B
blattweiss
Gast
Wie soll übrigens ein Leben nach dem Tod aussehen?
Der Umstand der meiner Meinung nach oft übersehen wird ist, dass mit dem Verfall des Körpers ja auch das Gehirn tot ist.
Die daraus für mich resultierende Notwendigkeit, dass die Seele Informationen speichern, verarbeiten, und denkfähig sein muss, finde ich etwas befremdlich. Anders könnte man ja keine Bekannten wiedererkennen, wüsste auch nichts von einem Gott geschweige denn was Himmel oder Hölle ist. Sprechen und Sprache verstehen könnte man auch nicht.
Zu dem Link von Pasquale noch was:
In der Einleitung heißt es schon:
[FONT=Arial, Helvetica]"Die Göttlichen Prinzipien, Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums e.V, Frankfurt am Main" empfohlen.
Die tolerante Einstellung der Autorin ist schön, ebenso dass sie sich um Friede und Harmonie bemüht. Die Art, wie sie argumentiert ist aber... Moment mal. Sie argumentiert ja garnicht.
Sie sagt nur ~ So und so ist es ... deshalb müssen wir uns um Friede bemühen." Sie nimmt es als gegeben hin, dass es Gott, Engel, ein Leben nach dem Tod, eine vom Körper trennbare Seele, ein Gedächtnis und weitere typische Körperfunktionen für den Geist gibt.
Was mich gerade zum Schmunzeln gebracht hat:
[/FONT]
Tcha, so einfach kann alles sein Leute 🙂
Tut mir leid, wenn es so wirkt als würde ich diese Einstellung belächeln. Vielleicht tu ich das auch ein wenig. Illusionen, die dazu führen dass man sich gegenüber Anderen achtsamer (Im Sinne von "besser") verhält, will ich Menschen nicht ausreden. Die positive Wirkung auf die Umwelt ist letztlich das, was man befürworten kann.
Nicht gut heißen kann ich es, wenn man seinen Glauben und Überzeugung mit der Zeit vielleicht so annimmt, dass man ihn als Tatsache und Wissen betitelt und verbreitet.
Das ist nicht nur für den Überzeugten schädlich, sondern auch für seine Umwelt. Daraus entstehen Fanatismus, ein eingeschränkter Geist, Irreführung und Fehlleitung. Mit dieser Art der Verblendung kann man Menschen großes Leid zufügen, indem man sie manipulierbar macht und zu Dingen treiben kann, die alles andere als gut sind.
Ich finde, man sollte sich in Zurückhaltung üben, wenn es um den eigenen Glauben geht. Jener kann andere Menschen dazu verleiten, selbst weniger zu reflektieren und zu denken, bis sie blind glauben und geistig träge, unflexibel werden. Und das schädliche Potenzial geht noch darüber hinaus.
Daran sollte keinem etwas gelegen sein.
Unter Wissen verstehe ich jedenfalls streng genommen nur das empirisch Überprüfbare, was auch (natur)wissenschaftliche Grundlagen hat.
Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Menschen das, was man landläufig unter Wissen versteht, dem Glaube gleichstellen.
Lena etwa scheint die Trennung zumindest, wenn man nach dem Geschriebenen hier urteilt, nicht sonderlich eng zu nehmen.
Und auch wenn man den Wunsch respektieren sollte, dass alle einen so festen Halt durch den Glauben finden wie sie, sollte man doch sehen, dass man nicht jeden dazu bringen kann. Dass es sogar schaden kann, seinen Glauben auf unangemessene Weise zu verbreiten. Etwa wenn man in Ignoranz ausartet weil Andere ihn nicht (sofort) annehmen, oder andere vom Glauben abtreibt, indem man ihn nicht auf angemessene Weise repräsentiert.
Und hier finde ich, dass es gerade im Westen, wo die menschen eher einen rationalen Zugang zu Dingen haben, man mit Bedacht daran gehen sollte, wenn man von seinem Glauben spricht. Vor allem; Wissen, dass man von seinem Glauben spricht.
Allein etwas, was man "nur" glaubt, als Fakt zu präsentieren, ist in der Regel mit negativen Folgen verbunden. Nicht alle sind dabei immer absehbar und erkennbar, deshalb rate ich lieber zur Zurückhaltung und bewussterem Verhalten, was das angeht.
Wie auch immer.
Was ich an Christen wie Lena schätze ist, dass sie Lebensfreude entwickeln durch das, woran sie glauben und oft frohen Mutes sind, dass sie diese Kraft mit anderen teilen und an sie weitergeben können. Mit der Energie die man dadurch oft verspürt, kann man anderen sicher Mut machen und ihnen engagiert helfen. (@ Mikenull und Dr.House: Ich hoffe besonders ihr könnt mir hier zustimmen, da ich euch auch als die rationaleren Menschen einschätze, die vielleicht manchmal fast dabei sind Gläubige zu verurteilen - eben weil sie glauben.)
Insofern sehe ich keinen Einwand darin, wenn jemand sagt "Ich bin mir sicher, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und nicht alles sinnlos ist." oder "Ich glaube fest daran, dass ich nach meinem Tod im Himmel meine Großeltern wiedersehe". Selbst "Ich glaube, dass Gott und alle Engel mich beschützen." ist okay.
Man sollte nur im Kopf behalten, dass das, was einem hilft, nicht zwangsweise anderen helfen muss. Und dass der eigene Glaube und die eigene Erfahrung nicht das ist, was wir anderen so einfach nahe bringen können. Schon garnicht indem wir es als Tatsachen verkaufen.
Liebe Grüße,
Blattweiss
PS: Ich will weder Lena noch Mikenull oder Dr.House mit meinen Ansichten und Äußerungen angreifen. Seht es als gut gemeinten Denkanstoß 😉
Der Umstand der meiner Meinung nach oft übersehen wird ist, dass mit dem Verfall des Körpers ja auch das Gehirn tot ist.
Die daraus für mich resultierende Notwendigkeit, dass die Seele Informationen speichern, verarbeiten, und denkfähig sein muss, finde ich etwas befremdlich. Anders könnte man ja keine Bekannten wiedererkennen, wüsste auch nichts von einem Gott geschweige denn was Himmel oder Hölle ist. Sprechen und Sprache verstehen könnte man auch nicht.
Zu dem Link von Pasquale noch was:
In der Einleitung heißt es schon:
Die Ausführungen auf der von Pasquale genannten Seite sind teilweise gespickt mit Bibelzitaten und als Literatur wird unter anderemDiese Antworten sind ohne eine gewisse religiöse Auffassung oder Dogma präsentiert und sind einzig dafür bestimmt, das Leben auf Erden sowie das danach zu bereichern.
[FONT=Arial, Helvetica]"Die Göttlichen Prinzipien, Gesellschaft zur Vereinigung des Weltchristentums e.V, Frankfurt am Main" empfohlen.
Die tolerante Einstellung der Autorin ist schön, ebenso dass sie sich um Friede und Harmonie bemüht. Die Art, wie sie argumentiert ist aber... Moment mal. Sie argumentiert ja garnicht.
Sie sagt nur ~ So und so ist es ... deshalb müssen wir uns um Friede bemühen." Sie nimmt es als gegeben hin, dass es Gott, Engel, ein Leben nach dem Tod, eine vom Körper trennbare Seele, ein Gedächtnis und weitere typische Körperfunktionen für den Geist gibt.
Was mich gerade zum Schmunzeln gebracht hat:
[/FONT]
[FONT=Arial, Helvetica]7. Wissen die Menschen in der geistigen Welt, wenn jemand stirbt? [/FONT]
[FONT=Arial, Helvetica]Ja.[/FONT]
Tcha, so einfach kann alles sein Leute 🙂
Tut mir leid, wenn es so wirkt als würde ich diese Einstellung belächeln. Vielleicht tu ich das auch ein wenig. Illusionen, die dazu führen dass man sich gegenüber Anderen achtsamer (Im Sinne von "besser") verhält, will ich Menschen nicht ausreden. Die positive Wirkung auf die Umwelt ist letztlich das, was man befürworten kann.
Nicht gut heißen kann ich es, wenn man seinen Glauben und Überzeugung mit der Zeit vielleicht so annimmt, dass man ihn als Tatsache und Wissen betitelt und verbreitet.
Das ist nicht nur für den Überzeugten schädlich, sondern auch für seine Umwelt. Daraus entstehen Fanatismus, ein eingeschränkter Geist, Irreführung und Fehlleitung. Mit dieser Art der Verblendung kann man Menschen großes Leid zufügen, indem man sie manipulierbar macht und zu Dingen treiben kann, die alles andere als gut sind.
Ich finde, man sollte sich in Zurückhaltung üben, wenn es um den eigenen Glauben geht. Jener kann andere Menschen dazu verleiten, selbst weniger zu reflektieren und zu denken, bis sie blind glauben und geistig träge, unflexibel werden. Und das schädliche Potenzial geht noch darüber hinaus.
Daran sollte keinem etwas gelegen sein.
Unter Wissen verstehe ich jedenfalls streng genommen nur das empirisch Überprüfbare, was auch (natur)wissenschaftliche Grundlagen hat.
Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Menschen das, was man landläufig unter Wissen versteht, dem Glaube gleichstellen.
Lena etwa scheint die Trennung zumindest, wenn man nach dem Geschriebenen hier urteilt, nicht sonderlich eng zu nehmen.
Und auch wenn man den Wunsch respektieren sollte, dass alle einen so festen Halt durch den Glauben finden wie sie, sollte man doch sehen, dass man nicht jeden dazu bringen kann. Dass es sogar schaden kann, seinen Glauben auf unangemessene Weise zu verbreiten. Etwa wenn man in Ignoranz ausartet weil Andere ihn nicht (sofort) annehmen, oder andere vom Glauben abtreibt, indem man ihn nicht auf angemessene Weise repräsentiert.
Und hier finde ich, dass es gerade im Westen, wo die menschen eher einen rationalen Zugang zu Dingen haben, man mit Bedacht daran gehen sollte, wenn man von seinem Glauben spricht. Vor allem; Wissen, dass man von seinem Glauben spricht.
Allein etwas, was man "nur" glaubt, als Fakt zu präsentieren, ist in der Regel mit negativen Folgen verbunden. Nicht alle sind dabei immer absehbar und erkennbar, deshalb rate ich lieber zur Zurückhaltung und bewussterem Verhalten, was das angeht.
Wie auch immer.
Was ich an Christen wie Lena schätze ist, dass sie Lebensfreude entwickeln durch das, woran sie glauben und oft frohen Mutes sind, dass sie diese Kraft mit anderen teilen und an sie weitergeben können. Mit der Energie die man dadurch oft verspürt, kann man anderen sicher Mut machen und ihnen engagiert helfen. (@ Mikenull und Dr.House: Ich hoffe besonders ihr könnt mir hier zustimmen, da ich euch auch als die rationaleren Menschen einschätze, die vielleicht manchmal fast dabei sind Gläubige zu verurteilen - eben weil sie glauben.)
Insofern sehe ich keinen Einwand darin, wenn jemand sagt "Ich bin mir sicher, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und nicht alles sinnlos ist." oder "Ich glaube fest daran, dass ich nach meinem Tod im Himmel meine Großeltern wiedersehe". Selbst "Ich glaube, dass Gott und alle Engel mich beschützen." ist okay.
Man sollte nur im Kopf behalten, dass das, was einem hilft, nicht zwangsweise anderen helfen muss. Und dass der eigene Glaube und die eigene Erfahrung nicht das ist, was wir anderen so einfach nahe bringen können. Schon garnicht indem wir es als Tatsachen verkaufen.
Liebe Grüße,
Blattweiss
PS: Ich will weder Lena noch Mikenull oder Dr.House mit meinen Ansichten und Äußerungen angreifen. Seht es als gut gemeinten Denkanstoß 😉