für sich. Ich persönlich bin der Meinung, das Leasing eher für Werksangehörige oder Firmen gemacht ist, als für Privatleute. Aber wie in vielen anderen Belangen kommt es auf die Rahmenbedingungen an. Wenn ich wirklich nur 5.000 KM im Jahr fahre, eine Beschädigung auf diesen wenigen KM ausschließen kann, ich mit der teilweise geringen Ausstattung (alles an Ausstattung mehr erhöht die Leasingrate) leben kann, so mag auch Leasing für Privatpersonen sinnvoll sein. Ein kleiner Unterschied besteht noch: Bei Kauf und Finanzierung besitze ich irgendwann das Auto, beim Leasing nicht. (Kann im Anschluss natürlich oftmals auch gekauft werden, falls gewünscht).
Edit: Natürlich kann man beim Kauf auch die genannten Prämien abgreifen. Hier kommen sie dem Kunden statt dem Autohaus zugute.
Viele Grüße Greeni