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Abmahnung wegen Falschaussage einer "Kollegin" erhalten.

quaxi

Neues Mitglied
Ich fange mal früher an. Ich habe 1998-2003 in meinem alten Geschäft, das geschlossen werden sollte, die Aufgabe einer Kassenkraft und alles was da dann dazugehört. Nun 2003 wurde zugesperrt, ich wurde versetzt in einen Laden der gleiche Kette, aber in einen neuen Bereich, nämlich den der Postagentur. Das machte ich, leider ohne jegliche Schulung, bis 2006 als ich mein Kind bekam. Ich war im Erziehungsurlaub bis 2009 und kam wieder in dieses Geschäft zurück. Allerdings, mittlerweile privatisiert und ohne Postagentur, also kehrte ich wieder als Kassenkraft zurück. Schön und gut, war mir eh lieber, das konnte ich wenigstens und mußte nicht immer mit doofen Gedanken zu Hause grübeln, ob ich auch alles richtig gemacht hatte.
2010 wurde ich von diesem privaten Chef in einer seiner anderen Geschäfte versetzt, auch als Kassenkraft. 2011 bekamen wir hier eine Postagentur dazu und noch dazu eine neue Kollegin. Ihres Zeichens auch Abteilungsleiterin für dieses Resort.
Ich habe nur einmal gesagt, als sie wissen wollte, was ich schon gemacht habe, dass ich eben auch schonmal in einer Postagentur gearbeitet habe. Ein großer Fehler, denn seit diesem Zeitpunkt wollte sie immer, dass ich sie mal vertrete, wenn sie aufs Clo ging oder eine rauchen wollte.
Nun es kam, wie es kommen mußte, ich bediente auf ihre Bitte hin eine Kundschaft, die wohl an diesem Tag eine äußerst miese Laune hatte und ich war der Prellbock darfür.
Diese wollte 20 Pluskarten und ich hatte nur eine 10Packung hervorgeholt. Auf erneute Nachfrage wurde ich erst von der Kundschaft aufs Übelste beschimpft und als ich meiner Kollegin sagte, sie solle das bitte selbst fertigmachen mich auch aus der Affaire entfernt.
Ja, Kundin hat sich auch beschwert, logisch, bin zur Zeit ein Glückspilz für sowas.
Auf Nachfrage vom Chef, behauptete eben jene Kollegin folgende Behauptung: Ich habe die Anweisung von unserem Chef, die Post zu lernen und sie solle mir das doch zeigen. Ich habe ihr aber immer wieder gesagt, dass ich ohne Schulung gar nicht in diesen Arbeitsbereich gehöre. Aber sie tat es immer mit der Begründung ab, dass ich das trotzdem kann und und und.
Ich habe mir dafür dann die Abmahnung vom Chef eingehandelt und bin damit die Lackierte.
Nun meine Frage: Was kann ich dafür tun, die Abmahnung streichen zu lassen? Die ich in meinen Augen unberechtigter Weise erhalten habe. Zwar habe ich nichts unterschrieben, aber der Chef hatte einen Zeugen dabei, der das gesehen hat, dass er mir die Abmahnung gegeben hat.

Ich wollte eigentlich die Kollegin vor versammelter Mannschaft mal noch packen und bloßstellen und von ihr die Rücknahme ihrer Aussage verlangen, da ich eben auch noch einiges gegen sie in der Hand hätte, das für eine Abmahnung für sie auch noch reichen würde. Nur bin ich halt nicht das Kollegenschwein, dass andere ans Messer liefert. Es ist übrigens in fast 24 Jahren Arbeitsleben meine erste einzige Abmahnung. Und trotz allem bin ich todunglücklich über diese.

So, langer Text, aber ich mußte mir das jetzt mal von der Seele schreiben, Danke fürs Lesen und für evtl. Ratschläge.
 
Erstmal versuchen, mit dem Chef darüber zu reden. Wenn das nicht geht und Du hast Zeugen:
Gegendarstellung schreiben und die Entfernung der Abmahung aus der Personalakte verlangen.
Falls vorhanden, den Betriebsrat einschalten.

LG, John
 
Zuletzt bearbeitet:
Und vor allen Dingen schnell !!!

Ich hab jetzt beim googlen auf die Schnelle zwar nichts gefunden, aber ich meine, dass es auch für eine Entfernungsklage ( also der Gang zum Arbeitsgericht um die Rechtmäßigkeit der Abmahnung juristisch prüfen zu lassen ) eine gewisse Frist gibt. Wenn Du auch noch vorher mit Chef und Betriebsrat sprechen willst, solltest die Hufe in die Hand nehmen.

Ein Termin beim Rechtsanwalt kann sicher nicht schaden.

Grüßle

Schlumpf
 

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