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1er-Abitur?

  • Starter*in Starter*in Gast
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Hallo Gast,

schau mal hier: 1er-Abitur?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hab meine Ausbildung mit 1,1 abgeschlossen.

Punkt 1: Lernen
Punkt 2: Jemanden suchen zum gemeinsamen Lernen.
Punkt 3: Ziele, keine Träume: also nicht: so oft wie möglich melden, das kann man nicht erreichen, sondern sowas wie: jede Stunde 1 mal. Dann kann man nach jeder Stunde sagen: Ziel erreicht. Weiter so.
Punkt 4: Eine Note, die schlechter als 1,5 ist kam für mich nicht infrage (hatte Vorbildung, hätte ich mit meinem Stolz nicht ausmachen können)
Punkt 5: sich selber kontrolieren. Vor der Arbeit überprüfen, ob man auch alles kann (geht am besten mit Lernpartner). Sich selber das Wissen abfragen.
Punkt 6: Arbeiten mit Lernpartner nachbesprechen. Wo waren die Fehler. Was kann man besser machen.
Punkt 7: (Eigentlich der wichtigste Punkt für ein erfolgreiches Berufsleben): Social skills. Erkläre das was du kannst anderen in der Klasse (nicht überheblich und nur wenn es erwünscht ist) und sie werden dir auch gerne helfen, wenn du was nicht verstehst.
 
Verstehen wäre auch noch sinnvoll.

Was nützt es Dir auf Dauer, alles nur auswendig zu lernen? Zudem ist es einfacher, sich etwas zu merken, wenn man den Sinn/ Hintergrund verstanden hat.

Ansonsten ist ja alles andere schon gesagt. 😉
 
Und ganz wichtig: Nicht denken, dass Dein Abi nach dem Studium bzw. nach der Immatrikulation noch irgenwen juckt, egal wie gut es ist 🙂 Abi ist nur ne Eintrittskarte zur Uni (bzw. in eine Ausbildung) und da musst Du dann zeigen, was Du drauf hast - das ist das, was nachher zählt!

Habe noch mit einem unserer drei 1,0 Abiturienten Kontakt, der studiert jetzt Chemie und naja, seine Noten sind absolut nicht prickelnd. Eine Bekannte aus dem Abijahrgang vor mir, hat ebenfalls 1,0 und jetzt schon das 2te Mal das Studienfach gewechselt, weil sie nicht klar gekommen ist.

Ich hatte nen 2er Schnitt und jetzt im Studium steh ich auf 1,3 und liebe meine Fächer!

Abi ist die Aufwärmphase, nicht zu viel Energie rein stecken, sonst ist man später aus der Puste, für ne Sache, die einem so wichtig erscheint und eigentlich gar nicht ist 🙂

Und selbst fürs Medizinstudium: da nehmen sie den NC erstens bald runter und sollte das bei Dir noch nicht der Fall sein, dann gibt's immer noch den Medizinertest und für andere Fächer hochschuleigene Aufnahmeprüfungen.

Grußelis
 
Wie man das macht? Lernen, sich für möglichst viele Fächer ernsthaft interessieren und sich möglichst gut auch mündlich am Unterricht beteiligen.

Allerdings würde ich im Abitur eine 1 vor dem Komma heute nur noch anstreben, wenn ich ein entsprechendes n.c.-Fach studieren wollte. Ich habe 1982 Abi mit 1,6 im oberen Punktebereich gemacht (Abifächer: LK Deutsch, LK Englisch, GK Mathematik, GK Philosophie - also keine Laberfächer), damals hatten von den 112 Abiturienten meiner Jahrgangsstufe nur höchstens zehn eine 1 vor dem Komma. Habe nach einem frühzeitig abgebrochenen Psychologiestudium später Jura studiert. Dafür brauchte ich damals gar keinen n.c. Allerdings sind die Anforderungen so hoch, dass es sich dort für mich "ausge-einst" hatte. Ich habe beide Staatsexamina mit "befriedigend" bestanden, das ist für einen Juristen schon eine ordentliche Note, und habe auch einen ausbildungsadäquaten und noch dazu sicheren Job im öffentlichen Dienst bekommen. Kenne auch Leute, die ebenfalls 1,6 oder besser im Abi haben und in den juristischen Staatsexamina dennoch nur "ausreichend" erzielten. Jura ist dafür verschrien, dass die Notengebung dort besonders streng und schlecht ist. "Sehr gut" bekommt einer von 2.000 Examenskandidaten. Ist überall nachzulesen. Kann man mit Lehramtsstudiengängen und auch mit Medizin nicht vergleichen. Auch im Chemiestudium sollen einem die Einsen nur so nachgeschmissen werden.

Wenn du ein Einserabitur haben willst, streng' dich an, aber verausgabe dich nicht bereits in der Schule. Spare dir Nerven und Kräfte lieber fürs Studium auf!
 
Zuletzt bearbeitet:
1er- Abi bedeutet nicht unbedingt, dass du deshalb glücklich bist. Mein Kumpel hatte drei Jahre lang auf das 1,0 Abitur hingearbeitet; darüber alles andere im Leben vergessen. Aber wir haben ihn in seinem Vorhaben unterstützt. Und dann kam der Tag der Endnotenvergabe und tatsächlich - er hatte die 1,0 geschafft.
Den nächsten Tag hat er sich erhängt.
 
Das mit dem Lernpartner ist auch nicht jedermanns Sache.
Ich hatte ein 1,7er Abi und wenn ich nicht soviele 5en gehabt hätte (Geschichte, Politik und Sport hatte ich immer 1-3 Punkte, bin meistens einfach nicht hingegangen oder hab Arbeitsverweigerung betrieben), dann wär wohl auch ein besserer Schnitt rausgekommen.
Für meine Abiprüfung und auch im laufenden Schuljahr hab ich nicht gelernt, bin einfach so hin und hab die Klausuren geschrieben. LK hatte ich Englisch und Bio, die andern Prüfungskurse Latein und Religion (ein gesellschaftliches Fach war Pflicht in der Prüfung, da kam ich also nicht drumrum). Meine LK und Latein hab ich mit 15,14,14 Punkten geschafft, in Reli nur 10 (da sieht man halt meinen abgrundtiefen Hass gegen Gesellschaftswissenschaftliche Fächer...).
Ich ärger mich heut noch drüber, daß ich mich damals nicht zusammengerissen habe und wenigstens anwesend war in gewissen Fächern. Hatte bestimmt 15% Fehlzeiten gehabt und wär deswegen auch 2 mal fast von der Schule geflogen. Heute wache ich oft nachts schweißgebadet auf, wenn ich wieder Alpträume hatte, wo ich wieder zur Schule geh um mein Abi zum zweiten Mal zu machen, und diesmal gefälligst vernünftig 😉.
Also wie gesagt es geht auch ohne Lernen, ohne Lernpartner und ohne sein ganzes Leben drauf auszurichten. Ich war echt abgrundtief faul muß ich zugeben. Dafür hab ich jetzt die Rechnung und darf den Rest meines Lebens drüber sinnieren, ob ich nicht die 1,0 geschafft hätte mit ETWAS mehr Einsatzbereitschaft (dh auf dem Niveau eines ganz normalen Schülers, der tatsächlich auch zum Unterricht erscheint).
Aber ich finde das ganze war trotzdem ne gute Leistung, so als Sozialhilfeempfängerkind, mit dem ersten Schulabschluß oberhalb der Hauptschule in der gesamten Großverwandtschaft.
 
Aber ich finde das ganze war trotzdem ne gute Leistung, so als Sozialhilfeempfängerkind, mit dem ersten Schulabschluß oberhalb der Hauptschule in der gesamten Großverwandtschaft.
Ja, das finde ich auch. :blume:

Das mit dem ersten Schulabschluß oberhalb der Haupt- bzw. Volkssschule in der gesamten Großverwandtschaft trifft auch auf mich zu, wenngleich ich kein Sozialhilfeempfängerkind war.
 

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