Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Philosophie - die Liebe zur Weisheit

Ich denke, es ist eine Eigenschaft des "freien Willens", dass man so ziemlich alles ausprobieren kann und man nicht immer weiß, wie es ausgeht. Hat wohl auch etwas mit der ständigen Entwicklung, neuen Erfindungen und so zu tun. Man weiß oft bzw. zunächst gar nicht, wie Dinge, Menschen oder Situationen sind, wenn man sie eben noch nicht kennt.

Das mit der Technologie ist auch so ein Aspekt der ständigen Entwicklung. Man muss ja erstmal lernen, wie diese und jene Technologie ist und was man damit machen kann. Zum Beispiel Smartphone: Zuerst daddeln alle damit rum und dann liest man damit auch mal Nachrichten oder so.
 
Sollte man dafür aber Lohn oder Gegenseitigkeit erwarten - oder vielleicht akzeptieren, dass manche das nicht können oder wollen?

Generell gibt es ja viele Menschen, die sich nicht so verhalten, wie man das gerne hätte. Ist das nicht deren gutes Recht, solange sie gewisse Grenzen nicht überschreiten?

Was ist eigentlich von dem nachfolgenden Spruch zu halten?

Die eigene Freiheit endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt.
 
Was ist eigentlich von dem nachfolgenden Spruch zu halten?

Die eigene Freiheit endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt.
Ich finde den Spruch sehr gut! Aber es ist vllt nicht ganz klar definiert, wo die Freiheit der anderen beginnt..
Wenn zB. jemand sagt: Mich stört es, wenn ich Frauen im Burkini schwimmen sehen muss; oder Ich fühle mich durch den Anblick einer Frau, die oben-ohne schwimmt, in meiner Privatsphäre verletzt
beginnt dann deren Freiheit dort, wo sie der Anblick so stört?
Also wer übertritt da die Freiheit von wem?
(Sind beides gerichtsanhängige Fälle)
 
Ich finde den Spruch sehr gut! Aber es ist vllt nicht ganz klar definiert, wo die Freiheit der anderen beginnt..
Wenn zB. jemand sagt: Mich stört es, wenn ich Frauen im Burkini schwimmen sehen muss; oder Ich fühle mich durch den Anblick einer Frau, die oben-ohne schwimmt, in meiner Privatsphäre verletzt
beginnt dann deren Freiheit dort, wo sie der Anblick so stört?
Also wer übertritt da die Freiheit von wem?
(Sind beides gerichtsanhängige Fälle)

Ja, da möchte man vielleicht nicht Richter sein. Wie würdest du denn entscheiden? Was wäre gerecht bzw. fair?
 
Ja, da möchte man vielleicht nicht Richter sein. Wie würdest du denn entscheiden? Was wäre gerecht bzw. fair?
Ich wollte noch nie Richter sein, entscheiden müssen!! ;-)

Persönlich kann ich das mit dem Burkini überhaupt nicht nachvollziehen; den Anspruch, das verhindern zu wollen, find ich total verfehlt.. (Prinzipiell versteh ich zwar das Argument mit dem Hausrecht schon! Aber in diesem Fall find ichs einfach nicht passend. Es gibt ja auch Frauen, die einfach Schwimmkleider tragen, weil sie ihre Figur nicht herzeigen wollen,.. Das wird ja auch nicht verboten..)
Das mit Oben-ohne finde ich auch aus anderen Gründen ein interessantes Thema - weil ich hab mir das nämlich schon oft gedacht, wenn immer argumentiert wird, das Kopftuch-tragen der Muslima darf aus Gleichberechtigkeitsgründen zwischen Mann und Frau nicht erlaubt sein, dann müssten auch alle Frauen bei uns im öffentlichen Raum oben-ohne gehen dürfen, weil Männer dürfen das ja auch (bei großer Hitze, im Schwimmbad,..)!
Ich persönlich kann das nachvollziehen, dass intim-erotisch konnotierte Körperbereiche/Handlungen als Privatsphäre empfunden werden!
Wo man das gerne auch selber entscheiden möchte, ob man da in die Privatsphäre der anderen eintreten mag/das sehen mag, oder nicht..
Das ist hier in diesem Kulturraum halt seit Jahrhunderten/Jahrtausenden präsent..
Wäre ich in einem anderen Kulturraum aufgewachsen, wo alle ständig völlig nackt herumlaufen, wären mir solche Gefühle sicher völlig fremd..

Und magst du sagen, wie du das da in diesen Fällen mit den Freiheitsgrenzen siehst?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wollte noch nie Richter sein, entscheiden müssen!! ;-)

Persönlich kann ich das mit dem Burkini überhaupt nicht nachvollziehen; den Anspruch, das verhindern zu wollen, find ich total verfehlt.. (Prinzipiell versteh ich zwar das Argument mit dem Hausrecht schon! Aber in diesem Fall find ichs einfach nicht passend. Es gibt ja auch Frauen, die einfach Schwimmkleider tragen, weil sie ihre Figur nicht herzeigen wollen,.. Das wird ja auch nicht verboten..)
Das mit Oben-ohne finde ich auch aus anderen Gründen ein interessantes Thema - weil ich hab mir das nämlich schon oft gedacht, wenn immer argumentiert wird, das Kopftuch-tragen der Muslima darf aus Gleichberechtigkeitsgründen zwischen Mann und Frau nicht erlaubt sein, dann müssten auch alle Frauen bei uns im öffentlichen Raum oben-ohne gehen dürfen, weil Männer dürfen das ja auch (bei großer Hitze, im Schwimmbad,..)!
Ich persönlich kann das nachvollziehen, dass intim-erotisch konnotierte Körperbereiche/Handlungen als Privatsphäre empfunden werden!
Wo man das gerne auch selber entscheiden möchte, ob man da in die Privatsphäre der anderen eintreten mag/das sehen mag, oder nicht..
Das ist hier in diesem Kulturraum halt seit Jahrhunderten/Jahrtausenden präsent..
Wäre ich in einem anderen Kulturraum aufgewachsen, wo alle ständig völlig nackt herumlaufen, wären mir solche Gefühle sicher völlig fremd..

Und magst du sagen, wie du das da
mit den Freiheitsgrenzen siehst?

Meine Überlegungen sind ähnlich deinen.

Als allgemeinen bzw. grundsätzlichen Maßstab würde ich sehen: Körperliche sowie geistige Gesundheit bzw. Unversehrtheit zu wahren und Schaden an denselben abzuwehren bzw. zu unterbinden.

Was es nun spezifische Fälle betrifft, das ist etwas schwieriger. Da kann man nach allgemeinen Grundsätzen entscheiden und/oder nach dem Mehrheitsvotum der Betroffenen, wobei da natürlich, wie du sagst, auch kulturelle Hintergründe relevant sind.

Was allgemein die Kleidung betrifft, aus meiner Sicht kann da jeder machen, was er will, aber ja, außerhalb speziell ausgewiesener Bereiche, worauf man sich ja einstellen kann, würde ich auch sagen, dass zumindest in Deutschland die "Vermummung" Grenzen haben sollte und nackt oder so sollte grundsätzlich auch niemand rumlaufen.
 
Ganz allgemein halte ich auch von "links" und "rechts" nicht so besonders viel, ob nun politisch oder in anderen Belangen. Das für alle verträgliche Maß befindet sich oftmals in der Mitte. Was darüber hinausgeht, soll natürlich nicht per se verboten sein, aber ggf. muss man sich da den Einzelfall und gesellschaftliche Auswirkungen etwas genauer betrachten.
 
die erlaubten rechtlich richtigen Kleidungs- und Bewegungsparameter der zukünftig 20 Milliarden Menschen auf dem Erdenrund, werden sicher genau so kontrovers enttabuisiert, wie der Rest in den letzten Jahren , als wir noch 4 Milliarden waren....Slums und technische Hochburgen....wir werden es erleben ....
 
Als allgemeinen bzw. grundsätzlichen Maßstab würde ich sehen: Körperliche sowie geistige Gesundheit bzw. Unversehrtheit zu wahren und Schaden an denselben abzuwehren bzw. zu unterbinden.
Die Definition gefällt mir!
Wobei mir neben körperlich und geistig ein bisschen das emotionale abgeht..
Wenn du zB sagst, Leute sollten nicht ganz nackt rumlaufen, bezieht sich das ja eigentlich auf die Emotionen, denk ich.. (der geistigen Gesundheit schadet es vermutlich nicht..) Aber natürlich sind Emotionen so subjektiv, dass es alles wieder schwierig macht...

würde ich auch sagen, dass zumindest in Deutschland die "Vermummung" Grenzen haben sollte und nackt oder so sollte grundsätzlich auch niemand rumlaufen.
(Wobei ich das mit der Vermummung nicht so sehe, aber ich verstehe deine Überlegungen.
Ich denke, während Corona ging das ja auch und die Masken wurden teilweise sogar längerfristig als Schutz empfohlen..
Vor allem empfinde ich es irgendwie so als Grundrecht eines Menschen, sich verstecken zu dürfen, wenn er das möchte;') Aber das ist halt auch was persönliches von mir)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Definition gefällt mir!
Wobei mir neben körperlich und geistig ein bisschen das emotionale abgeht..
Wenn du zB sagst, Leute sollten nicht ganz nackt rumlaufen, bezieht sich das ja eigentlich auf die Emotionen, denk ich.. (der geistigen Gesundheit schadet es vermutlich nicht..) Aber natürlich sind Emotionen so subjektiv, dass es alles wieder schwierig macht...

Ich unterscheide je nach Kontext und teils nach philosophischer Tradition nur nach der materiellen und der geistigen Dimension. Das ist zwar sehr grob, aber es erfordert aus meiner Sicht oft auf auch keiner weitergehenden Differenzierung. Insofern subsummiere ich unter 'Geist' ggf. alles, was nicht explizit oder üblicherweise nicht der materiellen Dimension zugerechnet wird - wie bspw. auch Bewusstsein, Intellekt, Mentalität, Spiritualität und Emotionen/Gefühle.

(Wobei ich das mit der Vermummung nicht so sehe, aber ich verstehe deine Überlegungen.
Ich denke, während Corona ging das ja auch und die Masken wurden teilweise sogar längerfristig als Schutz empfohlen..
Vor allem empfinde ich es irgendwie so als Grundrecht eines Menschen, sich verstecken zu dürfen, wenn er das möchte;') Aber das ist halt auch was persönliches von mir)

Wenn sich jemand "vermummen" möchte, ist das ja grundsätzlich kein Problem, ob man das nun bspw. mittels Sonnenbrille, Schals, Tüchern, einem Niqab, einer medizinischen Maske oder was auch immer macht. Mich persönlich stört das kaum oder gar nicht.

In bspw. China ist es vollkommen üblich, dass viele eine medizinische bzw. Schutzmaske tragen, sobald sie aus dem Haus gehen. In Deutschland? Da fällt man eher auf und wird vielleicht schräg beäugt, wobei das teils wohl auch nur Einbildung ist. Zumindest hier in Berlin fällt es wohl eher nicht großartig auf, da hier ohnehin so viele Menschen mit ihren ganzen Eigenarten sind.

Oft dürfte eine wie auch immer geartete "Vermummung" unproblematisch sein, aber ich stelle mir das etwas schwierig oder etwas unpassend vor, wenn man bspw. einen Banktermin oder ein Bewerbungsgespräch hat - zumindest eher unüblich hierzulande. Wie würde ich mich selbst verhalten, wenn ich Arbeitgeber wäre und jemand zum Bewerbungsgespräch mit einem Tschador oder so auftaucht? Wäre für mich grundsätzlich kein Problem, aber ich bin nicht jeder.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
_Tsunami_ Was bedeutet Liebe für Euch? Leben 165
_Tsunami_ Liebe und weitere Wichtigkeiten des Lebens Leben 135

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben