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21-Studium versaut, was jetzt?

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Gast

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Hallo liebe Community.

Meine Situation: Ich studier(t)e seit letztem Jahr Infomatik an der FH und hab mich mit Mühe und Not bis ins 3te Semester geprügelt. Ich dachte anfangs das mir das Studium liegen würde, aber hab schnell im 2 Semester bemerkt das das doch ein haaarter Weg wird. Und da ich überhaupt nicht der Typ fürs blanke Theorielernen bin und mich die Motivation fürs Studium nach den ersten schlechten Noten immer mehr und mehr verlassen hat, habe ich gestern meine finale Prüfung ( zweite Wiederholungsprüfung in Mathe) hingelegt und bin gnadenlos durchgefallen
=(((

Meine Gefühle darüber sind gemischt, einerseits sauer weil ich 1,5 jahre vergeudet habe nur um die Erkenntnis zu bekommen das Studieren nichts für mich ist und andrerseits froh das das ganze Theater mit der Lernerei vorbei ist.....was mir aber nicht weiterhilft.

So, alle sind glücklich bis auf einen, ICH.
Kein job, kein Geld, keine Ausbildung, keine Ahnung was ich jetzt tun soll. Ich hab echt sowas von NULL Plan, das einzige was ich weiß ist, ich will was arbeiten, KEIN STUDIUM MEHR. Derzeit lebe ich noch von meinen Eltern die grad stinksauer sind das ich das Studium so grandios "abgeschlossen" habe. >=(

Was ich mir derzeit wünsche ist ein einfacher Job nur um mal von meinen Eltern unabhängig zu werden so das die nichts mehr in mein Leben reinzupfuschen haben.
Mein Problem ist das ich einfach keinen Plan hab wie ich jetzt zu einen Job kommen soll. Alle die ich gefragt habe haben ihrerseits immer im Betrieb der Familie oder eines guten Bekannten gearbeitet. Echt super, alle scheinen einen reservejob parat zu haben wenns mal nicht klappt, nur einer nicht und das bin ich. Meine 3 Geschwister haben zwar kein Abi, aber gut bezahlte Lehrstellen erhalten und sind schon unabhängig. Ich hab zwar Abi, aber keine berufsbezogene Ausbildung und kein Studium, echt Klasse, manchmal denk ich mir das Studium war nur damit die Oma sagen kann. "Meiii, unser Bua studiert, ja der wirds mal zu was bringen" Zu was hab ichs gebracht. -NIIICHTS. aaaaargh
Entschuldigt bitte meine miese Laune, die legt sich bis morgen, aber ich weiß einfach grad echt nicht was ich mit meinem Leben anstellen soll =(

lg Bertram
 
Hallo,

Klar, dass Du erstmal sauer bist, immerhin willst Du was machen und rollst dich nicht erstmal frustiert zusammen😉 Auch schon was.

Du willst arbeiten. Eigentlich müsstest Du ja aber eine Ausbildung machen oder nicht? Mit Abi solltest Du eigentlich auch eine finden - wenn Du dir überlegt hast, welche Berufe in Frage kommen würden. Jetzt einfach im Supermarkt ect. zu jobben, würde zwar bisschen (wenig) Geld bringen, aber mittelfristig kaum die Lösung sein. Als "Ungelernter" bist überall das "kleinste Licht", wirst dementsprechend schlecht bezahlt, hast kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Als Abiturient würdest dich deutlich unter Wert verkaufen...

Ich würd es so machen: Berufsberatung nutzen, mir überlegen, welche Ausbildungen in Frage kommen, Bewerben, in der Zwischenzeit zu Jobben ist völlig okay...nur sollte das nicht die langfristige Perspektive sein, finde ich.
 
Hallo Bertram!

Garkein Grund, sich Stress zu machen oder den Kopf in den Sand zu stecken.

Ich war in Deinem Alter in einer ziemlich ähnlichen Situation, wie Du.

Hatte Abi gemacht, eineinhalb Jahre studiert und es war eine absolute Katastrophe. 😉 Aber: Du bist noch jung und hast sooooviele Möglichkeiten! Ich habe damals zuerst ein FSJ gemacht, danach eine Ausbildung und heute, mit 26 Jahren - Wunder, oh Wunder! - studiere ich wieder (allerdings was anderes, als damals) und bin mit meinem Studium überglücklich! 🙂

Überlege Dir einfach, was Du machen willst. Informiere Dich beim Arbeitsamt über die Möglichkeiten. Bei mir war es damals so, dass das Amt eine Lehrstellenbörse hatte. Ich habe mit einem sehr netten Herren zwei Stunden lang zusammengesessen und wir haben aufgedröselt, wo meine Stärken, Schwächen, Interessen liegen und mir eine entsprechende Ausbildung herausgesucht. In der Börse konnte ich dann selber nach den Firmen suchen, die die entsprechende Ausbildung angeboten haben und mich dort bewerben und auch vom Amt habe ich immer wieder Vorschläge zugeschickt bekommen.

Natürlich ist Dir wohl klar, dass Du mit Deinem Alter in vielen Betrieben über dem Altersdurchschnitt Deiner Mitazubis liegen wirst, andererseits freuen sich aber über das Alter auch viele Betriebe, da die dann davon ausgehen, dass man die ganze Sache ernsthafter sieht.

Wie gesagt, Du bist noch jung und hast soviele Möglichkeiten - net den Kopf hängen lassen, sondern nach vorne sehen! Du kannst noch viel aus Deinem Leben machen!

GlG,
Blackfield
 
Hallo Bertram,

ich verstehe deine Situation, aber kann mich meinen Vorrednern nur anschließen:

Sei froh, dass du dir so früh den Spiegel vorgehalten hast und dich entschieden hast. Ich kann dir sagen, 1 1/2 Jahre sind gar nichts.

Ich kenne Studenten die auf keinen grünen Zweig im Studium kommen, aber die sind teilweise schon im 10. Semester etc. Ich denke im Gegenteil:

Du hast im Bezug auf die Frage "Ist das Studium das Richtige für mich?" einiges richtig gemacht. Du hast geschaut wie es läuft, dir Gedanken gemacht und noch frühzeitig die Reißleine gezogen.

Wie schon geschrieben wurde:

Überlege dir was du machen willst und konsultiere die Berufsberatung.

Die Situation zwischen dir und deinen Eltern verstehe ich. Eltern stellen sich das mit dem Studium oft wie Schule vor und denken "Das packt er schon, die Schule war ja auch kein Problem."

Studium ist aber leider nicht gleich Schule und eine Vielzahl von Studenten merken während ihres Studiums, dass sie in eine Sackgasse fahren.

Ich persönlich denke du solltest in irgendeiner Art und Weise "froh" sein, dass du dich jetzt in dieser Situation befindest und nicht erst in ein paar Semestern.

Wie gesagt, Kopf hoch und setz dich mit den Leuten der Berufsberatung zusammen. Ich denke da wird sich auf jeden Fall etwas finden lassen. 😉
 
Ich selbst habe an einer FH für 3 Semester studiert und es dann sein gelassen.

Das ein Studium nichts ist, habe ich schon im ersten Semester gemerkt. Aber ich habe sehr schnell einen Job in der Bibliothek der FH gefunden (für mich als Leseratte perfekt). So konnte ich es noch bis zum 3. Semester aushalten, aber dann war es Zeit für eine endgültige Entscheidung.

Meine Eltern waren extrem sauer, aber ich war endlich glücklich. Da ich aber keine Ausbildung in petto hatte, habe ich mir einen Nebenjob gesucht und so ein bisschen Geld verdient. Währenddessen habe ich mich auf den Hosenboden gesetzt und mich auf Ausbildungsplatzsuche gemacht.

Ich muss sagen, diese eine Jahr hat mir gut getan. Und ich würde es jederzeit wieder so machen.

Also Kopf hoch. Einen Nebenjob findet man immer (auch wenn die oft nicht gut bezahlt werden). So verdienst Du aber ein bisschen Geld und kannst Dich währenddessen auf Ausbildungsplatzsuche machen.
 

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