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3D Bio-Drucker

  • Starter*in Starter*in Dr. House
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Hallo Sigi!

Du bist Christ und hältst den Kapitalismus für "die beste aller notgedrungenen Möglichkeiten"?

Ellenbogen- und DschungelMentalität als Optimum menschlichen Handelns?

Hast Du schon mal etwas von Vernunft, Verantwortung, Gewissen, Wohlwollen, Fairness, Wahrheit und Liebe gehört?

He Eu-Frank, hallo,

ich habe nicht gesagt, dass ich ihn dafür halte, wenn du meinen Wortlaut nochmal liest.

Was du sagst klingt gut, aber zeige mir, wer es praktiziert? Wie könnte man es einführen als Triebkraft, gibst du der Sache Chancen? Warum gibt es noch kein Land/Sytem, was so funktioniert?

Ich hätte mögliche Erklärungen dafür, aber möchte diese nicht vorziehen, außerdem wäre das genau genommen ein neuer Thread. Vieleicht willst du ihn mit einer solchen Fragestellung eröffnen??

Schöne Grüße

Sigi
 
Organspenden sind schon aus mehrerer Sicht keine Lösung.
1. Dank Tauglichkeitsuntersuchungen und dem raschen Absterben von Organen sind nur solche von Hirntoten verwendbar, also bei bspw. einem Unfalltoten nützt ein Ausweis gar nichts.
2. Der Spender muss für den Rest seines Lebens Medikamente nehmen, dank denen er schon wegen eines Schnupfen Probleme bekommt.
3. Selbst wenn alles klappt, da der Körper das Organ nie akzeptiert, stirbt es dennoch irgendwann ab. Manche halten keine 20 Jahre durch.

Endgültig kann man das Problem nur durch solche Verfahren bekämpfen. Aber bis es soweit ist, werden noch Jahrzehnte vergehen. Der Drucker druckt dabei wirklich Zelle für Zelle auf eine Schicht... was in etwa so ist, als würde man versuchen von der ISS aus ein Haus zu bauen... mit einem Fernglas. Zukünftige Geräte werden also Autonom drucken müssen. Dazu weiß man jedoch auch noch zu wenig über die Zellen selbst, wie sie miteinander arbeiten, sich vermehren etc.. Insgesamt ist es wohl einfacher irgendwann genetisch veränderte Tiere als Ersatzteillager zu verwenden. Da treten dann zwar auch obige Probleme auf, aber es gäbe zumindest keinen Mangel.

Natürlich ist das mit den Organtransplantationen nicht ganz unproblematisch, aber zur Zeit ist es eben für viele die einzige und lebensrettende Lösung.
Man kann sich ja aussuchen was einem besser gefällt; ich persönlich find nur den Gedanken an makellose Organe aus dem Drucker unheimlicher als ein nicht ganz so perfektes Spenderorgan. Das führt doch nur alles dazu, dass es in ein paar Jahrhunderten keine Menschen mehr geben wird sondern aus gedruckten Organen, zusammen gebaute, wohlmöglich sogar unsterbliche Roboter.
 
Es könnten sich ja einfach mal alle einen Organspendeausweis zulegen, dann müsste nicht so ein mysteriöser Drucker erfunden werden.

House, wäre er da, würde vermutlich sagen, ja Weena, wenn alle sich gut funktionierende Faustkeile zulegen würden, hätten Messer, Skalpelle und dergleichen nicht mit so viel Aufwand erfunden und hergestellt werden.

😕

Sigi

etwas witzig gemeint, am Rande
 
House, wäre er da, würde vermutlich sagen, ja Weena, wenn alle sich gut funktionierende Faustkeile zulegen würden, hätten Messer, Skalpelle und dergleichen nicht mit so viel Aufwand erfunden und hergestellt werden.

😕

Sigi

etwas witzig gemeint, am Rande


🙄 Zwischen Skalpellen und Druckern gibts ja wohl noch einen gewaltigen Unterschied
 
Würde ich auch sagen.

Solche Probleme, wie die meisten, lassen sich nämlich nicht durch ein ändern des menschlichen Verhalten lösen, sondern nur durch Technologie. Ganz abgesehen von EuFranks Träumereien, die nirgends auf der praktiziert werden und noch nie in der Geschichte der Menschheit praktiziert wurden.

Weil es nicht geht.

Der Mensch ändert sich nicht und wenn, dann nur ganz langsam, ganz schwer und ganz begrenzt und natürlich abhängig von den Umständen. Deshalb funktioniert der Kapitalismus, weil er auf der menschlichen Natur aufbaut.

Oder kurz: Bevorzugt immer den Technological fix.
 
ich persönlich find nur den Gedanken an makellose Organe aus dem Drucker unheimlicher als ein nicht ganz so perfektes Spenderorgan.
Ich habe Leute kennen gelernt, die werden wegen dieser "nicht ganz so perfekten" Organe jetzt bereits tot sein. Dann lieber ein perfektes, welches zwar künstlich ist, mir dafür aber ein Leben ermöglicht.
 
Aber ein ziemlich verlängertes Leben...vielleicht sogar irgendwann bis hin zur Unsterblichkeit. Sollten bald perfekte Organe gedruckt werden, dann geht der eigentliche Sinn, also kranke Organe zu ersetzen doch sicher schnell verloren und man ersetzt von vorneherein alle Organe nur um möglichst lange und gesund zu leben. Ich verstehe nicht warum ein möglichst langes Leben für alle so erstrebenswert ist. Lieber lebe ich ein paar Jahre weniger als so viele zu viel.
 
Hallo Sigi!

Was du sagst klingt gut, aber zeige mir, wer es praktiziert?
Jeder normal entwickelte Erwachsene praktiziert dies im Grunde. Im Gegensatz zum Tier verfügt nun mal fast jeder Mensch über so etwas wie beispielsweise die Vernunft. Leider gebraucht nicht immer jeder seine Vernunft, aber dass ihr Gebrauch anzustreben ist, kann man doch nicht leugnen.

Leute ganz ohne Vernunft und Gewissen landen zB schnell im Knast. Nur mal so als Beispiel.

Wie könnte man es einführen als Triebkraft?
Ich halte zB das Gewissen für eine sehr starke Triebkraft. Es ist ein recht guter Navigator in Lebensfragen.

Nie vergessen: der Mensch ist mehr als ein Tier!
 
Das ist jetzt off... aber ja, die Medizin bietet uns ein immer längeres und unnatürlicheres Leben. Vor hundert Jahren noch wurde kaum jemand älter als 60... und in nochmal 100 dann kann man locker 120 werden? Wer das braucht, solche Spielereien wie unendlich neue Organe werden sich sowieso nur wenige leisten können. 😉
 
Ich empfinde es ja ein wenig dürftig, dass man scheinbar überhaupt keinen deutschsprachigen Artikel dazu findet. "House" selbst lieferte auch nur einen sehr spärlichen Link aus dem Jahre 2007 (!) in Deutsch!

Normalerweise müßte so ein Thema in Wissenschaftssendungen wie Leonardo (WDR5) auftauchen, wenn da war relevantes dran wäre. Vermutlich dauert die Forschung in diesem Bereich doch noch etwas länger als erwartet.

Wenn ich noch an die Entschlüsselung des menschlichen Genoms vor einigen Jahren denke! Was für ein Hype daraus gemacht wurde. Und jetzt herrscht tiefes Schweigen.
 

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