M
Mango
Gast
Allein die materielle Evolution verhindert es, dass deutsche Jugendliche auf indische und afrikanische neidisch sein koennten; denn die meisten konnten doch kaum erleben, wie viele; vielleicht gar die Mehrheit dieser Menschen Geborgenheit und Liebe erleben und dies nicht nur in der Familie, sondern auch in der Gesellschaft, wo Menschen in der alleinigen Existenz auf einander angewiesen sind. Vielleicht 90 % der Problemstellungen junger Menschen in Deuschland z.B. und auf den Foren existieren schlicht nicht, weil die Jugendlichen ueber so vielseitige Optionen nicht verfuegen.
Klar haben Kinder, die im Wohlstand aufwachsen, vielschichtigere Probleme. Einfach, weil sie es sich leisten können. Weil sie nicht um Ihre bloße Existenz bangen müssen.
Schon einmal etwas von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört? Wessen Existenz- und Sicherheitsbedürfnisse (Stufe 1 und 2) erfüllt sind, der strebt nach Zugehörigkeit, Anerkennung und schließlich nach Selbstverwirklichung (Stufe 3-5). Leider können viele z.b. afrikanische Kinder keinen Liebeskummer, Pickelprobleme und Knutschpeinlichkeiten thematisieren, weil sie sich um ihr Überleben kümmern müssen.
Eine Gabe aus der Not heraus geboren. Wenn jemand aus Hunger klaut und deshalb dann besonders fingerfertig und flink wird, ist das auch beneidenswert? Für mich nicht.Und dann urteilst Du ungerechterweise allein aus Deiner deutschen Sicht; wenn Du wahrscheinlich kenyanische Schueler nennst, die –zig km zur Schule laufen. Ich erinnere daran, dass grade diese Tatsache –zig Wunderlaeufer geboren hat, von denen zahlreiche heute Weltrekorde inne haben. Aus dem Problem haben viele eine Moeglichkeit geboren! Oder kennst Du einen Weltrekordler, der im warmen Bus zur Schule gekarrt worden ist?
Und ja, es gibt viele Weltrekordhalter, die ein sehr behütetes Zuhause im Wohlstand hatten. In den verschiedensten Sportarten. Gibt auch super gute europäische und insbesondere amerikanische Läufer. Mal informieren.
Das glaube ich gar nicht. Aber du hast behauptet, in Entwicklungsländern geht es den Menschen besser. Das sehe ich einfach anders.Und dann nennst Du auch noch Prostitution und vergisst tunlichst, dass diese in vielen Grossstaedten der Enwicklungswelt vor allem von westlichen Sextouristen in Anspruch genommen wird. Und wenn 13-jaehrige verheiratet werden, entspricht das meistens einer Tradition in irgend einer Kultur und die Menschen dort leben meist in Frieden. Andere Laender, andere Sitten; glaube bitte nicht, die westliche materielle Kultur sei das Non Plus Ultra!
Und du tust alle negativen Dinge in Entwicklungsländern als "das ist nunmal die Kultur" ab, wertest im Gegenzug aber alles Schlechte in Europa doppelt und dreifach negativ. Etwas verzerrtes Bild aus meiner Sicht.
Dazu kommt noch, dass ich einfach zu viele Schlimme Dinge über den Krieg und die Konflikte in einigen Entwicklungsländern weiß. Sicher, auch das ist eine einseitige Sichtweise. Deine aber leider auch, sorry.
Zustimmung.Und zudem waere es ein zu langes Thema sich darueber den Kopf zu zerbrechen wer denn Schuld traegt an Geschehnissen in Entwicklungslaendern die wirklich schlimm sind. In den meisten mindestens sind Kolonialherrschaften und dessen Ausbeutung nicht unschuldig. Dass heute noch die meisten Rohstoffe in der Entwicklungswelt zusammengeklaut werden (wer profitiert denn von den tiefen Gehaeltern?) ist eine weitere belegbare Tatsache; wie sonst koennten westliche Grosskonzerne und Banken quartalsweise Milliardenprofite vermelden?
Interessiert mich, die Statistik. Ernsthaft. Hast du ne Quelle?Aber in einer Sache bin ich mit Dir einverstanden: „ich denke auch Kinder aus sozial schwachen Familien haben noch Glück, in diesem Land zu leben. Denn auch sie können Erfolge haben!“
Grade die und wiederum ist es statistisch erwiesen, dass diese zu ihren Eltern das bessere Verhaeltnis haben als jene, die aus wohlhabenden Familien kommen! Weniger Optionen haben heisst mehr Ambitionen; diese wiederum beinhalten Zielsetzungen und wer ein Ziel hat kennt meist seinen Weg.
Ich würde das nämlich so nicht so unterschreiben. Ich kenne viele Statistiken, nach denen Kinder aus sozial schwachen Familien weniger Chancen auf eine gute Ausbildung und damit gesicherte Zukunft haben. Lass mich aber gern überzeugen, mich interessiert das Thema.
Kann ich verstehen. Plädiere ich auch dafür. Allerdings ist es meine Meinung, dass in erster Linie Eltern ihren Kindern diese Werte vermitteln sollten. Überall in der Welt. Eigenverantwortung ist der Schlüssel, egal, wo man lebt.Ich heule ja nicht ueber die schlimmen Zustaende in Eurem Land und frage ja nur fuer mehr Verstaendnis, Toleranz, Liebe und Geborgenheit. Diese hat schlussendlich mit reiner Habgier und „Wohlstand“ nicht viel gemeinsam.
Btw, wo lebst du momentan?
Grüße,
Mango
PS: Danke dir für das interessante Gesprächsthema.🙂