Tag 100 !
So nun ist es vollbracht. Und am Ende dieser durchaus umstrittenen Challenge möchte ich meine Gedanken zu dem Ganzen und zu der Frage, was genau mir das jetzt gebracht hat, mal loswerden.
In diesem Forum musste ich schon des öfteren massiven Gegenwind einstecken - was auch absolut kein Problem für mich darstellt. Aber diese Challenge hat mehr Wirbel verursacht, als ich mir vorstellen konnte. Daher möchte ich besonders auf ein Thema in diesem Text eingehen. Nämlich der Fähigkeit, anderen Menschen Glück zu gönnen.
Denn das ist keine Selbstverständlichkeit, muss ich feststellen. Und das finde ich unglaublich schade. Denn es tut keinem weh, auch wenn es einem selbst schlecht geht. Niemand verlangt sich darüber freuen zu müssen. Aber wieso muss man jemanden angreifen, der sein Glück teilt. Sind wir nicht alle irgendwie aus so einem grund hier gelandet ?!
Wir haben einen
Hilefruf abgesetzt um einen Weg zu finden unsere Probleme zu lösen, mit unserem Schicksal umzugehen und dabei irgendwie und irgendwann wieder glücklich zu werden ?!
Das hier sollte doch kein dunkles Gemäuer sein, wo sich in den schlimmen Tatsachen und Schicksalsschlägen des Lebens gesuhlt wird. Sondern ein Ort, an dem man sich fallen lassen kann und an dem einen geholfen wird. Es gibt hier so viele traurige, schlimme, berührende Geschichten, wieso dann nicht auch Geschichten, die zeigen, dass es auch wieder anders gehen kann? Denn genau dafür ist doch diese Rubrik
Lichtblicke meines Empfindens nach da.
Wenn ich zurückblicke, wie es mir vor einem Jahr ging. Da hätte ich nichtmal einen Moment in der Woche nennen können, an dem ich mich glücklich fühlte, denn das tat ich nie. Und wenn ich dann hier sage, dass ich stolz darauf bin, dass ich diesen Weg geschafft habe und nun so bin, dass ich zufrieden mit mir sein kann. Dann brauche ich mich dafür auch nicht zu schämen. Genauso wie sich keiner zu schämen braucht, der diesen Weg noch vor sich hat. Ich bin nicht besser, als irgendwer sonst. Aber eben auch nicht schlechter. Jeder ist auf seine Art einzigartig und kann stolz auf sich sein.
Nun zur Frage - was es mir brachte. Nunja, dass was hier so gerne als Selbstdarstellunsgwahn bezeichnet wird, betrifft uns doch alle. Denn wir sind alle hier um den problemen unseres realen Lebens für einige Zeit zu entfliehen. Nach rat suchen. Und um das zu tun, müssen wir den vielen wildfremden Menschen hier erstmal darstellen, wer wir sind und wie unser Leben aussieht.
Im Endeffekt, ist es für mich etwas, was ich mir an schlechten Tagen immer mal wieder gerne durchlesen werde. und mich an Sachen erinnern werde, die mir so nicht unbedingt ins Gedächtnis gekommen wären.
Für mich hat diese Challenge ihren Sinn und Zweck erfüllt.
Und hiermit bitte ich um Schließung dieses Threads. Danke.