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6 wegen Spicken?!?

Völlig irrelevat. Man muss dabei die Perspektive des Lehrers sehen. Wer als Lehrer nicht annehmen würde, dass sein Schülern abgeschrieben hat, wenn alle Lösungen dem exakten Wortlaut der Musterlösung folgen, muss schon extrem weltfremd sein.

Es liegt halt am Schüler dann zu beweisen, dass er nicht abgeschrieben hat, da alles an dem Fall gegen ihn spricht. Ein einfaches "ich hab aber alles auswendig gelernt" wird da nicht reichen. Das ist so als ob jemand vor Gericht einfach nur sagt "war ich nicht" obwohl alle Anzeichen gegen ihn deuten.

Was ich weiß muss in Deutschland das GERICHT beweisen, dass der Angeklagte schuldig ist, nicht umgekehrt wie in den USA 🙂 . Ganz einfach wenn der Lehrer ihm nicht während der Klausur beim schummeln erwischt hat oder er so dumm war und einen Schummelzettel beim abgeben der Klausur drinnen gelassen hatte dann kann man ihm schlicht und einfach nichts. Zumindest war das bei uns immer so. Sonst könnte man ja bei jedem 1er den ein Lehrer vergibt behaupten der Schüler hätte das erschummelt. Dann bräuchte man auch keine 1 und 2 mehr als Note 🙂 .
 
Ich bin Lehrer. Und ich verwende in einem meiner Fächer meine Tests immer und immer wieder, so dass es teilweise für die Schüler durchaus möglich wäre, sich diese Tests von anderen Jahrgängen zu besorgen und mit etwas Glück den richtigen zu treffen und auswendig zu lernen.

Noch habe ich nicht den Endruck, dass meine Schüler auf den Trichter gekommen sind... dafür sind die Noten meist zu schlecht 🙂

Aber wenn es irgendwann einer hinkriegt, dann denke ich zunächst einmal natürlich, dass das meine Schuld ist. Mein Problem, wenn ich zu faul bin, einen neuen Test aufzustellen.

Aber Vorsicht: Zwar kann dir niemand verbieten, in weiser Voraussicht diese Klausur und ihre Lösungen gelesen zu haben. Und natürlich kann dir auch keiner vorwerfen, dass dir das beim Verfassen der Klausur geholfen hat. Aber es könnte schon sein, dass bei der Klausur eine eigene gedankliche Leistung gefordert war. Ein von dir verfasster Aufsatz zB. Und genau das hast du dann möglicherweise nicht abgegeben. Was dann durchaus zur Note 6 führen könnte.

Also so ganz einfach kommst du mir in so einem Fall nicht mit einer 1 davon. Wenn du einen längeren Text exakt wortwörtlich abgegeben hast, würde ich dich erstmal um eine Erklärung bitten. Wenn du dann sagst, du hast das auswendig gelernt, dann prüfe ich erstmal, ob du in der Lage bist, das auswendig zu lernen. Du bekommst dann Zeit, das nochmal auswendig zu lernen, und dann schreibst du mir den Text runter. Kriegst du das hin, dann ist erwieden, dass du das auswendig gelernt hast. Kriegst du das nicht hin, dann hast du die 6 wegen Abschreibens.

Aber auch wenn du das auswendig gelernt hast, hättest du in dem Fall noch keine 1. Reines Auswendiglernen ohne irgendeine Spur von Ahnung davon, was das ganze denn bedeuten soll, würde ich auch mit einer 6 bewerten. Und ob du das verstanden hast, würde ich durchaus mit ein paar geschickten Fragen rauskriegen.

Weiterhin könnte es gut sein, dass die Lösungshinweise, die du gefunden hast, eben nur Lösungshinweise o.ä. sind, aber keine als Klausur abgebbare akzeptable Lösung. Dann hast du auch verloren.

Tendenziell würde ich sagen, wenn du einen längeren Text aus einer regierungsamtlichen Musterlösung wirklich wortwörtlich wiedergibst, dann werde ich ich bemühen, dir irgendwie die 6 zu geben, und vermutlich packe ich dich irgendwie.

Wenn du aber alle Gedanken der Musterlösung in deinen eigenen Worten wiedergibst, dann hast du gewonnen, kriegst für deinen Fleiß eine 1 und ich pack mir an die eigene Nase, wie ich sowas demnächst durch weniger Faulheit meinerseits beim Klausurenaufstellen verhindern kann.
 
Was ich weiß muss in Deutschland das GERICHT beweisen, dass der Angeklagte schuldig ist, nicht umgekehrt wie in den USA 🙂 . Ganz einfach wenn der Lehrer ihm nicht während der Klausur beim schummeln erwischt hat oder er so dumm war und einen Schummelzettel beim abgeben der Klausur drinnen gelassen hatte dann kann man ihm schlicht und einfach nichts. Zumindest war das bei uns immer so. Sonst könnte man ja bei jedem 1er den ein Lehrer vergibt behaupten der Schüler hätte das erschummelt. Dann bräuchte man auch keine 1 und 2 mehr als Note 🙂 .

Wenn der Schüler so dumm ist den Lösungstext Wort für Wort aufzuschreiben ist das ein ziemlich eindeutiger Beweis für die Schulleitung. Wenn man jemanden trifft der über einer Leiche hockt, blutverschmiert ist und die Hand um das Messer geballt hat das im Herz des Opfers steckt während das Opfer seinen letzten Atemzug tut und niemand anderes weit und breit da ist kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen wer das war, auch wenn man dabei nicht zugesehen hat. Wenn es doch nicht so war, muss der ANgeklagte eben Dinge auffahren die dagegen sprechen das er es war. Ein einfaches "war ich nicht" reicht da nicht.

Wer einen Lösungstext Wort für Wort aufschreibt hat mit ziemlicher Sicherheit beschissen. Wenn es nicht so ist, muss der Schüler eben Dinge auffahren die dagegen sprechen das es so war. Ein einfaches "war ich nicht" reicht nicht.
 
Anscheinend ist es wirklich so, dass man in der Schule aufpassen muss nicht zu schlecht aber auch nicht zu gut zu sein 😀 . Aber es stimmt schon. 1🤐 hätte ich auch nie etwas bei einer Klausur wiedergegeben. Man muss halt auch so rafiniert sein und paar Fehler absichtlich einbauen^^.
 
Wir kennen weder IHN noch den Lehrer, und Wort für Wort auswendig lernen, das geht meist nicht.
Unser Gedächtnis ist kein Computer, Erinnerungen und das was wir uns merken und wissen, wird ständig umgebaut, wenn wir uns an etwas erinnern.
Wir vergessen Geburtstage, verlegen Schlüssel – und manches, an das wir uns erinnern, hat so nie stattgefunden.
Das menschliche Gedächtnis färbt Erinnerungen mit den aktuellen Gefühlen und dem jetzigen Wissen – sie werden so den aktuellen Bedürfnissen angepaßt.
Jedes Mal, wenn wir uns an etwas erinnern, wenn wir einen Gedächtnisinhalt hervorholen, verändern wir ihn wieder.
Durch die Stimmung, in der wir uns gerade befinden, durch neue Informationen, die wir damals noch nicht hatten.
Das ist wie eine Datei, die immer wieder verändert wird, und nur die neueste Fassung ist zugänglich.
Deshalb können wir auch falsche Erinnerungen haben, oder es können sich Details darin befinden, die nicht richtig sind.
Das liegt daran, daß das Gedächtnis dafür gebaut ist, unnötige und überholte Information zu vergessen.
Würde sich das Gedächtnis alles merken, wäre es mit nutzloser Information überflutet.
Würde ich nicht direkt mit einer 6 bewerten, sondern ihn noch mal mündlich prüfen, da müßte er es ja auch so wiedergeben können...Wort für Wort!
 
Wir kennen weder IHN noch den Lehrer, und Wort für Wort auswendig lernen, das geht meist nicht.
Unser Gedächtnis ist kein Computer, Erinnerungen und das was wir uns merken und wissen, wird ständig umgebaut, wenn wir uns an etwas erinnern.
Wir vergessen Geburtstage, verlegen Schlüssel – und manches, an das wir uns erinnern, hat so nie stattgefunden.
Das menschliche Gedächtnis färbt Erinnerungen mit den aktuellen Gefühlen und dem jetzigen Wissen – sie werden so den aktuellen Bedürfnissen angepaßt.
Jedes Mal, wenn wir uns an etwas erinnern, wenn wir einen Gedächtnisinhalt hervorholen, verändern wir ihn wieder.
Durch die Stimmung, in der wir uns gerade befinden, durch neue Informationen, die wir damals noch nicht hatten.
Das ist wie eine Datei, die immer wieder verändert wird, und nur die neueste Fassung ist zugänglich.
Deshalb können wir auch falsche Erinnerungen haben, oder es können sich Details darin befinden, die nicht richtig sind.
Das liegt daran, daß das Gedächtnis dafür gebaut ist, unnötige und überholte Information zu vergessen.
Würde sich das Gedächtnis alles merken, wäre es mit nutzloser Information überflutet.
Würde ich nicht direkt mit einer 6 bewerten, sondern ihn noch mal mündlich prüfen, da müßte er es ja auch so wiedergeben können...Wort für Wort!

Naja es gibt ja Leute die ein photografisches Gedächtnis haben, schon davon gehört? Klar war es von ihm ein bisschen fahrlässig alles 1🤐 niederzuschreiben, aber ihm gleich eine negative Note dafür reinzudrücken wenn er wirklich im Recht ist? In meiner Schulzeit war es sogar so, dass wenn jemand beim Schummeln erwischt wurde nichteinmal eine negative Note auf die Klausur bekommen hatte, sondern nur das nicht bewertet wurde was auf dem Schummelzettel gestanden ist oder es wurde einfach nur der Schummelzettel weggenommen aber die Leute bekamen trotzdem positive Noten auf ihre Schularbeit/Klausur. Echt wahr.
 
Ich hatte letztens das gleiche "Problem". Bei mir hat der Lehrer zwar erkannt, dass ich die Erwartungen für die Bearbeitung der Klausur im Voraus kannte, mir aber dennoch die Note "sehr gut plus" gegeben, eben weil er mir einen Täuschungsversuch nicht 100%ig nachweisen konnte.
 
Also ich finde, es ist kein Spicken oder Betrug.
Wenn der Lehrer so drauf ist dass er allseits bekannte Arbeiten benutzt, dann kannst Du dich auch in dieser Form darauf vorbereiten. Du hast ja sogar dafür gelernt !!

In der Grundschule hat unser Jüngster den Vorteil gehabt, dass ALLE Diktate, Mathe- und Sachkundearbeiten etc.... von fast allen Lehrern benutzt wurden, und das sogar fast zur gleichen Zeit im Schuljahr.
Da sein älterer Bruder somit den gesamten Lehrstoff hatte, musste der Kleine nur beizeiten reinschauen und ab ging´s.
Der hatte nur gute Noten, und - das Ganze hat ihn sogar echt angespornt !
In der Realschule war er trotzdem einer der Klassenbesten.

LG
 
Ich hab folgendes Problem: Gestern musste ich eine Klausur in Sozialwissenschaften schreiben. Da der Lehrer dafür bekannt ist, dass er gerne Klausuren nimmt, die schon mal im Abi dran waren, habe ich eine zum Thema gesucht und mir die genau angeschaut. Ich hab die erwarteten Inhalte aus dem Bewertungsbogen alle wortwörtlich auswendig gelernt. Und dann kam in der Klausur genau das dran, sodass ich die Aufgaben schließlich genau so (d.h. wortwörtlich) gelöst habe wie das Schulministerium, von dem die Lösungen stammen. Kann der Lehrer mir jetzt wegen Spicken eine 6 geben oder ist er selbst Schuld, dass er eine Klausur stellt, von der ich die Lösungen hatte?

Bitte um eure Meinung! Vielleicht auch von Lehrern! Danke!
Spicken ist ein Täuschungsversuch, den man dir nachweisen muss. Betrogen hast du dich nur selbst, indem du eine Lösung auswendig gelernt hast, ohne sie zu verstehen.
 

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