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  • Starter*in Starter*in Gelöscht 126786
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Hallo Gelöscht 126786,

schau mal hier: A. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hey und willkommen

Kann es gut nachvollziehen. Du bist sehr bewusst, das ist ein erster Schritt. Hast du denn selbst eine Ahnung, woher das kommt?
Deinen Zeilen entnehme ich, dass du wohl kein liebevolles Zuhause hattest als Kind?
Eines vorweg, eine schelle, schmerzlose Lösung gibt es meiner Erfahrung nach nicht. Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie tief verwurzelt diese Minderwertigkeitsgefühle sind. Oder anders gesagt, wo sie ihren Anfang nahmen.
Bist du denn in einer Therapie?
 
Ich bin im Vergleich zu dir uralt.
Für mich ist sicherlich auch ein Schlüssel nicht dauernd auf die Dinge zu schauen, die nicht perfekt sind (wer ist schon perfekt?), sondern das in den Vordergrund zu stellen, was mir an mir selbst gut gefällt. Können schöne Augen sein oder ich kann gut auf Leute zugehen, etc.. Nicht verstellen, sondern authentisch sein. Was findest du an dir toll?
 
Hey und willkommen

Kann es gut nachvollziehen. Du bist sehr bewusst, das ist ein erster Schritt. Hast du denn selbst eine Ahnung, woher das kommt?
Deinen Zeilen entnehme ich, dass du wohl kein liebevolles Zuhause hattest als Kind?
Eines vorweg, eine schelle, schmerzlose Lösung gibt es meiner Erfahrung nach nicht. Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie tief verwurzelt diese Minderwertigkeitsgefühle sind. Oder anders gesagt, wo sie ihren Anfang nahmen.
Bist du denn in einer Therapie?


Hey und danke für das Willkommen hier


ich denke mal, dass das aus der Kindheit kommt - meine Eltern waren früh geschieden und wir haben anfangs 4 Tage die Woche bei meinem Vater verbracht.

Zu dem Zeitpunkt waren meine Schwester 8 und 9 Jahre alt, wir waren sehr viel alleine weil er immer am arbeiten war oder sich seinen Hobbies gewidmet hat. Einmal hat er uns für 4 Tage alleine gelassen, um in den Urlaub zu fahren. Immerhin hat er uns ein wenig Geld dagelassen und den Kontakt zu einem Restaurant, wo wir uns Essen abholen konnten.
Meine Schwester und ich haben das für normal gehalten. Auch haben wir uns um seinen Haushalt gekümmert, aufgeräumt und wollten unsern Eltern so wenig „Probleme“ machen wie möglich,

Es ist natürlich auch nicht richtig, alles auf die Eltern zu schieben. Eigenverantwortung zählt natürlich auch dazu.
Dann bin ich sehr auf diesen Leistungsbereich gegangen, um meinen Wert zu rechtfertigen. Hatte immer gute Noten, war fleißig und hatte immer sehr ambitionierte Ziele, die ich auch verfolgt habe. Aber ich komme immer wieder an den gleichen Punkt, habe immer wieder depressive Phasen.

Eine Therapie hatte ich schon mal, aber damals habe ich den Fehler gemacht über viele Dinge nicht zu sprechen, weil es mir zu der Zeit relativ gut ging. Ich habe es verdrängt, weil ich mir das nicht eingestehen wollte, dass diese Dinge mich belasten
 
Dann bin ich sehr auf diesen Leistungsbereich gegangen, um meinen Wert zu rechtfertigen. Hatte immer gute Noten, war fleißig und hatte immer sehr ambitionierte Ziele, die ich auch verfolgt

Das kenne ich. Und dann hat sich erstmals eine Freundschaft von mir ergeben mit jemandem, , der sein Wertgefühl daraus zieht, dass er IST nicht daraus was er macht oder was er leistet oder sich leisten kann.

Das war eine neue Sicht auf die Dinge für mich. Es ist nicht leicht, umzulernen, aber es ist möglich, auch, wenn ich immer wieder Rückfälle habe.

Wenn man rational darüber nachdenkt, ist jeder existierende Mensch wertvoll. Klar, man könnte sagen, dass man etwas leisten kann, um die Menschheit weiter zu bringen, anderen Menschen zu helfen Aber das macht doch auch nur dann Sinn, wenn andere Menschen an sich Wert haben.

Oder man arbeitet, damit man leben kann, sich Dinge kaufen kann, die man gerne haben möchte oder genug Geld hat, um Dinge tun zu können, die Geld kosten. Das ist ja auch völlig okay so.

Nur, es hätte wenig Sinn, dass du dir diese Mühe gibst, wenn nicht Du, Dein Leben, Deine Freude an diesen Dingen , Dein Sein an sich wertvoll wären, oder?
 
Lieber xyz_lu,
natürlich prägt uns unsere Geschichte, also wie mit uns als Kind umgegangen wurde.
Aber damit ist nicht alles zu Ende, fertig, aus, Mickey Maus, sondern es gibt trotzdem noch viele Möglichkeiten wie wir lernen können uns zu mögen, und unser Leben so gestalten können wie es gut für uns ist.
Ich glaube schon, daß ich im Großen und Ganzen Frieden mit meinem Leben geschlossen habe, aber ehrlich gesagt auch nicht immer, und selbst das finde ich in Ordnung.
Ich bin etliche Jahre älter als Du, und die Herausforderungen sind jetzt andere.
Wenn Du denkst vielleicht nochmal Therapie, warum nicht, aber auch das muß passen, und ist auch nicht immer leicht das Richtige zu finden.
Will Dir aber Mut machen.
Mag Dich einfach, so wie Du bist!
Wenn nicht die große Umarmung geht, dann eine kleine für den Anfang.
Ich finde Du kommst nett rüber, also vom Schreiben her!
Und sei nicht so streng mit Dir selbst!
 
Ich bin im Vergleich zu dir uralt.
Für mich ist sicherlich auch ein Schlüssel nicht dauernd auf die Dinge zu schauen, die nicht perfekt sind (wer ist schon perfekt?), sondern das in den Vordergrund zu stellen, was mir an mir selbst gut gefällt. Können schöne Augen sein oder ich kann gut auf Leute zugehen, etc.. Nicht verstellen, sondern authentisch sein. Was findest du an dir toll?

ja, es gibt schon einige Dinge ganz objektiv betrachtet.
Das Problem sind eher die Glaubenssätze, da ich durchaus viele positive Eigenschaften habe.
Positive Eigenschaften ordne ich dabei dem „verstellten“ Ich zu, während alle negativen mein „echtes Ich“ sind.

Aber ich kann z.B. lustig sein, andere motivieren wenn es mir gut geht, habe schöne Augen, eine gute Ausstrahlung laut anderen etc.

Wenn düstere Tage kommen, so kann ich das alles leider gar nicht sehen/anerkennen.
 

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