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Ab wann reich und wieviel sparen?

V

Valerius3423

Gast
Im Internet kursieren verschiedene Studien und Statistiken wie die Einkommensverteilung der Bevölkerung aussieht.

Die Beträge variieren teilweise, grob gesagt gehört man anscheinend als Single bei einem Netto-Einkommen ab ca. 3300 EUR, teilweise werden auch 3.700 EUR netto genannt, zu den reichsten 10% der Bevölkerung. 90% der Bevölkerung haben demnach ein geringes Einkommen.

Für Paare werden sogar Werte ab 5.000 EUR Haushaltseinkommen, teilweise allerdings auch ab ca. 7.300 EUR netto als reich angenommen.

Hinsichtlich Sparen finden sich Statistiken wonach nur 3% der Bevölkerung monatlich zwischen 700-999 EUR spart und sogar nur 1% über 1.000 EUR.


Meine Fragen:
Kann das wirklich sein?
Es kommt mir niedrig vor.

Ich kenne mehrere Personen, die nach dieser Definition zu den 10% reichsten und beim Sparen zu den 1% gehören.
Für mich selbst gilt das auch. Deshalb fällt es mir schwer, das tatsächlich zu glauben.
Vor allem gibt es ja auch Personen, die noch deutlich mehr sparen, z.B. 2.000 EUR im Monat.

Kann das also wirklich stimmen?
Oder bastelt man die Statistiken so, damit sich möglichst viele reich, wohlhabend und elitär fühlen, so dass alle glücklich & zufrieden sind und keiner auf die Idee kommt irgendwas zu kritisieren?
 
Ist doch egal wie du dich fühlst.
Jedenfalls stimmt was nicht wenn du dir solche Gedanken machst bei einem Einkommen in der Größenordnung.
Dir gehts gut. Ist doch egal wievielen es besser geht. Wichtig ist wievielen es schlechter geht.
 
Du müsstest vergleichen mit jenen, die kein Trinkwasser aus einer Leitung kennen, die vier Quadratmeter Zelt bewohnen und nur an eines denken können, wie sie das überleben sollen.. da könnten ein paar Tausender wie für dich eine Mille sein.
 
Deshalb fällt es mir schwer, das tatsächlich zu glauben.
Dann ist es höchste Zeit über deinen eigenen Tellerrand zu schauen und deinen Horizont zu erweitern.

Sehr, sehr viele Menschen kommen mit ihrem Einkommen gerade so über die Runden und können keinen Cent sparen. Google doch mal nach dem durchschnittlichen Netto-Einkommen in Deutschland (oder Europa). Das liegt WEIT unter deinen €3300,-. Dann kannste dir ausmalen oder sogar ausrechnen, wie viele Menschen deutlich weniger verdienen als der Durchschnitt und damit noch viel, viel weiter weg von €3300,- sind.
 
Wieso, das klingt für mich sehr plausibel. 3300 netto entspricht ca. 70.000 € Jahreseinkommen und 3.700 netto ca 80.000 €. Das verdienen in der Tat nicht viele. Du bewegst Dich vielleicht auch nur in einem entsprechenden Umfeld. Welche Ausbildung hast Du denn und die Leute, die auch so viel verdienen? Frag‘ halt mal die Kindergärtnerin oder Friseurin oder Koch oder die meisten Handwerker usw., ob sie 70k Jahrseinkommen haben?

70.000 € ist selbst für Akademiker ein stattliches Gehalt. Gerade beim Einstieg mit 30 Jahren…..

Zudem ist das der Schnitt. Dh es sind ja auch Berufsanfänger mit Mitte 20 enthalten? Das Jahreseinkommen bei Menschen zwischen 40 und 50 Jahren ist bestimmt ein bisschen höher. Aber auch nicht viel höher…..
Und woher weißt Du denn, wie viel alle in Deinem Umfeld wirklich sparen? Also langfristig anlegen und nicht für den nächsten Urlaub wieder verbraten?

Sorry, aber Du wirkst sehr weich gebettet… Viele wissen gar nicht, wie gut sie es haben….
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte nicht wissen ob es mir objektiv gutgeht oder welchem armen Menschen auf dem Planeten es schlechter geht.

Ich möchte wissen:
Ist das so oder ist das nicht so in Deutschland?

Ich kann sofort 5 Personen in meinem direkten Freundeskreis nennen, inkl. meiner Partnerin, die alle mehr wie 1.000 EUR monatlich sparen. Sind das also jedesmal die 1%?
Auf 6 Leute (inkl. mir) kommen dann also 594 Leute, die es nicht können? Fällt mir schwer zu glauben, dass sich diese 6 Personen aus den 600 per Zufall alle in meinem Umfeld aufhalten.
 
Ich kann sofort 5 Personen in meinem direkten Freundeskreis nennen, inkl. meiner Partnerin, die alle mehr wie 1.000 EUR monatlich sparen. Sind das also jedesmal die 1%?
Auf 6 Leute (inkl. mir) kommen dann also 594 Leute, die es nicht können? Fällt mir schwer zu glauben, dass sich diese 6 Personen aus den 600 per Zufall alle in meinem Umfeld aufhalten.
Du fragst hier in nem Hilferum Forum.
Vielleicht bemühst du dich einmal und liest Studien dazu, da kannst du adäquate Antworten finden aber nicht hier unter zumeist finanziell armen Menschen.

Weiter kann ich in meinem alten Bekanntenkreis ebenso 10 Stück aufzählen die in ner ganz anderen Schublade stecken. Ist daran irgendwas repräsentativ?
Du hast halt so ein Umfeld.
Ich wohne in nem Häuserblock da verdient vllt 1% soviel wie du, du Witzbold.
 
Fällt mir schwer zu glauben, dass sich diese 6 Personen aus den 600 per Zufall alle in meinem Umfeld aufhalten.
Gut, das ist dann eigentlich eine soziologisch-demographische Frage. Tatsächlich leben viel mehr Menschen in homogenen sozialen Bezugsgruppen (gleicher/ähnlicher Bildungsgrad, gleiche/ähnliche Einkommensklasse, etc.pp.), als in heterogenen. Dazu gibt es Statistiken und Studien, aber das kann man sich bei tiefergehendem Interesse auch selbstständig ergooglen.

Du kannst für dich ja hinterfragen, wie es kommt, dass dein Umfeld auf wirtschaftlicher Ebene so wenig divers ist. Wie und wo hast du deine Freund*innen kennengelernt, was verbindet euch? (Ausbildung, Studium, Beruf, "vererbte" Freundschaften, da schon Eltern befreundet waren, usw.) Noch immer so ein großer Zufall, dass es diese Gemeinsamkeit zwischen euch gibt?
 

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