Mir fällt zudem auf, dass du Grammatikfehler machst. Es heißt nicht "mein Hobby nachgehen", sondern "meinem Hobby nachgehen" (Dativ). Wenn man in seiner Muttersprache nicht sattelfest ist, sind das keine guten Voraussetzungen für den erfolgreichen Besuch eines Gymnasiums, auch nicht für das Erlernen einer Fremdsprache. Und mit der Zeichensetzung hast du es auch nicht so. Daran solltest du unbedingt arbeiten, wenn schon auf deiner Realschule offenbar kein allzu großer Wert darauf gelegt wurde. Ist dir das auch zu stressig, brichst du das Gymnasium wirklich besser ab. Bedenke aber, dass solche Fehler auch keinen guten Eindruck machen, wenn du dich irgendwo bewirbst.
Wenn du auf dem Gymnasium Erfolg haben willst, wirst du auch lernen müssen, dich präziser auszudrücken. Du kannst z.B. nicht voraussetzen, dass jeder Leser weiß, was du mit einem "Erweiterten" meinst (auch wenn ich mir denken kann, dass damit der Qualifikationsvermerk für den Besuch eines Gymnasiums gemeint ist). Wenn du in Aufsätzen, Gedichtinterpretationen oder auch in mündlichen Beiträgen ebenso schwer verständlich formulierst, wirst du auf dem Gymnasium keine guten Noten erzielen und auch im Studium keinen Erfolg haben. Dasselbe gilt für den Wortschatz. Nichts gegen den Gebrauch von legeren, umgangssprachlichen Ausdrücken wie "echt", "super", "in die Tonne werfen", "macht mich fertig" etc. im Freundeskreis. Aber als Gymnasiast sollte man anstreben, dasselbe durch ein großes Repertoire entsprechender Synonyme auch eleganter und differenzierter zum Ausdruck bringen zu können. Hier empfehle ich, viel zu lesen, und zwar keine Trivialliteratur, sondern Literatur von Autoren zu bevorzugen, die bekanntermaßen über eine hohe Sprachkompetenz verfügen (Bücher von Autoren wie Siegfried Lenz, Thomas Mann, Ulla Hahn, Walter Kempowski etc., aber auch Biographien berühmter Persönlichkeiten sind häufig in einer gehobenen Sprache verfasst). Ist dir aber viel zu mühsam und langweilt dich zu Tode, oder irre ich mich?
Ich nehme an, das alles sind Gründe, weshalb deine Klassenlehrerin meinte, du seiest in einer Ausbildung besser aufgehoben. Wahrscheinlich bist du eher praktisch als theoretisch und sprachlich begabt. Meines Erachtens ist es feige und inkonsequent von den Lehrern, angesichts solcher Einschätzungen nicht dazu zu stehen, was die Empfehlung für das Gymnasium von vornherein ausgeschlossen hätte. Dir haben sie damit keinen Gefallen getan. Entweder hätten sie dir den Besuch eines Gymnasiums erst gar nicht ermöglichen dürfen oder dir zumindest offen sagen müssen, dass es gewisse Defizite im sprachlichen Bereich (vielleicht auch noch in anderen Fächern?) gibt, an denen du arbeiten musst, wenn du das Abitur schaffen willst, und dass dies recht anstrengend werden wird. Auf dieser Basis hättest du von vornherein eine Entscheidung pro oder contra Gymnasium treffen können, die von realistischeren Vorstellungen geprägt gewesen wäre.
Sagen wir mal so, meine Muttersprache ist Englisch und mit anderen Fremdsprachen wie Spanisch hatte ich nie ein Problem. Ich lese viel und würde es als mein Hobby bezeichnen, so lerne ich auch Spanisch.
Gute Sprachkompetenz bedeutet nicht immer gute Literatur. Zur guten Literatur gehört durchaus mehr als die Sprache möglichst elegant zum Vorschein zu bringen.
Ich weiß ja nicht wie du das siehst aber ich habe durchaus mehr freude an einem Buch, welches interessant und Fantasievoll ist. Characters wie auch Story, das Setting und natürlich intelligent benutze Metaphern sind durchaus wichtiger als die Sprache allein. Jedoch würde ich behaupten, das liegt in Auge des Betrachters, aber daraus kannst du doch nicht Schlussfolgern das ich schlecht in Deutsch sei.
Ob du es nun glaubst oder nicht Deutsch, Spanische und Englisch sind bis jetzt meine stärksten Fächer, meine Probleme liegen ehr in meiner Sozialkompetenz wie auch in meinem logischen Denken, da ich ehr kreativ veranlagt bin. Fächer wie Physik, Chemie, Mathe, Wirtschaft, Politik und Technik sind meine schwächsten Fächer.
Meine Lehrerin hat mir das Gymnasium nicht wegen dem “mangel“ meiner Intelligent abgeraten, sonder einfach weil ich nicht gut unter Druck Arbeiten kann und ich mich nicht wirklich traue vor einer Gruppe von Menschen zu reden, weshalb meine mündliche Note meist unterging. Sie hat mir geraten mein Ziel über Umwege zu erreichen.
Und ich bleibe immer noch dabei das mir ein Abi nichts bringt wird. Ich habe mir überlegt ob ich mein Hobby berufliche Ausüben möchte, das sogar sehr lange. Ich kam auf dem Entschluss das ein Hobby manchmal ein Hobby bleiben sollte, aber noch nichts ist in Stein gemeißelt.
Wenn ich irgendwann in der Zukunft ein Game entwickeln möchte, wäre es für mich das richtige das Projekt klein zuhalten, mit einem kleinen Team an interessierten Leuten. So macht es doch an meisten Spaß und Spaß ist, jeden Falls für mich, das wichtigste im Leben.
Eine Sache für die ich dich kritisieren möchte: Bitte gehe das nächste mal auf die Frage ein und bombardiere mich nicht mit Vermutungen warum ich doch so schlecht sei. Das du meine Rechtschreibung und Grammatik kritisiert hast finde ich super, doch man sollte vielleicht ab einem gewissen Punkt aufhören ein reinzuwürgen wie wenig ich geschaffen bin fürs Gymnasium. Das tat beim ersten Mal lesen echt weh.
Ich weiß das ich es schaffen könnte wenn ich all meine Freizeit dafür opfere, nur sehe ich den Sinn dahinter nicht.
Momentan habe ich das Ziel meine Ausbildung zu schaffen, Geld zu verdienen und zu sparen und in meiner Freizeit meine Fähigkeiten zu verbessern. ( Als Ausbildende habe ich tatsächlich mehr Freizeit, 48 Stunden sind ja wohl weniger als eine ca. 60 Stunden Woche, wenn man bedenkt das man auch am Wochenende plus Sonntag lernen muss)
Das wäre viel effektiver als Abi machen, meine Fähigkeiten nicht verbessern können wegen mangelnder Freizeit, eventuell sogar einiges zu verlernen. Dann das Studium nicht zahlen zu können und nicht aufgenommen zu werden wegen mangelnden Fähigkeiten...
Dennoch danke für deine Antwort.