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180 Grad Wende durch Antidepressivum

J

Jope

Gast
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Bin innerhalb eines Monats wie ausgewechselt gewesen, seitdem ich ein Medikament gegen Depressionen bekomme. Ich möchte nicht näher ins Detail gehen, aber ich kann mich nicht mehr mit meinem damaligen Ich identifizieren...kann meine Gedanken besser kontrollieren..irgendwie heftig.
 

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Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

Glückwunsch. Du scheinst auf Anhieb das richtige Antidepressivum
gefunden zu haben.

Das ist eher selten. Die meisten Menschen müssen sich durch zig Medikamente durchprobieren. Mache finden nie eins was einen durchschlagenden Effekt hat.

Sei froh dass es bei dir geklappt hat und du deine Depression überwunden hast.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 

Binchy

Aktives Mitglied
Das ist schön, Jope. Meiner Mutter ging es ähnlich, weniger depressiv, mehr Schwung, mehr Lebensmut.

Da kann man dann Dinge in seinem Leben ändern, weil man wieder Energie hat und irgendwann wird man dann vielleicht auch die Antidepressiva nicht mehr brauchen. Da hast Du Glück gehabt, dass es so gut wirkt.
 
J

Jope

Gast
Das ist schön, Jope. Meiner Mutter ging es ähnlich, weniger depressiv, mehr Schwung, mehr Lebensmut.

Da kann man dann Dinge in seinem Leben ändern, weil man wieder Energie hat und irgendwann wird man dann vielleicht auch die Antidepressiva nicht mehr brauchen. Da hast Du Glück gehabt, dass es so gut wirkt.
Ja, aber was mich nun stört, ist, dass ich einen Hass auf mein altes Ich hege. Ich war sehr anstrengend, impulsiv und anhänglich. Negativ. Belastend für andere. Das kann ich mir nie verzeihen. Freundschaften haben auch darunter gelitten...
 

Binchy

Aktives Mitglied
Ich zitiere Dir mal was, was ich in einem anderen Thread geschrieben habe, ich denke, das trifft auch auf Dich zu:

Du hast zum damaligen Zeitpunkt so gehandelt, wie es sich für Dich richtig anfühlte und wie es Deinem Gefühls- und Selbsterkenntnisstand entsprach. Jetzt erst hast Du Dinge erkannt, Fehler eingesehen, aber DAMALS warst Du noch nicht so weit und hast es noch nicht so gesehen. Also hast Du ja nicht wissentlich falsch gehandelt, sondern gemäß Deiner damaligen Einschätzung der Situation, die sich jetzt geändert hat, weil Du nachgedacht hast und mehr weißt.

Also kein grund für Schuldgefühle. Man kann immer nur so handeln wie man zum Zeitpunkt der Handlung fühlt, denkt und ist. Später ist man reifer, weiser und erfahrener und kann Dinge ändern und anders handeln.

Lerne daraus und mach dieselben Fehler nicht nochmals und hör auf, Dich zu quälen.
Du wusstest es DAMALS nicht besser, aber jetzt siehst Du es anderes. Arbeite an Dir, arbeite die Dinge auf, die Deiner Meinung nach falsch liefen, mach Therapie oder arbeite sonst an Dir. Aber hasse Dich nicht für etwas, was Du früher nicht besser konntest. Kein Mensch kommt als Heiliger zur Welt, man muss erst etliche Fehler, Erfahrungen, Fehltritte machen, aber auch ein Verbrecher kann an sich arbeiten und ein guter Mensch werden (damit rede ich natürlich nicht von Dir, klar).
 

juka

Aktives Mitglied
Ja, aber was mich nun stört, ist, dass ich einen Hass auf mein altes Ich hege. Ich war sehr anstrengend, impulsiv und anhänglich
Du solltest dir klar machen, dass Antidepressiva nur deine Emotionen beeinflußen, nicht aber deinen Charakter oder dein Wesen. Sie modulieren deine emotionale Reaktion auf die Herausforderungen und Belastungen deines Lebens. So kannst du z.B. jetzt vielleicht wesentlich entspannter auf etwas reagieren, was dir zuvor Angst gemacht oder dich aufgebracht hat. Löst du diese Konflikte nicht auf, kommen die Gefühle wahrscheinlich irgendwann zurück, trotz der Pillen.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Ja, aber was mich nun stört, ist, dass ich einen Hass auf mein altes Ich hege. Ich war sehr anstrengend, impulsiv und anhänglich. Negativ. Belastend für andere. Das kann ich mir nie verzeihen. Freundschaften haben auch darunter gelitten...
Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf:

du warst / bist krank und deine Freunde haben zu dir gestanden. Deine Freundschaften mögen etwas gelitten haben, aber, so wie ich es verstehe, sind sie nicht zerbrochen.

Das ist ein sehr gutes Zeichen und ein starkes Indiz, dass du dich mit guten Menschen umgibst.

Nutze deine nun entdeckten positiven Emotionen zur Pflege der Freundschaften. Wenn du denkst, dass du jemandem grob Unrecht getan hast, suche den Kontakt und erkläre es ihm / entschuldige dich dafür.

Auch dem Umfeld eines Depressiven tut es extrem gut, wenn dieser sich in guten Phasen für die Hilfe und die Geduld bedankt und festigt die Bindung und das Verständnis für eventuell wieder schlechtere Phasen.

Sich für eine Krankheit zu hassen, ist Quatsch, diese Gedanken würde ich nicht weiter vertiefen.
 

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