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11. Klasse wiederholen

Idk001

Neues Mitglied
Hallo,
ich wollte fragen ob ihr es für sinnvoll halten würdet die 11. Klasse zu wiederholen.
Ich bin seit drei Monaten kaum zur Schule gegangen auf Grund von ungeklärten, körperlichen Beschwerden und Depressionen. Ich habe schon seit fünf Jahren Depressionen und meine Lehrerin hat mir vorgeschlagen ein Jahr Pause zu machen, um meine Probleme zu lösen und um in der Lage zu sein wieder richtig in die Schule gehen zu können. Ich würde danach dann wieder in die 11. kommen und evtl. bessere Chancen auf einen Abschluss haben.
Ich bin mir noch nicht sicher was ich nach der Schule machen will, aber ich hätte gerne ein gutes Abitur und wenn es so weiter geht wie jetzt wird das nichts.
Außerdem halte ich es kaum in meiner jetzigen Situation aus.
Danke!
 

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Jusehr

Aktives Mitglied
Ich habe nur die Befürchtung, dass Deine Situation in einem Jahr auch nicht besser (vielleicht sogar schlechter) ist.

Ich würde als Ziel eher "Abitur" statt "möglichst gutes Abitur" wählen. Es sei denn, Du willst ein Numerus clausus - Fach studieren. Gibts den n.c. überhaupt noch? Vermutlich ja.

Ich würde auch nicht unbedingt einen guten Jahrgang gegen einen anderen eintauschen. Aber so, wie Du die Lage schilderst, ist das aktuelle Abi für Dich ja kaum noch zu schaffen, oder? Jedenfalls könnte es knapp werden. Fließen eigentlich Punkte des 11. Schuljahres bereits in das Abi ein?

Kann man das Abi eigentlich beliebig oft bei Nichtbestehen wiederholen? Auch eine Frage, die ich bedenken würde.

Wenn ich um ein Jahr verlängern würde, dann halte ich es aber für wichtig, dass Du sofort mit der Vorbereitung auf das nächste Schuljahr beginnst.

Wenn Du in Deinem Alter schon Depressionen etc. hat, dann halte ich das für sehr schwerwiegend und ich frage mich wirklich, ob Du das Abi überhaupt noch schaffen wirst. Das wichtigste wären für mich also die vermutlich psychische Aufarbeitung Deiner Probleme. Dieselben dürften Dich sonst für lange Zeit blockieren.

Ich würde mich in dieser Frage auch noch mit anderen Leuten vom Fach unterhalten (also zB Lehrer).

Wer drei Monate kaum zur Schule geht, schafft der dann überhaupt die "normale" Versetzung? Vom Abi ganz zu schweigen.
 

JeGeo

Mitglied
Überleg mal ob du nach der 12.Klasse abgehst. Dann hättest du FOR (Fachhochschulereife). Damit kannst du zwar in der Regel nicht an Uni's studieren sondern "nur" an FH's aber so what.

Mach die 11 und 12.Klasse zu Ende. später schreit kaum jmd. mehr danach, ob du Abitur oder nen 12. Klasse Abschluss hast.
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Überleg mal ob du nach der 12.Klasse abgehst. Dann hättest du FOR (Fachhochschulereife). Damit kannst du zwar in der Regel nicht an Uni's studieren sondern "nur" an FH's aber so what.

Mach die 11 und 12.Klasse zu Ende. später schreit kaum jmd. mehr danach, ob du Abitur oder nen 12. Klasse Abschluss hast.
Der erste Hinweis ist ja noch ganz gut.

Aber den Unterschied zwischen 12. Klasse und Abi halte ich für immens.

Als erfahrener Personaler würde ich mich schon fragen, warum jemand nicht ein einziges Jahr mehr gemacht hat. Die naheliegenden Antworten sehen nicht so gut aus.
 

VerwehterStaub

Mitglied
Bloß weil man psychische Probleme hat, heißt das nicht das man nicht fähig ist Abitur zu machen. Natürlich ist das individuell. Wichtig ist nur, wenn du jetzt denkst du schaffst das alles nicht, dann solltest du dir auch JETZT Hilfe suchen. Und dann kannst du immer noch schauen, ob du weiterhin Abitur machen willst oder doch lieber etwas anderes.

Ich hatte auch in deinem Alter Depressionen und war gerade in der 11.Klasse und habe deswegen oft in der Schule gefehlt. Es hat zu dem Zeitpunkt nicht funktioniert. Ich bin bin dann in Therapie gegangen, auch in eine psychiatrische Klinik und habe dann letztlich auch deswegen ein Jahr wiederholen müssen, aber habe dann mein Abitur letztlich auch mit 1ser Schnitt absolviert. Du siehst es ist möglich. Doch wie schon gesagt wurde, setze dir wenn als Ziel überhaupt dein Abitur zu erreichen.Außer in ausgewählten Studiengängen spielt der NC wirklich nicht eine so große Rolle.

Wichtig ist nur, dass du dir jetzt Hilfe suchst. Sonst wirst du weiter leiden und nachher nicht das Abitur machen. Nimm dir Zeit für deine Gesundheit und dann klappt auch der Rest wieder.
 

JeGeo

Mitglied
Aber den Unterschied zwischen 12. Klasse und Abi halte ich für immens.

Als erfahrener Personaler würde ich mich schon fragen, warum jemand nicht ein einziges Jahr mehr gemacht hat. Die naheliegenden Antworten sehen nicht so gut aus.
Der Unterschied ist zwar auf dem Papier immens, aber in der Realität nicht wirklich.

Mal eine Frage an dich als Personaler: Unterscheiden sich die Abiturienten zu den 12. Klasse Abgängern nach ner Ausbildung? Bzw. was bringen die Abiturienten mehr mit?
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Der Unterschied ist zwar auf dem Papier immens, aber in der Realität nicht wirklich.

Mal eine Frage an dich als Personaler: Unterscheiden sich die Abiturienten zu den 12. Klasse Abgängern nach ner Ausbildung? Bzw. was bringen die Abiturienten mehr mit?
Also erstmal:

Ich bin kein Personaler. "Als Personaler" soll bedeuten "Wenn ich Personaler wäre".

Auf Deine Frage bezogen, frage ich mich zunächst, ob man als Abiturient überhaupt in dem Ausmaße eine Ausbildung antritt oder eher sofort ein Studium antritt (wie ich es zB gemacht habe).

Welche Motive hat jemand, der mit 12 aufhört und nicht ein einziges Jahr weiter machen will? Was könnte bestenfalls hinter so einer Selbstbeschränkung stecken? Geldmangel?

Ich vermute, dass man dieses Verhalten als wenig ambitioniert bezeichnen könnte. Man "begnügt" sich, weil man zB Schule "Schei..." findet oder weil einem Akademiker auf'n Keks gehen. Ist die Lernbereitschaft vielleicht niedriger? Du siehst an meinen Beispielen, dass ich kaum vernünftige Gründe finde.

Den Gang in eine Ausbildung - den Du zu präferieren scheinst - halte ich für fragwürdig. Allerdings nicht immer. Wenn jemand zB Medizin studieren will, empfehle ich gelegentlich sogar, zunächst eine Ausbildung zur "Krankenschwester" zu machen - falls es mit dem Studium schief geht.
Ein Arbeitgeber nimmt vielleicht lieber einen Nicht-Abiturienten, weil er leichter zu handhaben ist, weniger aufmuckt, geringere Ansprüche hat etc.

Ich vermute, dass Abiturienten mehr Power haben, sich mehr mit der Arbeit identifizieren, interessierter sind, dass sie eher gestalten wollen statt Befehle zu hören etc. Sie denken vielleicht mehr mit und wollen nicht nur Geld verdienen. Dieser Unterschied ist schwer in Worte zu fassen.

Und mir sind Leute ohne Abitur sehr sympathisch, die dasselbe gerne gemacht hätten, durch diverse Widrigkeiten aber davon abgehalten wurden. Dieser Drang nach Wissen und Erweiterung ist mir einfach sympathisch.

Natürlich gibt es Tätigkeiten, für die man kein Abi mehr braucht. Aber mit Abi hat man immer größere Chancen. Nebenbei bemerkt, werden die "einfachen" Tätigkeiten im Rahmen der Digitalisierung wohl zuerst aussterben. Viele dieser einfachen Tätigkeiten werden noch "zugelassen", weil sie billiger sind als automatisierte Maschinen!
 
Zuletzt bearbeitet:

JeGeo

Mitglied
Auf Deine Frage bezogen, frage ich mich zunächst, ob man als Abiturient überhaupt in dem Ausmaße eine Ausbildung antritt oder eher sofort ein Studium antritt (wie ich es zB gemacht habe).
Viele haben das Denken nach dem Abi nur studieren zu können (so wie ich auch am Anfang). Dennoch sind einfach auch Abiturienten für das trockene Theoriestudium nicht geschaffen und machen deshalb eine Ausbildung weil sie mehr die Praxisleute sind.

Ich vermute, dass man dieses Verhalten als wenig ambitioniert bezeichnen könnte. Man "begnügt" sich, weil man zB Schule "Schei..." findet oder weil einem Akademiker auf'n Keks gehen. Ist die Lernbereitschaft vielleicht niedriger? Du siehst an meinen Beispielen, dass ich kaum vernünftige Gründe finde.
Naja, ich kenne mehrere Menschen, die einen 12.Klasse Abschluss haben und seitdem in Lohn&Brot stehen. Und das nicht in niedriegen Job's, sondern in gar nicht mal so niedrigen Positionen. Nochmals einige Menschen sind für dieses trockene Vermitteln von Stoff wie in der Schule oder Studium schlicht nicht geschaffen (auch ich).

Den Gang in eine Ausbildung - den Du zu präferieren scheinst - halte ich für fragwürdig. Allerdings nicht immer. Wenn jemand zB Medizin studieren will, empfehle ich gelegentlich sogar, zunächst eine Ausbildung zur "Krankenschwester" zu machen - falls es mit dem Studium schief geht.
Wenn man Medizin studieren will, benötigt man ausnahmsweise wirklich das Abi, weil man sonst schon im ersten Jahr abbrechen kann.

Ein Arbeitgeber nimmt vielleicht lieber einen Nicht-Abiturienten, weil er leichter zu handhaben ist, weniger aufmuckt, geringere Ansprüche hat etc.
Sie werden von den Arbeitgebern eher genommen, weil Sie nach einer Ausbildung nicht erst noch im Berufsleben "erzogen" werden müssen und man weiß was man bekommt. Meine Erfahrung als jmd. der kurz mal studiert hat und eine Ausbildung gemacht ist... die Studenten halten sich gerne mal für was besseres (nicht alle), der Azubi ist aber der Wissenstechnisch höherwertige. Vergessen viele gerne mal.
 

Jusehr

Aktives Mitglied
der Azubi ist aber der Wissenstechnisch höherwertige.
Ich vermute - oder besser befürchte - dass der 12er weiß, dass er keine andere Chance mehr bekommt und sich vielleicht daher vermehrt auf dieses Gebiet stürzt.

Während der Abiturient eher ungewollt in einer Ausbildung landet und dieselbe eher als Durchgangsstadium versteht.

Damit mich hier keiner missversteht. Ich rede hier nur von fachlichen Dingen. Nicht von der menschlichen Seite. Meine lieben und geschätzten Eltern hatten zB auch kein Abi.
 

Idk001

Neues Mitglied
Hallo,
also wie gesagt kann ich momentan auf Grund von körperlichen und psychischen Problemen nicht in die Schule. In den letzten drei Monaten konnte ich kaum gehen und wenn dann nur ein paar Stunden. Ich habe fünf Klausuren verpasst und werde die nächsten vermutlich auch nicht mitschreiben können.
Ich habe übrigens seit fünf Jahren Depressionen, die mich wirklich an mein Bett fesseln und dazu noch starke Panik Attacken und Angststörungen.
Ich hätte gerne ein gutes Abitur, das bekomme ich aber nicht wenn ich jetzt nach der 11. in die 12. gehe. Ich habe einen sehr guten Realschulabschluss, aber wie gesagt hätte ich gerne ein gutes Abitur. Ob ich studieren möchte weiß ich noch nicht.
Ich habe heute ein Gespräch mit der Schule und werde fragen ob ich die 11. wiederholen kann. So wie es gerade läuft kann ich nicht weiter machen.
 

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