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3ter Hund jung verstorben, liegt es an der Rasse, oder bin ich verflucht?

Anna verzweifelt

Neues Mitglied
Ich liebe Hunde, hatte als 12 jähriges Kind einen Hund bekommen. Später war es wegen beruflicher Tätigkeit oder Wohnsituation lange nicht möglich, einen Hund zu halten. Erst vor einigen Jahren, als ich ein eigenes Häuschen mit Garten erworben hatte und meine berufliche Situatin auf dauerhaft 50% Homeoffice geändert werden konnte, musste unbedingt ein Hund her und es sollte natürlich meine bevorzugte Rasse, ein Boxer sein. Mein erster Boxer kam vor 6 Jahren aus dem Tierschutz Ein Rüde.. Ich bekam ihn mit ca. 1 Jahr und es war ein totaler Angsthund, den man auch misshandelt hatte. Dieser Hund legte viele seiner Ängste ab, war trotz allem zu allen Menschen und anderen Hunden freundlich. Im Haus ein verschmust Couchpotatoe. Leider nicht gesund. Er hatte eine Mittelmeerkrankheit, die dauerbehandelt wurde und an sich kein so großes Problem war. Schlimmer war ein Bandscheibenvorfall, den er mit 2 Jahren hatte und immer wieder zu Schmerzen führte. Mit 3 1/2 Jahren diagnostiziert der Tierarzt ein Osteosarkom (Knochenkrebs), der 3 Wochen später bereits solche Schmerzen bereitete, dass wir ihn nur noch erlösen konnten.
Mein 2ter Boxer, sollte etwas anderes sein, eine Hündin aus VDH Zucht. Mit 1 1/2 Jahren stellte man fest, dass Sie an einer vererben, polyzystischen Niereninsuffizienz litt. Von da an nur noch strenge Nierendiet. Mit 2 Jahren und 3 Monaten waren beide Nieren durch die Erkrankung komplett zerstört und auch diese Maus musste ich einschläfern lassen, weil sie sonst jämmerlich verrecken hätte müssen. Sie war ein ebenfalls so toller Hund gewesen. Lieb und schmusig im Haus, sie mochte Kinder und junge Menschen total und konnte daher auch mit mir in die Arbeit. Sie hatte mehr Power als mein vorheriger Boxerbub, manchmal auf clownische Weise fast ein wenig ADHS. Aber ebenfalls in der Wohnung schmusig und recht ruhig. Natürlich durch die züchterische Sozialisation auch nahezu furchtlos. Ich meine damit, dass ich mit Hund 1 ein halbes Jahr trainieren musste, bis er freiwillig ins Auto stieg, er nie in Aufzüge, Busse oder Züge gestiegen wäre, was sie problemlos tat. Was Frauchen machte, machte sie einfach mit.
Bei beiden Hunden brauchte ich einige Monate Trauerzeit, bis der Wunsch wieder einen Hund zu haben größer wurde, als die Trauer.
Jetzt hatte ich mich in ein kleines Boxermädel, wieder aus VDH Zucht mit allerbesten Erfahrungswerten verliebt. Ich hatte das süße Baby gerade eine Woche, als sie ohne jegliche Vorzeichen plötzlich erbrach, zusammenbrach und tot war. Innerhalb einiger Sekunden. Was dieser kleine Hund hatte, wird erst noch untersucht. Ich habe sie auf dringender Bitte der Züchterin in ein veterinärmedizinisches Institut gebracht. Es ist ein einziger Albtraum. Ich bin schockiert, fassungslos und total verzweifelt.
Bekannte meinen, ich sei verflucht worden. Eigentlich glaube ich an sowas überhaupt nicht, denn dann müssten auch Kriegstreiber, die tausende von Menschenkeben auf dem Gewissen haben, einfach daran sterben, denn die hat man bestimmt verflucht.
Andere Bekannte versuchen mich zu überzeugen, dass ich es mit einer anderen Rasse versuchen soll, doch das geht nicht. Ich gehöre zur Fraktion einmal Boxer, immer Boxer oder gar kein Hund mehr. Im Moment bin ich einfach tottraurig und verzweifelt und frage mich echt, ob die Rasse so krank ist, dass es einfach passieren kann in 6 Jahren 3 junge Hunde zu verlieren,
 
Hallo @Anna verzweifelt
Mein Mitgefühl zu deinem Verlust 🖤

Ja, Boxer sind durch Fehler in der Zucht anfällig für viele üble Krankheiten. Ich lasse dir mal einen Link da, wo das sogar noch recht neutral formuliert wird. Ich denke, das ist lesenswert für dich, verflucht bist du nämlich ganz bestimmt nicht.
 
Liebes Dörfchen, ich danke dir für deine Antwort. Es würde mich nicht wundern, wenn genau eine dieser Herzkrankheiten bei meiner Kleinen festgestellt wird. Was ich nicht verstehe ist, wenn dies bekannt ist, warum macht man von den Kleinen keinen Ultraschall bei der medizinischen Abgabekontrolle. Das würde so eine absolut traumatische Erfahrung, die ich jetzt machen musste vielen Menschen ersparen.
 
Puuh ..
da meint es das Schicksal nicht gerade gut mit dir.
Verflucht ist die Situation keinesfalls.

Evtl. gönnst du dir mal ne "Boxerpause" und wartest, bis dir dein Boxer ins Leben kommt 🙂
 
Echt tragisch..
Mha schlimm, was du erlebt hast.

Meine Hunde waren alle die Besten, die ich je hatte. Meist kamen sie per Zufall in mein Leben, ich wusste bei zwei gar nicht, wie alt sie tatsächlich waren, als sie mir anvertraut wurden. Jedenfalls, einmal Terrier, immer so ein semmelbrauner Mischmaschköter, so hieß es bei mir, aber nachher kam ein ganz anderer, wieder das Gleiche- nie wieder nehme ich eine andere Rasse, das Höchste, was es an Hundi gibt und je geben wird- anschließend suchte ich genau so einen wieder, es kam aber ohne ausgertrauert zu haben wieder zu einem Neuen- ich dachte, nein, das kann ich nicht, ich kann mein Herz nicht mehr so hinhängen und wollte ablehnen, aber wie oft, kommts anders, als man denkt....das ist jetzt ein so was von kluger, so was von perfekter, komplett, gscheiter, charmanten, spitzfindigen, witzigen, süßesten Maus, dass ich fast meine, es ist irgendwie nur ein anderes Fell, ein anderes Aussehen, aber stets die Liebe selbst, in immer anderen Erscheinungsformen...

Lass dich hoffentlich wieder ein auf die Liebe eines Boxervierbeiners, vielleicht hast du mehr Glück, wenn es kein "Reinrassiger" ist, mit weniger Inzucht-Problemen.
 
Fluch ist das sicher keiner, wie man hört und liest, ist eher schon normal, dass gewisse Rassen sehr "gefragt" sind und wie du bei dir selber siehst, wegen dieser Fixierung auf nur diesen und sonst keinen wird Leiden weiter gezüchtet. In diesem Sinne ist es schon eine Art Fluch, man ist stur und wegen dem verdammt dazu, immer das gleiche Schicksal zu erleben. Nimm wengstens zur Probe einen anderen ins Visier als wen, der NUR dieses Erbgut trägt.
Ich dachte auch, nur dieser Typ Hund ist das einzig Wahre ich glaub, das ist ein Vorurteil.
Mein jetziger ist auch ein "Reinrassiger",, eine sehr teure Züchtung, deshalb wollte ich ihn gar nicht nehmen, weil ja bekannt ist, dass solche sehr Krankheitsanfällig sind. Mit ihrem Charme aber hat sie mich erobert, ich bin der vierte Halter, sie wurde wegen nicht tauglich zum Weiterzüchten immer wieder an andere Züchter abgegeben, sie hat keine Rüden an sich heranlassen, lausiger Köter, ab damit. Nun hat sie es gut...sie ist der glücklichste Hund ever und extrem leicht zu haben, mit ihr sieht man wieder, ohne Hund geht nicht, was wäre das für ein Leben..

Poste deine Erfahrungen, vielleicht machen dann andere endlich ihr Herz auf für kleine Abänderungen im Aussehen, aber nach wie vor mit Boxerseele.
 
Ich kenne sehr viele andere Rassen mit den gleichen Problemen und der VDH erlaubt mit diesen Zuchthunden immer weiter zu züchten.

Ich verstehe es nicht warum dagegen so wenig getan wird .
Vermutlich wegen des Geldes.

Genügend Käufer fallen darauf rein und kaufen immer wieder reinrassige Hunde, welche kurze Zeit später krank werden.

Nur wenige Rassen sind gesund, robust und noch nicht überzüchtet.

Meistens sind Mischlinge wesentlich robuster, langlebiger und gesünder.
Deshalb helfe ich auch dem rumänischen Tierschutz.
 
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