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Butterfly84
Gast
Hallo!
Mein Vater hat sich umgebracht und das bereits vor über 3 Jahren. Trotzdem ist es immer noch da, wie ein dunkler Schatten liegt es über unserem Leben. Er hinterließ meine Mutter, meinen Bruder (damals 15) und mich (damals 18). Seitdem hat sich alles verändert. Wir haben nicht nur ihn verloren, auch die ganze Familie ist dabei auseinander gebrochen. Seine Eltern gaben meiner Mutter die Schuld an seinem Tod. Später starb auch meine Oma, weil sie durch den Kummer wieder an Krebs erkrankt ist. Jetzt ist nur noch ein kläglicher Rest von dem, was mal meine Familie war übrig. Für meinen Bruder war es am schlimmsten, besonders die Tatsache, das sich mein Vater nicht bei ihm verabschiedet hatte. Seine Leistungen in der Schule wurden schlecht, er bekam einen schlechten Umgang durch seine Freunde, randalierte und rauchte Marijuana. Meine Mom konnte sich nicht so sehr um ihn kümmern, weil sie nun ganztags arbeiten gehen musste. Ich musste 2 Wochen nach dem Tod meines Vaters wegziehen, um meine Ausbildung anzufangen. Es ließ sich leider nicht verschieben. So war ich wenigstens abgelenkt. Eineinhalb Jahre danach zog meine Mutter mit meinem Bruder um, irgendwo ans andere Ende Deutschlands, weil sie Arbeit brauchte. Der Umzug tat zumindest meinem Bruder sehr gut. Sie wurde von allen im Stich gelassen, niemand half ihr oder kümmerte sich um sie. Auch jetzt ist es nicht so, wie sie es sich erhofft hat. Aus dem Neuanfang ist nicht viel geworden. Nach langer Arbeitslosigkeit verdient sie jetzt auch nicht sehr viel. Kann sich kaum was leisten für sich oder meinen Bruder. Alles ist so kompliziert geworden. In den 3 Jahren hat sich kaum etwas verändert. Noch heute spricht sie davon, wie oft sie noch an Papa denken muss, sie weint dann auch viel, weil sie es immer noch nicht versteht. Zuviele Fragen sind noch offen. Aber alles ist unwiderruflich vorbei. Wir werden es nie verstehen und nie Antworten für auf unsere Fragen finden. Ich möchte meist nicht hören, wenn sie drüber spricht, es ist zu schmerzhaft und meistens verdränge ich den Gedanken im Alltag. Aber es gibt auch Tage an denen es auch aus mir herausbricht. Gestern zum Beispiel. Mein Bruder feiert in einer Woche seinen 18. Geburtstag und 3 Tage später seine Schulabschlussfeier und außer mir und meiner Mutter wird niemand da sein. Meine Mom muss ihm die Sachen zum Geburtstag schenken, die er auf der Abschlussfeier anziehén soll. Zwei getrennte geschenke kann sie sich nicht leisten. Das zerreißt mich innerlich, weil er seit dem Tod meines Vaters bisher immer den Kürzeren gezogen hat. Das ist alles so verdammt unfäir. Es ist alles so schwierig und selbst nach so langer Zeit tut es noch verdammt weh. Es geht nicht mehr um schuld, sondern nur noch um das warum. Es gibt noch soviele Dinge, die unverarbeitet sind. Die Vergangenheit ist immer noch so present. Es zerfrisst uns alle innerlich. Bis jetzt hat unser Vater nichts, als 3 kleine Häufchen Elend hinterlassen.
Ich wollte das nur mal los werden.
Danke das ihr es gelesen habt.
Mein Vater hat sich umgebracht und das bereits vor über 3 Jahren. Trotzdem ist es immer noch da, wie ein dunkler Schatten liegt es über unserem Leben. Er hinterließ meine Mutter, meinen Bruder (damals 15) und mich (damals 18). Seitdem hat sich alles verändert. Wir haben nicht nur ihn verloren, auch die ganze Familie ist dabei auseinander gebrochen. Seine Eltern gaben meiner Mutter die Schuld an seinem Tod. Später starb auch meine Oma, weil sie durch den Kummer wieder an Krebs erkrankt ist. Jetzt ist nur noch ein kläglicher Rest von dem, was mal meine Familie war übrig. Für meinen Bruder war es am schlimmsten, besonders die Tatsache, das sich mein Vater nicht bei ihm verabschiedet hatte. Seine Leistungen in der Schule wurden schlecht, er bekam einen schlechten Umgang durch seine Freunde, randalierte und rauchte Marijuana. Meine Mom konnte sich nicht so sehr um ihn kümmern, weil sie nun ganztags arbeiten gehen musste. Ich musste 2 Wochen nach dem Tod meines Vaters wegziehen, um meine Ausbildung anzufangen. Es ließ sich leider nicht verschieben. So war ich wenigstens abgelenkt. Eineinhalb Jahre danach zog meine Mutter mit meinem Bruder um, irgendwo ans andere Ende Deutschlands, weil sie Arbeit brauchte. Der Umzug tat zumindest meinem Bruder sehr gut. Sie wurde von allen im Stich gelassen, niemand half ihr oder kümmerte sich um sie. Auch jetzt ist es nicht so, wie sie es sich erhofft hat. Aus dem Neuanfang ist nicht viel geworden. Nach langer Arbeitslosigkeit verdient sie jetzt auch nicht sehr viel. Kann sich kaum was leisten für sich oder meinen Bruder. Alles ist so kompliziert geworden. In den 3 Jahren hat sich kaum etwas verändert. Noch heute spricht sie davon, wie oft sie noch an Papa denken muss, sie weint dann auch viel, weil sie es immer noch nicht versteht. Zuviele Fragen sind noch offen. Aber alles ist unwiderruflich vorbei. Wir werden es nie verstehen und nie Antworten für auf unsere Fragen finden. Ich möchte meist nicht hören, wenn sie drüber spricht, es ist zu schmerzhaft und meistens verdränge ich den Gedanken im Alltag. Aber es gibt auch Tage an denen es auch aus mir herausbricht. Gestern zum Beispiel. Mein Bruder feiert in einer Woche seinen 18. Geburtstag und 3 Tage später seine Schulabschlussfeier und außer mir und meiner Mutter wird niemand da sein. Meine Mom muss ihm die Sachen zum Geburtstag schenken, die er auf der Abschlussfeier anziehén soll. Zwei getrennte geschenke kann sie sich nicht leisten. Das zerreißt mich innerlich, weil er seit dem Tod meines Vaters bisher immer den Kürzeren gezogen hat. Das ist alles so verdammt unfäir. Es ist alles so schwierig und selbst nach so langer Zeit tut es noch verdammt weh. Es geht nicht mehr um schuld, sondern nur noch um das warum. Es gibt noch soviele Dinge, die unverarbeitet sind. Die Vergangenheit ist immer noch so present. Es zerfrisst uns alle innerlich. Bis jetzt hat unser Vater nichts, als 3 kleine Häufchen Elend hinterlassen.
Ich wollte das nur mal los werden.
Danke das ihr es gelesen habt.