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Ist in diesem Klima des materiellen Zerfalls Erfolg Jungendlicher ueberhaupt noch moe

  • Starter*in Starter*in lavazzi34
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lavazzi34

Gast
Offensichtlich ist die westliche, materielle Welt mit ihrer Konjunktur, ihren Sozialstaaten und pseudo Demokratien in eine massive Krise geraten, die sich vor allem auswirkt auf ein moegliches Erfolgspotential von Jugendlichen. Beim Lesen so mancher Probleme – vielleicht gar der meisten – auf ihren Foren stelle ich fest, dass eine derartig vielseitige Problemstellung bei Jugendlichen in der Entwicklungswelt gar nicht oder nur beschraenkt und nur in besonderen Faellen vorkommt. Die Mehrheit der Menschen (ueber 70 %) leben also in Gebieten, wo die essentiellen Beduerfnisse im Vordergrund stehen (essen/trinken/Obdach), wo sich allerdings grade im Zuge der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung (Indien/China etc.) fuer den einzelnen Jugendlichen immer noch potentielle Substanz findet zu persoenlicher Entwicklung und somit Erfolg.

Im Gegensatz zu dieser Bestandesaufnahme in der Entwicklungswelt befindet sich also diejenige in der sog. entwickelten Welt fuer Jugendliche in einem absolut desolaten Zustand. Viele koennen es sich leisten von Sozialzahlungen zu leben, studieren, weil sich keine andere Moeglichkeit zur persoenlichen beruflichen Entwicklung und Entfaltung praesentiert, sie leben auf Kosten der aelteren Generation (85 % der Ersparnisse sind auf Konten von Menschen ueber 50 Jahre) oder driften schlicht ab in Drogen und Alkohol, die von irgend einer 3. Quelle finanziert wird. Hier erleben wir eine immer schnellere Inflation (Wertzerstoerung) von Gefuehlen, Geborgenheit, Toleranz und zwischenmenschliche Beziehungen!
Dies wiederum kommt einer Bankrotterklaerung gleich fuer Fantasie, Innovation und Kreativitaet; alles Tugenden, die einmal die westliche Welt mit ihren Vaetern und Muetter so „erfolgreich“ machte. So mancher Jugendliche muss erkennen, dass diese Trauben zu hoch haengen, ein Erreichen zu beschwerlich oder gar unmoeglich; also gibt er gleich auf und laesst sich in der Masse treiben, die in die totale Ratlosigkeit oder Frustration fuehrt. Hier wiederum versucht er den Aelteren (Verursacher seiner Situation) Schuld und Furcht zuzuweisen, die sich in manchen Faellen gar so lange lohnt, bis es eben oft zum Bruch kommt. Unfrieden, Unverstaendnis, Untoleranz und Frustration sind schlussendlich die Folgen, die von so vielen jugendlichen in ihrem Forum zur Genuege beschrieben sind. Wie koennte also ein Jugendlicher in einer solchen Situation Eigenverantwortung uebernehmen; wie koennte er zu einem Erfolgserlebnis kommen und wie koennte es ihm gelingen, sich in seiner eigenen Situation zu behaupten?

Und wie koennte man diese Problem loesen? Wenn beide Teile dieses Verstaendnis haetten, waere es vielleicht gar moeglich allein in der Familiengemeinschaft gemeinsam an einem Strick zu ziehen, wo Eltern Kinder teilhaben lassen an ihren (finanziellen) Moeglichkeiten. Man koennte gemeinsame Ziele entwerfen, an denen beide Teile mit Toleranz und Weitsicht beharrlich arbeiten. Die Lebenserfahrung der Eltern muesste von den Kindern in Betracht gezogen werden, waehrend Eltern die beschriebene desolate Situation ihrer Kinder schlicht verstehen und Toleranz ueben koennten. Im Zuge einer solchen „Strategie“ koennte dann Zug um Zug Verantwortung uebergeben werden, die wiederum zu Motivation und Aktivitaet fuehrt, die Jugendlichen eine positive Perspektive vermittelte. Der Hilferuf geht also an Eltern und Kinder: helft und versteht einander, dann ist allen geholfen!
 
Du meinst also, deutsche Jugendliche sollten auf Jugendliche in Indien und Afrika neidisch sein?
Entschuldigung, aber dieser Gedankengang verschließt sich mir vollkommen 😕

Klar, wenn man am Boden ist, hat man mehr Raum, um sich zu entwickeln und die Schritte werden größer sein. So wie das Wirtschaftswachstum in einem Industrieland 2-3% und in einem Entwicklungsland über 7% beträgt und ein Baby gemessen an seiner Ausgangsgröße mehr und schneller wächst als ein 19jähriger...🙄

Aber ich denke, jeder einzelne Jugendlich in Deutschland sollte glücklich sein über den Wohlstand, in dem er aufwächst. Niemand muss hier 10km zur Schule laufen, sich prostituieren, um die Familie zu finanzieren oder mit 13 verheiratet werden, damit Papi einen Ochsen als Mitgift bekommt...

Viele Kinder in Entwicklungsländern reißen sich täglich den A**** auf, nehmen Tagesmärsche zu Brunnen oder zur Schule in Kauf und erreichen am Ende doch nichts...das ist nicht beneidenswert, sondern einfach nur bedauernswert.

Jeder deutscher Jugendliche hat die Chance, Erfolge zu haben. Vielleicht ist das Erlangen eines Hochschulabschlusses in Deutschland für dich kein Erfolg im Vergleich zu dem Abschluss unter schwierigen Bedingungen in Afrika etc.
Aber es ist ein Erfolg. Jeder Schulabschluss, jede gute Note, jeder Erfolg im Sport, mit Freunden ist ein Erfolgserlebnis für Kinder und Jugendliche. Diese Erfolgserlebnisse sollte man auch würdigen.

Ich bin so glücklich, dass ich die Chance habe, zu studieren - ich muss nicht, aber ich will und ich kann.

Ich denke nur, dass viele nicht in der Lage sind, ihren Kindern dieses Glück zu vermitteln. Und ja, ich denke auch Kinder aus sozial schwachen Familien haben noch Glück, in diesem Land zu leben. Denn auch sie können Erfolge haben. Ja, sie haben es schwerer und sie müssen mehr kämpfen. Aber sie haben zumindest eine Chance...

Also, wir sollten vielleicht mal aufhören, über unser ach so schlimmes Land zu heulen und die Möglichkeiten, die es uns bietet auch nutzen! Sicher wird es immer Menschen geben, die es nicht schaffen. Auch das ist die Realität, leider. Aber die Mehrheit der Jugendlichen in diesem Land ist privilegiert und Eltern sollten das auch so vermitteln.
 
Offensichtlich ist die westliche, materielle Welt mit ihrer Konjunktur, ihren Sozialstaaten und pseudo Demokratien in eine massive Krise geraten, die sich vor allem auswirkt auf ein moegliches Erfolgspotential von Jugendlichen. Beim Lesen so mancher Probleme – vielleicht gar der meisten – auf ihren Foren stelle ich fest, dass eine derartig vielseitige Problemstellung bei Jugendlichen in der Entwicklungswelt gar nicht oder nur beschraenkt und nur in besonderen Faellen vorkommt. Die Mehrheit der Menschen (ueber 70 %) leben also in Gebieten, wo die essentiellen Beduerfnisse im Vordergrund stehen (essen/trinken/Obdach), wo sich allerdings grade im Zuge der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung (Indien/China etc.) fuer den einzelnen Jugendlichen immer noch potentielle Substanz findet zu persoenlicher Entwicklung und somit Erfolg.

Im Gegensatz zu dieser Bestandesaufnahme in der Entwicklungswelt befindet sich also diejenige in der sog. entwickelten Welt fuer Jugendliche in einem absolut desolaten Zustand. Viele koennen es sich leisten von Sozialzahlungen zu leben, studieren, weil sich keine andere Moeglichkeit zur persoenlichen beruflichen Entwicklung und Entfaltung praesentiert, sie leben auf Kosten der aelteren Generation (85 % der Ersparnisse sind auf Konten von Menschen ueber 50 Jahre) oder driften schlicht ab in Drogen und Alkohol, die von irgend einer 3. Quelle finanziert wird. Hier erleben wir eine immer schnellere Inflation (Wertzerstoerung) von Gefuehlen, Geborgenheit, Toleranz und zwischenmenschliche Beziehungen!
Dies wiederum kommt einer Bankrotterklaerung gleich fuer Fantasie, Innovation und Kreativitaet; alles Tugenden, die einmal die westliche Welt mit ihren Vaetern und Muetter so „erfolgreich“ machte. So mancher Jugendliche muss erkennen, dass diese Trauben zu hoch haengen, ein Erreichen zu beschwerlich oder gar unmoeglich; also gibt er gleich auf und laesst sich in der Masse treiben, die in die totale Ratlosigkeit oder Frustration fuehrt. Hier wiederum versucht er den Aelteren (Verursacher seiner Situation) Schuld und Furcht zuzuweisen, die sich in manchen Faellen gar so lange lohnt, bis es eben oft zum Bruch kommt. Unfrieden, Unverstaendnis, Untoleranz und Frustration sind schlussendlich die Folgen, die von so vielen jugendlichen in ihrem Forum zur Genuege beschrieben sind. Wie koennte also ein Jugendlicher in einer solchen Situation Eigenverantwortung uebernehmen; wie koennte er zu einem Erfolgserlebnis kommen und wie koennte es ihm gelingen, sich in seiner eigenen Situation zu behaupten?

Und wie koennte man diese Problem loesen? Wenn beide Teile dieses Verstaendnis haetten, waere es vielleicht gar moeglich allein in der Familiengemeinschaft gemeinsam an einem Strick zu ziehen, wo Eltern Kinder teilhaben lassen an ihren (finanziellen) Moeglichkeiten. Man koennte gemeinsame Ziele entwerfen, an denen beide Teile mit Toleranz und Weitsicht beharrlich arbeiten. Die Lebenserfahrung der Eltern muesste von den Kindern in Betracht gezogen werden, waehrend Eltern die beschriebene desolate Situation ihrer Kinder schlicht verstehen und Toleranz ueben koennten. Im Zuge einer solchen „Strategie“ koennte dann Zug um Zug Verantwortung uebergeben werden, die wiederum zu Motivation und Aktivitaet fuehrt, die Jugendlichen eine positive Perspektive vermittelte. Der Hilferuf geht also an Eltern und Kinder: helft und versteht einander, dann ist allen geholfen!
Laber, laber, laber! 🙄
 
Offensichtlich ist die westliche, materielle Welt mit ihrer Konjunktur, ihren Sozialstaaten und pseudo Demokratien in eine massive Krise geraten, die sich vor allem auswirkt auf ein moegliches Erfolgspotential von Jugendlichen. Beim Lesen so mancher Probleme – vielleicht gar der meisten – auf ihren Foren stelle ich fest, dass eine derartig vielseitige Problemstellung bei Jugendlichen in der Entwicklungswelt gar nicht oder nur beschraenkt und nur in besonderen Faellen vorkommt. Die Mehrheit der Menschen (ueber 70 %) leben also in Gebieten, wo die essentiellen Beduerfnisse im Vordergrund stehen (essen/trinken/Obdach), wo sich allerdings grade im Zuge der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung (Indien/China etc.) fuer den einzelnen Jugendlichen immer noch potentielle Substanz findet zu persoenlicher Entwicklung und somit Erfolg.

Im Gegensatz zu dieser Bestandesaufnahme in der Entwicklungswelt befindet sich also diejenige in der sog. entwickelten Welt fuer Jugendliche in einem absolut desolaten Zustand. Viele koennen es sich leisten von Sozialzahlungen zu leben, studieren, weil sich keine andere Moeglichkeit zur persoenlichen beruflichen Entwicklung und Entfaltung praesentiert, sie leben auf Kosten der aelteren Generation (85 % der Ersparnisse sind auf Konten von Menschen ueber 50 Jahre) oder driften schlicht ab in Drogen und Alkohol, die von irgend einer 3. Quelle finanziert wird. Hier erleben wir eine immer schnellere Inflation (Wertzerstoerung) von Gefuehlen, Geborgenheit, Toleranz und zwischenmenschliche Beziehungen!
Dies wiederum kommt einer Bankrotterklaerung gleich fuer Fantasie, Innovation und Kreativitaet; alles Tugenden, die einmal die westliche Welt mit ihren Vaetern und Muetter so „erfolgreich“ machte. So mancher Jugendliche muss erkennen, dass diese Trauben zu hoch haengen, ein Erreichen zu beschwerlich oder gar unmoeglich; also gibt er gleich auf und laesst sich in der Masse treiben, die in die totale Ratlosigkeit oder Frustration fuehrt. Hier wiederum versucht er den Aelteren (Verursacher seiner Situation) Schuld und Furcht zuzuweisen, die sich in manchen Faellen gar so lange lohnt, bis es eben oft zum Bruch kommt. Unfrieden, Unverstaendnis, Untoleranz und Frustration sind schlussendlich die Folgen, die von so vielen jugendlichen in ihrem Forum zur Genuege beschrieben sind. Wie koennte also ein Jugendlicher in einer solchen Situation Eigenverantwortung uebernehmen; wie koennte er zu einem Erfolgserlebnis kommen und wie koennte es ihm gelingen, sich in seiner eigenen Situation zu behaupten?

Und wie koennte man diese Problem loesen? Wenn beide Teile dieses Verstaendnis haetten, waere es vielleicht gar moeglich allein in der Familiengemeinschaft gemeinsam an einem Strick zu ziehen, wo Eltern Kinder teilhaben lassen an ihren (finanziellen) Moeglichkeiten. Man koennte gemeinsame Ziele entwerfen, an denen beide Teile mit Toleranz und Weitsicht beharrlich arbeiten. Die Lebenserfahrung der Eltern muesste von den Kindern in Betracht gezogen werden, waehrend Eltern die beschriebene desolate Situation ihrer Kinder schlicht verstehen und Toleranz ueben koennten. Im Zuge einer solchen „Strategie“ koennte dann Zug um Zug Verantwortung uebergeben werden, die wiederum zu Motivation und Aktivitaet fuehrt, die Jugendlichen eine positive Perspektive vermittelte. Der Hilferuf geht also an Eltern und Kinder: helft und versteht einander, dann ist allen geholfen!

Inhaltlich ist vieles an dem gesagten dran.

Hier wird viel auf hohem Niveau gejammert, obwohl es keinen Grund gibt. Und die Tatsache, dass es manchen zu gut geht, trotz sozialer Leistungen, hindert daran Eigeninitiative zu entfalten. Es hat sich eine Vollkaskogesellschaft mit einer passiven Versorgungshaltung gebildet. Mancher denkt, er findet die Frau im Internet. Ein anderer denkt, er könnte hier seine Probleme gelöst bekommen, und so weiter und so fort. Aber selber den A**** hochbekommen, mal nachdenken und Lösungsansätze finden, das ist nicht mehr drin.

Ich stimme daher den Ausführungen zu.
 
Ja ich stimme dem TE auch zu, vielleicht sollten wir uns doch mal wieder darauf besinnen das nicht alles geschenkt wird im Leben🙂 es gibt ja dieses ausgeleierte Sprichwort "Ohne Fleiss kein Preis" unsere Kinder bekommen so gut wie alles geschenkt nur das Wichtigste im Leben wird ihnen nicht wirklich mehr vermittelt...das man sich diese Dinge auch erarbeiten muss, verdienen muss.
Die Freude etwas selber geschafft zu haben wird ihnen kaum noch vermittelt, das meiste im Leben ist selbstverständlich, zumindest in Deutschland.
Klar gibt es andere länder wo das leben nicht unbedingt "angenehm" ist, aber dort wird seltsamer weise Weniger geklagt und auch weniger gefordert🙁
 
Ja ich stimme dem TE auch zu, vielleicht sollten wir uns doch mal wieder darauf besinnen das nicht alles geschenkt wird im Leben🙂 es gibt ja dieses ausgeleierte Sprichwort "Ohne Fleiss kein Preis" unsere Kinder bekommen so gut wie alles geschenkt nur das Wichtigste im Leben wird ihnen nicht wirklich mehr vermittelt...das man sich diese Dinge auch erarbeiten muss, verdienen muss.
Die Freude etwas selber geschafft zu haben wird ihnen kaum noch vermittelt, das meiste im Leben ist selbstverständlich, zumindest in Deutschland.
Klar gibt es andere länder wo das leben nicht unbedingt "angenehm" ist, aber dort wird seltsamer weise Weniger geklagt und auch weniger gefordert🙁

Daran sind doch die Jammerlappen selber schuld! Das kann man doch nicht auf unser ach so gemeines Land schieben...
Eine Menge junger Menschen nimmt ihr Leben selbst in die Hand, hat z.b. 12-Stunden-Uni-Arbeit-Diplomarbeit-Tage. Nicht allen Kindern wird alles in den Allerwertesten gesteckt, viele (ich z.B.) wollen das auch gar nicht.
Ich kann dem Gesagten nicht wirklich zustimmen. Für die meisten meiner Freunde sind Werte, Erfolge und Selbstständigkeit sehr wichtig. Ich weiß nicht, welche Jugendlichen ihr kennt...aber wenn Kinder undankbar und gleichgültig sind, liegt das doch an den Eltern und nicht an der bösen Gesellschaft...
 
..aber wenn Kinder undankbar und gleichgültig sind, liegt das doch an den Eltern und nicht an der bösen Gesellschaft...

Wobei selbst Eltern ein Teil dieser Gesellschaft sind.

Aber zum Glück ist es ja nicht allgemein so, wie geschildert, aber eine gewisse Tendenz ist da.
 
.aber wenn Kinder undankbar und gleichgültig sind, liegt das doch an den Eltern und nicht an der bösen Gesellschaft...

Und wer bitte ist die "Gesellschaft" Ausserirdische oder was?
Mensch, natürlich sind es die Eltern, die welche ihren Kindern nur das Beste zukommen lassen wollten, die welche versucht haben alles schlechte fern zu halten, die .........welche es einfach mal nicht besser wussten...aber das ist sie die "Gesellschaft" und das Du keine solchen Kids kennst liegt wohl daran das jeder sich immer nur "seinesgleichen" sucht und glaub mir leider wird deine "Sorte" immer seltener🙂
 
Jeder von uns ist Teil der Gesellschaft, aber jeder von uns ist auch selbst für sein Leben und das seiner Familie verantwortlich!
Was ich meine ist einfach, dass die Schuld viel zu oft den Umständen (gesellschaftlichen Rahmenbedingungen) zugeschoben wird. Aber man muss aus dem, was einem gegeben wurde, das Optimum herausholen!

Ich kenne übrigens durchaus unwillige Jugendliche. Aber ich kenne auch deren Umfeld und kann daher abschätzen, wo die Ursachen liegen.
 
Seit Jahren lebe ich in einem Entwicklungsland; nachdem ich 40 Jahre in Europa verbracht habe und heute noch in taeglichem Kontakt bin. Lass’ mich darum aus meiner Sicht die Dinge darstellen um Dir die Moeglichkeit zu geben Deine Gedankengaenge vielleicht etwas zu oeffnen. Du sprichst von Wohlstand und ich gehe davon aus, dass Du dies auf die rein materielle Situation beziehst, wo HABEN immer angesehener und wichtiger ist als SEIN. Simplicina bringt es auf den Punkt:
„Klar gibt es andere länder wo das leben nicht unbedingt "angenehm" ist, aber dort wird seltsamer weise Weniger geklagt und auch weniger gefordert“!
Allein die materielle Evolution verhindert es, dass deutsche Jugendliche auf indische und afrikanische neidisch sein koennten; denn die meisten konnten doch kaum erleben, wie viele; vielleicht gar die Mehrheit dieser Menschen Geborgenheit und Liebe erleben und dies nicht nur in der Familie, sondern auch in der Gesellschaft, wo Menschen in der alleinigen Existenz auf einander angewiesen sind. Vielleicht 90 % der Problemstellungen junger Menschen in Deuschland z.B. und auf den Foren existieren schlicht nicht, weil die Jugendlichen ueber so vielseitige Optionen nicht verfuegen. Und dann urteilst Du ungerechterweise allein aus Deiner deutschen Sicht; wenn Du wahrscheinlich kenyanische Schueler nennst, die –zig km zur Schule laufen. Ich erinnere daran, dass grade diese Tatsache –zig Wunderlaeufer geboren hat, von denen zahlreiche heute Weltrekorde inne haben. Aus dem Problem haben viele eine Moeglichkeit geboren! Oder kennst Du einen Weltrekordler, der im warmen Bus zur Schule gekarrt worden ist? Und dann nennst Du auch noch Prostitution und vergisst tunlichst, dass diese in vielen Grossstaedten der Enwicklungswelt vor allem von westlichen Sextouristen in Anspruch genommen wird. Und wenn 13-jaehrige verheiratet werden, entspricht das meistens einer Tradition in irgend einer Kultur und die Menschen dort leben meist in Frieden. Andere Laender, andere Sitten; glaube bitte nicht, die westliche materielle Kultur sei das Non Plus Ultra! Und zudem waere es ein zu langes Thema sich darueber den Kopf zu zerbrechen wer denn Schuld traegt an Geschehnissen in Entwicklungslaendern die wirklich schlimm sind. In den meisten mindestens sind Kolonialherrschaften und dessen Ausbeutung nicht unschuldig. Dass heute noch die meisten Rohstoffe in der Entwicklungswelt zusammengeklaut werden (wer profitiert denn von den tiefen Gehaeltern?) ist eine weitere belegbare Tatsache; wie sonst koennten westliche Grosskonzerne und Banken quartalsweise Milliardenprofite vermelden?

Aber in einer Sache bin ich mit Dir einverstanden: „ich denke auch Kinder aus sozial schwachen Familien haben noch Glück, in diesem Land zu leben. Denn auch sie können Erfolge haben!“
Grade die und wiederum ist es statistisch erwiesen, dass diese zu ihren Eltern das bessere Verhaeltnis haben als jene, die aus wohlhabenden Familien kommen! Weniger Optionen haben heisst mehr Ambitionen; diese wiederum beinhalten Zielsetzungen und wer ein Ziel hat kennt meist seinen Weg.

Ich heule ja nicht ueber die schlimmen Zustaende in Eurem Land und frage ja nur fuer mehr Verstaendnis, Toleranz, Liebe und Geborgenheit. Diese hat schlussendlich mit reiner Habgier und „Wohlstand“ nicht viel gemeinsam.


Du meinst also, deutsche Jugendliche sollten auf Jugendliche in Indien und Afrika neidisch sein?
Entschuldigung, aber dieser Gedankengang verschließt sich mir vollkommen 😕

Klar, wenn man am Boden ist, hat man mehr Raum, um sich zu entwickeln und die Schritte werden größer sein. So wie das Wirtschaftswachstum in einem Industrieland 2-3% und in einem Entwicklungsland über 7% beträgt und ein Baby gemessen an seiner Ausgangsgröße mehr und schneller wächst als ein 19jähriger...🙄

Aber ich denke, jeder einzelne Jugendlich in Deutschland sollte glücklich sein über den Wohlstand, in dem er aufwächst. Niemand muss hier 10km zur Schule laufen, sich prostituieren, um die Familie zu finanzieren oder mit 13 verheiratet werden, damit Papi einen Ochsen als Mitgift bekommt...

Viele Kinder in Entwicklungsländern reißen sich täglich den A**** auf, nehmen Tagesmärsche zu Brunnen oder zur Schule in Kauf und erreichen am Ende doch nichts...das ist nicht beneidenswert, sondern einfach nur bedauernswert.

Jeder deutscher Jugendliche hat die Chance, Erfolge zu haben. Vielleicht ist das Erlangen eines Hochschulabschlusses in Deutschland für dich kein Erfolg im Vergleich zu dem Abschluss unter schwierigen Bedingungen in Afrika etc.
Aber es ist ein Erfolg. Jeder Schulabschluss, jede gute Note, jeder Erfolg im Sport, mit Freunden ist ein Erfolgserlebnis für Kinder und Jugendliche. Diese Erfolgserlebnisse sollte man auch würdigen.

Ich bin so glücklich, dass ich die Chance habe, zu studieren - ich muss nicht, aber ich will und ich kann.

Ich denke nur, dass viele nicht in der Lage sind, ihren Kindern dieses Glück zu vermitteln. Und ja, ich denke auch Kinder aus sozial schwachen Familien haben noch Glück, in diesem Land zu leben. Denn auch sie können Erfolge haben. Ja, sie haben es schwerer und sie müssen mehr kämpfen. Aber sie haben zumindest eine Chance...

Also, wir sollten vielleicht mal aufhören, über unser ach so schlimmes Land zu heulen und die Möglichkeiten, die es uns bietet auch nutzen! Sicher wird es immer Menschen geben, die es nicht schaffen. Auch das ist die Realität, leider. Aber die Mehrheit der Jugendlichen in diesem Land ist privilegiert und Eltern sollten das auch so vermitteln.
 
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